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Kerze der Erinnerung. Das Tajmyr-Gebiet in den Jahren der politischen Verfolgung. Erinnerungen

Die Familie Muss


Grigorij Filippowitsch und Frieda Genrichowna Muss

Grigorij Friedrichowitsch stammt aus Kolpino, Gebiet Leningrad. Im März 1942 wurde er zunächst in die Region Krasnojarsk verschleppt und dann im Sommer über den Jenisej ins Tajmyr-Gebiet, in die Siedlung Potapowo; dorthin wurde auch Frieda Genrichowna Schmal, seine zukünftige Ehefrau, deportiert. Sie war damals sechzehn Jahre alt.


F.G. Muss im Heimatkundemuseum der Region Tajmyr am
Tag des Gedenkens an die Opfer politischer Repressionen.
Dudinka. 1999

Soweit sich F.G. Muss erinnert, gab es 1942 in Potapowo etwa 1500 Sondersiedler. 1945 waren es nur noch 400. Viele starben an Hunger, aufgrund des schwer zu ertragenden Klimas oder weil sie an Skorbut erkrankt waren. Der schwierigste Monat war der April des Jahres 1943. Es gelang nicht die Menschen rechtzeitig zu beerdigen. Innerhalb eines Monats starben in Frieda Genrichownas Familie fünf Personen. Erst im September 1944 zogen sie aus ihren Erdhütten in Häuser um. Die Siedlung Potapowo haben die Sondersiedler mit ihren eigenen Händen aufgebaut. 1949 wurde den Eheleuten Muss Sohn Viktor geboren, der erste Potapowo-Deutsche.


Von Sondersiedlern 1943 errichtetes Haus


Schulgebäude, von Sondersiedlern zwischen 1947-1958 erbaut.

Heimatkundemuseum der Region Tajmyr
Fond für Kulturinitiativen
(Michail-Prochorow-Stiftung)
2006


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