Lehren aus Igarka

EINIGE SEITEN AUS DER GESCHICHTE DER STADT IM POLARGEBIET

In diesem Jahr wird die Polar-Stadt Igarka 60 Jahre alt.

Ich bummele durch die Stadt, die mir zur zweiten Heimat wurde, und bewundere ihre neuen mehrstöckigen Wohngebiete, versuche Spuren der fernen Vergangenheit auszumachen und muss mit einem schmerzlichen Gefühl feststellen, dass von diesen Spuren immer weniger vorhanden sind.

Wahrscheinlich gibt es niemanden, der dafür die Schuld trägt. Seit seiner Gründung und praktisch bis Mitte der sechziger Jahre wurde Igarka ausschließlich aus Holz gebaut. Mitunter reichte ein kleiner Funken, und mehrere Familien hatten auf einen Schlag kein Dach mehr über dem Kopf. Die Wohnung brannte aus, Objekte von sozialer alltäglicher Bedeutung gingen in Flammen auf, Verwaltungsgebäude fielen dem Feuer zum Opfer...

Es ist noch nicht lange her, dass am zentralen Platz der Stadt das zweigeschossige Gebäude der pädagogischen Fachschule der Völker des Nordens stand. Viele Jahre arbeitete meine Ehefrau Lilia Georgiewna Nisowzewa in diesem Gebäude. Heute befindet sich ein verödeter Platz an seiner Stelle. Nicht weit entfernt eine ebensolche Ödnis dort, wo der Club «Bauarbeiter» einst stand. Mehrmals brannte ein anderer Club nieder — «Nord». Somit sind die Worte von Viktor Petrowitsch Astafjew aus «Der Letzte Bogen» darüber, dass in Igarka immer irgendwo etwas brennt, alles andere als zufällig.

Besonders ist den Einwohnern von Igarka der denkwürdige Brand vom Juli 1962 in Erinnerung geblieben. Zuerst flammte das Lager der Fertigproduktion des Säge- und Umschlagwerks auf. Das Feuer griff auch auf die Stadt über. Hunderte Holzhäuser wurden dabei vernichtet.

Danach fasste das Exekutivkomitee des Stadtrats den Beschluss — alle künftigen Gebäude nur aus Ziegelsteinen und Beton zu errichten. Das hat man dann auch ziemlich lange beobachten können, doch in letzter Zeit entstehen in Igarka auch wieder Neubauten aus Holz. Dazu ist es aufgrund einer ausweglosen Situation gekommen — die Stadt braucht Wohnraum, aber, wie immer, reicht das Geld nicht. Braucht es denn erst ein weiteres Feuer dieser Art, um die Sinnlosigkeit von Holzbauten endgültig zu begreifen? Wie die Lehren aus der jüngsten Vergangenheit auch schnell in Vergessenheit geraten...

Deswegen möchte ich heute, am Vorabend des 60. Jahrestages der Stadt, nicht von den heiteren, sondern von den düsteren Seiten ihrer Geschichte erzählen, über die wir bis vor kurzem lieber geschwiegen haben, indem wir uns an den Strauß erinnert haben, der seinen Kopf in den Sand steckt. Doch es gibt eine Menge zu sagen.

Die erste Bauarbeiter-Karawane traf in Juni 1929 in Igarka ein - 263 Mann. Diese Leute kamen freiwillig in den hohen Norden, nachdem sie einen Vertrag mit der Aktionärsgesellschaft «Komsewmorput» unterzeichnet hatten. Sie hatten es nicht leicht. Vom ersten Augenblick an fiel en die erbarmungslosen nordischen Schmeißfliegen über sie her. Das ist nicht verwunderlich — denn die Stadt ist auch heute noch dicht von Sümpfen und mit Sumpfporst bewachsener Tundra umgeben.

Im Oktober schlugen die Fröste zu. Doch das trieb die Ersterbauer nur noch mehr an. Und am 7. November desselben Jahres 1929 ertönte die Sirene des allerersten Sägewerks über der Stadt.

Igarka wuchs sehr schnell. Sie benötigte neue arbeitende Hände, aber es gab nicht viele Menschen, die sich entschließen konnten, ihre angestammten Wohnorte zu verlassen und sich hinter den Polarkreis zu begeben. Es mangelte an Enthusiasten. Doch die Behörden hatten schnell einen Ausweg gefunden. Stalins Handlanger lösten das Problem auf äußerst einfache Art und Weise: bereits 1930 trafen in Igarka Transporte mit Menschen ein, die ihr Zuhause keineswegs aus freiem Willen verlassen hatten. Wie in einem Spiegel wird der erste stalinistische Schlag gegen das eigene Volk reflektiert. Übrigens ebenso, wie alles, was darauf folgen wird.

Die Herzen der rüstigen Gastgeber von gestern schlugen wohl kaum im Einklang mit der feierlichen Musik, welche den ersten Feiertag das einjährige Bestehen der Stadt begleitete. Und es fällt nicht schwer zu erraten, woran die unglücklichen «Rechtlosen» und ihre Familien unter den pompösen Reden der Stadtführer über die bemerkenswerten Arbeitserrungenschaften der Einwohner von Igarka, über ihren Enthusiasmus, über den leuchtenden Weg dachten, der hinter dem Polarkreis durch die Inspiration des großartigen Stalin verlegt worden war. Auch heute werden sie noch in den Archiven verwahrt — die Texte dieser knisternden Berichte und Reden, Beschlüsse und Anordnungen. Sollen sie sie aufbewahren. Die Nachfahren, die die Wahrheit kennen, wird dieser Nebelvorhang die Augen schon nicht verdecken.

Igarka gehörte damals zu dem riesigen Territorium der Ost-Sibirischen Region. Offensichtlich verlief die Enteignung der Großbauern in dieser abgelegenen Provinz mit einiger Verspätung im Vergleich mit Zentral-Russland. Dreimal hintereinander fuhren während der schiffbaren Zeit Karawanen aus Lastkähnen, Leichtern, aber auch ein paar einfachen Flößen Richtung Igarka, die Zwangsarbeiter geladen hatten. Wem wäre es jemals in den Kopf gekommen, dass hier Bauern, die seit ihrer Kindheit an das Arbeiten bei Tag und Nacht gewöhnt waren, durch Zwangsarbeit hinter dem Polarkreis «gebessert» werden sollten?

Gegen Ende 1932 war die Zahl jener «Arbeitsumsiedler» doppelt so hoch wie die Einwohnerzahl in der Stadt hinter dem Polarkreis.

Inzwischen bereitete sich Igarka unter dem Getöse der Siegesberichte auf seinen fünften Jahrestag vor. In den Zeitungen jener Zeit findest du keine einzige Zeile über die Bedingungen, unter denen die gewaltsam in den Norden transportierten Bauern leben und arbeiten mussten. Aber später sollte ich viele dieser Leute kennenlernen und ihre Erzählungen darüber hören, wie sie hinter dem Polarkreis gelebt hatten.

Seit früher Kindheit hatten sie nur eines gelernt— Getreide anzubauen. Im hohen Norden mussten sie ihre Leben völlig neu gestalten. Doch es geht hier nicht nur um die Entrechteten und um den Kampf ums Überleben. Das Wichtigste liegt ganz woanders: sie mussten sich abfinden mit Unfreiheit und Demütigung und sich von Herren und Besitzern in Ausführende irgendeines Willens, irgendeines Befehls verwandeln.

Die Jahre vergingen. Ganz allmählich ließ es sich einigermaßen leben. Die Verbannten siedelten nach und nach aus ihren Erd-Hütten in Baracken um, verstanden es, den Skorbut zu überwinden, schafften es, sich spezielle Berufsqualifikationen anzueignen. Die Lage in Igarka stabilisierte sich ein wenig. Doch über der Stadt hing bereits der Schatten des Schreckensjahres 1937.

Kann man denn diejenigen, die sowieso schon alles verloren haben, noch mit irgendetwas anderem bestrafen? Aber die Möglichkeiten des stalinistischen Regimes waren noch längst nicht ausgeschöpft. Unter den Sonderumsiedlern ließen sich ganz leicht «Volksfeinde», «Spione», «Saboteureâ»... finden. Praktisch spurlos verschwanden hunderte erwachsene Männer, und wo befinden sich ihre Gräber – niemand weiß es. Man kann sagen, dass diejenigen , die zur Zwangsarbeit nach Norilsk gerieten, Glück hatten, wenngleich ihre überwiegende Mehrheit, die zu verschieden langen Lagerhaftstrafen verurteilt worden war, nicht zu ihren Familien zurückkehrte.

Ich kannte Abdurchak Reswanowitsch Gaifulin, der am Großen Vaterländischen Krieg teilgenommen hatte und zum Invaliden geworden war, recht gut. Sein Vater wurde 1937 verhaftet und nach Dudinka geschickt. Gaifulin sah seinen Vater nie wieder.

Doch Abdurchak Resanowitsch hatte zumindest einige Kenntnisse über seinen Vater. Aber die spätere medizinische Mitarbeiterin Aleksander Baturins und ihre Schwester Lidia, Lehrerin von Beruf, hörten über ihren spurlos in den Kerkern des NKWD verschwunden Vater nichts mehr.

Auch Iwan Timofejewitsch Lomakin verlor sämtliche Spurem seines Vaters, dem man erst viel später, nachdem mehrere Jahre vergangen waren, «heimlich» mitteilte, dass man seinen von einer Sonderversammlung verurteilten Vater nirgendwohin gebracht hätte. Er wurde irgendwo innerhalb der Stadt erschossen.

Übrigens, waren nicht nur Sonderumsiedler in der damaligen Zeit Repressalien ausgesetzt. In einer Reihe mit ihnen marschierten auch Angehörige von Unternehmensleitungen, Ingenieure, Ärzte, Journalisten… zur Zwangsarbeit und zur Erschießung. Ein Beispiel dafür ist zumindest das Schicksal von B.W. Lawrow, der im Jahre 1934 für den Bau Igarkas den Lenin-Orden erhalten hatte. Heute ist eine der Straßen in der Stadt nach ihm benannt.

Über ihn wurden Artikel und Reportagen geschrieben.

Als Igarka seinen zehnten Jahrestag feierte, durften die Namen von vielen seiner Ersterbauer noch nicht einmal erwähnt werden! Und es ging leidvoll für diejenigen aus, die es wagten, dieses Verbot zu verletzen.

1942 ergoss sich ein neuer Strom von Verbannten nach Igarka. In der Stadt und den umliegenden Dörfern, die am unteren Jenissei aus irgendeinem Grund die Bezeichnung «Stanki» (kleine Siedlung; Anm. d. Übers.) erhalten hatten, trafen nach und nach Sonderumsiedler aus Lettland, unter denen sich auch der Autor dieses Artikels befand, Finnen aus der der Umgebung von Leningrad, Wolga-Deutsche, Griechen vom Schwarzen Meer, Kalmücken vom Kaspischen... ein.

Zweimal im Monat musste jeder Sonderumsiedler bei der Kommandantur erscheinen, wo er eine Nachweis erhielt, dass es sich bei ihm tatsächlich um den betreffenden Sonderumsiedler handelte, und man machte dort einen entsprechenden Vermerk. Diese Registrierung wurde nach der Arbeit durchgeführt, und die Schlangen vor der Kommandantur waren ebenso lang, wie heute, wenn die Menschen nach defizitärer Ware anstehen. Vielleicht ist das kein ganz gelungener Vergleich, aber das Element der Erniedrigung existiert in beiden Fällen gleichermaßen.

In den Jahren 1947—1948 setzten, zehn Jahre früher, die Entlassungen aus der Haft für nach §58 verurteile Personen ein. Stalins Regime gewährte ihnen keine vollständige Freiheit, denn er ersetzte die Strafe durch Entzug der Rechte und ewige Verbannung. Für viele wurde Igarka zum Verbannungsort bestimmt. Als gewöhnliche Buchhalterin arbeitete hier beispielsweise die ehemalige Referentin des Rates der Volkskommissare Anna Wassiljewna Belowa, die später Abteilungsleiterin beim staatlichen Planungskomitee der UdSSR war. Im städtischen Krankenhaus war es nicht schwierig, für Sprechstunden bei dem Professor für Medizin Schurpe (leider kann ich mich an seinen Vor- und Vatersnamen nicht erinnern), bei Viktor Iwanowitsch Grinko und anderen angesehenen Ärzten einen Termin zu erhalten.

Die letzte Welle der Sonderumsiedler traf 1949 in der Polarstadt ein. Es handelte sich um Litauer, und es waren viele – mehrere tausend. Falsch liegen diejenigen, die der Meinung sind, dass man «Wald-Brüder» hierher verbannt hatte. Banditen wurden nicht verbannt; die wurden entweder erschossen oder zu Lagerhaftstrafen verurteilt, wenn sie keine allzu große Schuld auf sich geladen hatten. In die Verbannung gerieten nur Unschuldige.

Übrigens gab es mehr Unschuldige als Schuldige unter denen, die während der stalinistischen Repressionen in Gefängnissen und Lagern hinter Stacheldraht saßen. Viele von ihnen wurden bis heute nicht rehabilitiert. Vermutlich war es einfacher, einen Menschen an einem Ort des Freiheitsentzugs zu verwahren oder ihn sogar zu erschießen, als jetzt herauszufinden, ob er schuldig war oder nicht. Jedenfalls dauerten die Massen-Repressionen 15 Jahre, von 1937 bis 1952, und seit Stalins Tod sind bereits 36 Jahre vorübergegangen.

Bis heute wissen wir nicht, wo sich die Gräber der Unglückseligen befinden, auf deren Knochen der traurig berühmte Schienenweg der Todesbahn verlegt wurde, welche nach Stalins Vorhaben Salechard mit Igarka und Norilsk verbinden sollte; und wir kennen auch die meisten ihrer Namen nicht.

Eine der Hauptstädte des Bauprojekts 503 lag auf dem Territorium des Igarsker Stadtrats — in der Siedlung Jermakowo. Übrigens war ein bedeutender Teil des gewöhnlichen Verwaltungsapparats dieses Bauvorhabens vollgestopft mit Sonderumsiedlern, so dass man sie nur bedingt als freie Zivilangestellte bezeichnen konnte.

In Igarka selbst befanden sich für einige Zeit ebenfalls zwei Lager. Aber entlang der Trasse — unzählige sogenannte Lagerpunkte.

Die Geschichte des Bauprojekts 503 wartet noch auf seine Erforscher.

* * *

Ich schlendere durch die Straßen der Polarstadt, erinnere mich an ihre alten hölzernen Pflaster, über die ich als kleiner Junge gerannt war. An den Straßenkreuzungen vernahm man stets ein Wirrwarr unterschiedlicher Sprachen: Deutsch vermischte sich mit Litauisch, Tatarisch mit Griechisch, Kalmückisch mit Russisch. Wir redeten in unterschiedlichen Sprachen, aber das gemeinsame Elend vereinte uns. Wir arbeiteten zusammen, wohnten in denselben Häusern und nicht selten auch in derselben Wohnung, sogar im selben Zimmer. Und nie hat hier irgendjemand nationale Feinseligkeiten empfunden. Die Menschen trafen immer auf gegenseitiges Verständnis und Respekt. Wir hätten damals wohl kaum überleben können, wenn wir versucht hätten, unsere Stadt in die nationalen Nester auseinander zu ziehen. Auch das darf man heute nicht vergessen.

Heute gibt es in Igarka nicht mehr so viele ehemalige Verbannte. Die Ersten, die «Arbeitsarmee-Umsiedler», bekamen ihre Freiheit noch unter Stalin wieder, als ihre 15-jährige Verbannungszeit abgelaufen war. 1954 begann die Rehabilitierung der Opfer des Jahres 1937, allerdings kurz zuvor derer, die amnestiert worden waren. Alle anderen Sonderumsiedler sämtlicher Nationalitäten wurden ausnahmslos 1957 freigelassen. Ihre überwiegende Mehrheit kehrte in die Heimat zurück, doch viele blieben, auch diejenigen, für die die kleine Stadt Igarka hinter dem Polarkreis inzwischen zum Zuhause geworden war. Hier wurden ihre Kinder geboren, und bei vielen auch die Enkelkinder. Und auch sie müssen die Wahrheit erfahren, ganz gleich, wie bitter sie auch gewesen sein mag.

Und wer kann es ihnen besser erklären als wir?..

Es tönte und lachte in den Straßen und auf den Plätzen Igarkas anlässlich des 60. Jahrestages. Wieder einmal hörte man von der hohen Tribüne die feierlichen Reden des Führungspersonals und der Ehrengäste. Es war verblüffend, aber unter der tausende Menschen zählenden Menge der Festtagsteilnehmer erkannte man kein einziges Gesicht der Leute, die von weit her und keineswegs in einer Festtagsmission in unsere Stadt gekommen waren.

Buchstäblich am Vorabend des Stadt-Feiertags kam die erste Gruppe einer Sonder-Expedition nach Igarka geflogen, gegründet von der litauischen «Sajudis»-Bewegung zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit gegenüber den Menschen, von denen man annahm, dass sie in der kalten Erde des Nordlandes geblieben waren.

Ich habe bereits darüber geschrieben, dass Ende der 1940er Jahre in unsere Stadt tausende Menschen litauischer Nationalität verbannt wurden, größtenteils Kinder, Frauen und alte Leute. Die Verluste unter ihnen waren so groß, dass der städtische Friedhof buchstäblich nach zwei Jahren die Bezeichnung «litauischer» Friedhof erhielt. Später entstand ein neuer Friedhof, der jedoch verwahrloste.

Heute, zur Zeit der Demokratie und des Glasnost, hat Litauen sich seiner Söhne und Töchter erinnert, die hinter dem Polarkreis begraben liegen.

Ich habe mit vielen Litauen gesprochen, die im Rahmen dieser Reise nach Igarka kamen. Am meisten verblüffte sie das Verständnis, mit dem ihnen die Einwohner von Igarka – ausnahmslos alle, egal welcher Nationalität sie auch waren – begegneten. Die lokalen Behörden boten ihnen verstärkte Hilfe an.

Allerdings hätte es auch gar nicht anders sein können. Igarka war schon immer eine internationale Stadt. Russen, Litauer, Tataren, Deutsche, Letten taten alle das Gleiche, ihre Kinder saßen auf derselben Schulbank, die Menschen arbeiteten zusammen und begingen gemeinsam die Feiertage, zahlreiche internationale Ehen wurden geschlossen. Das Leben selber verband uns, und diese Traditionen sind in Igarka bis heute erhalten geblieben. Vielleicht fällt es mit deshalb heute schwer, die Menschen zu verstehen, die künstlich nationalistische Beziehungen in Mittelasien, im Kaukasus und auch in Russland selbst êîòîðûå èñêóññòâåííî entfachen. Weshalb soll man seine Sünden nur deswegen auf andere Schultern abwälzen, weil diese Schultern den Kopf einer anderen Nationalität tragen? Letztendlich ist das schlicht und ergreifend gewissenlos und unehrenhaft.

L. BARANOWSKIJ, Sibirjak lettischer Herkunft, einst Sonderumsiedler, heute — Ehrenbürger der Stadt Igarka.

„Krasnojarsker Arbeiter“, 16.07.1989


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