
EBEL, Ewald, geb. 1926. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der
Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station
Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a)<.
EBEL, Georg Georgiewitsch, geb. 1901 im Gouvernement Saratow. Als Trudarmist in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Außenstelle des Kraslag (NKWD). Leiter des Vorratslagers. Am 16.10.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Revisionskommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
EBERLE, Maria Petrowna, 1910-1987, gebürtig aus der Ortschaft
Nischnjaja Wodjanka, Palassowsker Kanton, Gebiet Saratow. Deutschlehrerin. Am
04.09.1941 zusammen mit ihren Kindern Arthur Konstantinowitsch, geb. 1937, und
Walerija Konstantinowna, geb. 1934, mit dem Transportzug No. 847 aus der
Ortschaft Anissowka, Ternowsker Kanton, ASSR der Wolgadeutschen, in das Dorf
Satschulymka, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. 1954 nach
Ust-Abakan verlegt. Am 01.02.1956 freigelassen. Am 25.12.1999 von der
Verwal-tung für Inneres im Gebiet Saratow rehabilitiert.
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht
von Artur Konstantinowitsch Eberle.
ECK, Jekaterina/Katharina (Tochter von David), geb. 1910, verbannt aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Beresowka, Region Krasnojarsk. Filzwalkerin bei der Genossenschaft "Sever" ("Norden"). Verurteilt am 04.06.1945 durch ein Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren.
ECK, Luise, geb. 1905, Krankenschwester. Verbüßte ihre
Lagerstrafe 1944 am Lagerpunkt Samsonowka, Lagerstützpunkt Tugatsch des
KrasLag; arbeitete im Krankenhaus. 1946 arbeitete sie als Krankenschwester am
Lagerpunkt Schajbino.
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Jewgenia Jewdokimowna
Beresina.
ECKHARDT, David (Sohn von Georg), geb. 1921, 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Siedlung Ust-Port, Autonomes Gebiet Tajmyr, verschleppt. Verhaftet am 23.03.1943 in Sachen P. (D.) Busch. Unter diese Strafakte fielen singesamt 3 Personen. Am 09.10.1943 vom Tajmyrsker Bezirksgericht zu 7 Jahren verurteilt.
ECKHARDT, Georgij/Georg (Sohn von Georg), geb. 1900, verbannt aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Chloptunowo, Kreis Suchobusimo, Region Krasnojarsk. Starb am 06.03.1944 in der Siedlung Nischnaja Pojma im KrasLag.
ECKHARDT, Jakob (Sohn von Georg), geb. 1907, aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Chloptunowo, Kreis Suchobusimo, verbannt. 19412 zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
EDIGER, Hermann Abramowitsch, geb. 1902 im Jekaterinoslawsker Gouvernement. Lehrer an der Nowoselowsker Mittelschule, Region Krasnojarsk. Am 24.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.07.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 03.10.1959 durch das Oberste Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-11312).
EFA, Felix Jakowlewitsch, geb. 1898 in der Stadt Mosdok. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Leiter der Atschinsker Abteilung „Awtotraktorsbyta“ (Auto- und Traktorenverkauf; Anm. d. Übers.) in der Stadt Atschinsk. Verhaftet am 22.06.1938. Angeklagt nach §§ 58-6, 58-10, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Es kam zu keiner Gerichtsentscheidung. Am 29.05.1939 von der Militär-Staatsanwaltschaft N° 321 auf Grundlage des § 4, Pkt. 5 der Strafprozeßordnung der RSFSR rehabilitiert (P-4507).
EGOF, Ernst Iwanowitsch, geb. 1921 im Gouvernement Saratow. Als Trudarmist in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Außenstelle des Kraslag. Am 30.10.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Revisionskommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
EGOF, Heinrich (Genrich) Heinrichowitsch, geb. 1903 in der Ortschaft Schilling, Kanton Krasnokut, Gouvernement Saratow. Schulbildung: Grundschule. Stammte aus einer Mittelbauernfamilie. Als Trudarmist in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Außenstelle des Kraslag (NKWD). Im Februar 1943 in Sachen A.J. Bachman(n) verhaftet (unter diese Sammelakte fielen insgesamt 39 Personen). Angeklagt nach §§ 58-2, 58-10, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 20.10.1943con einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 12.10.1957 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-8050).
EGOF, Iwan (Johann) Heinrichowitsch, Einwohner der Ortschaft Konstantinowka, Kanton Krasnokut, Gebiet Saratow. Zusammen mit seiner Ehefrau Maria Jakowlewna und Tochter Erna, geb. am 13.02.1934, in die Region Krasnojarsk deportiert. Verbrachte die Verbannung in Turuchansk. Die Tochter studierte ab 01.09.1954 an der Kooperativen Handelsschule.
EGOF, Karl Genrichowitsch, geb. 1917 im Gouvernement Saratow. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Als Trudarmist in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Außenstelle des Kraslag (NKWD). Am 30.10.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.03.1955 Von einer Revisionskommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
EIDEMILLER, Adam Michajlowitsch, geb. 1928. Lebte eine Zeit lang in der Ortschaft Kolpino, Gebiet Leningrad. Wurde 1942 mit einem Gefangenentransport aus dem unter Blockade stehenden Leningrad fortgebracht. Starb am 18.04.1942 während des Transportes an Entkräftung. Der Leichnam wurde in Krasnojarsk aus dem Zug entfernt.
EIDEMILLER, Alexander Andrejewitsch, sein Vater wurde 1937 verhaftet. 1941 zusam-men mit der gesamten Familie aus der Ortschaft Kamyschino, Gebiet Stalingrad, nach Kasachstan deportiert. 1942 zu einer Schachtanlage in der Stadt Kisseljewsk, Gebiet Kemerowo, verschickt. Ab 1949 in Sorsk, Region Krasnojarsk; stand bis 1956 unter Sonder-Kommandantur.
EIDEMILLER, Peter Petrowitsch, geb. 1928, gebürtig aus Leningrad, wo er auch lebte. Verbannter, ab 1947 Arbeiter in einer Fischfabrik auf der Insel Schar, Kreis Turuchansk, Region Krasnojarsk. Seine Ehefrau war Maria Iwanowna Jordan.


EIKE, Boris Brunowitsch, 1884-1937, gebürtig aus der Stadt Karlsruhe,
Deutschland. Die höhere Schulbildung erhielt er in Deutschland. Ingenieur
an der Fabrik für Kunstmalfarben in Leningrad. Am 07.10.1936 verhaftet. Am
15.03.1937 vom Militärtribunal des Leningrader Wehrkreises zum Tod durch
Erschießen verurteilt. Das Urteil wurde am 20.04.1937 in Leningrad
vollstreckt. Am 26.05.1960 vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der
UdSSR rehabilitiert. Sein Sohn EIKE, Wladimir (Walter) Borisowitsch, geb. 1910,
stammte ebenfalls aus der Stadt Karlsruhe, Deutschland. Dreher in der Fabrik
"Roter Werk-zeugmacher" in Leningrad. Am 26.06.1937 als
Familienmitglied eines Vaterlandsverräters auf dem Verwaltungswege in die
Siedlung Uil, Gebiet Aktjubinsk, Kasachstan,verschleppt. Am 26.06.1938 verhaftet
und ins Aktjubinsker Gefängnis gesperrt. Am 11.10.1938 aufgrund der
Spionageanschuldigung zum Tod durch Erschießen verurteilt. Das Urteil
wurde vollstreckt. Am 27.04.1960 vom Militärtribunal des Turkestaner
Wehrkreises rehabilitiert.
EIKE,
Luisa (Luise) Wilhelmowna, 28.09.1890-23.07.1974, gebürtig aus
Karlsruhe, Deutschland. Hauswirtschafterin, Ehefrau von Boris Brunowitsch Eike.
Am 26.06.1937 aufgrund einer administrativen Verfügung mit den Kindern
Wladimir und Jurij, geb. 1918, als Familienmitglieder eines Vaterlandsverräters
in die Siedlung Uil, Gebiet Aktjubinsk, Kasach-stan, verschleppt. 1948 in die
Siedlung Borki, Gebiet Kustanaj, verlegt. 1954 erlaubte man ihr, nach
Krasnojarsk, an den Wohnort ihres Sohnes Jurij, umzuziehen. Am 28.04.1964 durch
das Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert. Jurij war zunächst im
Uilsker Kinderheim als Buchhalter beschäftigt, anschließend im
Kreis-Konsumgüterverband. Auf Anordnung der NKWD-Verwaltung des Leningrader
Gebietes vom 16.07.1939 wurde er in die Stadt Kineschma, Iwanowsker Gebiet,
versetzt. Dort arbeitete er als Schmierer (Rohrreiniger) chemischer Apparaturen
in einer Chemiefabrik. 1940 er am Iwanowsker Institut für Energiewirtschaft
(namens W.I. Lenin) zu studieren. Am 01.09.1941 wurde er zur Armee einberufen.
Er diente bei der Ingenieur-Einheit. Er gelangte dadurch nach Polen, Deutschland,
Österreich und die Tschechoslowakei. Im Juli 1946 wurde er demobilisiert,
kehrte nach Iwanowo zurück und erhielt aufgrund der
Demobilisierungsbescheinigung einen Paß. Er setzte sein Studium am
Iwanowsker Institut für Energiewirtschaft, das er 1950 abschloß. Er
wurde zur Arbeit nach Krasnojarsk eingeteilt.
Jurij Borisowitsch
Eike / Erinnerungen.
EILER, Wilhelm Wilhelmowitsch, geb. 1901, gebürtig aus der Stadt Gukk, Kanton Balzer, Gebiet Saratow. 1941 in die Ortschaft Poteri, Bogradsker Kreis, Chakassien, deportiert. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
EIRICH, August Konstantinowitsch, geb. 1905, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Gnadenfeld, Kanton Eckheim, Gebiet Saratow. 1941 in das Dorf Bodoresowo, Kasatschinsker Kreis, Region Krasnojarsk deportiert. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
EISBRUNNER, möglicherweise Deutscher, 1937 in der Region Krasnojarsk verhaftet. 1956 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert.
EISENACH, Karl Gergiewitsch, geb. 1893 im Morschansker Landkreis, Gouvernement Tambow. Mittlere Schulbildung. Techniker in der „Sowmongtuwtorg“ (Sowjetische Vereinigung für den Handel mit den Tepubliken Mongolei und Tuwa; anm. d. Übers.) in der Stadt Minusinsk. Am 04.02.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 05.06.1942vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie 5 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Am 10.02.1995 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21618).
EISMONT, Alexander Iwanowitsch. Ingenieur der alten Schule. Verbüßte die Lagerhaft im NorilLag; arbeitete als Brigadier. Starb im NorilLag.
EISMONT, Josef Iwanowitsch, geb. 1890 in der Stadt Wilno. Konnte lesen und schreiben. Mechaniker auf dem Leichter N° 3 der Staatlichen Verwaltung des Nordmeer-Seeweges an der Piskunowsker Überwinterungsstelle im Kasatschinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 01.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation und Spionage. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in der Stadt Jenisejsk erschossen. Am 21.07.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-17069).
EISMONT, Michael Nikodimowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1883 im Amtsbezirk Irbej, Landkreis Kansk, Jenisejsker Gouvernement. Stammte aus einer Bauernfamilie. Betrieb sein eigenes Fuhrunternehmen in der Ortschaft Irbejskoje, Kansker Bezirk, Region Sibirien. Am 14.06.1926 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer antisowjetischen Organisation. Am 17.12.1926 durch ein Sonderkollegium der OGPU zu 4 Monaten Konzentrationslager verurteilt. Am 11.07.1997 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22663).
EISNER, Alexander Friedrichowitsch, geb. 1905, 1941 deportiert. Befand sich 1950 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Emilie Friedrichowna, geb. 1921, sowie den Kindern Pawel (Paul), geb. 1933, Alexander, geb. 1930, Leonid, geb. 1938, Tamara, geb. 1946, und Irma, geb. 1948, unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag im 11. Lagerstützpunkt. Am 22.08.1950 wurde er mit seiner Familie der Sonder-Kommandantur Nr. 65 im Nischne-Ingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk, unterstellt; Personenakte No. 289.
EISNER (Schefer/Schäfer), Anna Alexandrowna, geb. 1928, befand sich 1950 in der Verbannung unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag im 11. Lagerstützpunkt. Am 22.08.1950 wurde sie mit ihrer Familie der Sonder-Kommandantur Nr. 65 im Nischne-Ingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk, unterstellt; Personenakte No. 290.
EISNER, Elisabeth Jakowlewna, geb. 1918; 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Gebiet Tomsk deportiert. Am 02.02.1956 wurde sie aus der Unterstellung bei der Sonder-Kommandantur ausgetragen. 1990 lebte sie in der Ortschaft Beresowskoje, Scharypowsker Kreis, Region Krasnojarsk.
EISNER, Georg Filippowitsch, geb. 1918. Im September 1941 aus der Ortschaft Gmelin, ASSR der Wolgadeutschen, nach Bolschaja Murta, Region Krasnojarsk, deportiert. Ab Januar 1942 zur Arbeitsarmee ins KrasLag, Lagerstützpunkt Ilinka, anschließend ins NarybLag mobilisiert. Im Dezember 1947 kehrte er nach Bolschaja Murta zurück. 1990 lebte er in Krasnojarsk. Sein Bruder Jakob Filippowitsch, 1913-1997, wurde ebenfalls in die Region Krasnojarsk deportiert.
EISNER, Heinrich Friedrichowitsch, geb. 1913, gebürtig aus Alt-Warenburg, Kanton Kukkus, Gebiet Saratow. 1941 deportiert in die Ortschaft Nikolajewska, Bolsche-Murtynsker Kreis, Region Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
EKERDT, Elisabeth Andrejewna, geb. 1900; im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Verbüßte die Verbannungsstrafe in der Siedlung Polikarpowsk, Ust-Jenissejsker Kreis, Nationalgebiet Tajmyr; arbeitete in der Kolchose "Roter Tajmyrer".
EKERDT, Emilie Jakowlewna, geb. 1925; im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeut-schen in die Region Krasnojarsk deportiert. Verbüßte die Verbannungsstrafe in der Siedlung Polikarpowsk, Ust-Jenissejsker Kreis, Nationalgebiet Tajmyr; arbeitete in der Kolchose "Roter Tajmyrer".
EKERDT, Jakob Jakowlewitsch, geb. 1928; im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeut-schen in die Region Krasnojarsk deportiert. Verbüßte die Verbannungsstrafe in der Siedlung Polikarpowsk, Ust-Jenissejsker Kreis, Nationalgebiet Tajmyr; arbeitete in der Kolchose "Roter Tajmyrer".
EKHARDT, David Georgiewitsch, geb. 1921. Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Straßburg, Pallasowsker Kanton, Gouvernement Saratow. 1941 in die Siedlung Ust-Port, Nationalgebiet Tajmyr, deportiert. Verbannter, ohne feste Beschäftigung. Am 03.03.1943 in Sachen P.D. Busch (unter diese Sammelakte fielen insgesamt 3 Personen) verhaftet. Am 09.10.1943 vom Tajmyrsker Gebietsgericht zu 7 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie 3 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Am 03.08.1956 durch das Oberste Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-5970).
EKHARDT, Georg Georgjewitsch, geb. 1900, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Straßburg, Pallassowsker Kanton, Gebiet Saratow. 1941 in das Dorf Chloptunowo, Suchobusimsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag deportiert. Verstarb am 06.03.1944 in der Siedlung Nischnjaja Pojma, Nischne-Ingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk.
EKHARDT, Jakob Georgjewitsch, geb. 1907, geboren und wohnhaft in Straßburg, Kanto Pallassowka, Gebiet Saratow. 1941in das Dorf Chloptunowo, Suchobusimsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
EKK, Jekaterina (Katharina) Dawydowna, geb. 1910 in der Ortschaft Blumenfeld, Kanton Gmelin, Gouvernement Saratow. Grundschulbildung. 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Beresowka, Nischneingaschsker Bezirk, Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete als Filzwalkerin in der Genossenschaft „Sewer“ (Norden; Anm. d. Übers.). Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 04.01.1945 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 10.09.1968 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert.
EKK, Luise, geb. 1905, Krankenschwester. Verbüßte 1944 ihre Verbannungsstrafe im KrasLag, in der Lager-Außenstelle Samsonowka, Lager-Stützpunkt Tugatsch; arbeitete im Krankenhaus. 1946 als Krankenschwester in der Lager-Außenstelle Schajbino.
EKKERDT, Iwan (Johann) Jegorowitsch, geb. 1894, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Gukk, Kanton Balzer, Gebiet Saratow. 1941 nach Suchaja Erba, Bogradsker Kreis, Chakassien, deportiert. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
EKKERDT, Kondrat (Konrad) Filippowitsch, geb. 1885. Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Gukk, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Drei Klassen Dorfschulbildung. Stammte aus einer Bauernfamilie. 1941 zusammen mit seiner Familie in die Region Krasnojarsk deportiert. Als Sondersiedler im Dorf Malaja Irba, Bezirk Kuragino, Region Krasnojarsk. Gewöhnlicher Kolchosarbeiter in der Kolchose „Rotes Irba“. Am 22.10.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 2 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 05.02.1944 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie 5 Jahren Entzug aller politischen Rechte und Konfiszierung des gesamten Besitzes verurteilt. Ende 1945 wurde die Familie in den europäischen Teil der UdSSR verlegt, auf die Kursker Pferdezuchtfarm. Am 02.04.1992 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-3974).
EKKERT, Arthur
Kornelewitsch, geb. am 24.02.1902, gebürtig aus der Ortschaft Kennental,
Kanton Seelmann, Gebiet Saratow.Ab Dezember 1919 Komsomolze. Beendete 1925 das
Lehrerseminarin der Stadt Engels. 1920-1921 Mitglied der TschON (Abteilung zur
besonderen Verfügung, Straftruppe), nahm an den Kämpfen gegen die
Banden Pjatakows und Nikulins teil. 1925 begleitete er Klara Zetkin auf einer
Wolga-Reise. Im September 1925 wurde er Mitglied der WKP/B (Allrussiche
Kommunistische Partei der Bolschewiken). Einer seiner Fürsprecher war Jakob
Jakowlewitsch Gill (Hill), Parteimitglied sei 1910, Bruder von Lenins Chauffeur.
Im Fernstudium beendete er das Moskauer Plechanow-Institut für Volks-kunst,
die Planungs- und Wirtschaftsfakultät. Arbeitete bei der Gosplan (Staatliche
Planungs-Verwaltung) der RNP. Ab 1933 lebte er in Moskau, war
Wirtschafstwissenschaftler bei einem Trust. Am 10.08.1937 wurde er verhaftet;
Haft in den Gefängnissen der Lubljanka und Butyrka. Am 14.11.1937 von einer
Sonder-Beratung des NKWD der UdSSR nach § 58-10 Strafgesetz zu 5 Jahren
Besserungsarbeitslager verurteilt. Tatsächlich verbüßte er 12
Jahre im KargopolLag, Gebiet Archangelsk, nahe der Station Jerzewo. 1950 befand
er sich in der Zwangsansiedlung in Prokopjewska, Gebiet Kemerowo. 1990 lebte er
in Kansk, Region Krasnojarsk. Am 01.02.1964 wurde er rehabilitiert.
EKKERT, David Davidowitsch, geb. 1914 in der deutschen Kolonie Baronsk, Gouvernement Saratow. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Als Trudarmist in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Außenstelle des Kraslag (NKWD). Am 30.10.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Revisionskommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
EKKERT, Ernst Michailowitsch, geb. 1893 im Gouvernement Wolhynien. Tischler in der Thälmann-Kolchose im Dorf Rakitow Kljutsch, Idrinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 25.07.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 31.03.1939 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 5 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie 3 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Am 16.11.1993 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21247).
EKSNER (EXNER), Rudolf Franzewitsch, geb. 1914 im Baronsker Kanton, Gouvernement Saratow. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. In die Trudarmee des Kraslag mobilisiert. Als Kolonnenarbeiter in der Ortschaft Wjerchnjaja Tuguscha, Kraslag. Am 16.06.1943 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk in Sachen D.I. Gelhorn (unter diese Sammelakte dielen insgesamt 7 Personen) zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 01.04.1974 durch das Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert..
ELBERT, möglicherweise Deutscher, Direktor am Bakteriologischen Institut in Minsk. Während des Verhörs am 01.01.1934 sagte er aus, daß ein gewisser J.C. Zenziper ihn in eine konterrevolutionäre Organisation angeworben hätte. In der Akte ist ein Zenziper erwähnt, der 1957 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert wurde.
ELDEMAIER, Matwej (Matthias?) Matwejewitsch, geb. 1892 in Österreich-Ungarn. Deutscher. Stammte aus einer Bauernfamilie. Arbeitete in der Kolchose „Diktenur“ im Dorf Isotowo, Tjuchtjetsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 08.03.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 10-05.1939 von der Tjuchtjetsker Bezirksabteilung des NKWD aufgrund des eingetretenen Todesfalls des Beschuldigten (er starb im Atschinsker Gefängnis) eingestellt. Am 27.03.2006 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22660).
ELERT, Abram Filippowitsch, geb. 1901 im Gebiet Saratow. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Fuhrmann beim „Sojussolota“-Trust in der Stadt Minusinsk. Am 30.04.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 27.05.1938 durch eine Trojka der NKWD-Behörden der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 05.08.1938 in der Stadt Minusinsk erschossen. Am 21.04.1995 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21729).
ELERT, David Davisowitsch, geb. 1911 im Gouvernement Saratow. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Trudarmist, Kommandant in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Lageraußenstelle des Kraslag (NKWD). Am 16.10.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Revisionskommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
ELFENBAIN (ELFENBEIN), Emilie Karlowna, geb. 1925, stammte aus der Ortschaft Lugowoje, Rowensker Landkreis, Gouvernement Saratow. Im September 1941 zusammen mit der Mutter Jekaterina Filippowna Elfenbain aus der Ortschaft Lisindergej (Lysanderhöh?), Kanton Seelmann, in den Kreis Balachta, Region Krasnojarsk, deportiert. 1955 heiratete sie Alexander Friedrichowitsch Walter. Am 09.02.1956 in die Freiheit entlassen.
ELGERDT, Adolf Freidrichowitsch, geb. 1890, Bauer aus dem Dorf Gnadendorf (Nikolajewka), Kreis Krasnoturino. Region Krasnojarsk. Entzug der Wahlrechte, Enteignung; im Mai 1931 zusammen mit seiner Familie in das Gebiet Nowosibirsk verschleppt. 1937 als Mitglied einer konterrevolutionären Organisation verhaftet und verurteilt.
ELLER, Fjodor (Friedrich) Fjodorowitsch, geb. 1910, aus der ASSR der Wolgadeutschen. Befand sich 1950 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Maria Filippowna, geb. 1914, sowie den Töchtern Irma, geb. 1936, Maria, geb. 1950, Rosa, geb. 1947, und Elvira, geb. 1948, in der Verbannung, unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag, Lagerstützpunkt Nr. 10. Am 22.08.1958 wurde er mit seiner Familie der Sonder-Kommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit der Region Krasnojarsk unterstellt. Personenakte No. 295.
ELLER, Jelena (Helene) Jegorowna, geb. am 22.01.1918, stammte aus der Ortschaft Seelmann, Gebiet Saratow, Analphabetin. Ab 1942 als Verbannte in Turuchansk in einer Vorort-Sowchose. Ihr Ehemann war Christian Davidowitsch Eller.
ELSCHEIDT, Arthur Johannowitsch, geb. 1911, befand sich 1950 als Verbannter in der Siedlung Nischnjaja Pojma, Nischne-Ingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk, unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag. Motorist beim Pumpenhaus; Personenakte No. 297.
ELSESSER (ELSÄSSER), Mitglied des Obersten Gerichtshofes der ASSR der Wolga-deutschen, deportiert in die Region Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert. Arbeitete in einer Brigade zur Imprägnierung von Eisenbahnschwellen. 1942 von einer Sonder-Beratung des NKWD der UdSSR verurteilt. Mit einem Gefangenentransport aus dem KrasLag fortgebracht.
ELSESSER (ELSÄSSER), Emma Jakowlewna, geb. 1928, Ehefrau von K.A. Schmal. 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Verbüßte 1950 eine Verbannungsstrafe unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag, im Lager-Stützpunkt Nr. 3. Am 22.08.1958 unter die Sonder-Kommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit der Region Krasnojarsk gestellt.
EMICH, Erich Iwanowitsch, geb. 1925 in Marxstadt, Gouvernement Saratow.
Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker
Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region
Krasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
EMICH, D.D., Repressionsopfer. Er (sie) lebte 1990 in Dudinka.
EMICH, Friedrich Friedrichowitsch, geb. 1900, stammte aus Marxstadt, Gebiet Saratow. 1919-1923 zur Roten Arbeiter- und Bauernarmee einberufen; arbeitete nach der Armeezeit bei der Miliz und als Schriftführer bei der Staatsanwaltschaft Marxstadt. 1924 ging er nach Moskau. Im April 1936 gelangte er als Elektromonteur in eine Steingießerei, aus der er am 28.03.1941 entlassen wurde. Verhaftet am 25.06.1941. Nach § 58-10, Absatz 1 des Strafge-setzes am 08.12.1941 zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Mit einem Gefangenen-transport nach Omsk gebracht. Vom 21.01.1942 bis 1947 in der Besserungsarbeitskolonie Nr. 8 des Omsker Lagers. Im August 1948 im Gefangenentransport in die Region Irkutsk, zur Station Kita. Am 02.12.1950 freigelassen.
EMMICH, Berta Davidowna, geb. 1890 in der deutschen Kolonie Baronsk im Gouvernement Saratow. War nicht berufstätig. Am 07.09.1945 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 04.11.1945 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 09.11.1960 durch das Oberste Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-4213).
ENDERS, Leiter der Zentralen Statistischen Verwaltung beim Rat der Volkskommissare der ASSR der Wolgadeutschen. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. 1942 zur Arbeits-armee ins KrasLag mobilisiert. Leiter der Planungsabteilung No. 1; 1942 verhaftet und von einer Sonder-Beratung des NKWD der UdSSR verurteilt.
ENDERS, Iwan Jakowlewitsch, geb. 1896 in Krasnij Jar, Gouvernement Saratow. Zur Arbeitsarmee ins Kraslag mobilisiert. Am 12.04.1945 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären aufständischen Organisation und antisowjetischer Tätigkeiten. Am 07.02.1947 von einem Sonderkollegium des MGB der UdSSR zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 10.03.1956 vom Obersten Gericht der UdSSR rehabilitiert (P-8700).
ENFALD, Nikolaj Franzewitsch, geb. am 06.12.1887 in Marburg, Österreich. Österreicher.
3 Klassen Schulbildung. Stammte aus einer Arbeiterfamilie, ehemaliger Kriegsgefangener. Mitglied der Allrussischen Kommunistischen Partei der Bolschewiken seit 1933. Schuster in der „Spartak“-Fabrik in Krasnojarsk. Am 26.03.1933 verhaftet und ins Krasnojarsker Gefängnis verbracht. Anklage nach § 58-7 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 23.08.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.07.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 29.06.1957 von einem Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR rehabiltiert (P-7683).ENGEL, Andrej (Andreas) Kasparowitsch, Einwohner der Ortschaft Gnadendorf (Nikolajewka), Kreis Krasnoturino, Region Krasnojarsk. Er und seine Brüder Karl und Jakob wurden 1937-1938 repressiert.
ENGEL, Anton Antonowitsch und sein Bruder Pawel (Paul), wurden 1941 zusammen mit der Mutter aus der Stadt Engels, ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Ab 1942 als Verbannte in der Siedlung Bachta, Kreis Turuchansk, Region Kras-nojarsk
ENGEL, Dorothea Konradowna, geb. am 10.06.1897; stammte aus der Ortschaft Krasnij Jar, Gebiet Saratow. Hauswirtschafterin. Von 1947 bis zum 20.07.1955 zusammen mit ihrer Tochter Maria Fjodorowna ENGEL als Verbannte in der kleinen Siedlung Starij Turuchansk, Kreis Turuchansk, Region Krasnojarsk. Freigelassen 1956.
ENGEL, Jekaterina Jakowlewna, geb. am 07.04.1920, stammte aus Krasnij Jar, Gebiet Saratow. Ab 24.08.1942 als Verbannte in der Siedlung Baicha, Kostinsker Dorfsowjet, Kreis Turuchansk, Region Krasnojarsk. Arbeitete in der Kolchose "Roter Fischer".
ENGELBRECHT, Jan Wladimirowitsch, geb. 1906, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Wjerchnjaja Bulanka, Kreis Karatusker Kreis, Region Krasnojarsk. Am 27.06.1933 in Sachen J.A. Tal (unter dieses Gemeinschaftsverfahren fielen insgesamt 32 Personen) von einer Sonder-Beratung der OGPU nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzbuches zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 01.09.1958 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert.
ENGELGARDT (oder ENGELHARDT), Balthasar Johannowitsch, 1911-24.04.1945, Einwohner des Dorfes Mannheim, Rasdelensker Kreis, Krim-Region. Ende 1944 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Elisabetha Andrejewna, 1910-1980, seiner Mutter Jekaterina (Katharina) Franzewna, etwa 1885-1966, Sohn Viktor, 1940-1994, Tochter Elvira, geb. 1942, nach Krasnojarsk repatriiert, wo sie am 11.10.1945 eintrafen. Im Januar 1956 in die Freiheit entlassen.
ENGELGARDT (ENGELHARDT), Iwan Iwanowitsch, geb. 1881 in der Stadt Memel, Deutschland. Mittlere Fachschulbildung. Maschinenführer bei der Selchossnab“ (landwirtschaftliche Versorgungsstelle; Anm. d. Übers.) in der Stadt Krasnojarsk. Am 25.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Spionagetätigkeit. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.07.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 19.07.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18564)..
ENGELHARDT, Wassilij Alexejewitsch, geb. 1913. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Podkamenka, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 19.06.1942 vom Atschinsker Wekrkommando zur Arbeitsarmee mobilisiert.
EPERT, David Davidowitsch. Mitglied der Allrussischen Kommunistischen Partei der Bolschewiken. Als Trudarbeiter im Kraslag, politischer Leiter Kolonnenkompanie in Wjerchnjaja Tuguscha, Lageraußenstelle Ilansk. 1942 verhaftet. Am 07.03.1955 durch das Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert.
EPP, Elisabeth Jakowlewna, geb. 1926, Ehefrau von L.L. Semrau. 1950 als Verbannte unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag, im 4. Lagerstützpunkt. Am 22.08.1950 an die Sonder-Kommandantur No. 65 der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit der Region Krasnojarsk überstellt. Personenakte No. 302.
EPPLE, Rudolf Emiljewitsch, geb. 1904 in Moskau. Franzose;konnte lesen und schreiben. Sohn eines Unternehmers und Besitzers einer Mechanikerwerkstatt. Mitglied der Allrussischen Kommunisten Partei der Bolschewiken. Leiter einer Farm der Borodinsker Getreidesowchose im Rybinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 20.07.1937 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-8, 58-10, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 01.01.1939 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 6 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie 5 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Das Verfahren wurde am 11.01.1940 vom Krasnojarsker Regionsgericht wegen erwiesener Unschuld eingestellt (P-1606).
ERBES, Michail (Michael) Iwanowitsch, Arbeitsarmist im Bogradsker Kreis, Chakassien. Starb am 18.03.1944 in der Siedlung Nischnjaja Pojma, Nischne-Ingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk.
ERBES, Philipp Johannesowitsch, geb. 1912, stammte aus der Ortschaft Dönhoff, Kreis Balzer, Gebiet Saratow. 1941 zum Sonsker Maschinen-Waldpunkt im Bogradsker Kreis, Chakassien, deportiert. zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
ERBIS, Iwan Lorenzowitsch, geb. 1901 im Gouvernement Saratow. Mitglied einer Kolchose im Krasnoturansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 08.07.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Aktivitäten. Am 09.04.1939 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 5 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 28.02.1961 vom Obersten gericht der RSFSR rehabilitiert (P-12665).
ERDMANN, möglicherweise Deutscher, 1938 im Uderejsker (heute Motyginsker) Kreis, Region Krasnojarsk, verhaftet.
ERDMANN, Elisabeth, 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Kassjanowo, Nischne-Ingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert.
ERDMANN, Michail (Michael) Michailowitsch, geb. am 02.02.1913, sowie seine Ehefrau Maria Christianowna Erdmann, geb. am 15.03.1910, Einwohner des Dorfes Grimm, Kanton Kamenka, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 in den Nischne-Ingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert.
ERDMANN, Nikolaj (Nikolaus) Robertowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. am 03.11.1900, stammte aus Moskau. Dramaturg und Komödiograph. Begann in kleinem Umfang mit umgangssprachlich-satirischen Charakteren (Spießbürger-, Kleinbürgertum). Dreiakter-Komödie "Das Mandat", das 1925 am Meierhold-Theater erfolgreich uraufgeführt wurde. Für das Bachtangow-Theater schrieb er das musikalische Zwischenspiel zu "Lew Gurjewitsch Sinitschkin". Gemeinsam mit Wladimir Sacharowitsch Mass schrieb er das Szenario für den Kinofilm "Fröhliche Kinder", mit Wolpiny die Inszenierung zu m Kinofilm "Wolga-Wolga". Autor des Liedes "Samoubijstwo" ("Selbstmord"). Im August 1933 zusammen mit Mass in Gary bei Aufnahmearbeiten für den Kinofilm "Fröhliche Kinder" verhaftet. Wegen des Schreibens von Fabeln mit zweideutiger Moral, die sich im wesent-lichen gegen die RAPP (Russische Vereinigung proletarischer Schriftsteller) richtete - verur-teilt zu 3 Jahren Verbannung und "Minus 10". Vom 14.12.1993 bis Februar 1935, anschließend in Tomsk. Am 19.10.1936 erhielt er eine Bescheinigung für sein Haftende in Tomsk, wohin er aus Jenissejsk geraten war. Nach der Verbannungsstrafe erhielt er "Minus 6". Er kehrte nach Hause zurück und arbeite als Literatur-Berater im Lieder- und Volkstanz-Ensemble des NKWD.
ERDMANN, W.D., ERDMANN, G.D. und ERDMANN, F.F., Repressionsopfer. Lebten im Juni 1990 in Dudinka.
ERHARD, Emilie Friedrichowna, geb. 1915. Wurden 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Arefjewo, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 vom Atschinsker Wehrkommando zur Arbeitsarmee mobilisiert. 1950 befand sie sich zusammen mit ihrem Ehemann Iwan (Johann) Davidowitsch Jazzen (Janzen), geb. 1898, als Verbannte unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag, im 3. Lagerstützpunkt. Am 22.08.1950 wurde sie mit ihrer Familie an die Sonder-Kommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit der Region Krasnojarsk überstellt.
ERHARDT, Alexander (möglicherweise Deutscher), zusammen mit seiner Ehefrau Alisa Iwanowna und der Tochter Nina aus Leningrad in den Kreis Irbej, Region Krasnojarsk, verschleppt.
ERHARDT, I.I. und ERHARDT, F.I., Repressionsopfer. Lebten 1990 in der Siedlung Borsk, Kreis Suchobusimo, Region Krasnojarsk.
ERHARDT, Jekaterina (Katharina) Iwanowna, 1904-1952. Ihr Ehemann gilt
als Verschollener (an der Leningrader Front). Am 17.03.1942 wurde sie zusammen
mit ihren Kindern Arnold Fjodorowitsch, geb. 1931, Fieda Fjodorowna, 1935-1992,
und Alexander Fjodorowitsch, geb. 1939, aus der Kolonie Olzyno, Ust-Ischorsker
Dorfspwjet. Lomonossowsker Kreis, Gebiet Leningrad, nach Krasnojarsk deportiert.
Im Juni schickte man sie den Jenissej flußabwärts in das Dorf Jorma,
kreis Keschma, Region Krasnojarsk. Sie arbeiteten in der Forstwirtschaft. 1948
wurde die Familie nach Bolturino verlegt. Jekaterina (Katharina) Iwanowna kam in
der Verbannung ums Leben. Die Kinder wurden am 23.01.1956 aus der Verbannung
entlassen.
Verbannungs-/Lagerhaftbericht von WValentina Arnoldowna
Erhardt.
ERLER, Alexander Emanuilowitsch, geb. 1910. Befand sich 1950 als Verbannter unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag im 4. Lagerstützpunkt. Am 22.08.1958 an die Sonder-Kommandantur No. 65 der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit der Region Krasnojarsk überstellt. Personenakte No. 304.
ERMAN(N) oder EHRMANN, Nikolaj Petrowitsch, geb. 1894. Gebürtig und wohnhaft in der Stadt Krasnojarska, Jenisejsker Gouvernement. Konnte lesen und schreiben. Schlosser am
Mühlenkombinat. Am 09.09.1937 verhaftet. Angeklagt nach § 58-7 es Strafgesetzes der RSFSR. Am 12.11.1937 von einer Trojka der NKWD-Behörde der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.04.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-15137, 05130).ERNERT, Otto Germanowitsch, geb. 1891 in Libau. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Leiter der Kwaßfabrik „Krastorg“ in der Stadt Igarka, Region Krasnojarsk. Am 09.10.1937 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-6, 58-9, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 22.02.1938 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSRzur Ausweisung aus der UdSSR verurteilt. Am 01.06.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18717).
ERNST, Frieda Gottfriedowna, geb. 1926, stammte aus der Ortschaft Reinhard, Kanton Krasnojar, Gebiet Saratow. 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Messenzewo, Kreis Tjumen, Altaj-Gebiet, deportiert. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
ERNST, Michail Iwanowitsch, geb. 1891 in der Ortschaft Brabander, Gouvernement Saratow. Mittlere Schulbildung. Tierzüchter in der Kolchose „Neues Leben“ in Tinskaja, Sajansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 26.02.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 21.06.1942 auf einer Außentagung des Krasnojarsker Regionsgerichts zur Höchstrafe verurteilt. Am 12.08.1942 in der Stadt Kansk erschossen. Am 17.02.1997 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22202).
ERTEL, Christian Christianowitsch, geb. 1913, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Schefer (Schäfer), Kanton Krasnojar, Gebiet Saratow. Im September 1941 nach Omsk deportiert, anschließend nach Krasnojarsk. Am 26.04.1949 aufgrund eines Erlasses des Obersten Sowjet-Präsidiums der UdSSR vom 04.06.1948 vom Krasnojarsker Volksgericht zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Die Personenakte No. 54263 befindet sich beim Informationszentrum der Verwaltung für Inneres der Region Krasnojarsk.
ERTEL, Wladimir Filippowitsch, geb. 1922 im Großdorf Pokrowsk, Gouvernement Saratow. Mittlere Schulbildung. Mitglied der Kalinin-Kolchose im Dorf Staraja Soksa, Bezirk Uschur, Region Krasnojarsk. Am 23.03.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 20.06.1942 zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie 5 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Am 8.01.1997 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22160).
ERWEN, Walter, verbüßte seine Lagerhaftstrafe im NorilLag.
ESCHENBRENNER, Karl, aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert. Nach der Arbeitsarmee lebte er in der Ortschaft Tumakowo, Kreis Irbej, Region Krasnojarsk.
ESCHEPRENER (ESCHENBRENNER), Uljana Fjodorowna, geb. 1907. Wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, Region Krasno-jarsk, deportiert. Am 11.02.1943 vom Atschinsker Wehrkommando zur Arbeitsarmee mobilisiert.
ESERSKIJ
(von Eserskij), Nikolaj Nikolajewitsch, möglicherweise deutscher Abstammung,
geb. 11.12.1886. Gebürtig und wohnhaft in der Stadt Krasnojarsk, Gouvernement
Jenisej. Stammte aus einer Adelsfamilie. War 1905 Mitglied der Partei der
Sozialrevolutionäre. Beendete die medizinische Fakultät der Universität Tomsk.
Wurde 1910 zum Arbeiten nach Bolschaja Murta geschickt. 1919-1920 in der
Koltschak.-Armee. Mobiler Arzt der Poliklinik in der Stadt Krasnojarsk. Am
11.02.1938 in Sachen F.T. Mallitsch verhaftet. (Unter diese Sammelakte fielen
insgesamt 13 Personen). Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer
konterrevolutionären Organisation. Am 05.05.1938 von einer Trojka der
NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe mit Konfiszierung des
gesamten Besitzes verurteilt. Am 19.04.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen.
Am 26.05.1956 durch das Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-4482).
ESSE, Ferdinand Martinowitsch, geb. 1892 im Gouvernement Wolhynien.
Wohnte eine Zeit lang in einer Kaserne bei Kilometer 694 der Krasnojarsker
Eisenbahnlinie. Brigadier beim Wegebau an der 6. Eisenbahnsteilstrecke,
Streckenabschnitt 4, beim Streckendienst der Krasnojarsker Eisenbahn. Am
12.05.1938 verhaftet. Angeklagt wegen terroristischer Tätigkeiten. Am
10.06.1938 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe
verurteilt. Am 15.08.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 25.01.1956 von einer
Kommission der Region Krasnojarsk nach erneuter Überprüfung seines
Falles rehabilitiert (P-4603).
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von
Jewgenija Iwanowna Bajkowa
EST, Anton Winzewitsch (Vincent?), möglicherweise Deutscher, geb. 1906 in der Ortschaft Troizkoje, Atschinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Arbeiter bei der Bauverwaltung N° 377 in der Stadt Krasnojarsk. Am 11.09.1942 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 19.11.1942 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 05.03.1998 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22936).
ESTREIK (ÖSTREICH), Karl Petrowitsch, geb. 1900, stammte aus der Ortschaft Mosser, Kanton Kamenka, Gebiet Saratow. 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Boguslawsk, Partisansker Kreis, Region KRasnojarsk, deportiert. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
ETTLER, Heinz, stammte aus Berlin. Verbüßte seine Lagerhaftstrafe im NorilLag.
ETTMAIER, Berta Iwanowna, geb. 1889 in Danzig, Deutschland. Mittlere Schulbildung. Deutschlehrerin an der Schule N° 37 in Krasnojarsk. Am 19.09.1937 verhaftet. Angeklagt wegen Spionage. Am 03.02.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 20.02.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 15.10.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-17253).
ETZEL, Jekaterina (Katharina), geb. 1924. Deportiert. Befand sich von
1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach
121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
ETZEL, Viktor Jakowlewitsch, Landwirtschaftsminister in der ASSR der
Wolgadeutschen. Verurteilt nach §59 Strafgesetz zu 10 Jahren. Anfang 1952
befand er sich im Krasnojarsker Gefängnis, bevor er in die Magansker
Nebenwirtschaft, Sowjetsker (heute Beresowsker) Kreis, Region Krasnojarsk,
geschickt wurde, wo er wahrscheinlich seine Familie fand.
Verbannungs- /
Lagerhaft-Bericht von Konstantin Karlowitsch Früsorger.