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Kerze der Erinnerung. Das Tajmyr-Gebiet in den Jahren der politischen Verfolgung. Erinnerungen

Alexander Fjodorowitsch Pauli

Geboren 1928 an der Wolga, in der Autonomen Deutschen Republik. Wurde im Juli 1942 als vierzehnjähriger Halbwüchsiger, zusammen mit Mutter und Schwester, in den Ust-Jenisejsker Bezirk gebracht – zur Fischfangstation Tolstyj Nos. Bis November lebten sie dort in Zelten am Ufer des Jenisej. Er trug die Post 7 km weit aus, von Tolstyj Nos nach Karaul und zurück.
Mitunter mußte dieser Weg zwei- oder dreimal am Tag gegangen werden.

1943 zählte er zu den Schülern für Rechnungswesen und Buchführung an der motorisierten Fischfangstation, ab 1948 arbeitete er in der Nenzenkolchose „Neues Leben“ als Buchhalter. Ein Jahr später war die Kolchos reich wie ein Millionär.

1957 wurde A.F. Pauli zum Vorsitzenden der Kolchose „Morgenröte“ (Siedlung Nosok) ernannt.Bis zur Rente arbeitete er in der Planungsabteilung der Gebietsbehörde für Landwirtschaft. Er hinterließ nur die allerbesten Erinnerungen bei den nenzen des Ust-Jenisejsker Bezirks, die in mit Freude als ihren „Ngarka jerw“ – „großen Chef“ bezeichneten – „Pauli ist ein ganz kluger Kopf“.

Tajmyrer Heimatkundemuseum
Fond für kulturelle Initiativen
(Michail Prochorow-Fond)
2006

 


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