Repressive Politik gegenüber den Deutschen in den Jahren 1941-1955 (am Beispiel der Region Krasnojarsk)

Tatjana Wladimirowna Iwlewa,
Wissenschaftliche Leitung: Irina Petrowna Pawlowa, Doktorin der Geschichts-wissenschaften, Professorin

Der 22. Juni 1941 wurde vom ganzen Land als nationale Tragödie empfunden. Der Krieg gegen Deutschland ließ manche Menschen nachdenklich werden und sich des Ersten Weltkriegs erinnern. «Wieder werden wir an allem schuld sein, wie in dem Krieg damals, als ausnahmslos alle Deutschenà aus Wolhynien in den Osten ausgesiedelt wurden…» [1]. Diese Worte erwiesen sich in der Tat als prophetisch.

Bereits am 26. August 1941 verabschieden der Rat der Volkskommissare der UdSSR und das Zentralkomitee der Allrussischen Kommunistischen Partei (Bolschewisten) die Anordnung «Über die Umsiedlung der Deutschen aus der Republik der Wolgadeutschen sowie der Gebiete Saratow und Stalingrad» sie war lange Zeit geheim gehalten worden, deswegen spielte das veröffentlichte Dekret des Obersten Sowjets der UdSSR vom 28. August 1941 «Über die Umsiedlung der in den Wolga-Rayons lebenden Deutschen» die Hauptrolle, in dem es hieß: «…die deutsche Bevölkerung in den Wolga-Rayons hält in seiner Mitte Feinde des Volkes und der Sowjetmacht versteckt… ist die gesamte deutsche, in den Wolga-Rayons lebende Bevölkerung, in andere Bezirke umzusiedeln» [2].

Für das Erscheinen des vorliegenden Dekrets gibt es mehrere Gründe. Der offensichtlichste – der Krieg gegen Deutschland, und als Folge – die Gefahr des Verrats durch die deutschen Bevölkerung; daher holt die sowjetische Regierung zu einem Präventivschlag aus. Hitlers Idee von der Überlegung der deutschen Nationen gegenüber den anderen war allen bekannt, und für den Fall einer Besetzung des Territoriums der UdSSR, zählte er auf die Hilfe der sowjetdeutschen Bevölkerung. Die Sowjetmacht führte eine Politik der Sowjetisierung durch, das heißt des Auslöschens der nationalen und sprachlichen Barrieren. Das Ergebnis dieser Politik war 1938 die Schließung sämtlicher Schulen, an denen in deutscher Sprache unterrichtet wurde, und Umstellung auf russischsprachigen Unterricht. Somit befanden sich die in der UdSSR lebenden Deutschen an der Schnittstelle von Widersprüchen der beiden Staaten und ihrer politischen Ansichten. Des Weiteren muss man die Notwendigkeit einer Besiedlung der östlichen Landesbezirke anmerken. Für eine aktivere Entwicklung dieser östlichen Gebiete des Landes war es in erster Linie erforderlich, eine hinreichende Anzahl Menschen dorthin zu verschicken, was die Sowjetleitung dann auch mit den Deutschen machte. Sogar die Umsiedler selbst hoben hervor, dass «sie hierher umgesiedelt wurden, weil es in Sibirien nicht genügend Leute in den Kolchosen gibt», und Wilhelm Andrej, der in die Region Krasnojarsk umgesiedelt wurde, verkündete: «Man hat uns hierher umgesiedelt, weil wir kultiviert leben, sie wollen bedauernswerte Sibirjaken aus uns machen» [3]. Diese Worte bestätigen indirekt die Theorie, dass die Regierung bestrebt war, ein vereintes sowjetisches Volk zu schaffen – ohne Unterschiede in Traditionen, Sitten und Gebräuchen und wirtschaftlichem Entwicklungsniveau. Die Deportation, die zu einer starken Assimilation führte, bestätigt dies.

Laut Verfügung vom 26. August 1941 war geplant, in der Region 75000 Menschen neu anzusiedeln, aber in Wirklichkeit trafen dort viel mehr ein. In einem Hinweis des Regionskomitees der Allrussischen Kommunistischen Partei (Bolschewisten), adressiert an das Zentralkomitee der Allrussischen Kommunistischen Partei (Bolschewisten) heißt es, dass «am 1. November 1941 faktisch 17307 Familien in einer Gesamtzahl von 77359 Personen eingetroffen und in 42 Bezirken der Region angesiedelt worden seien». Es war geplant, in jedem der 42 Bezirke durchschnittlich 1500–2000 Menschen unterzubringen, aber in Abhängigkeit vom vorhandenen Wohnraum schwankte die zahlenmäßige Ansiedlung erheblich: von 454 Personen im Jermakowsker Bezirk bis zu 2487 im Balachtinsker [4].

Die meisten Deutschen wurden in Kolchosen untergebracht (15037 Familien), die übrigen in Sowchosen, in der Maschinen- und Traktoren-Station und in Bezirkseinrichtungen und Unternehmen; in Städte kamen die Deutschen nicht. Man brachte sie in separaten Häusern unter – so, wie es die Regierung in ihren Dekreten versprochen hatte. Doch es gab nur sehr wenige solcher Häuser, so dass sie in komprimierter Weise bei Kolchosbauern oder zu jeweils zwei-drei Familien pro Haus einquartiert wurden. Insgesamt entfielen auf eine Person 2–4 Quadratmeter Wohnraum. «Um erfolgreich Bericht erstatten zu können, wurden die schwierigen Bedingungen, in welche die Deportierten gerieten, verschwiegen. Zahlreiche Sondersiedler-Familien blieben für lange Zeit nicht nur obdachlos, sondern besaßen auch nicht das nötige Minimum an Lebensmitteln. Es fehlte an Kleidung, Schuhwerk, anderen Gegenständen von vorrangiger Notwendigkeit.»[5]. So sah die reale Situation in der Region aus.

Viele forderten, dass ihnen das an den Staat abgegeben Getreide und Vieh zurück-erstattet und sie mit Lebensmitteln versorgt würden. Doch die Frage der Auslieferung von Rindern war auch bis zum 20. Dezember 1941 noch nicht entschieden, und Getreide wurde nur an diejenigen ausgegeben, die es an die Staatliche Getreideabgabestelle leiteten. Diejenigen, die ihr Getreide an Kooperativen, Dorfräte und Kommissionen abgaben, bekamen nichts. Deswegen waren viele gezwungen, sich selber mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Infolgedessen «graben die Deutschen in einer ganzen Reihe von Kolchosen eigenmächtig Kartoffeln und Karotten aus den Kolchos-Gemüsegärten, und ganz besonders bei den Kolchosbauern, aus.» [6]. Auf diese Weise versuchten die Menschen sich vor dem Hungertod zu retten.

Das Vorhandensein derartiger Problem wird offenkundig, wenn man sich die finanziellen Indikatoren der Neuansiedlung ansieht. Insgesamt hatte die Regierung der UdSSR der Region Krasnojarsk 4 642 500 Rubel zugeteilt. Eine beträchtliche Summe, aber die örtlichen Behörden nutzten diese Gelder kaum; die Einsparungen beliefen sich durchschnittlich auf 65% zu Lasten einer Geldmittelkürzung für die Ernährung der Umsiedler, ihre kulturelle und medizinische Versorgung. In einigen Bezirken lagen die Restfinanzen bei etwa 90 %. Die höchste Ersparnis wurde im Kasatschinsker Bezirk erreicht – 96,1% [7]. Wenn man sich diese Zahlen anschaut, ist die äußerst schwierige materielle Lage der Deutschen an ihren neuen Wohnorten nur allzu verständlich.

Die schwierige Situation der umgesiedelten Deutschen verschlechterte sich noch nach der Herausgabe der Verordnung des Staatlichen Komitees der Verteidigung vom 10. Januar 1942, in dem es hieß: «sind alle Männer im Alter von 17 bis 50 Jahren, die für körperliche Arbeiten geeignet sind, in einer Anzahl von bis zu 120000 Tausend Mann für die gesamte Dauer des Krieges in Arbeitskolonnen zu mobilisieren» [2]. Diese Art von Arbeitskolonnen erhielten die Bezeichnung „Trudarmee“ („Arbeitsarmee“; Anm. d. Übers,.).

Die Arbeitsarmee begann sich bereits 1941 zu bilden, als man ukrainische und von der Front abgezogene Deutsche dorthin schickte, aber nach der Anordnung vom 10. Januar 1942 breitete sie sich überall aus. Für das Land bedeutete eine derartige Mobilisation den Einsatz billiger Arbeitskräfte. Ab dem 14. Februar 1942 gerieten auch Deutsche in die Arbeitsarmee, die keiner Umsiedlung ausgesetzt waren; infolgedessen erhob man gegen sie auch keinerlei Anklagen. Unmittelbar nach Verabschiedung der vorliegenden Anordnungen wurde eine Registrierung der Männer durchgeführt, die unter den Geltungsbereich der Regierungsdekrete fielen. Im Februar 1942 befanden sich in der Region 13 493 Männer zwischen 16 Jahren und älter [8].

Ab dem 7. Oktober 1942 wurden alle Männer von 15–16 und 51–55 Jahren mobilisiert, ebenso Frauen zwischen 16 und 45 Jahren einschließlich; lediglich schwangere sowie Mütter mit Kindern im Alter von bis zu 3 Jahren blieben verschont. Waren die Kinder älter, so schickte man die Mutter in die Arbeitsarmee, während ihre Kinder zu Verwandten oder in ein Kinderheim kamen. Im weiteren Verlauf wurden laufend ähnliche Mobilisierungen durchgeführt, und zwar bis Mitte 1944. Zahlenmäßig waren sie schon nicht mehr so groß, was auch vollkommen natürlich ist. Die deutsche Bevölkerung verringerte sich, denn alle aufgrund ihrer Gesundheit und ihres Alters geeigneten Personen befanden sich bereits in der Arbeitsarmee. Festzustellen, wie viele Menschen verschickt wurden und wohin sie kamen, scheint nicht möglich zu sein, denn die Einberufungen machten jeweils zwischen 100 und 1000 Personen aus, und Dokumente spiegeln diese Angaben nicht wider. Im Großen und Ganzen wurden in den Kriegsjahren nach ungefähren Berechnungen aus der Region Krasnojarsk etwa 20000 deutsche Männer und Frauen in die Arbeitsarmee geholt. Die Arbeitsarmee wurde 1946 aufgelöst.

Praktisch gleichzeitig mit der Anordnung über die Organisation der «Arbeits-kolonnen» kommt die Verfügung des Rates der Volkskommissare der UdSSR und des Zentralkomitees der WKP (B) «Über die Entwicklung des gewerblichen Fischfangs in den Flussbecken in Sibirien und im Fernen Osten» heraus. Zu diesem Zweck schickte man Deutsche, Letten, Finnen und andere Umsiedler in die menschenleeren Gebiete des Hohen Nordens.

In der Region Krasnojarsk plante man etwa 6000 deutsche Familien bzw. 15-18000 Personen in den Norden umzusiedeln. Bereits im Sommer 1942 wurden die ersten Sonderumsiedler an die Mündungen des Jenissei und der Lena geschickt, obwohl das «unmittelbaren Schaden bei der Pflanzkampagne» mit sich brachte. Der Plan hinsichtlich der Anzahl der umzusiedelnden Personen wurde überprüft. Zum Juli 1942 wurden 6312 Deutsche in die Nordbezirke der Region gebracht; zusammen mit anderen Sonderkontingenten gerieten 1942 23000 Personen in den Norden. [9]

1942 wurden zwei Schiffskarawanen zusammengestellt, die sich in Richtung Norden begaben. Die Menschen «wurden in den Frachträumen und auf den Decks der Leichter und Lastkähne transportiert, unter Wachbegleitung und in entsetzlicher Enge», und «an den öden, häufig menschenleeren Ufern des Jenissei oder auf Inseln abgesetzt. Hier mussten die Ausgesiedelten buchstäblich bei null anfangen, mit leeren Händen, an einem unbeschriebenen Ort. Sie hausten in Erd-Hütten und Bruchbuden, Schuppen und Zelten, auf Dachböden und in Lagerräumen – ohne warme Kleidung und Schuhwerk, bei einer Hungerration, ohne Licht, Wärme, medizinischer Versorgung, in völliger Isolation von den Angehörigen, von der Welt, ohne Radio, Zeitung und Bücher. Viele konnten kein Russisch, aber es war ihnen verboten, ihre Muttersprache zu benutzen» [11]. Es sei darauf hingewiesen, dass es offiziell kein gesetzlich festgelegtes Verbot für die deutsche Sprache gab. Es war die Sprache der Faschisten, deswegen rief ihr Klang Missfallen hervor, und zahlreiche Deutsche wollten deswegen einfach kein Deutsch mehr sprechen. Es war eine Art unausgesprochenes, nicht offiziell verkündetes Verbot. Auf diese Weise fanden sich die Umsiedler im Hohen Norden in einer katastrophalen Lage; sie besaßen praktisch nichts, nicht einmal das Allernotwendigste, aber arbeiten mussten sie sofort. Die Deutschen hatten sich zuvor noch nie mit Fischfang befasst, für sie war stets der Ackerbau am wichtigsten gewesen, und deswegen mussten sie sich nun die neue Art von Tätigkeit erst aneignen. Neben dem Fischfang gingen sie auch zur Jagd und züchteten Rentiere, was sie vorher auch noch nie getan hatten. Die Schwierigkeiten bestanden nicht nur in ihrer Unerfahrenheit, sondern auch darin, dass es an notwendigem Handwerkszeug und Ausrüstungen fehlte. So gab es auf der Insel Nossonowska im Ust-Jenisseisker Bezirk für die ganze Brigade lediglich einen einzigen Stiefel! [10]

Natürlich kann man unter derartigen Bedingungen nicht von einer Planerfüllung sprechen, zumal das jeweilige Plansoll äußerst hoch angesetzt war. Infolgedessen wurde 1942 der Plan für die Abgabe von Fisch zu weniger als 40% erfüllt. 1943 wurde das Plansoll herabgesetzt, in der Bilanz wurde er dann zu beinahe 60% erfüllt, und 1944 wurde er, aufgrund einer erneuten Reduzierung der Vorgaben, bereits zu 65% realisiert[12]. Selbst die Regierung begriff, dass die Forderungen viel zu unrealistisch waren, und machte einige Zugeständnisse. Die Probleme h sichtlich der Erfüllung der gestellten Aufgaben bestand auch darin, es praktisch keine Männer gab. Sie befanden sich schließlich in den Arbeitskolonnen, und aus diesem Grunde waren es Frauen, alte Leute und Heranwachsende, die im Norden arbeiten mussten, was den Umfang der getanen Arbeit erheblich verringerte.
Die schwierigen Lebensbedingungen machten sich nicht nur bei der Arbeit bemerkbar, sie führten auch zu einer hohen Sterblichkeitsrate. Nach den Erinnerungen von L. Loch «starben die Menschen buchstäblich im Gehen. In Ust-Port starben im ersten, dem schlimmsten, Winter 359 Umsiedler. In Ust-Chantaika – jeder zweite» [13]. Es ist erstaunlich, aber im vorliegenden Fall bestritten die Behörden diese Fakten in ihren Rechenschaftsberichten zumindest nicht, sondern erläuterten sogar sehr genau die Gründe für ein derartiges Geschehen. «Die Umsiedler kamen in Orte, in denen es früher keinerlei Wohnunterkünfte gegeben hatte. Hauptgründe für die Sterblichkeit der Umsiedler waren folgende: à) Die rauen klimatischen Bedingungen, an die die Umsiedler nicht gewöhnt waren; b) Das vollständige Fehlen von Gemüse und anderen Vitaminträgern. Hinzu kommen die schwierigen Wohnbedingungen, in denen sich die Umsiedler befinden (Gedränge, fehlendes Heizmaterial, mangelnde Hygiene u.a.). Nicht vorhandene warme Kleidung sowie Schuhwerk» [13]. Des Weiteren fehlten den Deutschen die nötigen Lebensmittel, wie beispielsweise Brot, für das die Tagesnorm insgesamt lediglich 200 Gramm ausmachte.

Die Anfangsphase des Krieges war für die Deutschen nicht minder schwierig, als für das ganze Land. Die sowjetische Führung leitete drastische Maßnahmen ein, um die inneren und äußeren Probleme zu lösen, und die Deutschen mussten sich der neuen Wende in dieser politischen Linie unterwerfen. Sie erfüllten die ihnen auferlegten Aufgaben – arbeiteten ohne Widerrede in den Kolchosen, in der Trudarmee und im Hohen Norden.

Ab 1941 beginnen sich Sondersiedlungen zu formieren –ein System administrativer Überwachung, verbunden mit der Einschränkung bestimmter Rechte und Freiheiten der Bürger, welches eine freies Sich-Bewegen der Sonderumsiedler nicht zulässt. Für die Deutschen existierte es von 1941 bis 1955. Unmittelbar nach der Umsiedlung in die neuen Territorien besaßen die Deutschen alle Rechte freier Bürger. In den Jahren 1941 und 1942 wurden keine neuen Dekrete erlassen, die zu irgendwelchen Einschränkungen führten. Einige Deutsche wollten nicht in den Regionen leben, in die sie umgesiedelt worden waren, deswegen zogen sie in der ersten Zeit eigenmächtig von einer Gegend in eine andere. So trafen 146 Personen in der Stadt Kansk ein, obwohl sie dort planmäßig nicht angesiedelt werden sollten [8]. Doch der örtlichen Behörde kam dies sehr ungelegen, denn sie sollte sie kontrollieren; demzufolge wurden Maßnahmen ergriffen, um derartige Standortwechsel zu verhindern.

Während des Krieges bildete sich allmählich das System der Sonderansiedlung heraus. Mit Befehl vom 22. Oktober 1943 wurden Sonder-Kommandanturen in den Siedlungsorten der Sonderumsiedler eingerichtet, um sie beaufsichtigen zu können. Nun erhielten die Deutschen den Status von Sonderumsiedlern, nachdem sie zuvor nicht als solche in Erscheinung getreten waren. Man bezeichnete sie als Evakuierte oder einfach Umsiedler. Von diesem Augenblick an konnten sie ihren Wohnort offiziell nicht mehr wechseln, ohne eine besondere Erlaubnis dafür eingeholt zu haben. 1944 tauchen die Sonderkommandanturen auf, welche Fluchten verhindern, Akten führen, Entflohene aufspüren, die allgemeine Stimmung beobachten und antisowjetische Elemente ermitteln sollten; ferner überprüften sie, wie die Sonderumsiedler ihr Leben eingerichtet hatten und kontrollierten ihren Bewegungsradius. Derartige Kontrollorgane wurden in jedem Bezirk der Region geschaffen, mit durchschnittlich drei–vier Sonderkommandanturen pro Bezirk.

Anfang 1945 war bereits klar, dass Deutschlands Niederlage nur eine Frage der Zeit war. Die Regierung begriff nur zu gut, dass es notwendig war, das Problem in Bezug auf die Deutschen zu lösen. Am 8. Januar 1945 verabschiedet der Rat der Volkskommissare die Anordnung «Über die Rechtslage der Sonderumsiedler». Laut diesem Dokument erhielten die Aussiedler alle Rechte von Bürgern der UdSSR zugesprochen, mit Ausnahme der Möglichkeit, «ohne Erlaubnis eines Kommandanten der Sonderkommandantur des NKWD den Bezirk der Neuansiedlung zu verlassen; gleichzeitig wurden die Familienoberhäupter verpflichtet, sich alle drei Tage bei der Sonderkommandantur zu melden und dort alle Veränderungen anzuzeigen, die sich innerhalb der Familie ereignet hatten»[20]. Auf diese Weise fixierte die Regierung Völker, die während des Krieges umgesiedelt worden waren, an einem Ort. Im vorliegenden Fall handelte sie im Sinne eines wirtschaftlichen Gewinns, denn die Besiedlung der Ost-Territorien des Landes war nach wie vor aktuell, denn man musste ja Industrie und Landwirtschaft für den Wiederaufbau des Landes nach dem Krieg entwickeln.

Die Stärkung des Sondersiedlungssystems in den Nachkriegsjahren wurde fortgesetzt. Das Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 26. November 1948 entzog den Sonderumsiedlern endgültig das Recht, in die Heimatorte zurückzukehren, und eine eigenmächtige Abreise wurde mit Flucht gleichgesetzt, die mit 20 Jahren Zwangsarbeit bestraft werden sollte [2]. So wurde das System der Sonderansiedlung zum Jahr 1949 endgültig gesetzlich legitimiert. In dieser Form existierte es bis zu seiner Abschaffung. Den Ukas vom 26. November 1948 nahmen die einfachen Bürger der Sowjetunion, die der deutschen Nationalität angehörten, wie folgt auf: «Nun passt alles zusammen. Sie haben uns in den Status von Sondersiedlern versetzt, «legalisierte» Schurken der sowjetischen Gesellschaft. Alle – sowohl die Alten, wie die Jungen. Auch die, die gerade erst geboren sind, auch die, die erst noch zur Welt kommen werden. Das war eine ganz besondere Art der Erb-«Schuld». Alle sind versehen – mit einem nichtauslöschbaren Stigma. Für immer, fürs ganze Leben» [1].

Das Dekret vom 26.11.1948 verursachte einige Schwierigkeiten bei seiner Umsetzung. So befasste sich die Mehrheit der Deutschen im Norden der Region Krasnojarsk mit Fischfang, und dafür war es nötig, dass sie ihren ständigen Wohnort zum Arbeiten verließen. In diesem Zusammenhang blieb das festgelegte Plansolls für die Fischausbeute praktisch unerfüllt, denn andere Arbeitskräfte gab es dort nicht. Daher sehen die örtlichen Behörden den einzigen Ausweg darin, «für 1949 einige Erleichterungen innerhalb des Regimes zuzulassen, durch die Angehörige des Sonderkontingents für den gewerblichen Fischfang in außerhalb ihres Wohnsitzes gelegene Gebiete abgezogen werden könnten. [14] Letztendlich haben die Behörden aber nicht darüber berichtet, welche Entscheidung getroffen wurde, obwohl sie einige Veränderungen im eigenen Interesse hätten zulassen können.

Von 1941 bis 1949 nahm die Zahl der deutschen Bevölkerung in der Region Krasnojarsk um etwa 25% ab; 1949 wurden beim MWD über 58000 Akten über Deutsche angelegt (laut Angaben des Informationszentrums der Staatlichen Behörde für innere Angelegenheiten der Region Krasnojarsk). Die Zahl der Deutschen in den einzelnen Wohnbezirken veränderte sich merklich. So nahm sie in den Bezirken Nischne-Ingaschsk und Nasarowo beinahe um 750 Personen ab, im Uschursker waren es sogar – mehr als 1000. Lediglich im Suchobusimsker Bezirk wurden 100 Deutsche mehr gezählt. Noch stärker war die Zusammensetzung der Partei betroffen: die Zahl der Mitglieder und Partei-Kandidaten ging durchschnittlich um 2–5% zurück. Das war ganz natürlich, denn die Zahl der deutschen Bevölkerung in der Region ging allgemein zurück.

Nach Stalins Tod und dem Beginn der Rehabilitationen im Lande warteten die Deutschen mit großer Hoffnung auf ihre Freilassung, doch dieser Prozess betraf im Jahr 1953 lediglich Straftäter; erst ab 1954 wurden einige in die Freiheit entlassen. 1953 belief sich die Anzahl der Deutschen in der Region Krasnojarsk auf 62443 Personen [15], das heißt: sie hatte sich in den vergangenen vier Jahren um viertausend erhöht, was auf eine Erhöhung der Geburtenrate sowie einen mechanischen Zustrom der Deutschen in die Region hindeutet.

Am 5. Mai 1954 wurden Kinder bis zu einem Alter von 16 Jahren und Kinder, die in Bildungseinrichtungen den Unterricht besuchten, aus dem Register der Sondersiedlung abgemeldet. Am 13. August 1954 wurden die «ortsansässigen» Deutschen freigelassen, also jene, die schon vor 1941 ihren ständigen Wohnsitz in den östlichen Territorien inne gehabt hatten.[16] Diese Kategorien hatten in ihrer überwiegenden Mehrheit nicht die Absicht, ihren Wohnort zu verlassen: die Kinder wären nicht ohne ihre Eltern fortgegangen, und außerdem bestand keine Notwendigkeit – ihr Zuhause war hier. «Ich persönlich habe dieses Dokument als Hinweis darauf verstanden, dass selbst Stalins Tod zu keinen wesentlichen Veränderungen in Bezug auf unsere Lage führte» – erinnert sich G. Wolter [ 1]. Aber vielleicht hing alles auch gar nicht von Stalin ab, wenn die Sonderumsiedler ihre Freiheit sogar eineinhalb Jahre nach seinem Tod noch nicht wieder zurückbekommen hatten? Die Antwort ist verständlich. Stalins Persönlichkeit war nicht entscheidend, wenn sie auch eine wichtige Rolle bei den Ereignissen des Jahres 1940 spielte. Die Umsiedlungen wurden nicht durch seine Launen verursacht, sondern entstanden aus ernsthaften ökonomischen und politischen Aufgabenstellungen heraus; das war auch er Grund, weshalb Stalins Tod die Politik des Staates in Bezug auf die unterdrückten Völker nicht änderte.

Das Krasnojarsker Parteiarchiv verwahrt ein äußerst interessantes Dokument, welches die vorliegende Situation charakterisiert. Im März 1954 versandte das Ministerium für innere Angelegenheiten der UdSSR Briefe an alle Bezirke, in denen es Sonderumsiedler gab, in denen es vorschlug, einen ausreichend großen Kreis minderjähriger Bürger aus der Sonderansiedlung freizulassen, unter anderem auch ausnahmslos die gesamte deutsche Bevölkerung. Auf diesen Vorschlag gibt fas Regionskomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion folgende Antwort: «Bei der Abschaffung aller Einschränkungen für die genannten Personen ergibt sich unausweichlich ein erheblicher Rückgang von Arbeitskräften aus der Region, besonders aus ihren nördlichen Bezirken». In diesem Zusammenhang hielt das Regionskomitee der Partei es für angebracht, alle Beschränkungen zweckmäßigerweise nur von einigen Kategorien von Bürgern aufzuheben, wobei allerdings die Deutschen nicht darunter waren. Das Regionskomitee hielt es für «möglich, bei den nicht freigelassenen Kategorien aus dem Sonderregime resultierende Beschränkungen abzuschaffen, mit der Feststellung, dass diese Kategorien von Sonderumsiedlern an ihren Arbeitsplatz am Wohnort gebunden sind, und zwar mit der Berechtigung, den Wohnort innerhalb der Grenzen der Region zu wechseln» [17]. Insgesamt gesehen konnten die 1954 und im Dezember 1955 verabschiedeten Dekrete vieles aus den angeführten Punkten in die Realität umsetzen, sie gaben recht genau die Vorschläge des Krasnojarsker Regionskomitee wieder. Natürlich gibt es keine hinreichende Grundlage für eine Bestätigung, dass die örtliche Organisation Einfluss auf die Allrussische Macht genommen hatte. Aber die Regierung war sich der Aufrichtigkeit der vorgenommenen Aussagen sehr wohl bewusst, und berücksichtigte vieles davon in ihrem Handeln. Möglicherweise erreichten ähnliche Dokumente auch aus anderen Gebieten, in denen Sondersiedler gehalten wurden, die Regierung.

1955 wurde ein weiterer Teil der Sondersiedler in die Freiheit entlassen: die Teilnehmer am Großen Vaterländischen Krieg, Frauen, die Ortsansässige geheiratet hatten, alleinstehende Invaliden, die nicht in der Lage waren, für sich selber zu sorgen, Lehrkräfte von Bildungseinrichtungen. Ebenso ließ man russische und ukrainische Frauen frei, die zusammen mit ihren Ehemännern aufgrund ihrer Nationalität ausgesiedelt worden waren, allerdings nur dann, wenn ihre Ehe annulliert wurde [16]. Daraus wird deutlich, dass die Ehe mit einem deutschen Mann oder einem Mann anderer Nationalität mit einer russischen Frau nicht gefördert wurde, wohingegen die Eheschließung einer Frau mit einem russischen Mann sogar sehr begrüßt wurde. Erstens änderte sich der Nachname, zweitens wurde in Russland die Nationalität nach der des Vaters registriert. Daher wurden, mit dem Ziel der Sowjetisierung der Bevölkerung, Ehen nur in der einen Richtung unterstützt.

Infolge aller Dekrete wurde Ende 1955 nur ein Teil der Sondersiedler freigelassen, die meisten von ihnen standen auch weiterhin unter der Registratur der Sonderkommandantur, genau wie andere umgesiedelte Völker. Unter ihnen waren die Deutschen die ersten, die in die Freiheit entlassen wurden.

Am 13. Dezember 1955 erging das Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR «Über die Abschaffung der Einschränkungen in der Rechtslage der Deutschen und ihrer in Sonderansiedlung befindlichen Familienmitglieder». In diesem Dekret wurde beschlossen:

«1. Deutsche und ihre Familienmitglieder, die während des Großen Vaterländischen Krieges zur Sonderansiedlung ausgesiedelt worden waren, aus dem Sondersiedler-Status abzumelden und aus der administrativen Aufsicht der MWD-Organe zu entlassen…

2. Festzusetzen, dass die den Deutschen im Zusammenhang mit der Sonderansiedlung auferlegten Einschränkungen keine Rückgabe des Besitzes nach sich ziehen, der bei der Aussiedlung konfisziert wurde, und dass sie nicht das Recht besitzen, in die Orte zurückzukehren, aus denen sie ausgesiedelt wurden. Die Deutschen selber bewerteten diesen Schritt der Regierung so.

Die Deutschen selbst bewerteten diesen Schritt der Regierung so: «Als wir von dem Dekret des Jahres 1955 hörten, atmeten wir erleichtert auf: hiermit entfiel endlich die Notwendigkeit, sich bei jedem kleinen Anlass vor dem Kommandanten erniedrigen zu müssen. Aber sehr schnell hatten alle begriffen, dass die Dinge in unserem deutschen Schicksal sich nur in sehr geringem Maße änderten» [1]. Dieses Dekret befreite sie von der ständigen Aufsicht, aber es war nicht möglich über irgendeine Art der Rehabilitation zu sprechen, denn das Dekret vom 28. August 1941 wurde nicht aufgehoben, und die Deutschen wurden noch fester an die Aussiedlungsorte gebunden. Viele konnten auch nirgendwohin umziehen, denn in die Heimat durften sie nicht zurück, und wohin sollten sie sonst.

Einige ehemalige Sonderumsiedler reisten dennoch ab, besonders aus dem hohen Norden der Region Krasnojarsk. «Wenige Deutsche verließen den Ort: die Einen begaben sich nach Krasnojarsk, andere in den Süden der Region oder nach Kasachstan. Sie suchten ihre Angehörigen, führten ihre Familien wieder zusammen. An die Wolga fuhr niemand zurück» [ 13]. Auf diese Weise drängte sie entweder der Wunsch zur Familienzusammenführung oder das Bestreben, die Bezirke mit den außerordentlich schwierigen klimatischen Verhältnissen zu verlassen, zum Umzug. «In den letzten Jahren lässt sich aus Igarka und den ländlichen Gegenden ein deutlicher Rückgang der deutschen Bevölkerung beobachten. Waren es 1954 nur 56 Personen, die abreisten, so waren es 1956 immerhin 166, und insgesamt zwischen 1950 und 1956 - 466 Menschen. Infolgedessen herrscht in den Kolchosen ein erheblicher Mangel an Arbeitskräften, was sich negative auf die Planerfüllung beim Fischfang auswirkt» [18]. Natürlich gefiel eine derartige Situation der Leitung der nördlichen Bezirke ganz und gar nicht, doch das Maximum, das sie tun konnten war, den Deutschen vorteilhafte Arbeitsverträge anzubieten, das heißt – sie tatsächlich zu überzeugen. Hier mit gewaltsamen Methoden zu agieren war schon nicht mehr möglich.

So beschritten die neuen Behörden nach Stalins Tod den Weg der Rehabilitierung der unterdrückten Bürger der UdSSR, der für die deutsche Bevölkerung nie vollständig zu Ende gehen wird. Die ersehnte Freilassung erfolgte 10 Jahre nach Kriegsende. Einer der Hauptgründe für all diese Ereignisse war wirtschaftlicher Natur. Für die Besiedlung und Entwicklung der östlichen Landesbezirke hatte man sie dorthin geschickt, und später band man sie an die Siedlungsorte, damit diese Regionen sich weiterentwickelten. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass vieles auch von Deutschland abhing, mit dem die Schicksale der Russlanddeutschen eng verbunden sind. Allerdings wurden derart komplizierte Prozesse auch noch durch eine Vielzahl anderer Gründe bestimmt.

Über 10 Jahre befanden sich die Deutschen unter der ständigen Überwachung der Behörden, waren gezwungen, sich aus jedem nur erdenklichen Anlass zur Kommandantur zu begeben, in manchen Fällen gelang es ihnen nicht, sich mit ihren Familien wieder zu vereinen, und sie konnten nicht immer ihre Möglichkeiten in die Realität umsetzen. Im Verlauf des ersten und letzten Jahres war das bestehende Regime ein wenig geschwächt, der Höhepunkt der Kontrolle und Überwachung fand in der zweiten Hälfte des Jahres 1940 statt, als dem Kommandanten sämtliche Lebensbereiche der deutschen Bevölkerung unterstellt wurden. Das Ergebnis der Sonderansiedlung war eine Verringerung der Anzahl um 19%, die Verbreitung interethnischer Eheschließungen und, letztendlich, die Entwicklung von Assimilationsprozessen. Gerade in diesem Zeitraum entschlossen sich einige Deutsche, mit der russischen Bevölkerung zu verschmelzen und das über sie hereingebrochene Unglück aufgrund ihrer Nationalitätenzugehörigkeit zu vergessen. So weigerte sich Erna Andrejewna Sidorenko, über ihre Vergangenheit zu sprechen, indem sie allen mitteilte, dass sie sich nicht erinnern will, dass sie mit Freude einen Russen geheiratet hatte, um für immer ihren deutschen Nachnamen auszuwechseln, der ihre Herkunft verriet und für den ihr die Leute ewig Vorwürfe machen würden [21]. So wurden gerade in den Jahren der Sonderansiedlung Assimilationsprozesse in Gang gebracht, deren Ergebnisse in den 1980–1990er Jahren in Erscheinung traten

Literaturangaben:

1. Wolter, G.A. Die Zine der totalen Ruhe: Die Russland-Deutschen in den Jahren des Krieges und danach / Berichte von Augenzeugen. – Ìoskau: «Warjag»-Verlag, 1998. – S. 32, 147, 274–277, 299, 302–303, 331, 351.
2. Die Geschichte der Russland-Deutschen in Dokumenten (1763–1992). / Verf. W.A. Auman.– Ìoskau: Internationales Institut für humanitäre Programme, 1993. – S. 159, 168-169, 176, 177.
3. Archiv-Agentur der Verwaltung der Region Krasnojarsk (im folgenden Agentur genannt) Aktenbestand–26, Verz .3, Dossier 105, Blatt 3 Rückseite.; Agentur Aktenbestand–26, Verz. 4, Dossier 22, Blatt 7.
4. Agentur Aktenbestand–26, Verz. 4, Dossier 22, Blatt 5.
5. Agentur Aktenbestand–26, Verz. 3, Dossier 105, Blatt 1– 11.; Bugai, N.F. Die 1950er Jahre: «Die Autonomie der Wolga-Deutschen zu liquidieren…» // Die Geschichte der UdSSR. – 1991. – ¹ 2. – S. 176.
6. Agentur Aktenbestand–26, Verz. 3, Dossier 6,Blatt 177–177 Rückseite; Agentur Aktenbestand–26, Verz. 3, Dossier 248, Blatt 56.
7. Djatlowa,W.A. Aus der Geschichte der Besiedlungder Region Krasnojarsk durch die Deutschen. // Die Deutschen in Sibirien: Geschichte, Sprache, Kultur: Materialien der internationalen wissenschaftlichen Konferenz, Krasnojarsk, 13.–16. Oktober 2004 / Verantw. Red. W.A. Djatlowa. – Krasnojarsk: Verlag Russische Historische Gesellschaft / Staatliche Bildungseinrichtung für höhere berufliche Ausbildung / Krasnojarsker Staatliche Universität für Pädagogik, 2005. – S. 41.
8. «Die Deutschen in Arbeitskolonnen zu mobilisieren… J. Stalin»: Liste von Dokumenten. (1940er Jahre / Verf., Vorw., Komment. Doktor der Geschichtswissenschaft, Professor N.F. Bugai. – Moskau: Gotika-Verlag, 1998. – S. 59.
9. Josef Stalin – Lawrentij Berija… – S. 73–74.; Sberowskaja, J.L. Trudarmee und zweite Deportation der Deutschen in der Region Krasnojarsk in den 1940er Jahren // Die Deutschen in Sibirien: Geschichte, Sprache, Kultur: Thesen der internationalen wissenschaftlichen Konferenz. Stadt Krasnojarsk, 13.–16. Oktober 2004 / Verantw. Red. W.A. Djatlowa. – Krasnojarsk: Verlag Russische Historische Gesellschaft / Staatliche Bildungseinrichtung für höhere berufliche Ausbildung / Krasnojarsker Staatliche W.P. Astafjew-Universität für Pädagogik, 2004. – S. 33.
10. Sberowskaja, J.L. Die deutschen Sonderumsiedler in der Region Krasnojarsk in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges // Russland: Forschungen zur sozial-politischen Geschichte, Historiographie und Demographie: Sammelwerk wissenschaftlicher Arbeiten – Krasnojarsk: Verlag «Univers», 1998. – S. 120–121.
11. Fuchs, W. Die verhängnisvollen Wege der Wolga-Deutschen (1763–1993). –Krasnojarsk, Krasnojarsker regionale deutsche Gesellschaft «Wiedergeburt», 1993.– S. 89.; Maier, R.A. Das Schicksal des Russland-Deutschen: Eine Familienchronik. Teil 1: Überwindung. – Krasnojarsk: Russische Historische Gesellschaft / Krasnojarsker Staatliche Universität für Pädagogik, 2000. – S. 131.
12. Agentur Aktenbestand–28, Verz. 19, Dossier 19, Blatt 13.
13. «Zwischen Vergangenheit und Zukunft». Interview mit L. Loch. // Krasnojarsker Komsomolze. – 1989. – 11. April. – S. 3.; Agentur Aktenbestand –28, Verz. 12, Dossier 34, Blatt 11–11 Rückseite.
14. Agentur Aktenbestand ––26, Verzeichnis 21, Dossier 10, Blatt 135–Rückseite, 149.
15. Die Deutschen Russlands: Enzykl./ Redkol.: W. Karew.–Bd.1. – Moskau: ERN-Verlag, 1999.– S. 416.
16. Semskow, W.N. Massenfreilassung der Sonderumsiedler und Verbannten (1954–1960er Jahre) // Soziologische Forschung. –1991.–¹ 1. – S. 10.
17. Agentur Aktenbestand –26, Verzeichnis 26, Dossier 1, Blatt 64–65, 68–74.
18. Agentur Aktenbestand –21, Verzeichnis 35, Dossier 7, Blatt 331.
19. Agentur Aktenbestand –26, Verzeichnis 3, Dossier 107, Blatt 172.
20. Die 1940er und 1950er Jahre: Folgen der Deportation von Völkern (belegt durch die Archive des NKWD – MWD der UdSSR) // Die Geschichte der UdSSR. – 1992. – ¹ 1. – S.125–126.
21. Interview mit Erna Andrejewna Sidorenko, geb. 1947, Deutsche, Einwohnerin der Ortschaft Irbejskoje, Region Krasnojarsk. Durchgeführt am 2. Mai 2006.
Veröffentlich: «Sibirische Verbannung», Irkutsk, 2007, S. 442-454.


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