
DAMM, Alexander Iwanowitsch, geb. 1908 in der Region Saratow. Lebte in der Siedlung Ijus, Dserschinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Bauer. Leitete dieHilfssowchose der Ijussinsker Waldwirtschaft. Am 22.08.1946 verhaftet. Angeklagt nach §58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 04.04.1947 vom chakassischen Gebietsgericht zu 7 Jahren Besserungsarbeitslager und 3 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Am 23.01.1964 von einer Sonder-Kommission des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-13934).
DAMM, Frieda (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1913, Deutsche aus der Ortschaft Glarus im Kanton Unterwalden, Gouvernement Saratow. 1941 verbannt nach Nischne-Obinzewo, Pawlowsker Kreis, Altaj-Gebiet. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisert.
DAMMER, Jegor Petrowitsch, geb. 1868 in der Ortschaft Talowka, Sosnowsker Amtsbezirk, Kamyschinsker Landkreis, Gouvernement Saratow. Lebte in Nikolajewka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Arbeitete in der Kolchose „Roter Viehzüchter“. Am 29.05.1937 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 24.11.1937 in Minusinsk erschossen. Am 15.07.1958 durch dasMilitärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9872).
DANILOWITSCH, Jekaterina Bogdanowna, geb. 1908 in der Ortschaft Kowalewo, Wsewoloschsker Amtsbezirk, Gouvernement Sankt-Petersburg. Lebte in der Siedlung Podtjossowo, Jenisejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Arbeiterin in der Arbeiterversorgungsabteilung der Jenisejsker Flußschiffahrtsverwaltung. 3 Kinder. Am 19.02.1944 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 2, des Strafgesetzes der RSFSR. Am 28.03.1944 vom Militärtribunal des Jenisejsker Beckens zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager mit Konfiszierung des persönlichen Besitzes verurteilt. Am 27.01.1962 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert.
DANNE, Maria Kristowna, möglicherweise Deutsche, geb. 1899 im Wentspilsker Landkreis, Gouvernement Livland. Vermutlich Deutsche. Lebte in Bogotol, Bogotolsker Kreis, Region Krasnojarsk. Schneiderin in der Genossenschaft „Neuer Konfektionsarbeiter“ Am 19.04.1952 verhaftet. Angeklagt nach § 58-8, Abs. 10, des Strafgesetzes der RSFSR. Am 30.05.1952 vom Militärtribunal zu 25 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt; das Strafmaß wurde am 15.02.1955 vom Militärtribunal des West-Sibirischen Wehrkreises auf 5 Jahre Besserungsarbeitslager abgeändert; im Rahmen einer Amnestie freigelassen – die Vorstrafe wurde getilgt, mit Ausnahme des § 19-58-8 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 21.04.1993 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20699).
DANNEKER, Andrej Andrejewitsch, geb. 1885 in der Ortschaft Bettinger, Gouvernement Saratow. Lebte in Wasiljewka, Idrinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Arbeitete in einer Kolchose namens Lenin. Am 19.10.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 13.01.1944 in Abwesenheit vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager mit Entzug aller Rechte für die Dauer von 5 Jahren verurteilt. Am 26.01.1993 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4105).
DANNEKER, August Andrejewitsch, geb. 1909 im Gouvernement Saratow. ALs Arbeitsarmist in der Zwangsarbeiter-Kolonne Wjerchnjaja Tuguscha im Ilansker Sonderlagerpunkt des NKWD-KrasLag. Mittlere technische Ausbildung. Im März 1943 in Sachen A.J. Bachman(n) verhaftet (unter diese Strafakte fielen insgesamt 39 Personen). Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 20.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 12.10.1957 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-8050).
DANNIGER, Christian (Sohn von Heinrich), geb. am 26.12.1902, Deutscher aus der Ort-schaft Bettinger im Kanton Unterwalden, Gouvernement Saratow. Die Familie bestand aus 7 Mitgliedern. Am 28.08.1941 wurde er zusammen mit seiner Ehefrau Dorothea (Tochter von Heinrich), geb. am 17.05.1910, sowie den Kindern Walter, geb. 1940, Maria (Schadrina), geb. 1934, Emma, geb. 1931, und dem Neffen Woldemar, der 1929 geboren war und seit 1931 bei ihnen aufwuchs, nach Karskir, Idrinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Im Dezember 1941 wurde er wegen der Diebstahl von 5 kg Roggen zu 5 Jahren verurteilt und abtransportiert. Er verschwand. Seine Frau gebar am 24.01.1942 Tochter Pauline und wurde im Juni 1942 gemeinsam mit den Kindern nach Serkowo, Kreis Turuchansk, Gebiet Krasno-jarsk, verschleppt, wo sie bis 1960 auf einer Kolchose arbeitete. Sohn Walter und der Neffe Woldemar starben während der Verbannung.
DANNIKER, Johann (oder Johannes) Andreasowitsch, geb. 1908 in der Ortschaft Bettinger, Gouvernement Saratow. Lebte in Idrinskoje, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer verarmten Bauernfamilie, konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeiter am Kreis. Industriekombinat. Am 03.01.1948 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 10.03.1948 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 26.09.1962 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-13513).
DANZER, Lydia, 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Kassjanowo, Kreis Nischne-Ingasch, Gebiet Krasnojarsk, deportiert.
DASCHHITZ, Alexander Iwanowitsch, geb. 1908,. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Am 20.08.1946 verhaftet. Angeklagt wegen Spionage. Am 04.04.1947 vom Gebietsgericht der Autonomen Region Chakassien zu 7 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 23.01.1964 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert.
DAUB, Alexander (Sohn von Alexander), geb. 1919, Deutscher aus der Ortschaft Katha-rinental, Warwarowsker Kreis, Nikolajewsker Gebiet. War in der Arbeitsarmee im Gebiet Krasnojarsk. Am 20.10.1943 vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR in Sachen A. (J.) Bachmann zu 10 Jahren verurteilt (unter diese Strafakte fielen insgesamt 39 Personen).
DEABALD, siehe DERBALD
DEHL, Alexander (Sohn von Heinrich), geb. 1905, Ehemann von I. (D.) Dehl,
Berufs-soldat. Diente ab Mitte der 30-er Jahre in Tscheljabinsk. 1941 ging er an
die Front, politischer Leiter bis Februar 1942. Von der Front nach Hause
gechickt, kam im März 1942 in Tscheljabinsk an und wurde zusammen mit
seiner Ehefrau Irma (Tochter von David), 1905-1965, Chemie- und Biologielehrerin,
sowie den Kindern Asta, geb. 1931, und Isabella, geb. 1941, sofort nach
Michailowka, Mostowsker Kreis, Gebiet Tscheljabinsk, deportiert. Nach drei Tagen
schickte man ihn in die Arbeitsarmee zum Tscheljabinsker Metallhüttenbau.
Am 26.02.1943 wurde er verhaftet. Am 21.07. 1943 verurteilte ihn das
Sonderkollegium des NKWD der UdSSR nach §58-1a, 2, 10, 11 des Strafgesetzes zu
15 Jahren. Ab 06.12.1943 befand er sich im TajschetLag. Am 10.12.1943 kam er ums
Leben. Am 22.01.1957 vom Militärtribunal des Ural-Militärkreises
rehabilitiert. Seine Ehefrau befand sich ab 1946 in Dmitrijewka in der
Verbannung, sie arbeitete in der Schule. Am 20.05.1954 wurde sie in die Freiheit
entlassen. Isabella lebt in Krasnojarsk.
Verbannungs- / Lagerhaftbericht
von Isabella Alexandrowna Syrjanowa.
DEHL, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1904, stammte aus der Ortschaft Kutter im Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen. Am 09.07.1941 in der Stadt Balzer verhaftet. Am 19.08.1941 vom Obersten Sowjet der ASSR der Wolgadeutschen zu 7 Jahren verurteilt. Aus einem Lager im Gebiet Kemerowo freigelassen. Am 09.07.1948 in den Kreis Suchobusimo, Gebiet Krasnojarsk, in die verbannung geschickt.
DEHLKE, siehe DELKE
DEIGRAF, Dorothea (Tochter von Christian), geb. 1923, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen zur Station Jelowka, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
DEIGRAF, Emilie (Tochter von Gottfried), geb. 1909, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Ust-Kemtschug, Podkamensker Sonderkommandantur, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
DEIGRAF, Heinrich (Sohn von Heinrich), geb. 1906, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
DEIGRAF, Hilde (Tochter von Gottfried), geb. 1926, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Ust-Kentschug, zur Podkamensker Sonderkommandantur, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
DEIGRAF, Irma (Tochter von Christian), geb. 1919, im Jahre 1941 aus der ASR der Wolgadeutschen nach Podkamenka, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
DEIGRAFT, Christian (Sohn von Heinrich), geb. 1921, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen zur Station Jelowka, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
DELKE, Pelagea (Tochter von Philipp), geb. 1913, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Arefjewo, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
DEMKE, Karl, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen.Starb im Sommer 1938 in der Lageraußenstelle Ambartschik im Schaderbinsker Lagerstützpunkt des KrasLag.
DEMSKIJ (Reichert), Julij Stanislawowitsch, geb. 1890 in Lublin. Lebte in Minusinsk. Als Häftling im Minusinsker Gefängnis. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 01.016. 1946 in Abwesenheit vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 6 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt (während er inhaftiert war). Am 12.09.1959 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-11146).
DENERT, Jekaterina (Katharina), geb. 1928 in der Ortschaft Straßburg,
Kanton Pallasowka, Gouvernement Saratow. Deportiert. Befand sich von 1943-1946
in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der
Station Sorokino, Mansker Bezirk, RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
DENERT, Robert, geb. 1925 in der Ortschaft Wiesenmiller, Kanton
Seelmann, Gouvernement Saratow. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der
Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station
Sorokino, Mansker Bezirk, RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
DENIKE, Valentin Fedorowitsch, geb. am 13.04.1884 im Nischegorodsker Gouvernement. Lebte in Krasnojarsk. Stammte aus einer Beamtenfamilie, Grundschulbildung, parteilos. Angestellter in einem chemisch-pharmazeutischen Laboratorium. Am 10.06.1921 verhaftet.Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 10.07.1921 von der krasnojarsker Gouvernements-Tscheka zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 29.08.2000 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert. Am 29.10.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 2 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 22.12.1943 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager und 3 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Am 22.01.1993 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-23750, P-3962).
DENOW, Albert Ernestowitsch, geb. 1896 in dem Dorf Kosizy, Gouvernement Sankt-Petersburg. Als Sonderzwangsumsiedler im Bergwerk „Kommunar“, Schirinsker Kreis, Auto-nomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Stützte die Stollengänge in der Zeche mit Stempeln ab. Verhaftet am 17.12.1937. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeiten. Am 02.02.1938 von einer Kommission es NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 26.02.1938 erschossen. Am 27.08.1959 vom Chakassischen Gebietsgericht rehabilitiert (P-12340).
DENOW, Robert Ernstowitsch, geb. 1901 im Sankt-Petersburger Gouvernement. Als Sonderzwangsumsiedler im Bergwerk „Kommunar“, Schirinsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Arbeitete im Bergwerk. Am 03.07.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeiten. Das Verfahren wurde am 08.02.1939 von der NKWD-Verwaltung des Autonomen Gebietes Chakassien aus Gründen, die ihn rehabilitierten, eingestellt.
DEPP, Deutscher, befand sich 1943 in der Arbeitsarmee im KrasLag. Wurde als bester Agitator angesehen.
DEPP, A. (Sohn von A.), verhaftet 1937 oder 1938 im Kreis Bogutschany, Gebiet Krasno-jarsk.
DEPP, Jakob (Sohn von Jakob), geb. 1900, Deutscher aus der Ortschaft Moor im Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt nach Kijaj im Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
DEPPERSCHMIDT, Gottfried (Sohn von Franz), geb. 1908, Deutscher aus der Ortschaft Menachen im Kanton Unterwalden, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt nach Nowo-pjatnizkoje, kreis Ujar, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
DERBALD (Ehename Schmidt), Maria (Tochter von Friedrich), geb. am 22.05.1931. Wurde im September 1941 aus dem Gebiet Saratow in den Berjosowsker (heute Schary-powsker) Kreis, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt. Am 10.03.1956 aus der Sonderzwangs-ansiedlung freigelassen.
DERING, Elsa, Ballerina am Theater in Saratow. Mitte der 40-er Jahre verbüßte sie eine Haftstrafe im 2. Lagerpunkt des NorilLag.
DERING (Döring?), Paulina (Pauline) Petrowna, geb. 1927. Deportiert.
Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Krasnojarsker
Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk,
RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
DERN, Samuel Christianowitsch, geb. 1896 im Gouvernement Wolhynien. Lebte in Kansk, Region Krasnojarsk. Wachhabender im Getreidespeicher des Mühlenkombinats. Am 23.08.1936 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischr Agitation. Am 27.02.1937 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 28.07.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18849).
DETTERER, Alexander (Sohn von Johann), geb. 1895, stammte aus Marxstadt, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt nach Braschnoje, Kreis Kansk, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
DETZEL, August Georgiewitsch, geb. 1920. Gebürtig und wohnhaft in der
Ortschaft Follmer, Kanton Kamenka, Gouvernement Saratow. Arbeitet in der
Kolchose „Landarpaider“ („Landarbeiter“). Im September 1941 zusammen mit seiner
Familie deportiert: Ehefrau Angelina Georgiewna Detzel (geb. 1919), Schwager Leo
Georgiewitsch (geb. 1918), Schwiegermutter Anna Josifowna Detzel, Sohn Waldemar
Augustowitsch Detzel sowie weiteren Angehörigen. Verschleppt in die Ortschaft
Wjerch-Kinderla, Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region
Krasnojarsk. Kolonnenarbeiter. Im Januar 1942 zur Trudarmee ins Wjatlag-12
Region Kirow mobilisiert. Arbeitete in der Holzfällerei. Im März wegen Krankheit
abgeschrieben; kehrte zur Familie zurück. Arbeitete als Traktorist. Im Oktober
1943 erneut in die Trudarmee mobilisiert, zu einer Nebenwirtschaft der Fabrik
mit der Postfach-Nummer 121 (Krasnojarsker Metallhüttenwerk) an der Station
Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeitete dort bis 1953. 1956 aus
der Unterstellung der Sonderkommandantur abgeschrieben.
A.G. Detzel, Brief ans Krasnojarsker Memorial, Eingangs-N° 91-111.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre
in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station
Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
DETZEL, N., Deutscher, befand sich in den Jahren 1946-1948 in der Arbeitsarmee in einem Lager an der Station Sorokino, Mansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk (Fabrik-Postfach Nr. 121, Affinerie).
DEWALD, Friedrich Wasiljewitsch (Wergemowitsch, Wilhelmowitsch), geb. 1881 in der Ortschaft Anton, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Lebte in Balachton. Stammte aus einer Bauernfamilie, Bildung: 4 Klassen Dorfschule, parteilos. Schneider in Heimarbeit. Am 20.10.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 2, des Strafgesetzes der RSFSR. Am 18.02.1943 vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager und 5 Jahren Entzug der politischen Rechte mit Konfiszierung des persönlichen Besitzes verurteilt. Am 09.12.1992 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-2265).
DIEDRICHS, Walter Alfredowitsch, geb. 1876 in Reval. Lebte als Verbannter in der Ortschaft Keschma, Keschemsker Kreis, Region Krasnojarsk. Mittlere Schulbildung. Ohne feste Anstellung. Am 09.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionören aufständischen Vereinigung und antisowjetischer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Starb vor der Vollstreckung des Urteils am 28.09.1938 im Gebietskrankenhaus, Abteilung für Haftverbüßungsorte es NKWD, (Urkunde in der Akte auf Seite 29). Am 28.07.1964 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-14052).
DIEL, siehe DIEHL
DIEHL, Anna (Tochter von Heinrich), geb. 1911, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Satschulymka, Kreis Biriljussy, Gebeit Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 in die Arbeitsarmee mobilisiert.
DIEHL, Friedrich (Sohn von Friedrich), 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 04.03.1942 zur Arbeitsarmee nach Uschur mobilisiert.
DIEHL, Heinrich (Sohn von Iwan/Johann), Künstler, unterrichtete in der Stadt Engels, ASSR der Wolgadeutschen, Zeichnen. Im September 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Ida (Tochter von Michael) und dem Sohn Bruno, geb. 1927, in das Dorf Jermakowskoje, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Im Januar 19542 wurde er zur Arbeitsarmee ins WjatLag geschickt, arbeitete in der Holzfällerei. 1946 freigelassen, zur Familie nach Turuchansk geschickt, erreichte jedoch eine Versetzung nach Kansk. 1956 wurde er aus der Verbannung entlassen. Frau und Kinder wurden im Sommer 1942 nach Turuchansk geschickt. Ab 1945 lebte die Familie in Kansk in Verbannung. Bruno (Sohn von Heinrich) beendete die Lehrerausbildung, arbeitete in der Schule und im Haus der Pioniere. 1965 war er Leiter einer Künstlerwerkstatt, lebt in Kansk. Bekannter Künstler und Landschaftsmaler. Teilnehmer an zahlreichen Aus-stellungen.
DIEHL, I. (Sohn von A.), Repressionsopfer, lebte 1991 in Dudinka.
DIEHL, Konrad, 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Wosnessenka, Kreis Biriljussy, gebiet Krasnojarsk, deportiert. Starb im Oktober 1941.
DIEHL, S. (Tochter von K.), verbrachte die Verbannungszeit im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitet als Melkerin.
DIEHL, Sophia (Tochter von Friedrich), geb. 1916, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Satschulymka, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 in die Arbeitsarmee mobilisiert.
DIENER, David, Großvater von S. (J.) Diener. 1941 nach Minussinsk verbannt, wo er während des Krieges starb.
DIENER, Jakob Lukjanowitsch, geb. 1882 im Gouvernement Samara, möglicherweise Deutscher. Lebte in dem Dorf Nikolajewka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Schafhirte in der Kirow-Kolchose. Am 06.11.1941 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 07.02.1942 von einem Sonderkollegium des Ministeriums für Staatssicherheit der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 19.12.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18981).
DIENER, Sophie (Tochter von Jakob), Enkelin von D. Diener. Ihr Vater wurde 1937 vergaftet und erschossen. Studentin an der staatlichen pädagogischen Universität in der Stadt Engels, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt nach Alma-Ata, anschließend nach Krasnojarsk, von dort nach Schapypowo, wo sie als Sekretärin des Rechnungsführers und Lehrerin an der Schule arbeitete. Dann wurde sie auf der "Maria Uljanowa" in den Norden abtransportiert. Sie arbeitete bis 1944 in Turuchansk, Wjerchne-Imbatsk und Kurejka. Später war sie in der Arbeitsarmee am Fluß Ambarskaja und betreute die Eisenbahnstrecke Dudinka - Norilsk. Ihr Einsatz in der Arbeitsarmee endete am 01.06.1946. Arbeitete in der Verkehrs-verwaltung. Heiratete N. (F.) Prinz. 2 Töchter. 1996 lebte sie noch.
DIER, Ludwig Michailowitsch, geb. 1888 im Gouvernement Wolhynien. Lebte in dem Dorf Alexandrowka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Mittelbauern-Familie, konnte lesen und schreiben. Arbeitete in der Kolchose Rosa Luxemburg. Am 02.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionören. nationalistischen Organisation und konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 29.09.1956 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-5624).
DIERGRUBER (Diegruber), Wilhelm Modestowitsch, geb. 1885 in Österreich. Österreicher. Lebte in Minusinsk. Meister in der Molotow-Genossenschaft. Am 14.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 05.02.1960 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-11700).
DIESENDORF, Alexander Karlowitsch, geb. 1906 im Gouvernement Saratow. Als Zwangsarbeiter in der Zwangsarbeiter-Kolonie Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Sonderlagerpunkt des NKWD-KrasLag. Am 16.10.1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 07.03.1955 von der Prüfungskommission für Strafverfahren der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
DIESENDORF, Herbert Iwanowitsch, geb. 1921 im Nischegorodsker Gouvernement. Als Zwangsarbeiter in der Arbeitskolonie Werchnjaja Tugusche, Ilansker Sonderlagerpunkt des NKWD-KrasLag. Am 16.10.1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 07.03.1955 von der Prüfungskommission für Strafver-fahren der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
DIETRICH, Heinrich Jakowlewitsch, geb. 1896 im Saratowsker Gouvernement. Als Arbeitsarmist in der Nischnepojmensker Abteilung des KrasLag. Stammte aus einer Mittelbauern-Familie, Grundschulbildung, parteilos. Am 05.08.1943 verhaftet. Angeklagt nach §§ 59-1a, 19-58-2, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 11.12.1943 von einem Sonder-Kollegium der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 25.06.1957 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert.
DIETRICH, Richard Ottowitsch, geb. am 29.11.1889 in dem Dorf Wipeninken, Ostpreußen. Deutscher, ehemaliger Kriegsgefangener. Lebte in Krasnojarsk. Stammte aus einer Arbeiterfamilie, nicht abgeschlossene mittlere Schulbildung, von 1927-1937 Mitglied der Allrussischen Kommunistischen Partei der Bolschewiken. Modellmacher-Meister in der Fabrik „Spartak“. Am 06.02.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Starb am 19.04.1938 im Regionskrankenhaus. Am 29.06.1957 vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-7683).
DIETRICHKEIT, Albert Augustowitsch, geb. 1873 in der Stadt Insterburg, Ost-Preußen. Lebte in Krasnojarsk. Stammte aus einer Arbeiterfamilie, Grundschulbildung, parteilos. 1931von der OGPU wegen Nichtabgabe von Gold verhaftet. Friseur im eigenen Friseurgeschäft. Am 02.06.1938 verhaftet, kam ins Krasnojarsker Gefängnis. Angeklagt nach § 58-6, Abs. 1 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 08.06.1939 eingestellt und vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises der Freispruch entschieden (P-1720).
DIK, Peter (Sohn von Gerhard), geb. 1901, stammte aus der Ortschaft
Dolinskoje, Gebiet Dnjepropetrowsk. Bergbau-Spezialist. 1934 im Gebiet Orenburg
verhaftet. Die Haftzeit verbüßte er im Süd-Ural, danach in
Gornaja Schorja in Temirtau. Im Herbst 1941 wurde er in die Republik Komi
verlegt, wo sich 600 Häftlinge beim Arbeitseinsatz befanden. Bis zum Frühjahr
1942 gab es nur noch 28 Überlebende. Um am Leben zu bleiben entschied er
sich zu Flucht. Am nächsten Morgen wurde er aufgegriffen. Man verurteilte
ihn zum Tod durch Erschießen, änderte das Urteil dann aber in 10
Jahre Arbeitsbesserungslager ab. Die Haftzeit verbrachte er in Workuta. Wurde
den Kursen für Geländevermessung zugeteilt. Bis 1952 war er mit der
Errichtung von Bergwerken beschäftigt. Nach Beendigung der Haftfrist Ende
1952 wurde er nach Schilinka, Kreis Suchobusimo, Gebiet Krasnojarsk, in die
Verbannung geschickt, arbeitete in einer Filiale des Sonder-Technologiebüros
Nr. 1. Im Jahre 1956 aus der Verbannung freigelassen. 1957 begab sich die
Familie nach Karaganda, später nach Deutschland. Im Jahre 2000 lebte er
noch, fast vollständig erblindet, mit zerrüttetem Nervensystem, aber
die Erinnerung war noch vorhanden.
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht
von Wladimir Eduardowitsch Busch.
DIKK, Gerhard (Sohn von Jakob), geb. 1895, stammte aus dem Gebiet Dnjepropetrowsk und lebte auch dort. Entkulakisiert in dem Dorf Stenfeld. Sonder-Zwangsumsiedler der Sowchose "Priiskowy" im Saralinsker (heute Ordschonikidser) Kreis, Chakassien. Arbeitete als Rechnungsführer der Sowchose. Verhaftet am 06.11.1937, war im Minussinsker Gefängnis. Am 27.11.1937 von der Trojka der UNKWD im Gebiet Krasnojarsk, Protokoll No. 120, zum Tod durch Erschießen in Sachen P. (W.) Klinkowskij (Aktenzeichen No. 07078) verurteilt (unter diese Strafakte fielen insgesamt 14 Personen). Das Urteil wurde zwischen dem 08.12.1937 (22.00h) und dem 09.12.1937 (5.00h) in Minussinsk vollstreckt. Am 06.08.1957 wurde er vom Gebietsgericht des Autonomen Gebietes Chakassien rehabi-litiert.
DINER, siehe DIENER
DINGILSTEDT (DINGELSTEDT), Konstantin Nikolajewitsch, geb. 1892. Geboren und wohnhaft in Krasnojarsk. Konnte lesen und schreiben. Überwachte den Arbeitsablauf bei der Krasnojarsker Eisenbahngesellschaft. Am 18.05.1941 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 13.06.1941 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 08.09.1992 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20566).
DINGILSTEDT (DINGELSTEDT), Nikolaj Konstantinowitsch, geb. 1879 inMinusinsk. Lebte in Krasnojarsk. Lehrer an er Schule No. 5. Am 05.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Spionagetätigkeit. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.07.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 11.07.1958 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9863).
DIPPEL, Iwan Iwanowitsch, geb. 1899 im Gouvernement Saratow. Häftling des KrasLag. Zwangsarbeiter im Nischneingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk. Am 10.04.1943 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Propaganda. Am 11.12.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 13.02.1956 von der Prüfungskommission für Gerichtsverfahren der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6034).
DIRKS, Peter Petrowitsch, geb. 1890 in der Ortschaft Molotschansk, Jekaterinoslawsker Gouvernement. 1934 von einer Trojka der OGPU der Ukrainischen SSR nach § 58-16, 10 des Strafgesetzes zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Lebte in der Siedlung Norilsk, Region Krasnojarsk. Häftling des NKWD-NorilLag. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 27.09.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 20.10.1937 in Norilsk erschossen. Am 28.06.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-17871).
DIRLAN, Karl (Sohn von Karl), geb. 1913. Im Jahre 1950 befand er sich unter der Sonder-kommandantur des KrasLag im 11. Lagerstützpunkt in der Verbannung. Am 22.08.1950 wurd er an die Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreisabteilung des Mini-steriums für Staatssicherheit im Gebiet Krasnojarsk übergeben.
DISENDORF, Alexander (Sohn von Karl), geb. 1911, stammte aus Marxstadt, ASSR der Wolgadeutschen; zusammen mit seiner Ehefrau Hanna (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1913, sowie den Kindern Alexander, geb. 1933, Viktor, geb. 1940, Olga, geb. 1937, und Robert, geb. 1935, in das Dorf Petropawlowka, Kreis Irbej, verbannt, anschließend in das Dorf Latynzewo, Kreis Irbej, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert; kehrte danach zur Familie nach Latynzewo zurück.
DISENDORF, Alexander (Sohn von Karl), geb. 1914, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. Wurde in eine Arbeitskolonne der Tungussker Abteilung des KrasLag mobilisiert. Am 19.05.1945 wurde er vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 7 Jahren verurteilt. Am 15.11.1944 hatte er sich für 24 Stunden ins Dorf begeben, um Lebensmittel zu kaufen.
DISENDORF, Iwan/Johann, Wolgadeutscher, verschleppt in die Region Krasnojarsk. Starb in der Arbeitsarmee. Mit ihm wurde seine Familie verschleppt: Tochter Melitta und Ehefrau Frieda. Frieda heiratete F. Schaufler und lebte in dem Dorf Tschuchlomino. Tochter Lilia lebte nach der Freilassung in Krasnojarsk. Melitta lebte nach der Frelassung in Saosjornij, Kreis Rybino, Gebiet Krasnojarsk.
DISENDORF, Wladimir/Walter (Sohn von Andrej/Andreas), geb. 1922; wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Arefjewo, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, depor-tiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee mobilisiert.
DISTERHOFT (DISTERGOFT), Jonathan (Johann) Gottliebowitsch, geb. am 30.09.1895 in der Kolonie Morjanowka, Krensker Amtsbezirk, Nowograd-Wolhynsker Landkreis, Gouvernement Wolhynien. Stammte aus einer Kulaken- und Beamtenfamilie der Kolonie Gaporina, Landkreis Schitomir. Arbeitete in Petropawlowsk in einer privaten Druckerei. Wurde am 05.09.1919, als er eine Ladung nach Tomsk begleitete, an der Station Tschulym, Gebiet West-Sibirien, von polnischen Legionären verhaftet und unter Arrest für 3 Monate nach Nowonikolajewsk geschickt. 1931 wegen Verweigerung der Getreideabgabe verhaftet; ohne Gerichtsverhandlung wieder freigelassen. Lebte in Abakan. Leiter des Budget-Sektors der chakassischen Gebeitsfinanz-Abteilung. Am 25.07.1937 in Sachen Poleschajewa verhaftet (unter diese Akte fielen insgesamt 15 Personen) und im Minusinsker Gefängnis inhaftier. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Propaganda. Am 27.11.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 18.01.1938 traf er im AmurLag an er Station Bolschoj Newer ein und wurde am 16.04.1940 mit einer Etappe ins SorokLag, ASSR Komi, verschickt. Am 10.12.1941 starb er im Lager (gemäß anderslautenden Angaben wurde er am 08.01.1931 in Sandormach erschossen. Am 09.12.1977 wurde er vom Obersten Gericht der ASSR Komi rehabilitiert). Am 13.01.1955 von der Prüfungskommission für Strafverfahren der Region Kranojarsk rehabilitiert (P-15844).
DISTERHOFT (DISTERGOFT), Maria Dmitrijewna, geb. 1895. Lebte in Abakan. Lehrerin.Am 08.08.1941 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 26.09.1941 vom Gebeitsgericht des Autonomen Gebietes Chakassien zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager und 5 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Verbüßte die Haftstrafe zunächst in Katscha in der Nähe von Krasnojarsk, anschließend wurde sie zu einer Schachtanlage in Tschernogorsk verlegt. 1952 nach dem Aufenthalt im Sonderlager in Minusinsk. Am 26.04.1957 vom Obersten Gerichtshof der RSFSR rehabilitiert (P-6913).
DITE, Heinrich (Sohn von Heinrich), geb. am 24.11.1924, Wolgadeutscher, verschleppt aus der Ortschaft Orlowskij, Kanton Marxstadt, ASSR der Wolgadeutschen, in das Dorf Buinku, Kreis Irbej, Region Krasnojarsk. War in der Arbeitsarmee. Zusammen mit ihm wurde seine Familie verschleppt: Amalia (Tochter von Christian, seine Ehefrau), die Söhne Alexander, Andrej/Andreas und Heinrich sowie die Töchter Elisabeth und Maria. Befand sich zwischen 1942 und 1947 in der Arbeitsarmee im KrasLag: in Wjerchnaja Schiderba, Station Reschoty, Abteilung No. 5 in Kansk. Die Familie lebte Tschuchlomino, Kreis Irbej, Gebiet Krasnojarsk, in der Verbannung. Nach der Arbeitsarmee lebte er bei der Familie.
DITE, Heinrich (Sohn von Christian), geb. 1878, wurde 1935 in der ASSR der Wolgadeut-schen verhaftet, weil er nicht rechtzeitig der Kolchose beigetreten war; starb im Gefängnis.
DITENBERG (DIETENBERG), Adam Iwanowitsch, geb. 1898 im Kuban-Gebiet. Lebte im Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Kolchos-Mitglied. Am 03.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-10556).
DITENBERG (DIETENBERG), Iwan Iwanowitsch, geb. 1888 im Kuban-Gebiet, Kaukasus-Region. Lebte in Gnadendorf, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Kolchos-Mitglied. Am 03.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 03.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-10556).
DITENBERG (DIETENBERG), Kondratij (Konrad) Iwanowitsch, geb, 1891 in der Ortschaft Friedenthal, Kuban-Gebiet, Kaukasus-Region. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, Keasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Kümmerte sich um seine eigene Landwirtschaft. Am 12.06.1931 in Sachen A.I. Ross verhaftet (unter diese Strafsache fielen insgesamt 12 Personen) - als einer der Anstifter der Massenunruhen bei der Aussiedlung der Kulaken im Jahre 1931. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 22.07.1931 von einer Sonder-Trojka der Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU des Westsibirischen Gebietes zu 5 Kahren Besserungsarebitslager verurteilt. Am 27.01.1962 vom Krasnojarsker Gebietsgericht (P-13119).
DITENBERG (DIETENBERG), Konrad Konradowitsch, geb. 1865 im Stepanowsker Amtsbezirk, Nowowosnesensker Landkreis, Gouvernement Samara. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Kolchosarbeiter. Am 04.07.1937 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 24.11.1937 in Minusinsk erschossen. Am 15.07.1958 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9872).
DITERICHS (DIETERICHS), Michael Alexandrowitsch, geb. 1896 in Sankt-Petersburg. Lebte in Krasnojarsk. Offizier der Koltschak-Armee. Am 26.02.1920 verhaftet. Angeklagt, weil er unter Koltschak Armeedienst geleistet hatte. Am 04.03.1920 von einer Sonder-Abteilung zur Höchststrafe verurteilt. 1920 in Krasnojarsk erschossen. Am 21.10.1998 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-23389).
DITRICH (Fleischmann), Maria (Tochter von Wilhelm), geb. 1925, Ehefrau von M. (Ch.) Fleischmann. 1942 aus der Stadt Balzer, Gebiet Saratow, in den Partisansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, danach in den Keschemsker Kreis, verbannt.
DITRICHKEIT DIETRICHKEIT), Albert Augustowitsch, geb. 1973 in Insterburg, Ostpreußen. Lebte in Krasnojarsk. Friseur mit eigenen Geschäft. Am 02.06.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-6, Abs. 1 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 08.06.1939 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises eingestellt. Er wurde entlastet und freigesprochen (P-20008).
DITZ, Adam (Sohn von Andrej/Andreas), im September 1941 aus der Ortschaft Kutter im Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen, verschleppt in die Region Krasnojarsk. Lebte auf der Farm "Krasnaja" der Primorsker Sowchose im Kreis Balachta.
DITZ, Alexander Solomonowitsch, geb. 1900 in der Ortschaft Alexander-Gai, Gouvernement Saratow. Lebte in der Ortschaft Bolschaja Inja, Minusinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauernfamilie, konnte lesen und schreiben. Arbeitete in der Kolchose „Macht der Arbeit“. Am 28.12.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, 14 des Strafgesetztes der RSFSR. Am 30.06.1942 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 16.04.1997 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22442).
DITZ, Amalie (Tochter von Jakob), Schwester von J. (F.) Kaiser, Ehefrau von A. (A.) Ditz; am 20.09.1941 aus der Ortschaft Dönhof im Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen, in die Region Krasnojarsk verschleppt. Lebte auf der Farm "Krasnaja" der Primorsker Sowchose im Kreis Balachta.
DITZEL, Anna (Tochter von Adam), geb. 1898, verbrachte die Verbannungszeit in Nowo-Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk.
DITZEL, Sophia (Tochter von Fjodor/Friedrich), geb. 1921, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Podkamenka, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
DMITRIJENKO, Klawdija, Tochter von Wassilij (FISCHER, Klara, Tochter von Wilhelm), geb. 1885, aus einer Gutsbesitzerfamilie in Pleißen, Kreis Limbach, Sachsen, Deutschland. Beherrschte die russische Sprache nur schlecht. Kam 1919 zusammen mit dem Kriegsgefangenen Dmitrijenko aus Deutschland und ließ sich in der Ortschaft N.-Trojzkoje, Kreis Minussinsk, Gebiet Krasnojarsk, nieder. Kam zur ärztlichen behandlung nach Krasnojarsk und wurde dort verhaftet. Am 26.06.1937 erfolgte die Zwangsmaßnahme zur Verhaftung in Sachen I. (M.) Pekden (unter diese Strafakte fielen insgesamt 3 Personen). Die Akte wurde zwecks Verhandlung im Sonderverfahren an das NKWD weitergeleitet. Am 11.05.1938 wurde sie vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 5 Jahren verurteilt. Die Akte enthielt Aussagen des "fest angestellten" Zeugen Turenko. Vor Gericht bekannte sie sich nicht schuldig.
DOBERSTEIN, Rijnad/Reinhard (Sohn von Gottfried), geb. 1922, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Idrinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Zur Arbeitsarmee ins BogoslowLag mobilisiert. Verstarb am 07.04.1943 im Lager.
DOBLER, verbrachte die Haftzeit im KrasLag, zusammen mit Vogt einer der Anführer der Sabotagegruppe deutscher Gefangener, die 1944 liquidiert wurde (unter die Strafakte fielen insgesamt 22 Personen).
DOBLSTEIN, Gottfried Johannowitsch, geb. 1886 in dem Dorf Pisarewka, Gouvernement Wolhynien. Lebte in der Ortschaft Rakitow Kljutsch, Idrinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Kolchos-Mitglied. Am 27.05.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 14.04.1939 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 29.03.1967 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-14453).
DOBRANZ, Eduard Eduardowitsch, geb. 1887 im Gouvernement Warschau. Lebte in Igarka, Region Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Wurstmachermeister in der Wurstfabrik von Igarka. Am 26.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Spionage und Sabotage. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 22.11.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 29.06.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18572).
DOBRANZ, Witalij Eduardowitsch, geb. 1895. Geboren und wohnhaft in Krasnojarsk. Stammte aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, konnte lesen und schreiben. Vorstandsmitglied des Lebensmittel-Bahntransport-Komitees an der Station Krasnojarsk. Am 01.10.1920 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Das Verfahren wurde am 17.10.1920 von der Krasnojarsker Gouvernements-Tscheka aus Gründen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-23801).
DOMBROWSKI, Heinrich Josifowitsch, geb. 1883 im Gouvernement Witebsk. Lebte an der Ausweichstelle „Tajoschnij“ der Tomsker Eisenbahn. Konnte lesen und schreiben. Assistent des Leiters der Ausweichstelle. Am 22.09.1920 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeiten. Das Verfahren wurde am 06.01.1921 von der regionalen Transport-Tscheka Tomsk in Zusammenhang mit einer Amnestie eingestellt. Am 30.10.2003 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-12281).
DOMBROWSKI, Peter Franzewitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1896 im Grodnensker Gouvernement. Lebte in der Ortschaft Askis, Askysker Amtsbezirk, Landkreis Minusinsk, Jenisejsker Gouvernement. Arbeiter in der Schafzucht-Sowchose. Am 20.02.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 es Strafgesetzes der RSFSR. Am 04.03.1939 vom Gebietsgericht Chakassien zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager und 5 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Am 25.03.1960 vom Obersten gericht der RSFSR rehabilitiert (P-12016).
DOMES, Karl Josifowitsch, geb. 1902 in der Tschechoslowakei. Lebte am Alexandro-Agejewsker Bergwerk, Jenisejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Arbeiterfamilie, konnte nur wenig lesen und schreiben. Bergbaumeister. Am 05.08.1937 verhaftet. Angeklagt nach § 58-7 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 26.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 14.12.1937 in Krasnojarsk erschossen. Am 02.09.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-17272).
DOOS, deutsche Familie. Im September 1941 aus der Ortschaft Straub im Kanton Kukkus, ASSR der Wolgadeutschen, nach Sagajskoje, Kreis Karatus, Region Krasnojarsk, deportiert.
DOOS, Wilhelm (Sohn von Peter), geb. am 26.03.1924, stammte aus dem Gebiet Saratow. Im September 1941 in den Kreis Scharypowo, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt, 1942 zur Arbeitsarmee ins Gebiet Kirow mobilisiert. 1946 an einen Wohnort om Gebiet Perm geschickt. 1952 vom Volksgericht des Tscherdynsker Kreises, Gebiet Perm, zu 5 Jahren verurteilt. Verbrachte die Haftzeit im AngarLag. Am 30.04.1953 freigelassen und zur Sonderzwangsansiedlung in den Kreis Scharypowo, Gebiet Krasnojarsk verschickt. Am 13.02.1956 in die Freiheit entlassen.
DOPILSTASCH (Dopilstein, Dopilsten, Dopelstein?), Reinhold Adolfowitsch, geb. 1911 im Amtsbezirk Alewskaja, Gouvernement Wolhynien. Lebte nahe der Goldmine Usun-Schul, Ust-Abakansker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Goldsucher. Am 04.06.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer antisowjetischen terroristischen Organisation und konterrevolutionärer Agitation. Das Verfahren wurde am 03.02. 1939 von der chakassischen NKWD-Verwaltung eingestellt, weil Gründe vorlagen, die ihn rehabilitierten. Am 15.04.1999 von der Staatsanwaltschaft des Autonomen Gebietes Chakassien rehabilitiert (P-8690).
DOPPERT, Nikolaj Jakowlewitsch, geb. 1900 in der Nowo-Nikolajewsker Kolonie, Gouvernement Nowgorod. Lebte in der Siedlung Teplaja Retschka, Kreis Ordschonikidse, Aotonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk.Holzfäller in einem energiemechanischen Unternehmen. Am 20.12.1937 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 29.12.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 07.01.1938 in Minusinsk erschossen. Am 15.05.1958 vom Gebietsgericht Chakassien rehabilitiert (P-9506).
DORN, Alexander (Sohn von Andrej/Andreas), geb. 1938, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. 1941 in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Starb am 10.11.1941 in der Verbannung.
DORN, Alma (Tochter von Iwan/Johann), Deutsche aus der ASSR der Wolgadeutschen. Befand sich am Kap Wchodnoj, Kreis Chatanga, Autonomes Gebiet Tajmyr, in der Verban-nung. Wurde nach Norilks verlegt, arbeitete als Krankenschwester in der Gynäkologie-abteilung.
DORN, Anna (Tochter von Andrej/Andreas), Deutsche aus der ASSR der Wolga-deutschen. 1941 in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Starb im Oktober 1941 in der Verbannung.
DORN, Frieda (Tochter von David), geb. 1919, Deutsche aus der ASSR der Wolgadeut-schen. 1941 in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljuss, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
DORN, Maria (Tochter von David), geb. 1923, Deutsche aus der ASSR der Wolga-deutschen. 1941 in die Ortschaft Orlowka, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinck mobilisiert.
DORN, Otto (Sohn von David), geb. 1927, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. 1941 in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinck mobilisiert.
DORSCH, Iwan/Johann (Sohn von Jakob), geb. 1906, Deutscher aus der Ortschaft Wiesenmiller, ASSR der Wolgadeutschen. Deportiert in den Kreis Balachta, Gebiet Krasnojarsk. Die Haftstrafe verbüßte er (offenbar in der Arbeitsarmee) in der Anstalt AM-244, in Bondjug, Tscherdinsker Kreis, Gebiet Perm. Er starb am 16.11.1942.
DORTMAN(N), Alexander (Sohn von Karl), geb. 1906. Befand sich 1950 in der Verbannung unter der Sonderkommandantur des KrasLag, im 12. Lagerstützpunkt. Amm 22.08.1950 wurde er der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit im Gebiet Krasnojarsk überstellt.
DOTZ, Fjodor/Friedrich (Sohn von Iwan/Johann), Wolgadeutscher, 1941 ins Gebiet Krasnojarsk verschleppt, war in der Arbeitsarmee. Zusammen mit ihm wurden verschleppt: seine Ehefrau Dorothea sowie die Kinder Robert, Dorothea, Irma, Olga, Frieda.
DOTZ, Samuel (Sohn von Fjodor/Friedrich), Wolgadeutscher, 1941 ins Gebiet Krasnojarsk verschleppt, war in der Arbeitsarmee. Zusammen mit ihm wurden verschleppt: seine Ehefrau Sophia sowie die Kinder Irma, Hilde, Viktor, Berta, Robert.
DREER, Karl (Sohn von Pawel / Paul), Leiter einer Wetterwarte im Gebiet Saratow. Zusammen mit seiner Tochter Ida, geb. am 28.02.1909, wegen seiner deutschen Nationalität in die Region Krasnojarsk verschleppt.
DREHL, Karl Karlowitsch, geb. 1890 in der Stadt Jakobstadt, Gouvernement Kurland. Deutscher. Besaß 1930 eine Tischlerei. Lebte im Kreis Kansk, Region Krasnojarsk. Zimmermann am 7. Schienenabschnitt der Krasnojarsker Eisenbahn. Am 21.09.1937 verhaftet, wurde in Sachen G.M. Burdinskij (Aktenzeichen 4518; unter dieses Sammelverfahren fielen insgesamt 23 Personen) ins Kansker Gefängnis gesperrt. Am 19.11.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 12.03.1957 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-7609).
DRESLER, Julius Endrikowitsch (Jendrikowtsch, Hendrikowitsch), geb. 1869 im Minusinsker Amtsbezirk, Jenisejsker Gouvernement. Lebte im Krasnojarsker Amtsbezirk, Jenisejsker Gouvernement. Analphabet. Goldsucher in einer Goldmine. Am 01.12.1920 verhaftet. Angeklagt wegen Banditismus. Das Verfahren wurde am 17.04.1921 von der krasnojarsker Gouvernements-Tscheka eingestellt, weil Gründe vorlagen, die ihn rehabilitierten (021828).
DRIDIGER, Heinrich Abramowitsch, geb. 1908 in Semipalatinsk. Als Sonderumsiedler am Bergwerk „Kommunar“, Schirinsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region West-Sibirien. Förderarbeiter. Am 20.06.1938 verhaftet, hinterließ drei kleine Kinder. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Das Verfahren wurde am 19.04.1939 aufgrund des Todes des Beschuldigten eingestellt. Am 19.03.1990 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-16487).
DRIK (DRICK), Konrad Wasiljewitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1864 in der Ortschaft Lipezk, Grodnensker Gouvernement. Lebte in der Ortschaft Blisnewka, Kosylsker Kreis, Region Krasnojarsk. Kirchendiener. Am 07.12.1937 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 05.02.1938 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 22.02.1938 in Atschinsk erschossen. Am 17.07.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18228).
DRIKKE, Jakob Andrejewitsch, geb. 1867. Geboren und wohnhaft in der Ortschaft Nischnjaja Bulanka, Sagajsker Amtsbezirk, Region Minusinsk, Jenisejsker Gouvernement. Lehrer an der Schule. Am 24.07.1920 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Das Verfahren wurde am 13.08.1920 von der Minusinsker Tscheka-Verwaltung eingestellt, da Gründe vorlagen, die zu seiner Rehabilitation beitrugen.
DROBINA, Florentine (Tochter von Michael), geb. 1908,befand sich 1950 in der Verbannung unter der Sonderkommandantur des KrasLag, im 3. Lagerstützpunkt. Am 22.08.1950 wurde sie der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit im Gebiet Krasnojarsk übergeben.
DUBS. Deutsche Familie (5
Personen). Im Herbst 1942 in das Dorf Mirojedicha, Turuchansker Bezirk, Region
Krasnojarsk, deportiert.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk,
Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und
Jugend-Kreativität „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit,
vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der
höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“,
(s)
DÜHL, David (Sohn von Heinrich), geb. 1895, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Podkamenka, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 06.01.1944 zur Arbeitsarmee in die Stadt Atschinsk, zum Unternehmen "Krasles", mobilisiert.
DÜNER, Iwan/Johann (Sohn von Jakob), geb. 1920, Deutscher aus der Ortschaft Nikolajewka, Krasnoturansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. 1941 verurteilt zu 5 Jahren. Am 13.01.1943 vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren wegen der Strafsache J. (I.) Schnaider verurteilt.
DULSON, Peter (Sohn von Alexander), geb. 1905, stammte aus Seelmann, ASSR der Wolgadeutschen. Verschleppt in den Kreis Askis, Chakassien. Als Arbeitsarmist kam er am 22.06.1942 aus dem Wjatlag in der Anstalt AM-244 (Siedlung Masunja, Tscherdynsker Kreis, Gebiet Perm) an. Am 11.12.1942 starb er an Pellagra.
DUMER, Bruno (Sohn von Jakob), geb. 1922. Wurde am 28-08-1942 aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Jemeljanowo deportiert. Im Januar 1942 in die Arbeitsarmee zur Station Reschoty mobilisiert. Im Juli 1943 wurde er mit einem Etappentransport ins Molo-towsker Gebiet, Tscherdynsker Kreis, nach Mossunino - Wischera - Rjabinino, zur Flößerei-Reede Rediker, verschickt. Im Dezember 1947 ging er nach Krasnojarsk.
DUMLER, Wolgadeutscher, war in der Arbeitsarmee, lebte in Meschgranka (Reschotinsker Abteilung des KrasLag).
DUMLER, Anatolij (Sohn von Robert), geb. 1949, Sohn von A. (J.) Supes; befand sich 1950 in der Verbannung unter der Sonderkommandantur des KrasLag, im 10. Lagerstütz-punkt. Am 22.08.1950 der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit im Gebiet Krasnojarsk übergeben.
DUMLER, Arthur (Sohn von Robert), geb. 1926; befand sich 1950 in der Verbannung in Reschoty, Kreis Nischne-Ingasch, gebiet Krasnojarsk, unter der Sonderkommandantur des KrasLag, Oberschaffner.
DUMLER, Friedrich Petrowitsch, geb. 1903 im Kamyschinsker Amtsbezirk, Landkreis Zarizyn, Gouvernement Saratow. Lebte in dem Dorf Tscheremschanka, Atschinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Beamtenfamilie, konnte lesen und schreiben. Lehrer an der Grundschule. Am 21.06.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 11.06.1939 bei einem Lokaltermin des krasnojarsker Regionsgerichtes zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager veurteilt. Am 26.08.1993 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21051).
DUMLER, Karl (Sohn von Friedrich), geb. 1910, Deutscher aus der Ortschaft Grimm im Kanton Kamenka, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verschleppt in das Dorf Dworowka im Kreis Jemeljanowo, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
DUMLER, Konstantin (Sohn von Robert), geb. 1949,, befand sich 1950 in Verbannung unter der Sonderkommandantur des KrasLag, im Lagerstützpunkt-10. Am 22.08.1950 wurde er der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit im Gebiet Krasnojarsk übergeben.
DUMLER, Robert (Sohn von Konrad), geb. 1902, befand sich 1950 zusammen mit seiner Ehefrau Jekaterina/Katharina (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1906, sowie den Kindern Alexander, geb. 1929, Irina, geb. 1936, und Selma, geb. 1938, in Verbannung unter der Sonderkommandantur des KrasLag, im 3. Lagerstützpunkt. Am 22.08.1950 wurden er und seine Familie der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit im Gebiet Krasnojarsk übergeben.
DUMRAUF, Eduard Christianowitsch, geb. 1923 im Kanton Seelmann, Gouvernement Saratow. Stammte aus einer Mittelbauern-Familie. Bildung: 7-KLassenschule. Arbeitsarmist in einer Arbeitskolonne in Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Außenlagerstelle des KrasLag des NKWD. Am 06.01.1943 in Sachen A.J. Bachmann verhaftet (unter dieses Sammelverfahren fielen insgesamt 39 Personen). Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 20.10.1943 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 12.10.1957 vom krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-8050).
DURBAN, Klimentij Jakowlewitsch, geb. 1917 im Gouvernement Saratow. Als Arbeitsarmist in der Arbeitskolonie Werchnjaja Tuguscha des KrasLag, Region Krasnojarsk. Arbeiter. Am 30.10.1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Untersuchungskommission für die Überprüfung von Strafakten der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
DÜNER, Iwan Jakowlewitsch, geb. 1920 in der Ortschaft Nikolajewka, Abakansker Amtsbezirk, Landkreis Minusinsk, Jenisejsker Gouvernement. 1941 zu 5 Jahren verurteilt. Am 13.01.1943 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR, zusammen mit J.I. Schnaider, zu 10 Jahren verurteilt. Am 26.09.1964 vom krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-14095).