«Rückkehr zur Wahrheit»

So lautet das Motto der Ausstellung, die in der regionalen wissenschaftlichen Lenin-Bibliothek in den Tagen der «Woche des Gewissens» in Krasnojarsk eröffnet wurde. Die Ausstellung stellt eine originelle Fortsetzung des Themas dar, das während des Jahres schon in anderen Expositionen enthüllt wurde. Grundlage der Ausstellung waren Materialien aus Zeitschriften des Jahres 1989.

«Rückkehr zur Wahrheit» — das bedeutet Rückkehr zur Geschichte seines Landes, zu den Vertretern von Wissenschaft und Kultur, politischen Akteuren, deren Namen und Bücher aus dem gesellschaftlichen Prozess entfernt, zensiert und von den Nachfahren vergessen wurden. Das Ausstellungsmaterial beweist, dass die Korrektur der Geschichte eine reversible Sache ist. Und deswegen können Leser im Regal «Eröffnung von Spezialgeschäften» Bücher von K. Radek und W. Aksjonow, Artikel von L. Trotzki und die historische 11. Ausgabe der «Neuen Welt» aus dem Jahr 1962 mit A. Solschenizyns Erzählung «Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch» finden.

Einer der Ausstellungsbereiche ist die — «Politische Heimatkunde», wo nach Materialien der Zeitschrift «Jenissei», der Zeitungen «Krasnojarsker Komsomolze» und «Krasnojarsker Arbeiter» den Schicksalen verfolgter Akteure aus Wissenschaft und Kultur nachgegangen wird, die sibirische Lager durchlaufen haben. Ein besonderer Platz in der Ausstellung ist den Presse-Mitteilungen der Gesellschaft «Memorial», den Kartotheken «Dem Leser zurückgegebene Bücher» und «Zeitschriftenliteratur des Landes über die Repressionen» gewidmet.

S. Teplowa
„Krasnojarsker Arbeiter“, November 1989


Zum Seitenanfang