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Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Arthur Andrejewitsch Miller

Anfang September 1941 wurde aus der Ortschaft DÖNHOF (DÖNNHOF), Kanton BALZER, ASSR der WOLGADEUTSCHEN, die deutsche Kolchosbauern-Familie Miller, deportiert:

Sie kamen auf den Zug Nr. 819, der aus der ASSR der Wolgadeutschen nach KRASNOJARSK fuhr (d.h. in die Region KRASNOJARSK). Die Verbannten wurden an der Station SAOSJORNYJ im RYBINSKER Kreis ausgeladen. Heinrich G. MILLER blieb mit Ehefrau und Sohn in SAOSJORNYJ in der Verbannung und arbeitete in der Glimmerfabrik.

Anfang 1942 wurde Heinrich G. MILLER in die „Arbeitsarmee“ gejagt (offensichtlich ins KrasLag). 1944 schrieb man ihn dort aus Gründen der Invalidität ab und entließ ihn aus der Lagerhaft in die Verbannung - zu seiner Familie. Einige Monate später starb er.

1944, noch vor seinem Tode, war die Familie aus SAOSJORNYJ in die Siedlung IRSCHA im selben Kreis verlegt worden. Hier arbeitete Ewa D. MILLER im Baukontor. 1955 starb sie in der Verbannung an Krebs.

Anfang 1956 wurde Arthur G. MILLER aus der Verbannung freigelassen und erhielt einen Paß, aber darin trugen sie den falschen Vatersnamen „Andrejewitsch“ ein.

Heinrich G. MILLER und Ewa D. MILLER wurden am 03.10.2001 vom Informationszentrum der GUWD der Region Saratow posthum rehabilitiert. A.G.MILLER erhielt seine Rehabilitation 1996 durch das Informationszentrum der GUWD der Region Krasnojarsk.

Aufgezeichnet von W.S. Birger „Memorial“-Gesellschaft, Krasnojarsk 14.12.2001

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