Opferliste - A

AAB, Wilhelm Friedrichowitsch, geb. 1906, Arbeiter in der Weberei in der Ortschaft Dönhof, Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen.Verhaftet am 02.11.1937, gemäß Akten-zeichen No. OF-26326 am 13.11.1937 in Balzer erschossen. In dieser Gemeinschaftsakte waren auch Peter Jakowlewitsch Scheler und Heinrich Heinrichowitsch Stol aufgeführt. Er wurde am 31.07.1961 vom Gebeitsgericht Saratow rehabilitiert. Seine Ehefrau Maria-Jekaterina (Katharina) Wilhelmowna AAB, geb. 1908, wurde am 17.09.1941 zusammen mit den Kindern Arthur, geb. 1937, Viktor, geb. 1931, Klara, geb. 1930, und Emma, geb. 1928, zur Station Son in Chakassien verschleppt, danach in das Dorf Potechino, Bogradsker Kreis, Chakassien. Sie arbeitete von 1943-1950 in der Soner Waldwirtschaft. Später lebte sie in dem Dorf Maly Arbat, Taschtypsker Kreis, Region Krasnojarsk. Nach ihrer Freilassung aus der Verbannung lebte sie mit den Kindern in Krasnojarsk. Der Bruder, Philipp Friedrichowitsch AAB, geb. 1899, war Schreiner in der Weberei der Ortschaft Dönhof. Er wurde am 13.02.1938 verhaftet. Erschossen in Balzer am 25.02.1938. Seine Ehefrau Elisabeth AAB, geb. 1902, wurde am 17.09.1941 zusammen mit ihren Kindern zur Station Son verschleppt, danach in die Ortschaft Potechino. Im Frühjahr 1942 zur Arbeitsarmee nach Baschkirien mobilisiert. Die Kinder fuhren zu ihr: Philipp, geb. 1925, und Ella, geb. 1936. Im Januar 1942 wurde Philipp zur Arbeitsarmee ins KrasLag, angeblich nach Igarka, mobilisiert. Nach der Arbeitsarmee fuhr er zusammen mit seiner Schwester, die ab 1943 in einem Kinderheim gelebt hatte, zur Mutter in die Stadt Salawat. 
 Verbannungs-/Lagerhaftbericht von Klara Aab (Tochter von Wilhelm Aab)

AAB, E.R., einer der verbannten Deutschen. Lebt in Dudinka, Region Krasnojarsk.

AAB (Bauer), Maria Wasiljewna, geb. 1926 in der Ortschaft Dönhof, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Verschleppt in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. In die Trudarmee mobilisiert, am 01.01.1946 abgeschrieben ins Tagillag.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 311, (b)

ABEL, Karl Augustowitsch, geb. 1889 im Gouvernement Livland. Parteilos. Wohnte bei der „Neoschidannyj“-Mine („Unerwartet“; Anm. d. Übers.“), Taschtypsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 24.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 19.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. A, 24.06.1938 in Minusinsk erschossen. Am 06.05.1958 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-9311).

Anna Abig, 1948 ABIG, Hermann (Sohn von Michael), geb. 1908, gebürtig aus dem Dorf Grimm im Kanton Kamensk, ASSR der Wolgadeutschen. Brigadier in einer Kolchose. Zusammen mit der Ehefrau Anna (Tochter von Hermann), geb. 1914, und den Kindern Anna, geb. 1940, Woldemar, geb. 1938 und Irma, geb. 1936 im September 1941 deportiert in das Dorf Pawlowka, im Nischne-Ingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk. Im Januar 1942 in die Arbeitsarmee, nach Solikamsk, Gebiet Perm, verschleppt; blieb dort auch nach der Arbeits-armee in Verbannung. Kehrte nicht zur Familie zurück. Im Januar 1956 aus der Verbannung entlassen, am 23.03.2000 rehabilitiert durch die Verwaltung für Innere Angelegenheiten im Gebiet Saratow.

ABRAMS, Dietrich Dietrichowitsch, geb. 1901. Stellvertretender Leiter der Forschungsstelle für besondere Unterwasserarbeiten in Kronstadt. Verhaftet am 13.05.1938. Verbüßte seine Haftstrafe im Lagerpunkt Akscha, Ilansker Abteilung des KrasLag. Arbeitete in der Effektenkammer. Nach seiner Freilassung arbeitete er im Kriegskommissariat der Stadt Kansk. Er starb 1983. Bestattet mit marine-militärischen Ehren. 
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Wladimir Karlowitsch Mattern.

ADAM, Rudolf, und Ehefrau Elsa, verbannt aus der Ukraine; befanden sich 1931 als Verbannte in der Ortschaft Schulget, Kreis Uschur, Region Krasnojarsk. 
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Jekaterina Michailowna Grigorjewa.

ADOLF, Friedrich (Sohn von Friedrich), geb. 1909. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen verbannt in den Kreis Biriljussy. Am 20.08.43 in die Arbeitsarmee ins Omsker Flugzeugwerk einberufen.

AHNER, siehe ANER

AIRICH, A.E., 1941 deportiert in den Kuraginsker Kreis, Region Krasnojarsk. Lebte 2003 als Rentner im Kreis Kuragino.

AIRICH, Alexander, geb. 1940. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen verbannt in das Dorf Schpagino, Kreis Biriljussy. Verstorben am 08.10.41.

AIRICH, Christian (Sohn von Philipp). 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen verbannt in den Kreis Biriljussy. Am 04.03.1942 in die Arbeitsarmee einberufen.

AIRICH, Gottlieb (Sohn von Karl), geb. 1905. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen verbannt in das Dorf Korobejnikowo, Kreis Biriljussy. Am 06.01.1944 in die Arbeitsarmee einberufen, zur Arbeit im Unternehmen „Krasles“ in der Stadt Atschinsk.

AIRICH, Maria (Tochter von David), geb. 1925. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen verbannt zum Sosnowsker Dorfsowjet, Kreis Biriljussy. Am 11.02.1943 in die Arbeitsarmee nach Atschinsk einberufen.

AIRICH, Paulina (Tochter von Philipp), geb. 1918. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen verbannt in das Dorf Podkamenka, Kreis Biriljussy. Am 11.02.1943 in die Arbeitsarmee nach Atschinsk einberufen.

AITSCH. Arzt. Lagerhaft im NorilLag (Dudinka, Kalargon). Im Lager verstorben.

AKKERMAN (ACKERMANN), Elisabetha Augustowna, geb. 1878 in St. Petersburg. Mittlere Schulbildung. 1935 von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR zu 5 Jahren Verbannung verurteilt. verbüßte die Strafe in der Stadt Turuchansk. Arbeitete als Beobachterin auf der Wetterstation. Verhaftet am 05.03.1938. Wurde der Spionage beschuldigt. Von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 23.05.1938 zur Höchststrafe verurteilt. Am 12.07.1938 in Turuchansk erschossen (laut Aktenaufzeichnungen erschossen am 01.08.1938 in Krasnojarsk). Die Rehabilitation erfolgte am 22.11.1957 durch das Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises. (P-8827).

AKST (oder AXT, heute Root), Alisa (Tochter von Andreas (A.) Akst), aus der ASSR der Wolgadeutschen verschleppt ins Krasnojarsker Gebiet.

AKST (oder AXT), Albert (Sohn von Andreas (A.) Akst), verschleppt aus der ASSR der Wolgadeutschen ins Krasnojarsker Gebiet.

AKST (oder AXT), Andreas (Sohn von Andreas), verschleppt aus der ASSR der Wolgadeutschen ins Krasnojarsker Gebiet; starb in der Arbeitsarmee.

AKST (oder AXT), Berta, Ehefrau von Akst, A. (A.), verschleppt aus der ASSR der Wolgadeutschen ins Krasnojarsker Gebiet; starb in der Verbannung.

AKST (oder AXT), Berthold (Sohn von Akst, A. (A.). Aus der ASSR der Wolgadeutschen verschleppt ins Krasnojarsker Gebiet; verstorben im Dorf Tumakowo, Irbejsker Kreis.

AKST (oder AXT), Elvira (Tochter von Iwan/Johann), aus der ASSR der Wolga-deutschen verschleppt ins Krasnojarsker Gebiet; die Verbannungszeit verbrachte sie in dem Dorf Tschuchlomino im Irbejsker Kreis. Lebt im Gebiet Krasnojarsk.

AKST (oder AXT), Gertrud, Tochter von Iwan (oder Hans, Sohn von Andreas) Akst/Axt; aus der ASSR der Wolgadeutschen verschleppt ins Krasnojarsker Gebiet.

AKST (oder AXT), Iwan/Johann (Sohn von Andreas), aus der der Wolgadeutschen verschleppt ins Krasnojarsker Gebiet; starb in der Arbeitsarmee.

ALBERT, Christian, verschleppt aus der ASSR der Wolgadeutschen, einberufen in die Arbeitsarmee.

ALBERT, Emilia (Tochter von Jakob), geb. 1906. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen vertrieben in das Dorf Orlowka, Kreis Biriljussy. Am 11.02.1943 in die Arbeitsarmee nach Atschinsk einberufen.

ALBERT, Sophia (Tochter von Andreas), geb. 1916. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Orlowka, Kreis Biriljussy, vertrieben.

ALBERTI, Ernest Andrejewitsch, geb. 1910 in der Region Saratow. War in der Arbeitsarmee. Arbeitete als Vorarbeiter in der Zwangsarbeiter-Kolonie Werchnjaja Tuguscha, im Ilansker Sonderlagerpunkt des NKWD-KrasLag. Am 16.10.1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer für die Durchsicht und Überprüfung von Akten zuständige Kommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).

ALBRECHT, R., geb. 1918, Arzt, Chirurg. Trat 1939 ins Medizinische Institut in Saratow ein. Wurde 1941 ins Krasnojarsker Gebiet verbannt. Beendete während der Verbannung das Studium der höheren Medizin am Krasnojarsker Medinstitut. Arbeitete von 1955-1967 als Arzt in Dudinka, Autonomos Gebiet Taymyr, Gebiet Krasnojarsk. Erlangte den Doktortitel.

ALBRECHT, Christian Wasiljewitsch, geb. 1908 im Jekaterinoslawsker Gouvernement. Lebte in Norilsk.Von einer Sonderberatung des Ministeriums für Staatssicherheit der UdSSR verurteilt. Am 07.06.1950 in die Verbannung geschicht, wo er aus politischen Motiven in der Stadt Norilsk, Region Krasnojarsk, zur Ansiedlung gezwungen wurde. Von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am 05.02.2004 rehabilitiert.

ALDINGER, Adam Christoforowitsch, geb. 1914 im Vorwerk Tolmatschewka, Petropawlowsker Bezirk, Gebiet Semipalatinsk. Lebte in Kansk. Grundschulbildung. Zur Arbeit mobilisiert. Am 09.08.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-2,10,11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 26.02.1944 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 30.01.1959 vom Militärgericht des Sibirischen Wehrkreises abgeändert in „schuldig nach § 58-11 Strafgesetz der RSFSR“, und Kürzung der Haftstrafe im Besserungsarbeitslager nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR um 5 Jahre. Am 04.12.2002 vom Militärgericht des sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-24923).

ALERBAN, Michail Iwanowitsch, geb. 19.05.1935. Aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Stadt Krasnojarsk vertrieben. Arbeitete als Schlosser in der Sibirischen Schwermaschinenfabrik. Floh Anfang April 1953 aus der Verbannung. Festgenommen im Bezirk Altai, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Aufgrund des Fluchtversuchs wurde gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet. Zur Sonderansiedlng in den Bezirk Altai, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk geschickt. Am 08.04.1996 durch die Staatsanwaltschaft des Autonomen Gebietes Chakassien, Region Krasnojarsk, rehabilitiert.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischen Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 241-246, (b).

ALKS (oder ALX), Alida-Johanna (Tochter von Peter), befand sich von 1941-1943 in der Verbannung im Kreis Beresowka, Gebiet Krasnojarsk. Starb in der Verbannung.

ALKS (oder ALX), Mirsa (Tochter von Rudolf), befand sich von 1941-1944 in der Verbannung im Kreis Beresowka, Gebiet Krasnojarsk. Starb in der Verbannung.

ALKS (oder ALX), Oskar (Sohn von Otto), Chirurg. Befand sich nach Verbüßung einer Haftstrafe Anfang der fünfziger Jahre in der Verbannung im Sovrudnik (Bergwerk) im Kreis Nord-Jenissejsk. Arbeitete im Kreiskrankenhaus, wo er in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre als Leiter beschäftigt war.

ALKS (oderALX), Ruta (oder Rita, Tochter von Rudolf), befand sich von 1941-1944 in der Verbannung im Kreis Beresowka, Gebiet Krasnokarsk.

ALSTER, Jelena (Helene) Alfredowna, geb. 1907. Gebürtig und wohnhaft in Krasnojarsk. Aus einer Händlerfamilie. Unvollendete Mittelschulbildung. Ohne besondere Beschäftigung. Am 13.03.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 28.04.1939 vom krasnojarsker Regionsgericht zu 3 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Die noch nicht abgesessene Haftstrafe im Besserungsarbeitslager wurde am 31.12.1939 vom Obersten Gericht der UdSSR in Ausweisung aus der UdSSR abgeändert. Am 08.07.1997 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22661).

ALTENGAF, vertrieben aus der ASSR der Wolgadeutschen; starb in der Arbeitsarmee.

ALTENGAF, Ernst, vertrieben aus der ASSR der Wolgadeutschen, lebt im Krasnojarsker Gebiet.

ALTENGAF, Tamara, vertrieben aus der ASSR der Wolgadeutschen, lebt im Krasnojarsker Gebiet.

ALTERGOR, Andreas (Sohn von Alexander), geb. 1900. Im Jahre 1941 verbannt aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Meletsk, Gebiet Biriljussy. War der Polewsker Sonderkommandantur unterstellt. Am 19.06.1942 wurde er zur Arbeitsarmee nach Atschinsk einberufen.

ALTERGOT, Andreas (Sohn von Andreas), wurde zusammen mit seiner Ehefrau Helene (Tochter von Christian), geb. 1901, der Mutter Maria sowie den Kindern Emma, geb. 1927, Emilie, geb. 1929, Dorothea (Jewdokia), geb. 1935, Amilia (oder Amalia), geb. 1938, Viktor, geb. 1941, im September 1941 aus dem Dorf Schwed im Gebiet Saratow verbannt in das Dorf Nowonikolsk, Bolscheulujsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Im Jahre 1942 schickte man Andrej (Sohn von Andreas) in die Arbeitsarmee ins Kirowsker Gebiet wo er in der Holzverarbeitung arbeitete. Dort kam er ums Leben. Emma wurde zur Arbeitsarmee nach Baschkirien einberufen; von dort aus kehrte sie fünf Jahre später nach Nowonikolsk zurück. Die übrigen Familienmitglieder arbeiteten in einer Kolchose. Emilia heiratete und zog später nach Bolschoj Uluj um. Jewdokia arbeitete als Melkerin und zog ebenfalls nach Bolschoj Uluj um. Viktor war als Kinomechaniker (Hilfskraft) beschäftigt, anschließend als Fahrer.

ALTERGOT, Christian (Sohn von Friedrich). Im Jahre 1941 verbannt aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Biriljussy. Am 04.03.1942 zur Arbeitsarmee nach Uschur einberufen.

ALTERGOT, Christian Christianowitsch, geb. 1921 im Amtsbezirk Marienthal, Gouvernement Saratow. War in der Arbeitsarmee in Kansk. Konnte lesen und schreiben. Arbeitete bei der Bauverwaltung-384. Am 05.06.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-2,10,11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 26.02.1944 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt; am 30.01.1959 wurde die Anklage vom Militärgericht des sibirischen Wehrkreises auf § 19-58-2 und 58-11 des des Strafgesetzes der RSFSR umgeändert; gemäß § 58-10 wurde das Strafmaß im Besserungsarbeitslager um 5 Jahre verkürzt. Am 04.12.2002 von der Militär-Staatsanwaltschaft der sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-24293).

ALTERGOT, David (Sohn von Heinrich). Im Jahre 1941 verbannt aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Biriljussy. Am 04.03.1942 zur Arbeitsarmee in die Stadt Uschur einberufen.

ALTERGOT, Elvira (Tochter von David), geb. 1919. Im Jahre 1941 verbannt aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Ust-Kemtschug im Kreis Biriljussy. War der Podkamener Sonderkommandantur unterstellt. Wurde am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk einberufen.

ALTERGOT, Erna (Tochter von David), geb. 1912. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen verbannt in den Kreis Tjuchtet. Wurde 1946 nach Krasnoturinsk im Gebiet Swerdlowsk geschickt. Freigelassen 1956. Ausgewandert nach Deutschland.

ALTERGOT, Heinrich (Sohn von David). Im Jahre 1941 verbannt aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Biriljussy. Am 04.03.1942 zur Arbeitsarmee in die Stadt Uschur einberufen.

ALTERGOT, Pilipp (Sohn von Andreas), geb. 1905, verbannt in das Dorf Ust-Kandyga im Rybinsker Kreis. Wurde zur Arbeitsarmee ins KrasLag einberufen.

ALTERGOT, Rudolf (Sohn von David), geb. 1926. Im Jahre 1941 verbannt aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Ust-Kemtschug, Kreis Biriljussy. War der Podkamener Sonder-kommandantur unterstellt. Wurde am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk einberufen.

ALTMER (ALTMAIER), Johann Ludwigowitsch, geb. 1913. Am 23.11.1942 verhaftet. Am 21.01.1943 vom Militärtribunal der Moskauer Garnison verurteilt. Verbüßte seine Haftstrafe im Norillag (Lagerabteilung beim Metallhüttenwerk in Krasnojarsk). Starb am 12.07.1943 im Lager. Archiv des Informationszentrums der Hauptverwaltung für Innere Angelegenheiten der Region Krasnojarsk, Kartothek des Norillag, persönliche Lagerakte No. 35-43.

ALTSCHLEIBERT, Grigorij Karlowitsch (möglicherweise Deutscher), geb. 1913 im Sankt-Petersburger Gouvernement. Verbannter. Arbeitete als Fuhrmann an einem Bergwerk im Saralinsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 05.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 31.08.1938 in Abakan erschossen. Am 14.11.1959 vom Obersten Sowjet der RSFSR rehabilitiert (P-11447).

ALTVATER, Aleksander Andrejewitsch, geb. 1925 in der Ortschaft Gelzel (Hölzel?), Kanton Seelmann, ASSR der Wolgadeutschen. Verschleppt in den Bezirk Bejsk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 18.09.1943 zur Trudarmee mobilisiert und ins Tagillag geschickt, wo er am 13.09.1945 verstarb.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 311, (b).

ALX, siehe ALKS

AMAN(N), Fjodor Filippowitsch, geb. 1915 im Sankt-Petersburger Gouvernement. Grundschulbildung. SOldat bei der Bauverwaltung Nr. 384 im sibirischen Wehrkreis. Am 26.08.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-8,9,10,11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 28.12. 1942 vom Militärgericht des sibirischen Wehrkreises zur Höchststrafe verurteilt. Am 08.03.1943 erschossen. Am 24.06.2002 von der obersten Militär-Staatsanwaltschaft rehabilitiert (P-24184).

AMBERG, Arnold (Sohn von Hermann), geb. 1893. Vertreter des Kontors zur Beschaffung von Schlachtvieh in der Stadt Dno im Gebiet Pskow. Am 30.06.1941 verhaftet. Am 24.12.1941 vom Kriegstruppentribunal des NKWD im Gebiet Krasnojarsk verurteilt zu 10 Jahren. Ein Geständnis legte er nicht ab.

AMBERG, Jurij Arturowitsch, geb. 1899. Gebürtig und wohnhaft in dem Großdorf Nowonasarowo, Atschinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Konnte lesen und schreiben. Beschäftigte sich mit Schlosserarbeiten. Am 19.06.1920 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Der Fall wurde im August 1920 zu den Akten gelegt. Am 21.08.2003 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6555).

AMGEISER (oder AMHEISER), Nikolaj Karlowitsch (möglicherweise Deutscher), geb. 1904 im Gouvernement Irkutsk. Lebte eine Zeit lang in Omsk. Gehilfe des Stabsleiters des 233. Begleit-Regiments. Am 03.08.1937 verhaftet. Angeklagt nach §58-7,10,11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 22.06.1938 vom Militärgericht des sibirischen Wehrkreises zu 15 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Der Fall wurde am 08.08.1942 von der Operativ-Abteilung des NKWD im sibirischen Wehrkreis aus Gründen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-13234).

AMSTBICHLER (Amtsbichler), Julius Josifowitsch, geb. 1888 in der Stadt Karzau, Tschechoslowakei. Deutscher. Konnte lesen und schreiben. Arbeitete als Lagerleiter im Handelskontor der GUSMP (Hauptverwaltung des Nordmeer-Seeweges) in der Stadt Krasnojarsk. Verhaftet am 17.02.1938. Wurde der Spionage beschuldigt. Von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 23.05.1938 zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.07.1938 in Krasnojarsk erschossen. Rehabilitiert am 03.09.1957 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises. (P-7896).

ANDRE, Arnold Augustowitsch, geb. 1879 in der Stadt Slawjansk, Gouvernement Charkow. Schulbildung: Dorfschule. Als Verbannter in Minusinsk. Arbeiter in der städtischen Kommunalwirtschaft. Am 13.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 28.12.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-17419).

ANDREAS, Familie. Die gesamte Famile wurde 1942 in das Dorf Dworets im Keschemsker Kreis verbannt.

ANDREAS, Anna (Tochter von Friedrich), geb. 1929. Im September 1941 aus dem Gebiet Saratow verbannt in den Kreis Beresowka (heute Scharypowsker Kreis). Aus der Verbannung freigelassen am 08.02.1956.

ANDREAS, Iwan (Johann) Jakowlewitsch, 1901-1962, Einwohner des Dorfes Dönhof, Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen. Im September 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Jekaterina (Katharina) Iwanowna ANDREAS, 1901-1954, und den Kindern Andrej Iwanowitsch ANDREAS, geb. 1926, Frieda Iwanowna ANDREAS, geb. 1927, Emma Iwanowna ANDREAS, geb. 1928, und Jewgenia (Eugenie) Iwanowna ANDREAS, geb. 1938, verschleppt in das Dorf Snamenka, Bogradsker Kreis. 1942 verlegt nach Dworez, Kreis Keschma. 
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Frieda Iwanowna Andreas.

ANDREAS, Maria Michailowna, geb. 1909 in der Ortschaft Dönhof, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Verschleppt in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 18.09.1943 in die Trudarmee mobilisiert und ins Tagillag geschickt. Dort am 04.06.1946 in die Freiheit entlassen.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 311, (b).

ANER (oder AHNER), Luisa (Tochter von Christian), geb. 1904, gebürtig aus dem Dorf Bolschaja Akarscha (Dolina), im Owidiopolsker Kreis, Gebiet Odessa. Während der deutschen Okkupation in Odessa tauschte sie freiwillig ihren sowjetischen Ausweis gegen einen deutschen ein; zählte zu den „Volksdeutschen“. Arbeitete als Reinmachefrau. Am 18.11.1944 von der OSO des NKWD der UdSSR zu 5 Jahren Arbeitsbesserungslager und Beschlagnahme seines Besitzes verurteilt. Die Haft verbüßte sie in Tschernogorsk im Sonderlager. Nach Verbüßung der Haftstrafe lebte sie in Syktywkar. Sie wurde am 29.12.1962 vom Odessaer Gebietsgericht rehabilitiert.

ANSCHITZ (oder ANSCHÜTZ), Alexander Kondratewitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1904 im Kaukasus-Gebiet. Lebte in Abakan. Arbeitete als Spediteur beim Unternehmen „Lagtorg“. Am 17.05.1946 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 22.10.1946 vom chakassischen Gebietsgericht zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 14.07.1955 durch das Oberste Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-4123).

ANSPACH, Jewgenij (Eugen?) Eduardowitsch, geb. 1884 im Simbirsker Gouvernement. Lebte später in Krasnojarsk. Höhere Bildung. Arbeitete als leitende Militärperson im Kriegskommissariat. Am 19.02.1921 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Das Verfahren wurde am 17.04.1921 aus Gründen, die ihn rehabilitierten, eingestellt. Arbeitete als Rechtsberater der Repräsentation der Zeitungen des Zentralkomitees und des Allrussisches Zentral-Exekutivkomitees der Räte- und Arbeiter-, Bauern - u. Rotarmistendeputierten in der Stadt Krasnojarsk. Am 06.12.1929 verhaftet. Angeklagt nach § 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 09.02.1930 von einer Sonder-Trojka der Bevollmächtigtenvertretung der OGPU zu 10 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 06.11.1989 und 11.11.2008 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabiltiert (P-19139, P-23190).

APSS (oder APSE oder APES), Christopher Gerhardowitsch (Gerdowitsch), geb. 1880 in dem kleinen Ort Misi-Wetzling, Grossreninsker Amtsbezirk, Gouvernement Livland. Parteilos. Lebte in Krasnojarsk. Arbeitete als Kontorist in der Kommunalwirtschaft. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Verschwörung. Der Fall wurde am 24.06.1920 aus Gründen, die ihn rehabilitierten, zu den Akten gelegt. Lebte in Minusinsk. Arbeitete als Buchhalter beim Artel „Roter Metallarbeiter“. Am 04.02.1933 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 27.04.1933von einer Trojka der Bevollmächtigtenvertretung der OGPU im Gebiet West-Sibirien zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 21.12.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6672, P-2166).

ARENT, Gustav Christoforowitsch, geb. 1890 im Grodnensker Gouvernement. Arbeitete in dem Dorf Rakitovy Kljutsch, Idrinsker Kreis, Region Krasnojarsk, in einer Kolchose namens Thälmann. Verhaftet am 02.03.1938. Beschuldigt der konterrevolutionären Agitation Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Erschossen am 02.08.1938 in Minusinsk. Rehabilitiert am 29.09.1959 von der Sonderkommission des Obersten Sowjet der UdSSR. (P-11309).

ARNDT A.D. ARNDT E.P.

ARNDT I.D. ARNDT M.E.
ARNDT, Emmanuel (Sohn von Michael)
, geb. 1901, mit seiner Ehefrau ARNDT, Eva (Tochter von Peter), geb. 1897, sowie den Söhnen

und den Töchtern

Im September 1941 wurden sie aus der Siedlung Schilling im Kanton Krasnokut, ASSR der Wolgadeutschen, ins Krasnojarsker Gebiet verbannt. Die Verbannungszeit verbrachten sie in dem Dorf Alexejewka im Abansker Kreis. Emmanuel (Sohn von Michael) jagte man am 23.01.1942 in die Arbeitsarmee, ins KrasLag, nach Nischne Tugusch; anschließend wurde er nach Kansk geschickt, wo er am 13.08.1943 umkam. Eva (Tochter von Peter) arbeitete 1949 in der Kolchose „Morgenröte“ im Dorf Bideja. 1952 wohnte sie im Bogutschansker Kreis. Freigelassen am 01.02.1956, verstorben 1985. Alexander arbeitete in der Kolchose „Morgenröte“, danach erneut im Abansker Kreis. Freigelasssen am 08.02.1956. Viktor starb in Krasnojarsk. Ida arbeitete 1949 in der Kolchose „Morgenröte“ in Bideja. Freigelassen am 13.02.1956. Maria wurde am 03.06.1943 in die Arbeitsarmee eingezogen, nach Ust-Port geschickt und geriet am 04.02.1949 nach Ladygin Jar, anschließend nach Igarka. 1952 ging sie einem Aufruf der Mutter folgend nach Boguchany und arbeitete dort in der Siedlung Bideja. Freigelassen am 13.02.1956.

ARNO, Nikolaj Karlowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1896 in Moskau. Fachschulbildung. Gehilfe des Regimentskommandeurs beim jenisejsker Miliz-Berufsregiment der Roten Arbeiter- und Bauern-Armee in der Stadt Krasnojarsk. Im Mai 1920 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 27.07.1920 von der krasnojarsker Gouvernements-Tscheka zu 3 Jahren Konzentrationslager ohne die Möglichkeit einer Amnestie verurteilt. Am 08.10.2002 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-23350). Am 08.03.1921 erneut verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 17.04.1921 von der krasnojarsker Gouvernements-Tscheka zur Höchststrafe verurteilt. Am 15.08.1998 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-23334).

ARNOLD, Amalia (Tochter von Andreas), Ehefrau von Arnold, K. (K.), ihre Töchter Hilda und Elvira (verheiratete Afanasjewa) wurden aus dem Wolgagebiet in das Dorf Nagornoe im Irbejsker Kreis deportiert.

ARNOLD (Afanasjewa), Elvira (Tochter von Karl), vertrieben aus der ASSR der Wolgadeutschen.

ARNOLD, Hilda (Tochter von Karl), vertrieben aus der ASSR der Wolgadeutschen.

ARNOLD, Karl (Sohn von Christian), geb. 1913, deportiert aus dem Wolgagebiet in das Dorf Nagornoe im Irbeijsker Kreis, von wo er 1942 in die Arbeitsarmee einberufen wurde. Er kehrte 1947 dorthin zurück.

ASCHMAN(N), Josef Iwanowitsch, geb. 1894 in Österreich. Österreicher. Ohne besondere Beschäftigung. Lebte in der Stadt Krasnojarsk. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 03.03.1920 verhaftet. Die Akte wurde am 14.07.1920 von der krasnojarsker Gouvernements-Tscheka geschlossen. Am 05.08.2003 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6646).

ASBERGER, Rochus (Sohn von Bernhard), geb. 1905, geboren und wohnhaft in Selza, Rasdeljansker Kreis, Gebiet Odessa. Kolchosarbeiter, 1937 verurteilt zu 4 Jahren Arbeitsbesserungslager; lebte vorübergehend auf besetztem Gebiet und erhielt im März 1942 einen deutschen „Ausweis“; wurde der Kategorie der „Volksdeutschen“ zugeordnet und befand sich unter dem besonderen Schutz der deutschen Behörden. Arbeitete in der Gemeinde in einer landwirtschaftlichen Sowchose. Am 07.10.1944 wurde er von der OSO des NKWD der UdSSR nach §54-1a des Strafgesetzbuches der Ukrainischen SSR, unter Beschlagnahme seines Besitzes, zu 7 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Nach seiner Freilassung blieb er in Tschernogorsk. Die Haft verbüßte er in Tschernogorsk im Schacht „Krasnojarskugol“ („Krasnojarsker Kohlenbau“). Am 09.05.1964 wurde er vom Gebietsgericht Odessa rehabilitiert.

ASS, Konstantin Borisowitsch, geb. 1897 im tschernigowsker Gouvernement. Mittlere Schulbildung. Arbeitete in der Abteilung für Volksbildung der Stadt Nischneudinsk. Am 20.04.1920 verhaftet. Angeklagt wegen Dienstes in der Koltschak-Armee. Am 30.04.1920 von einer Sonder-Abteilung der Militär-Tscheka der 5. Armee bis Ende des Bürgerkrieges zur Inhaftierung in einem Konzentrationslager verurteilt. Die Haftstrafe wurde am 26.01.1921 durch die krasnojarsker Gouvernements-Tscheka auf 3 Jahre verkürzt. Am 18.09.1998 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-23334).

ATLER, Maria (Tochter von Andreas), geb. 1915, 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert in das Dorf Arefjewo im Biriljusker Kreis. Eingezogen in die Arbeitsarmee nach Atschinsk am 11.02.1943.

AWAKOWITSCH, Woldemar, geb. am 13.12.1928. Verbüßte eine Lagerhaftstrafe im NorilLag.

AXT, siehe AKST


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