Opferliste - G

GAABICH, Josef Adamowisch, geb.1905 in der Ortschaft Keller, Gouvernement Saratow. Parteilos. Aus der Republik der Wolgadeutschen verschleppt in die Ortschaft Schira, Schirinsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Leiter der Schusterwerkstatt beim Transportkontor des „Chakassolto“-Trusts („Chakass-Gold-Trust“; Anm. d. Übers.). Àm 29.06.1946 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation (Am 05.12.1945 hatte er vor mehreren Personen vor der Wahl des Obersten Sowjet der UdSSR gesagt, dass er an den Wahlen nicht teilnehmen würde, da einem die Kandidaten aufgezwängt würden: man schlüge einen bestimmten Kandidaten für einen bestimmten Platz vor, anstatt aus mehreren einen auswählen zu lassen). Am 13.09.1946 vom Chakassischen Gebietsgericht zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 21.09.1956 durch das Oberste Gericht der UdSSR rehabilitiert. Archiv N°. der Akte P-6024.
-Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Region Krasnojarsk, Bd. 2, Krasnojarsk, 2005, S. 264, (b).
-Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 2, Abakan, 2000, S. 52; Bd. 3, 2006, S. 233, (b).

GAAK (HAAK), Albert Romanowitsch, geb. 1930 im Dorf Luten (Luzern?), Gouvernement Saratow.Im Sommer 1941 wurde er mit zwei Kindern, dem 11-jährigen Albert und der 9-jährigen Anna (geb. 1933) ins Dorf Jarki, Bezirk Bogutschan, Region Krasnojarsk, verschleppt. Den Vater holten sie in die „Arbeitsarmee“; er gilt seitdem als verschollen. Die Kinder blieben allein zurück. Umzu überleben arbeitete Alik überall, wo es etwas zu verdienen gab, während Anja um Almosen bettelte. Im Herbst 1942 wurden sie ins Dorf Mirojedicha, im Bezirk Turuchansk, gebracht. 1962 zog Albert mit seiner Familei in die Siedlung Angarskij um. Er starb 1988. Begraben in der Siedlung Angarskij.
- Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Turuchansker Bezirk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s)
- G. Bespalow. Lebewohl, Mirojedicha, Igarsker Nachrichten, 24.-31.08.2000

GAAN, Iwan Iwanowitsch (siehe HAAN)

GAAS (oder HAAS), Wassilij (Wilhelm) Andrejewitsch, geboren um 1920, wurde 1938 im Altaj-Gebiet verhaftet; verurteilt zu 10 Jahren Arbeits-Besserungslager. Die Haftstrafe verbüßte er im KrasLag. Nach seiner Freilassung im Jahre 1948 lebte er in der Siedlung Soljanka. 19149 wurde er erneut verhaftet und nach Bogutschany in die Verbannung geschickt. Dort arbeitete er als Wirtschaftsleiter im Kreiskrankenhaus. Lebt heute im Gebiet Rostow, Martynowsker Kreis, in der Siedlung Nowosadkowka. 
Verbannungs-/Lager-haftbericht von Alexander Petrowitsch Schnaider.

GABANSKI, Wladimir Iwanowitsch, geb. am 07.03.1885 in Österreich. Deutscher. Als Verbannter in Jenisejsk, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauernfamilie, konnte kaum lesen und schreiben, parteilos. Wächter bei der Kreisgenossenschaft für Massenbedarfsgüter. Verhaftet am 22.03.1938. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 06.09.1938 in Jenisejsk erschossen. Rehabilitiert am 28.0501957 vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR (P-7008).

GABICH, Wilhelm Petrowitsch (siehe HABICH)

GABRAT, Adolf Gottliebowitsch, geb. am 15.04.1885 im Dorf Sakowka, Landkreis Schitomir, Gouvernement Wolhynien. Stammte aus einer Bauernfamilie; parteilos. Arbeitete in einer Kolchose im Dorf Aleksandrowka, Kasnoturansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 24.07.1938 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-10 Abs. 1, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 23.03.1939 in Abwesenheit vonm Krasnojarsker Regionsgericht zu 5 Jahren Arbeits- und Umerziehungslager sowie 3 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Am 05.10.1995 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21785).

GABRAT, Iwan Gottliebowitsch, geb. 1874 im Gouvernement Wolhynien. Lebte eine Zeit lang in dem Dorf Alexandrowka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Mittelbauern-Familie, konnte nur wenig lesen und schreiben. Ungelernter Arbeiter in einer Kolchose. Verhaftet am 28.02. 1938. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären nationalen Organisation und konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zu 10 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Rehabilitiert von einer Sonderkommission des Obersten Sowjet der UdSSR am 29.09.1956 (P-5624).

GACHNADEL, siehe HACHNADEL

GAER (oder GAJER oder HAER oder HAJER), Andreas, 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth sowie den Kindern Andrej/Andreas, Karl und Elvira aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Tschuchlomino, Kreis Irbej verschleppt; war in der Arbeits-armee.

GAER (Gajer), Jekaterina (Katharina) Filippowna, geb. 1918in der Ortschaft Gukk, Kanton Belzer (Balzer), Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 19.09.1943 zur Trudarmee mobilisiert; er verbrachte diese Zeit im Tagillag.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 312, (b).

GAFNER (Hafner), Amalia. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1956 als Sondersiedlerin im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitete beim gewerblichen Fischfang.
Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen. Irma Petrowna Ausinsch (Root). Wir waren alle Fischer.

GAFNER (Hafner), Frieda. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1956 als Sondersiedlerin im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitete beim gewerblichen Fischfang.
Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen. Irma Petrowna Ausinsch (Root). Wir waren alle Fischer.

GAGEL, Filipp Franzewitsch (oder HAGEL), geb. am 12.05.1895 in Tschernowitz, Österreich. Deutscher. Lebte eine Zeit lang in Jenisejsk. Stammte aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, konnte lesen und schreiben, parteilos. Lastenfuhrmann. Verhaftet am 08.03.1938. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 06.09.1938 in Jenisejsk erschossen. Rehabilitiert am 28.0501957 durch das Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR (P-7008).

GAIN, Bernhard Adamowitsch (siehe HAIN)

GAIST, Heinrich (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1898, Deutscher aus der Ortschaft Obermunscha, Kanton Marxstadt, ASSR der Wolgadeutschen. Wurde zur Arbeits-armee ins KrasLag mobilisiert. Danach befand er sich im Dserschinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk in Verbannung.

GAJER, siehe GAER

GALENBECK, siehe HALENBECK

GALLER, siehe HALLER

GALLER, Arthur Petrowitsch (oder Haller)., geb. 1901 in Saratow. 1935 vom Saratower Gebietsgericht zu 4 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt; er verbüßte die Strafe. 1941 wurde er aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Ust-Port, Ust-Jenisejsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Stammte aus einer Beamtenfamilie, höhere Bildung, parteilos. Ingenieur- Mechaniker in einer Konservenfabrik. Verhaftet am 03.03.1943. Angeklagt nach § 58-7, 14 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Verurteilt am 09.10.1943 durch das Tajmyrsker Gebietsgericht zu 7 Jahren Arbeitsbesserungslager und 5 Jahren Entzug der politischen Rechte. Das Verfahren wurde am 25.09.1944 vom NKWD aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt; er wurde freigelassen (P-105).

GALLINGER, Aleksander Josifowitsch. Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Remenikowo, Landkreis Zarizyn, Gouvernement Saratow. Arbeitete bei der Staatsanwaltschaft. 1941 zusammen mit seiner Familie, seiner Ehefrau Emma Josifowna Gallinger sowie den Kindern Vera Aleksandrowna Gallinger (Kusnezowa, geb. 1934), Aleksander Aleksandrowitsch Gallinger (geb. 1936), Arthur Aleksandrowitsch Gallinger (geb. 1941), Albert Aleksandrowitsch Gallinger (geb. am 08.04.1933) in die Ortschaft Anziferowo, Jenisejsker Bezirk, Region Krasnojarsk, deportiert. Zur Arbeitsarmee in die Tungussker Abteilung des Kraslag mobilisiert. 1945 in der Trudarmee verhaftet. Kehrte 10 Jahre später nach Hause zurück. Wurde rehabilitiert.
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Alberta Aleksandrowna Gallinger

GAMBURG, Olga (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1923, Deutsche aus dem Kanton Unterwalden, ASSR der Wolgadeutschen. 1938 wurde der Vater , P. (I.) Hamburg verhaftet; zurück blieben 8 Kinder (6 Schwestern und 2 Brüder). Im September 1941 wurden sie verbannt; auf dem Weg nach Sibirien wurde versehentlich der Waggon abgekuppelt, in dem sich seine älteren Schwestern befanden; sie wurden nach Kasachstan verschleppt. Der Ehemann einer der Schwestern starb in der Arbeitsarmee. Die übrigen verbüßten ihre Verbannungsstrafe im Nowosjolowsker Kreis, gebiet Krasnojarsk. Die Mutter, Pjarta (Tochter von Iwan/Johann), blieb mit den Kindern im Nowosjolowsker Kreis. Im Juni 1942 schickte man Olga mit zwei Schwestern in den Norden. Die Schwestern blieben im Kreis Turuchansk, Olga jedoch mußte an der Fischfang-Station Lajda im Kreis Ust-Jenissejsk aussteigen. Sie arbeitete beim Fischfang und als Melkerin. Sie heiratete A. (J.) Schefer. Nach dem Kriege wurde sie zusammen mit ihrem Ehemann nach Sachalin geschicht, aber aufgrund einer vorzeitigen Entbindung ließ man sie in Turuchansk aus dem Zug hinaus, wo sie dann 17 Monate lebten, denn die Fahrt nach Sachalin fand ohne Wach-Begleitung statt. Sie kehrten in den Norden zurück, in die Siedlung Ust-Port; dort arbeitete sie in der Fischkonservenfabrik.
-Museumsbote. Ausgabe 1. Dudinka, 2001.
-L.A. Tschurilowa., Sonderumsiedler im Tajmyrgebiet, 1999
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GAMM (oder HAMM), Martin Davidowitsch, geb. 1904 in dem Dörfchen Petrowka, Jekaterinoslawsker Gouvernement. Häftling des NorilLag. Stammte aus einer Bauernfamilie, konnte nur wenig lesen und schreiben, parteilos. Verhaftet am 08.02.1946. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 1, des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 08.02.1946 von einem Sonderlagergericht zu 6 Jahren Arbeitsbesserungslager und 3 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Am 26.10.1956 vom Obersten Gericht der UDSSR rehabilitiert (P-7664).

GAMMERSCHMIDT (Hammerschmidt), Aleksand(e)r Antonowitsch, geb. 1893 in der Ortschaft Witman(n), Kanton Underwalden (Unterwalden), Gouvernement Saratow. Verschleppt in den Bejsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 18.09.1943 zur Trudarmee mobilisiert; am 04.06.1946 im Bestand des Tagillag.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 312, (b).

GAMMERSCHMIDT (Hammerschmidt), Anton Michailowitsch. Geb. 1896. Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Gattung, Kanton Unterwalden, Gouvernement Saratow. Im September 1941 zusammen mit seiner Familie in den Turuchansker Bezirk, Region Krasnojarsk, deportiert: Ehefrau Rosa Iwanowna Gammerschmidt, geb. 1900, Sohn Anton Antonowitsch Gammerschmidt, geb. 1930, Tochter Rosa Antonowa Gammerschmidt, geb. 1923 und andere Familienmitglieder. In der Verbannung wurden die Enkel geboren: Hammerschmidt (Nemirja, Pobereschnaja) Maria Viktorowna (Michailowna), 1948, Nemirja (Kowalewa) Natalia Michailowna, 1951. Sie befanden sich bis 1956 in der Verbannung. Rehabilitiert.

GAMMERSCHMIDT, Berta. Aus der ASSR der Wolgadeutschen verschleppt. Traf zusammen mit ihrer Familie am 24.06.1942 in der Verbannung im Tajmyrgebiet, in der kleinen Siedlung Ust-Chantajka ein. Im August 1942 arbeitete sie als Buchhalterin in der Kolchose.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GAMMERSCHMIDT (Hammerschmidt), Rosa Johannowna, geb. 1890 (1899). Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Gattung, Kanton Unterwalden, Gebiet Saratow. Am 28.08.1941 zusammen mit ihrer Familie (7 Kinder) in den Bezirk Mana, Region Krasnojarsk, verschleppt. 1942 in den Bezirk Turuchansk verlegt, 1954 in den Nowoselowsker Bezirk, 1955 in die Stadt Krasnojarsk. Kinder: Anna Antonowna Hammerschmidt, geb. 1921, Rosa Antonowna Gammerschmidt, geb. 1924, Maria Antonowna Gammerschmidt, geb. 1926, Nadeschda Antonowna Gammerschmidt, geb. 1932, Anton Antonowitsch Gammerschmidt, geb. 1933 (1934), Sinaida Antonowna Gammerschmidt, geb. 1937, Josef Antonowitsch Gammerschmidt, geb. 1940, verstorben. Am 12.01.1956 aufgrund des Ukas des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 13.12.1955 aus der Zwangsansiedlung freigelassen.
Archiv: Personenakte 32941 im Informationszentrum der Behörde für Inneres der Region Krasnojarsk.

GAMMERSCHENDT, siehe HAMMERSCHENDT

GAN (siehe HAHN), Arthur Jakowlewitsch, geb. am 23.12.1904 in der Stadt Saratow. Schauspieler am Dramaturgischen Theater in Kurgan, Gebiet Tscheljabinsk. Am 22.03.1938 verhaftet. Am 05.10.1938 von einer Trojka der NKWD-Behörde im Gebiet Tscheljabinsk zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Verbüßte seine Haftstrafe im KargopolLag (Jerzewo, Gebiet Archangelsk). Arbeitete als Schauspieler und Regisseur. Nach seiner Entlassung am 22.03.1948 wurde er in die Verbannung geschickt und geriet auf diese Weise in die Ortschaft Podtjossowo, Region Krasnojarsk, wo er am 15.05.1948 abgeliefert wurde. Heiratete die Verbannte A.W. Weske-Meier. War als ungelernter Arbeiter auf dem Bau der Abteilung für Kommunalen Wohnungsbau tätig. 1954 bemühte er sich um seine Verlegung und seinen Umzug (gemeinsam mit seiner Frau) ans Minusinsker Thetaer – ohne Erfolg. Am 23.02.1956 aus der Zwangsansiedlung entlassen. Lebte später in Bugulma.
Ljudmila Jeremejewa. Märchenhafte Jahre

GAN, German (Hermann) Albertowitsch (siehe HAHN)

GANIMAN (HANIMAN), siehe HAHNEMANN

GANIMAN(N) oder HANIMAN(N), Ferdinand Samoilowitsch, geb. am 27.01.1912. Gebürtig aus dem Gouvernement Charkow, wo er auch seinen Wohnsitz hatte. Stammte aus einer Großbauernfamilie einer deutschen Kolonie namens K. Liebknecht, Kreis Woroschilowgrad, Donez-Gebiet. Die Wirtschaft wurde 1930 entkulakisiert und er, zusammen mit seinen Eltern, verschleppt. Flüchtete aus der Verbannung. Lebte eine Zeit lang in Krasnojarsk. Unvollständige Mittelschulbildung. Desinfektor bei der Bergbau-Sanitätsinspektion. Verhaftet am 04.11.1937 in Sachen N.A. Wolodin (unter dieses Verfahren fielen insgesamt 12 Personen). Wurde im Krasnojarsker Gefängnis festgehalten. Am 04.11.1937 von einer Trojka des UNKWD der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Am 27.04.1957 vom krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-6856).

GANISCH (siehe HANISCH)

GANN (oder HANN), Daniel Genrichowitsch, geb. 1918 im Gouvernement Saratow. Lebte eine Zeit lang in der Jussker Sowchose, Kreis Ordschonikidse, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Traktorist auf der Farm Nr. 3. Verhaftet am 27.02.1942. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 14.08.1942 von einer Sonderkommission des chakassischen Gebietsgerichts zur Höchststrafe verurteilt. Am 11.10.1942 in Minusinsk erschossen. Am 22.12.1992 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20598).

GANN (oder HANN), Genrich (Heinrich) Davidowitsch, geb. 1897 im Gouvernement Saratow. Lebte eine Zeit lang in der Jussker Sowchose, Kreis Ordschonikidse, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Sattler. Verhaftet am 30.01.1942. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 04.06.1942 vom chakassischen Gebietsgericht zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.07.1942 in Minusinsk erschossen. Am 06.03.1996 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21920).

GANN, Minna. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 in der Fischwirtschaft im Tajmyrgebiet (Siedlung Lajda).
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GANNEMAN, Rudolf Fjodorowitsch (siehe HANNEMANN)

GANZ (Gans), Igor Leopoldowitsch, geb. um 1910, von1950-1954 Häftling in der geologischen Abteilung des OTB-1 (Sonder-Technologie-Büro Nr. 1) in Krasnojarsk.. Konnte gut singen – wunderbare Baritonstimme. 
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Boris Dmitriewitsch Gerassimenko.

GANZ, Karl (Sohn von Friedrich), kehrte am 07.05.1947 krank aus der Arbeitsarmee zurück und starb am 27.05.1947 in dem Dorf Kainka, Kreis Balachta, Gebiet Krasnojarsk.

GAPPELDT, Alfons. Gappelt, Viktoria. Sondersiedler im Tajmyrgebiet. Arbeiteten im Dudinsker Industriekombinat.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GARAJ, Karl (Sohn von Julius), geb. 1905, Deutscher aus dem Gebiet Schitomir. Nach §58-10 verurteilt zu 10 Jahren. Ab Frühjahr 1947 verbüßte er die Haftstrafe im Krasnojarsker Lagerstützpunkt No. 1.

GARBAT, Adolf Gottliebowitsch, geb. am 15.04.1885 im Dorf Sakowka, Schitomirer Amtsbezirk, Gouvernement Wolhynien. Stammte aus einer Bauernfamilie. Parteilos. Arbeitete in einer Kolchose im Dorf Alexandrowka, Krasnoturansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 24.07.1938 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-10 Abs. 1, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR und zu 5 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie 3 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Am 05.10.1995 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21785).

GARBJUNG, Perepetus (Tochter von Franz), geb. 1912, aus der ASSR der Wolgadeutschen; ab 1943 nach Turuchansk verbannt, arbeitete als Wächterin im Industriekombinat.

GARDER, Boris Georgiewitsch (siehe HARDER)

GAREI, siehe GARAJ

GARNER (oder HARNER), Iwan Andrejewitsch, geb. 1881 in Hermannstadt. Sonderumsiedler in Krasnojarsk. Tischler am städtischen Krankenhaus. Am 25.11.1941 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 30.05.1942 vom krasnojarsker Regionsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 07.12.1956 vom Obersten Gericht der UdSSR rehabilitiert (P-5885).

GARRAS (Harras), Lydia, deportiert in die Region Krasnojarsk. Verbrachte ihre Verbannungszeit im Tajmyr-Gebiet. Beendete im Frühjahr 1948 sechsmonatige Kurse für Gemüseanbau in der Schule für Kolchoskader in Dudinka.
-L.A. Tschurilowa, Sonderumsiedler im Tajmyrgebiet, 1999
-Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen.

GART, siehe HART

GART (Hart?), Andrej Karlowitsch. Enteignetund aus der Republik der Wolgadeutschen in den Schirinsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk, verschleppt. Arbeitete in der Kolchose „Altyn chul“.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 229.

GART (oder HART), Andrej Michailowitsch, geb. 1906 in Omsk. Lebte eine Zeit lang in dem Dörfchen Bej-Buluk, Bogradsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitete in der Kolchose „Truschennik“ („Rastloser Arbeiter“; Anm. d. Übers.). Am 02.07.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 11-09-1939 vom chakassischen Gebietsgericht zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager und 3 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Am 14.01.1994 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21415).

GARTMAN, Berta Davidowna siehe HARTMANN)

GARTMANN, siehe HARTMANN

GARTMANN (HARTMANN), Nikolaj (Nikolaus) Iwanowitsch, geb. 1905, Einwohner der Ortschaft Sichelberg, Kanton Gnadenflur, Gebiet Saratow. Rechnungsführer in der Stadt Engels. Am 20.09.1941 zusammen mit seiner Famile, Ehefrau Gelda (Hilda) Iwanowna, geb. 1907, den Kindern Wilna (Wilma), geb. 1928, Viktor, geb. 1938, Wladimir (Walter), geb. 1941, seinem Vater Iwan Davidowitsch, geb. 1877, der Mutter Jekaterina (Katharina) Iwanowna, geb. 1879, Schwester Maria Iwanowna, geb. 1921, der Nichte Irma Davidowna Gartmann (Hartmann), geb. 1925, seinem Schwiegervater Iwan Fjodorowitsch Keksel, geb. 1884, Schwiegermutter Maria Theodorowna Keksel, geb. 1883, dem Neffen Anatolij Fjodorowitsch Keksel, geb. 1935, und Nichte Lira Samuilowna Keksel, geb. 1940, mit dem Gefangenentransport Nr. 820, Waggon 20, nach Krasnojarsk deportiert. Wurden rehabilitiert.

GÄRTNER, Theresia (Tochter von Jakob), geb. 1913, Deutsche aus dem Dnjeprope-trowsker Gebiet. Sonder-Zwangsansiedlerin, Lehrerin der deutschen Sprache in der Beltyrsker Mittelschule, Kreis Askis, Chakassien. Verhaftet am 24.01.1945. Am 16.06.1945 vom chakassischen Gebietsgericht zu 7 Jahren verurteilt. Die Haftzeit verbüßte sie im Gebiet Kujbyschew. Am 13.11.1951 wurde sie aufgrund guter Arbeit und Führung vorzeitig entlassen. Man schickte sie in den Kreis Askis zurück. Am 07.02.1956 wurde sie aus der Sonder-Zwangsansiedlung freigelassen.

GARTUN, Nikolaj/Nikolaus (Sohn von Fjodor/Friedrich), geb. 1916, befand sich 1950 unter Sonderkommandantur des KrasLag in Verbannung in dem Dorf Reschoty, Kreis Nischne-Ingasch, Gebiet Krasnojarsk. Maschinist.

GARTUNG, siehe HARTUNG

GARTWIG, siehe HARTWIG

GARTWICH, siehe HARTWICH

GARWITSCH, Viktor (Sohn von Georg), geb. 1928, wurde aus der ASSR der Wolga-deutschen in den Karatusker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. War von 1943-1946 in der Arbeitsarmee-Zone an der Station Sorokino, Mansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk (Postfach Nr. 121 der Affinerie). Anschließend bis Dezember 1947 in Krasnojarsk. 1990 lebte er in Diwnogorsk.

GASSMANN, siehe HASSMANN

GATZ (oder HATZ), Iwan Stepanowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1927, stammte aus der Ortschaft Newir, Ljubaschewsker Landkreis, Wolhynsker Gouvernement. Verhaftet am 06.05.1945 im Wolhynsker Gebiet. Am 16.07.1945 vom Militärtribunal des Innenministeriums des Wolhynsker Gebietes verurteilt zu 15 Jahren Zwangsarbeit nach § 54-1a des Strafgesetzes der Ukrainischen SSR. Die gesamte Haftstrafe verbüßte er in einem Bergwerk des Lagerpunktes "Medweshij Rutschej". Am 25.04.1955 wurde er aus dem NorilLag entlassen. verbannung in Krasnojarsk. Am 22.06.1992 von der Staatsanwaltschaft des Wolhynsker Gebietes rehabilitiert. Heiratete das Repressionsopfer D.I. Bem. Beide lebten Ende der 1990er Jahre in Krasnojarsk.

GAUGLER (oder HAUGLER), Bruno Genrichowitsch, geb. 1912 in Blagoweschschensk. Deutscher Staatsangehöriger, der Paß wurde ihm vom deutschen Konsulat in Wladiwostok ausgehändigt. Lebte in der Nähe des Bergwerkes Nowaja Eruda, Uderejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Mittlere Schulbildung. Topograf. Am 09.08.1937 verhaftet. Angeklagt nach § 58-7 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 22.02.1938 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zur Ausweisung aus der UdSSR verurteilt. Am 30.06.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18719).

GAUGLER (oder HAUGLER), Genrich (Heinrich) Genrichowitsch, geb. 1910 in Blagoweschschensk. Lebte in Sowrudnik, Nord-Jenisejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Höhere Schulbildung. Leiter der Schwimmbagger-Flotte des „Jensolota“Gold-Trusts. Am 20.08.1937 verhaftet. Angeklagt wegen Schädlingstätigkeit. Am 22.02.1938 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zur Ausweisung aus der UdSSR verurteilt. Am 01.09.1090 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-16699).

GAUK, Gustav Genrichowitsch, geb. 1906 in Riga. Zur Arbeitsarmee mobilisiert. Verbrachte diese Zeit im KrasLag, in der Siedlung Nischnaja Pojma, Nischneingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Grundschulbildung, parteilos. Technischer Normsachbearbeiter. Verhaftet am 03.06.1943. Angeklagt nach § 58-1a + 19, 58-2, 58-11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 11.12.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Am 25.06.1957 vom Militärtribunal des Sibirschen Wekrkreises rehabilitiert (P-7581).

GAUN (Schott), Eleonora Karlowna. Sondersiedlerin im Tajmyrgebiet (Ust- Chantajka, Dudinka). Arbeitete in der Sparkasse Dudinka.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GAUS, Alexej/Alexander (Sohn von Alexander), geb. 1913, Deutscher aus der ASSR der Wolga-deutschen, kämpfte am Chassan-See, wurde verwundet, nach der Demobilisierung aus der Armee arbeitete er im Volkskommissariat der ASSR der Wolgadeutsche. Am 02.03.1939 als Mitglied des Obersten Gerichtshofs der ASSR der Wolgadeutschen bestätigt. 1941 ins Kras-nojarsker Gebiet deportiert, in die Ortschaft Kalinikowo (150 km von Kansk entfernt). Am 25.01.1942 vom Kansker Militärkomitee zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert, zur Station Sosnowka (Juschnaja Tungesska). Am 23.02.1943 Leiter der Fabrik zur Herstellung von Eisenbahnschwellen und Ober-Schriftführer. Im ersten Halbjahr 1943 war er als bester Agitator in der Kolonie No. 3 anerkannt. Mitglied des Parteikomitees der 1. Abteilung des KrasLag, Kolonie No. 1. Am 04.08.1945 wurde er vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 13 Jahren laut Strafakte "100" verurteilt. Vom 17.02.1945-25.03.1955 verbüßte er seine Haftstrafe im Lager Sch-175 in der Stadt Workuta. Er überlebte.

GAUS, Georg(ij) Lwowitsch, geb. 1891. Beendete 1919 das medizinische Institut. Verbrachte seine Verbannungszeit im Ust-Jenisejsker Bezirk, im Autonomen Tajmyrgebiet, Region Krasnojarsk. 1943 Arzt am Krankenhaus in Karaul.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GEBEL, Andrej/Andreas (Sohn von Andrej/Andreas), geb. 22.02.1930; wurde im September 1941 aus dem Gebiet Saratow in den Beresowsker (heute Scharypowsker) Kreis, Gebiet Krasnojarsk, verbannt. Am 06.02.1956 aus der Zwangsansiedlung freigelassen.

GEBEL (Kraft), Emma (Tochter von Andrej/Andreas), geb. 1926; wurde im September 1941 aus dem Gebiet Saratow in den Beresowsker (heute Scharypowsker) Kreis, Gebiet Krasnojarsk, verbannt. 1942 zur Arbeitsarmee in die Baschkirische ASSR mobilisiert. 1949 in den Beresowsker (heute Scharypowsker) Kreis, Gebiet Krasnojarsk überführt. Am 05.02.1956 aus der Sonder-Zwangsansiedlung freigelassen.

GEBEL, Konstantin (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1926, gebürtig aus der Stadt Kamyschin, Gebiet Stalingrad (heute Wolgograd). Dort lebte er auch. Im September 1941 in das Gebiet Semipalatinsk zwangsumgesiedelt. 1941 zur Arbeitsarmee ins Gebiet Kemerowo mobilisiert. Arbeitete dort im Wachruschew-Schacht in der Stadt Kisseljewsk als Hauer im 2. Revier im Vollschicht-System unter Tage, und zwar vom 04.12.1942 bis11.04.1946. Am 03.04.1947 vom Volksgericht nach § 74 Strafgesetz zu 5 Jahren verurteilt. Die Strafe verbüßte er im NorilLag. Am 05.09.1951 wurde er aus dem Arbeitsbesserungslager entlassen und bis zum 14.02.1955 zur Umsiedlung nach Norilsk bestimmt; seine persönliche Akte No. 25531 befindet sich im Informationszentrum der Behörde für Inneres in der Region Krasnojarsk.

GEBERLEIN, Amalie (Tochter von Christopher), geb. 1926; im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert in die Ortschaft Melnitschnoje, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GEELE, Peter, geb. 1927 in Leningrad. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Lebte anschließend bis Dezember 1957 in der Stadt Krasnojarsk, später in Diwnogorsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a),

GEFNER, Iwan Jegorowitsch, geb. 1905 im St. Petersburger Gouvernment. Als Verbannter in der Siedlung Sarala, Ordschonikidsijewsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeiter in einem Unternehmen für Energie und Mechanik. Am 05.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 31.08.1938 in Abakan erschossen. Am 14.11.1959 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-11447).

GEFNER, Jegor Iwanowitsch, geb. 1876 im St. Petersburger Gouvernement. Als Verbannter in der Siedlung Sarala, Ordschonikidsijewsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Am 05.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 31.08.1938 in Abakan erschossen. Am 14.11.1959 vom Obersten Sowjet der RSFSR rehabilitiert (P-11447).

GEFNER (Hefner?), Josef Bogdanowitsch, geb. 1906 in der Nowonikolajewsker Kolonie im Gouvernement Nowogorod. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitete als Sand-Abpumper am Wero-Nadeschdinsker Bergwerk, Saralinsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 04.02.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 23.05.1938 durch eine Kommission von NKWD und Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 31.05.1938 in der Stadt Abakan erschossen. Am 14.11.1959 vom Obersten Gericht der UdSSR rehabilitiert. (P-11447).

GEFTEL, siehe HEFTEL

GEIDE, Maria Alexandrowna (siehe HEIDE)

GEILEIN (Heilein?), Natalia Gosparowna (Kasparowna?), geb.1924 in der Stadt Engels, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bezrik Ust-Abakan, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 15.09.1943 zur Trudarmee ins Tagillag mobilisiert.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GEIM, siehe HEIM

GEIN (Hein?), Maria Petrowna, geb. 1925 in der Ortschaft Gukk, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 18.09.1943 zur Trudarmee ins Tagillag mobilisiert.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 312, (b).

GEINKE, Alexander Antonowitsch (siehe HEINKE)

GEINZ (siehe HEINZ)

GEINZ (siehe HEINZ), Alexander Andrejewitsch

GEINZ (siehe HEINZ), Karl Karlowitsch

GEINZE (siehe HEINZE)

GEISE (siehe HEISE), Anatolij Adolfowitsch

GEIST, Andrej Andrejewitsch, geb. 1911 im Gouvernement Saratow. Arbeitsarmist. Lebte in der Arbeitskolonie Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Kreis, Region Krasnojarsk. Verhaftet am 16.10.1942. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 07.03.1955 von der krasnojarsker Regionskommission zur Überprüfung von Strafverfahren rehabilitiert (P-4624).

GEK, Adam Adamowitsch, geb. 1915, Wolgadeutscher, Bruder von K.A. Gek, Sonderzwangs-umsiedler, in den Jahren 1950-1951 Vorarbeiter in einer Waldparzelle in Tilitschet, Kreis Dolgij Most, Gebiet Krasnojarsk. 
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Antona Josifowitsch Mironow.

GEK, Josef (Sohn von Anton), geb. 1897, stammte aus dem Dorf Borowka, Tjaschinsker Kreis, Gebiet West-Sibirien (heute Gebiet Nowosibirsk). 1937 im Krasnojarsker Gebiet verhaftet. Am 13.01.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR, Protokoll No. 47, verurteilt zum Tod durch Erschießen wegen Spionage und anderer diversiver Tätigkeiten zu Gunsten Lettlands. Am 22.02.1938 in Atschinsk erschossen.

GEK, Josef (Sohn von Josef), geb. 1910, im Jahre 1930 aus der Ukraine verschleppt, erhielt 10 Jahre Lagerhaft, die er unweit von Plessezk im Gebiet Archangelsk verbüßte. In den Jahren 1949-1951 befand er sich in Pakatejewo, arbeitete als , Meister im Waldrevier in in Tilitschet, Kreis Dolgij Most, Gebiet Krasnojarsk. 
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Antona Josifowitsch Mironow.

GEK, Karl Adamowitsch, geb. um 1910, Wolgadeutscher, Bruder von A.A. Gek. War Frontkämpfer und trat dort in die Partei ein, besaß militärische Auszeichnungen. Sonderzwangsumsiedler, Meister im Waldrevier in in Tilitschet, Kreis Dolgij Most, Gebiet Krasnojarsk. 
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Anton Josifowitsch Mironow.

GEKEL (GEKKEL?), Maria, geb. 1918. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert. Arbeitete 1942 in der Fischfabrik in der kleinen Siedlung Nasinowsk, Ust-Jenisejsker Bezirk, Region Krasnojarsk.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GEKKEL, Amalie (Tochter von Iwan/Johann), geb. am 30.01.1933, Deutsche aus Kost im Kanton Kukkus, ASSR der Wolgadeutschen. Ab 1943 Verbannte auf einer Vorort-Sowchose beim Turuchansker Dorfsowjet.

GEKKEL, Karl Karlowitsch, geb. 1905. Verbannter, lebte an der Goldmine Alexandrowka, Askisker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Mittelbauernfamilie. Goldsucher. Verhaftet am 24.02.1938. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR am 21.06.1938 zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 05.04.1961 vom chakassischen Regionsgericht rehabilitiert (P-12783).

GELBRECHT, Johanna (Tochter von Christian), geb. 1911, Deutsche aus dem Gebiet Schitomir. Medizinische Laborantin. 1944 vom Sonderkollegium nach §54-1a des Straf-gesetzbuches der UdSSR zu 5 Jahren verurteilt. 1945-1946 verbüßte sie ihre Haftstrafe im Tschernogorsker Speziallager, arbeitete in einem Werk zur Herstellung von Massenbedarfs-gütern.

GELD (oder HELD), Gerda Awgustowna, war 1950 in der Verbannung in der Fabrik Syndaska, Kreis Chatanga, Region Krasnojarsk. Ist auch erwähnt in der Akte No. 9578 des Verbannten I.W. Psarew.

GELD (Held), Christina (Kristina).1941 deportiert, verbrachte ihre Verbannungszeit im Tajmyrgebiet. Berühmte Melkerin.
Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen.

GELD (Held), Maria. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert, arbeitete beim Fischfang im Tajmyrgebiet.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GELD (Held,; Michel), Elvira Georgiewna, geb. am 25.05.1928. Deportiert in die Region Krasnojarsk. Lebte 2004 in der Stadt Dudinka.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GELDT, siehe HELDT

GELDT (Heldt?), Amilia (Amalie? Emilie?) Genrichowna, geb. 1914in der Ortschaft Dönhof, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 24.09.1943 zur Trudarmee ins Tagillag mobilisiert.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GELDT (Heldt?),Jekaterina (Katharina) Petrowna, geb. 1899 in der Ortschaft Dönhof, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 25.09.1943 zur Trudarmee ins Tagillag mobilisiert. Am 28.12.1945 aus dem Lagerbestand ausgetragen und in die Freiheit entlassen.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GELDT (Heldt?), Jekaterina (Katharina) Filippowna, geb. 1926 in der Ortschaft Dönhof, Kanton Balzer, Gozuvernement Saratow. Deportiert in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 22.09.1943 zur Trudarmee mobilisiert; gehörte im April 1946 zum Bestand des Tagillag.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GELERT, Reinhold Samoilowitsch, geb. 1893 in der Kolonie Wygoda, Nowograd-Wolhynsker Wolost, Landkreis Schitomir, Gouvernement Kiew. Zwangsumsiedler, lebte eine Zeit lang am Bergwerk Leonowskij, Uderejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Großbauern-Familie, konnte kaom lesen und schreiben, parteilos. 1930 entkulakisiert und vertrieben. Zimmermann in der Mine. Verhaftet am 15.05.1938. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 1, des Strafgesetzbuches der RSFSR. Das Verfahren wurde am 19.04.1939 aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-7553).

GELHORN, David Iwanowitsch, geb. 1916 im Kanton Krasnokut, Gouvernement Saratow. Als Trudarmist in einer Arbeitskolonne on Wjerchnjaja Tuguscha, KrasLag. Verhaftet aufgrund des § 59-6 des Strafgesetzes der RSFSR. Angeklagt nach §§ 58-11, 59-6 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 16.06.43 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Arbeits- und Umerziehungslager verurteilt; unter das Sammelurteil fielen insgesamt 7 Personen. Am 01.04.1974 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert.

GELINGER, befand sich 1943 in der Arbeitsarmee im KrasLag, Kolonie No. 2. Galt als bester Agitator.

GELSCHERT, Alexej Fjodorowitsch, geb. 1908 im Gouvernement Samara. Lebte in der Schaf-Sowchose „Altajskij“, Kreis Minusinsk, Region Krasnojarsk. Ober-Zootechniker. Verhaftet am 04.07.1938. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Aktivitäten. Am 02.08.1938 vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 25 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 13.04.1956 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-4646).

GELSENDEGER, Alexander Petrowitsch, geb. 1888 in dem Dorf Baden, Friedrich-Engels- Kreis, Gebiet Odessa. Als Verbannter an der Saralinsker Mine, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Arbeiter in der Eisenerzgrube. Verhaftet am 03.10.1930. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 17.04.1931 von einer Sonder-Trojka der Bevollmächtigten-Vertretung der GPU im West-Sibirischen Gebiet zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 31.03.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-15095).

GELZMAN(N), enteignet und aus der Republik der Wolgadeutschen in den Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk, verschleppt. Arbeitete in der Kolchose „Lenin Tschube“ („Lenins Haarschopf“; Anm. d. Übers.).
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 230, (b).

GENDIK, Iwan Wenediktowitsch (siehe HENDIK)

GENIN, Karl Alexandrowitsch, geb. 1872 in der Stadt Pawlodar. 1930 von einem Gericht nach § 58-10 des Strafgesetzes angeklagt. Lebte in dem Dorf Wereschschagino, Kreis Turuchansk, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauernfamilie. Mittlere Schulbildung. Buchhalter in der Wereschschaginsker Fischfang-Station „Sewmorputi“ (Nordmeer-Seeweg; Anm. d. Übers.). Verhaftet am 22.02.1938 in der Strafsache I.T. Komarow (unter diese Akte fielen insgesamt 16 Personen). Angeklagt nach § 58-10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 15.03.1938 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 14.04.1938 in Turuchansk erschossen. Am 04.05.1963 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-13772).

GENINBERG, Ella (Tochter von Alexander), geb. 1923; im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GENKE (oder HENKE), Friedrich Ernestowitsch, geb. 1894 in dem Dörfchen Marjasowka, Nepetowsker Bezirk, Gouvernement Kiew, wo er auch lebte. Pächter zweier Dampfmühlen. 1930 entkulakisiert und vertrieben. 1933 wegen der Verwahrung von Geldmitteln verhaftet. Als Zwangsumsiedler in Kansk, Region Krasnojarsk. Mechaniker an der Kansker Holzfabrik. Verhaftet am 02.04.1933. Angeklagt nach § 58-7, 11 des Strafgesetz-buches der RSFSR.. Das Verfahren wurde aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt. Hauptmechaniker am der Kansker Holzfabrik. Verhaftet am 26.08.1937 in Sachen P.A. Puchowskij (unter diese Strafsache fielen insgesamt 72 Personen). Wurde im Kansker Gefängnis gefangen gehalten. Am 03.11.1937 von einer Trojka des UNKWD der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Er bekannte sich nicht schuldig. Am 03.11.1937 in Kansk erschossen. Rehabilitiert von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am 26.07.2001 (P-415, P-4417).

GENKEL, Andrej Kasparowitsch (siehe HENKEL)

GENKEL, Kasper Jakowlewitsch (siehe HENKEL)

GENKEL, Karl Kasparowitsch (siehe HENKEL)

GENKEL, Magdalina Genrichowna siehe HENKEL)

GENRICH (Heinrich), Jegor Johannesowitsch, geb. 1928 in der Ortschaft Gildmann, Dobrinsker Kanton, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 18.09.1943 in die Trudarmee mobilisiert. Begab sich am 6.03.1944 auf die Flucht.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GENSE, Christian Cristianowitsch (siehe HENSE)

GENSE, siehe HENSE

GENSLER, siehe HENSLER

GENTER. Elternlose Kinder (17, 15, 12 Jahre alt), möglicherweise Deutsche. Wurden zur Verbannung in den Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk gebracht und zusammen mit 20 anderen Familien an der Mündung des Mühlenbachs, wo lediglich drei Häuser standen, ausgesetzt.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität  „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s)

GENTER, Natalia. Verbüßte ihre Verbannungszeit in dem Dorf Kostino, Turuchansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeitete mit 13 Jahren bei der Kartoffellese im Gemüsespeicher.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität  „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s)

GENZ, Georgij Konstantinowitsch, geb. 12.12.1896 auf dem Einzelgehöft Besdnenko, Metschetinsker Amtsbezirk, Gouvernement Kiew. Lebte in Turuchansk. Konnte lesen und schreiben. Leiter eines Fuhrparks. Am 25.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 01.08.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 03.06.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18614).

GENSE (Tkatschewa), Amalia (Amalie) Genrichowna, geb. am 02.07.1934 in der Ortschaft Alt-Urbach, Bezirk Krasnojar , Gebiet Saratow. In der Familie gab es acht Kinder. Der Vater, Genrich (Heinrich) Christianowitsch Gense, war als Lehrer für Arbeitsunterricht an der Schule tätig, die Mutter arbeitete in der Kolchose. Unterwegs starben vier Kinder. Verschleppt wurde die Familie zunächst in die Ortschaft Troiza, Pirowsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Später nach Pirowskoje. 1956 aus der Zwangsansiedlung freigelassen.
O. Nikolajewa, T. Medwedewa, Politische Repressionen im Pirowsker Bezirk.

GENZ, Iwan, Leiter einer Fischauslade-Brigade in der Siedlung Ust-Port in den 1940er und 1950er Jahren.
Kerze der Erinnerung. Das Tajmyr-Gebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen (CD)

GENZELMAN(N), Karolina Jakowlewna (siehe HENZELMANN)

GEPNER, Michail Michailowitsch (s. HEPNER)

GER, Adolf, Ger Valentina, Ger Alexander. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert, arbeiteten beim Fischfang im Tajymrgebiet.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GER, Alexander Kondratewitsch, geb. 1925 im Dorf Wolkowo, Pargolowsker Bezirk, Gebiet Leningrad. Parteilos.  Auf Grundlage des Beschlusses N° 00714 „a“ der Leningrader Filiale des Obersten Gerichts vom 20.03.1942 in den Status eines Sondersiedlers versetzt, arbeitete als Fischer im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben. Lebte in der Siedlung Tangi Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk. Arbeitete in der Fischfabrik. 1955 auf Anordnung des MWD in die Baschkirische ASSR geschickt.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GER, Konrad Adolfowitsch, geb. 1898 im Dorf Wolkowo, Gouvernement Sankt-Petersburg. Parteilos. Auf Grundlage des Beschlusses N° 00714 „a“ der Leningrader Filiale des Obersten Gerichts vom 20.03.1942 in den Status eines Sondersiedlers versetzt, arbeitete als Fischer im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben. Lebte in der Siedlung Tangi Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk. Arbeitete in der Fischfabrik. 1955 auf Anordnung des MWD in die Baschkirische ASSR geschickt.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GER (Lade), Jelisaweta (Elisabeth) Jakowlewna, geb. 1898 im Dorf Wolkowo, Gouvernement Sankt-Petersburg. Parteilos. Auf Grundlage des Beschlusses N° 00714 „a“ der Leningrader Filiale des Obersten Gerichts vom 20.03.1942 in den Status einer Sondersiedlerin versetzt, arbeitete in der Fischfangindustrie im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben. Lebte in der Siedlung Tangi Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk. Nicht berufstätig. 1955 auf Anordnung  des MWD in die Baschkirische ASSR geschickt.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GER, Maria Iwanowna, geb. 1925 in der Ortschaft Wiesenmiller, Rownesker Bezirk, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk verschleppt. Arbeitete ab 1942 in der Fischwirtschaft  im Tajmyrgebiet.  1948 nach Sachalin angeworben. Lebte in der Siedlung Tangi Aleksandrowka, Sachalinsker Bezirk. 1955 auf Anordnung  des MWD in die Baschkirische ASSR geschickt.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GER (LAPUCHA), Valentina Kondratewna, geb. 1920 im Dorf Wolkowo, Pargolowsker Bezirk, Gebiet Leningrad. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte in der Siedlung Tangi, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeitete in der Fischfabrik als Buchhalterin. Verließ den Ort 195 auf Anweisung des Ministeriums für innere Angelegenheiten und zog in die Baschkirische ASSR um.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GERB, befand sich 1943 in der Arbeitsarmee im KrasLag, Lagerstützpunkt Sosnowka. Im ersten Halbjahr 1943 galt er als schlecht arbeitender Agitator.

GERB-SOMER, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1903, Deutscher aus der Ortschaft Seelmann, gebiet Saratow; befand sich ab 1942 zusammen mit seiner Ehefrau Anna (Tochter von Alexander), geb. 1904, die aus Nowaja Galanka, Gebiet Saratow, stammte, in Turuchansk in der Verbannung. Er arbeitete in der Fischfabrik.


GERB-SOMMER, Jekaterina (Katharina) Andrejewna.
1897-1943. Gebürtig und wohnhaft in Hölzel, Kanton Seelmann, Gebiet Saratow. Ehefrai von Michail Michailowitsch Gerb-Sommer, der in der Arbeitsarmee in Sibirien verschollen ist. Im September 1941 zusammen mit den Kindern aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk verschleppt: Adolf Michailowitsch Gerb-Sommer (geb. 1936), Warwara (Barbara) Michailowna Gerb-Sommer (Kukuschkina), geb. am 10.04.1928, Polina (Pauline) Michailowna Gerb-Sommer (Papst), geb.  1926. Wurden 1942 mit dem Dampfer "Kirow" in die Siedlung Ananewsk, Bezirk Dudinko, Autonomes Tajmyrgebiet, Region Krasnojarsk, gebracht. Überanstrengte sich bei der Arbeit so sehr, dass sie im Oktober 1943 verstarb. Pauline lebte von 1954 bis 1960 in Lewinskie Peski, 1065 zog sie nach Dudinka um, arbeitet als Melkerin in der Sowchose "Polar". Barbara arbeitete als Küchenhilfe in der Kantine, Adolf wurde in ein Kinderheim in Sibirien gebracht. 1961 kam er nach Dudinka, wo er nach 18 Jahren seine Schwester Barbara fand.
-L.A. Tschurilowa. Sondersiedler im Tajymrgebiet, 1999
-Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen von N.A. Predtetschenskaja
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GERD, Jelisaweta /(Elisabeth) Jakowlewna, geb. am 28.07.1898 in der Ortschaft Krasnij Jar, Region Krasnojarsk. Deportiert in den Bezirk Ust-Abakan, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 15.09.1943 zur Trudarmee mobilisiert; befand sich im April 1946 im Tagillag.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GERD (Lokk), Elsa Emanuilowna, geb. 1924 in der Ortschaft Altmesser, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow (nach anderslautenden Angaben in der Ortschaft Uwarowka, Rtischewsker Bezirk, Gebiet Saratow). Deportiert in den Bezirk Ust-Abakan, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 15.09.1943 zur Trudarmee ins Tagillag mobilisiert. Später aus der Arbeitsarmee entlassen.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GERDT, Emmanuel Jakowlewitsch, geb. 1896 im Gouvernement Saratow. Als Verbannter im Ust-Abakansker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Arbeiter bei der Bergwerksverwaltung. Am 30.03.1942 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 10.06.1942 vom chakassischen Gebietsgericht zur Höchststrafe verurteilt. Am 11.08.1942 in Minusinsk erschossen. Am 18.12.1995 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21850).

GERDT, Friedrich Petrowitsch, geb. 1878 in der deutschen Kolonie Marienthal, Gouvernement Samara. 1928 verhaftet. Angeklagt nach § 58-6 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Von einem Sonderkollegium der OGPU der Region Nord-Kaukasien zu 3 Jahren Verbannung in den Kansker Bezirk, Region Krasnojarsk, verurteilt. Lebte im Revier Schegaschet, Kansker Bezirk, Region Ost-Sibirien. Stammte aus einer Beamten-Familie, mittlere Schulbildung, parteilos. Arbeitete nicht. Verhaftet am 24.02.1930. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 27.05.1930 von einer Sonder-Trojka der Bevollmächtigtenvertretung der OGPU der Region Sibirien zu 5 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Am 28.11.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-1360).

GERDT, Immanuel (Sohn von Jakob), geb. 01.01.1924, Deutscher aus der Ortschaft Straßburg, ASSR der Wolgadeutschen. Agronom. 1941 zusammen mit seinem Vater Jakob sowie dessen gesamter Familie in das Dorf Baltschug, Kreis Suchobusimo, Gebiet Krasnojarsk, verbannt. 1942 wurden alle arbeitsfähigen Familienmitglieder in die Arbeitsarmee geschickt, der Vater kehrte von dort nicht zurück. Immanuel geriet in die Arbeitsarmee nach Nischneangarsk, zur Holzfällerei. Ein Baum zerschmetterte ihm die Beine, er wurde Invalide. Er kehrte nach Baltschug zurück, heiratete, arbeitete in einer Sowchose. 1947 schickte man ihn nach Atschinsk, wo er das Fahren von Traktoren und Mähdreschern erlernen sollte. Bis 1952 arbeitete er als Traktorist und Mähdrescherfahrer. In Zusammenhang mit dem Bauprojekt von Krasnojarsk-26, wurde er in die Ortschaft Kekur, Kreis Suchobusimo, umgesiedelt, wo er 12 Jahre lang lebte. Am 28.01.1956 wurde er aus der Sonderzwangsansiedlung freigelassen. 1964 wurde er zum Verwalter der rückständigsten Sowchose Gorskij ernannt, ließ sich erneut in Baltschug nieder. Am 10.11.1994 wurde er von der Verwaltung für Inneres der Region Krasnojarsk rehabilitiert. Der Bruder geriet nach Solikamsk, die Schwester wurde in den Bergwerken von Kemerowo zum Krüppel gemacht. 1997 lebte er in Baltschug.

GERDT, Pauline Georgiewna. Beendete die medizinische Fachschule in Balzer, ASR der Wolgadeutschen. Verbrachte die Verbannungszeit im Bezirk Chatanga, Autonomes Tajmyrgebiet, Region Krasnojarsk. Ab 1943 Leiterin der Sanitätsstelle in der Faktorei Rybnaja.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GERETZKI, Heinz. Verbüßte seine Haftstrafe im Norillag.
Über die Zeit, über Norilsk, über sich selbst..., Buch 2, Moskau, 2002, S. 160 (b)

GERGENREDER (Hergenreder?), Fjodor Aleksandrowitsch, Arzt und Chirurg. Deportiert ins Autonome Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Lebte 1964 in Abakan, arbeitete als Leiter der chirurgischen Abteilung des Regionskrankenhauses.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 253, (b).

GERGERT, siehe HERGERT

GERGERT (oder HERGERT), David Egorowitsch, geb. 1907 in der Stadt Ekaterintal (Katharinental), Kanton Krasnokut, Gouvernement Saratow. Grundschulbildung, parteilos. Wurde ins Kraslag deportiert. Lebte in der Ortschaft Ulkol, Dserschinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Traktorist im Forstrevier. Am 14.06.1942 verhaftet, Aufenthalt im krasnojarsker Gefängnis. Angeklagt nach §§ 58-2, 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Kam am 20.12.1942 im Gefängnis ums Leben. Am 25.04.1957 durch die Staatsanwaltschaft des Sibirischen Wehrkreises (Art. 4, Abs. 5 des Strafgesetzes der RSFSR) und am 13.02.2006 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk (P-6912) rehabilitiert.

GERGERDT, Emma (Irma) Petrowna, geb. 1895 im Kamyschinsker Kanton, Gouvernement Saratow. Analphabetin, parteilos. Im September 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Ab 1942 arbeitete sie in der Fischwirtschaft im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben. Lebte in der Siedlung Chos Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk. Nicht berufstätig. 1956 aus dem Status einer Sondersiedlerin abgeschrieben.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GERGERDT (Muss), Irma Friedrichowna, geb. 1923. Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Oberdorf, Kamyschinsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Ab 1942 arbeitete sie in der Fischwirtschaft im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben. Lebte in der Siedlung Chos Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk, Arbeiterin in der Holzfabrik. 1956 aus dem Status einer Sondersiedlerin abgeschrieben.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GERGERDT, Olga Friedrichowna, geb. 1921. Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Oberdorf, Kamyschinsker Bezirk, Gouvernement Saratow, Schulbildung: 4 Klassen. Parteilos.  Im September 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Ab 1942 arbeitete sie in der Fischwirtschaft im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben. Lebte in der Siedlung Chos Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk, Arbeiterin in der Holzfabrik. 1956 aus dem Status einer Sondersiedlerin abgeschrieben.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GERGET, siehe HERGET

GERING (oder GÖRING), Maria. Mutter von zwei Kindern. 1941 in den Kuraginsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. 1942 in die Arbeitsarmee mobilisiert. Die Kinder wurden der Mutter weggenommen. Eine Maria vorher nicht bekannte deutsche alte Frau nahm sich ihrer an und zog sie groß.

GERINGER, Genrich (Heinrich) Genrichowitsch, geb. 1923 im Kanton Seelmann, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bejsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 18.09.1943 zur Trudarmee ins Tagillag mobilisiert.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GERKEN, Olga Matwejewna, geb. 1884 im Kasansker Amtsbezirk, Kasansker Gouvernement. Lebte in Krasnojarsk. Reinmachefrau in der Genossenschaft „Novy byt“ („Neuer Alltag“; Anm. d. Übers.). Am 02.07.1941 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 21.02.1942 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 29.12.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-5301).

GERLACH, Alexander Christianowitsch, geb. 1892 in dem Dorf Stransturg (gemeint ist wohl Straßburg; Anm. d. Übers.), Gouvernement Saratow. Lebte im Saralinsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Leiter der Produktionsabteilung „Solotoprodsnab“. Am 04.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeiten. Am 15.06.1938 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 25.10.1956 vom chakassischen Gebietsgericht rehabilitiert (P-5429).

GERMAN(N), siehe HERMAN(N)

GERMAN(N) oder HERMAN(N), Eduard Iwanowitsch, geb. 1919, stammte aus dem Gebiet Saratow. Wurde 1939 in die Armee einberufen, vom 22.06.1941 bis 15.08.1941 an der Front. Von der Front abberufen und nach Kotlas ins Besserungsarbeitslager "91"-219 (Nördliches Eisenbahnlager) geschickt, wo er bis zum 20.03.1950 blieb. Vom 20.03.1950 bis 14.09.1953 vom Nördlichen Eisenbahnlager unter der Begleitung von Wachsoldaten verschickt. Lebte in der Siedlung Jermakowo, Kreis Igarka, Region Krasnojarsk. 1953 zur Sonderzwangsansiedlung auf Lebenszeit nach Tschernogorsk verschickt. 1993 lebte er in Tschernogorsk.

GERMAN(N) (GEHRMANN oder HERMANN), Emma Iwanowna, geb. 1903 in dem Dorf Marienthal, Gouvernement Saratow. Stammte aus einer Familie vonMittelbauern. Schulbildung – 7 Klassen. Als Verbannte in Minusinsk. Arbeitete aufgrund ihrer Invalidität nicht. Am 15.11.1946 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 16.01.1947 vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 7 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 31.10.1963 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P- 13855).

GERMAN(N) (GEHRMANN oder HERMANN), Franz Franzewitsch, geb. 1896 in Hamburg, Deutschland. Kriegsgefangener des 1. Weltkriegs. 1930 wegen konterrevolutionärer Aktivitäten aus Moskau verbannt. Lebte in Igarka. Konnte lesen und schreiben. Mechaniker auf dem Leichter Nr. 5 der Hauptverwaltung des Nordmeer-Seeweges. Am 30.04.1938 wegen einer Strafsache, in die insgesamt 7 Personen verwickelt waren, verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 Strafgesetz der RSFSR. Am 10.11.1939 vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 16.11.1993 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21251).

GERMAN(N) (Hermann), Frieda, geb. 1926. Schwester von J. Germann (Hermann). Deportiert aus der Stadt Pallasowka, Gouvernement Saratow. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Lebte anschließend bis Dezember 1957 in der Stadt Krasnojarsk, später in Diwnogorsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a).

GERMAN(N) (GEHRMANN oder HERMANN), Iwan Iwanowitsch, geb. 1904 in dem Dorf Reingrad, Gouvernement Saratow. Konnte lesen und schreiben. Arbeitsarmist in der Arbeitskolonne Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Außenlagerstelle des NKWD-KrasLag. Im Februar 1943 in Sachen A.J. Bachman(n) verhaftet (unter diese Akte fielen insgesamt 39 Personen). Angeklagt nach § 58-2, 10, 11, Strafgesetz der RSFSR. Am 20.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Bekannte sich nicht schuldig. Am 12.10.1957 vom krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-8050).

GERMAN(N) (GEHRMANN oder HERMANN), Iwan Jakowlewitsch, geb. 1900 im Gouvernement Saratow. Arbeitsarmist im Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk. Mitglied einer nicht vorschriftsgemäßen Genossenschaft. Am 02.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 25.03.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 13.08.1938 in Atschinsk erschossen. Am 13.04.1961 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-12781).

GERMAN(N) (Hermann), Jakob, geb. 1927. Bruder von F. Germann (Hermann). Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Lebte anschließend bis Dezember 1957 in der Stadt Krasnojarsk, später in Diwnogorsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a).

GERMANN, Perteidua (Petra?) Jakowlewna. Lebte in der Ortschaft Grimm, ASSR der Wolga-Deutschen. 1941, zusammen mit ihren Kindern Aleksander Petrowitsch Germann (1913-2007), Viktoria Adolfowna Germann, Emma Adolfowna Germann, Berta Adolfowna Germann, Adolf Adolfowitsch Germann, Marta Adolfowna Germann, Lidia Adolfowna Germann (Kremljowa, geb. 1929), in das Dorf Kargino, Jenisejsker Bezirk, Region Krasnojarsk, deportiert.
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Lidia Adolfowna Kremljowa (Germann)

GERNER, Nikodim Matwejewitsch, geb. 1909 om Gouvernement Cherson. 1930 entkulakisiert und zur Olchowsker Kommandantur verschleppt. Arbeitete in der Zeche des Kombinats „Minusasolota“ (Minusinsker Gold-Kombinat; Anm. der Übers.), beim Artemowsker Bergwerk. Am 07.07.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevoluionären, aufständischen Gruppierung und antisowjetischer Agitation. Am 26.03.1939 vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 22.04.1958 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-9251).

GERR, David Andrejewitsch, geb. 1895 im Gouvernement Samara. Lebte in dem Dörfchen Borodino, Bogradsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Familie von Mittelbauern. Arbeitete in einer Zucht-Sowchose. Am 27.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer antisowjetischen Organisation und antisowjetischer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 erschossen. Am 21.04.1964 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-14004).

GERT, David (Sohn von Alexander), geb. 1926, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeut-schen in das Dorf Arefjewo, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GERTER (oder GÄRTER), Fjodor Iwanowitsch, geb. 1894, Gouvernement Saratow. Als verbannter Umsiedler im Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk. Arbeitete in der Kolchose. Am 06.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und rechte, trotzkistische Agitation. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 16.08.1938 in der Stadt Atschinsk erschossen. Am 23.05.1961 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-12811).

GERTNER (Gärtner?), Adam Josifowitsch, geb. 1927 in der Ortschaft Volmer, Kanton Kamenka, Gouvernement Saratow. 1941 in den Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 15.09.1943 zur Trudarmee ins Tagillag mobilisiert, im April 1946 im Bestand des Tagillag.
-Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).
-N.S. Abdin, W.N. Abdin. Politische Repressionen im Askissker Bezirk, Abakan, 2008, S. 98, (b).

GERTNER (Gärtner), Emanuel Johannesowitsch, geb. 1901 in der Ortschaft Volmer, Kanton Kamenka, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 15.09.1943 zur Trudarmee ins Tagillag mobilisiert.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GERTNER (oder GÄRTNER), Teresia (Therese) Jakowlewna, geb. 1913 in dem Dorf Mirnyj Pokoj, Nowonikolajewsker Amtsbezirk, Jekaterinoslawsker Gouvernement. Lebte als Zwangsumsiedlerin in der Siedlung Beltyrskij, Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer armen Bauernfamilie. Deutschlehrerin an der Mittelschule. Am 24.01.1945 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 16.06.1945 vom chakassischen Gebietsgericht zu 7 Jahren Besserungsarbeitslager mit Konfiszierung des Besitzes und 3 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Verbüßte ihre Strafe im Gebiet Kujbyschew. Am 13.11.1951 wegen guter Führung vorzeitig entlassen. Kehrte in den Askisker Kreis zurück. Am 07.02.1956 aus der Sonderzwangsansiedlung freigelassen. Lebte danach in Askis. Am 08.12.1962 von einer Sonderkommission des Obersten Sowjet der UdSSR rehabiltiert (Archiv-Akten-Nr. P-13597).
-Archiv der Abteilung für soziale Angelegenheiten im Askissker Bezirk, Chakassien.
-Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 2, Abakan, 2000, S. 54, 287.
-N. Abdin, GULAG im Schicksal der Frauen, Chakassien (b).
-Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Region Krasnojarsk, Bd. 2, Krasnojarsk, 2005, S. 302, (b).

GERWALDT, Jakob (Sohn von Jakob), geb. 1892, wurde im Jahre 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Sophia (Tochter von Friedrich), geb. 1899, aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Irbej, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt. War in der Arbeitsarmee.

GERZ, Anatolij Iwanowitsch, geb. 1930. Gebürtig und wohnhaft im Gebiet Saratow. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert.  Arbeitete beim Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte in Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk. Arbeitete als Drechsler. 1954 aus dem Status eines Sondersiedlers abgeschrieben.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GERZ, Iwan Iwanowitsch, geb. 1928. Gebürtig und wohnhaft im Gebiet Saratow. Schulbildung: 6 Klassen. Parteilos. 1941 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert.  Arbeitete beim Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte in Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk. War dort als Arbeiter tätig. 1954 aus dem Status eines Sondersiedlers abgeschrieben.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GERZ, siehe HERZ

GERZEN, siehe HERZEN

GERZOG, Iwan Jakowlewitsch (siehe HERZOG)

GESLER, Anna Jegorowna, war 1950 in der Verbannung in der Fabrik Syndaska, Kreis Chatanga, Region Krasnojarsk. Ist auch erwähnt in der Akte No. 9578 des Verbannten I.W. Psarew.

GESLER, Josef Christianowitsch, geb. 1895 in Jugoslawien. Deutscher. Lebte in dem Dörfchen Ust-Derbino, Daurischer Kreis, Region Krasnojarsk. Konnte nur schlecht lesen und schreiben. Schmied bei der Waldwirtschaft. Am 08.02.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 28.03.1939 vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 04.11.1967 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-14529)

GESS, Familie. Böttcher. Aus dem Wolgtagebiet verschleppt. Verbrachte die Verbannungszeit auf der Insel Krestowskij. Gess selbst war ein Mann von etwa 60 Jahren, seine Ehefrau etwas jünger. Irma Gess (Tochter, 18 Jahre) und Sohn August Gess (12 Jahre).
-Über die Zeit, über Norilsk, über sich selbst. Buch 9, Moskau, 2005, S. 112.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GESS, Alexander Georgiewitsch (siehe HESS)

GESS (Hess?), Emilia. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert.. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet (Siedlung Lajda).
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GESSE, Johann Genrichowitsch (siehe HESSE)

GESSELSON, Semjon und Lydia. Deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschzen in die Region Krasnojarsk. Verbrachten ihre Verbannungszeit im Tajmyr-Gebiet, in der Siedlung Tolstyj Nos.
Kerze der Erinnerung. Das Tajmyr-Gebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen (CD)

GETERICH, Eduard Karlowitsch. Zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Luisa (Luise) Fedorowna Schnaider (Schneider) sowie den Kindern Luisa Eduardowna Geterich (geb. 1928), Hermann (Gennadij?) Eduardowitsch Geterich (geb. 1931), Maria Eduardowna Geterich (geb. 1933) und Anna Eduardowna Geterich (geb. 1940)    aus der Ortschaft Goperbnog (???), Bezirk Marxstadt, Gebiet Sararatow, in die Ortschaft Sinelnikowo, Region Nowosibirsk, deportiert. Arbeitete als Brigadier in der Kolchose. Mobilisiert in die Trudarmee; kehrte 1944 von dort zurück und starb im Frühjahr 1945. Im Jahre 1947 gestattete man der Familie nach Tschulym umzuziehen. Bis 1956 mußten sie sich regelmäßig in der Kommandantur melden und registrieren lassen.
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Luisa Eduardowna Geterich

GETERLE, Iwan Iwanowitsch, geb. 1893. Gebürtig aus und wohnhaft in dem Dorf Marinowo, Beresowsker Amtsbezirk, Gouvernement Cherson. Streckenarbeiter. Am 31.12.1934 verhaftet. Angeklagt nach § 54-10 des Strafgesetzes der Ukrainischen SSR. Am 25.06.1935 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 5 Jahren Verbannung verurteilt. Als Verbannter in dem Dorf Leschma, Region Krasnojarsk. Konnte nur schlecht lesen und schreiben. Hilfsarbeiter. Am 19.02.1938 verhaftet. Angeklagt wehen antisowjetischer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 15.10.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 01.09.1989 von der krasnojarsker Staatsanwaltschaft und 1958 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-20045).

GETLAR, siehe HETLAR

GETT, siehe HETT

GETTINGER, Julij Davidowitsch, geb. 1890 in der Ortschaft Golodko, Gouvernement Saratow. Als Verbannter in Krasnojarsk. War von 1912-1914 in Deutschland. Nicht abgeschlossene höhere Schulbildung. Leiter der technischen Versorgungsabteilung beim Bumstroj. Am 16.04.1937 in Sachen M.W. Bobylew verhaftet (unter diese Akte fielen insgesamt 6 Personen). Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer antisowjetischen Organisation. Am 14.07. 1938 vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 14.07.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 12.12.1956 vom Militärtribunal des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-6221).

GETZ, siehe GÖTZ

GETZ. 1941 in den Bogutschansker Bezirk, Region Krasnojarsk, verschleppt.
T.A. Friesen. Rückkehr der Namen, Siedlung Angarskij, Bogutschansker Bezirk, Region Krasnojarsk

GETZ (oder GÖTZ), Adolf Georgiewitsch, geb. 1899 in dem Dorf Grimm, Kamensker Kanton, Gouvernement Saratow. Als Verbannter im Rybinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Sägenrichter im Forstrevier „Rajlessag“ (Kreisholzbeschaffung; Anm. d. Übers.). Am 25.03.1942 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 13.01.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 02.11.1961 vom krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-13039).

GETZ, Albina Andrejewna. Verbüßte ihre Verbannungszeit in Kostino, Turuchansker Bezirk, Region Krasnojarsk, Leiterin des Gemüsespeichers in Kostino. Ehemann: Jakob MILLER, Lehrer. Verbüßte seine verbannungszeit ebenfalls im Turuchansekr Bezirk, Region Krasnojarsk. 1942 zur Tridarmee mobilisiert, kam dort ums Leben. Als in der griechischen Familie Dimitrijadi der Vater verhaftet wurde ( er hatte ein Brot gestohlen), und die Mutter starb, gab sie den beiden Mädchen (ihren Freundinnen), die nun als Waisen zurückgeblieben waren, Kartoffelschalen zum Essen und rettete sie dadurch vor dem Hungertod.Sie selbst heiratete, um ihre eigenen Kinder durchzubringen, einen ortsansässigen Witwer, der selber fünf Kinder hatte und zwanzig Jahre älter war als sie.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität  „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s)

GETZ (oder GÖTZ), Jakob Fjodorowitsch, geb. 1885 im Gouvernement Samara. Als Verbannter in dem Dorf Ogonki, Daurischer Kreis, Region Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Schmied in einer Kolchose. Am 19.05.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 19.03.1939 vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 12.10.1993 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21170).

GETZ (Götz?), Nina Emilewna, geb. 1916 in Petrograd. Deportiert in die Stadt Tschernogorsk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 27.09.1943 in die Trudarmee mobilisiert; befand sich im April 1946 im Tagillag.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GEWEILER, Johann (Sohn von Jakob), geb. 1902, Abnahmebeamter bei der Technischen Kontrollabteilung in der Ischorsker Fabrik in Kolpino, Gebiet Leningrad. Zuhause verhaftet am 21.02.1938. Am 22.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zum Tod durch Erschießen verurteilt. Am 09.07.1938 in Leningrad erschossen. Vom Militärtribunal des Leningrader Militärbezirks am 26.05.1958 rehabilitiert. Seine Ehefrau Jekaterina/Katharina (Tochter von Jegor/Georg), 1905-1994, sowie die Kinder Elena/Helena, 1930-1965 und Sophia, geb. 1937, wurden in den Abansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, verbannt; ab 1943 befanden sie sich in der Siedlung Goworkowo, Kreis Bogutschan, Gebiet Krasnojarsk. Am 04.02.1956 ließ man sie frei; ab 1958 lebte die Ehefrau in Kansk. 
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Sophia Iwanowna Popowa.

GIBERT, Iwan Martinowitsch, geb. 1908 im Jekaterinoslawsker Gouvernement. Lebte in Minusinsk. Konnte lesen und schreiben. Schlosser beim Fahrzeugtrupp „Sojusagrotrans“. Am 28.10.1948 verhaftet. Angeklagt nach § 58-1 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 15.01.1949 vom Militärtribunal zu 25 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 09.01.2004 von dr Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-24315).

GIBERT-SEMENTSCHUK, Oksana (Tochter von Abraham), geb. 1912, ihr Ehemann starb an der Front, 4 Kinder. 1944 in Dnjepropetrowsk verhaftet. Verurteilt zu 5 Jahren (hauptsächlich aufgrund ihrer nationalen Zugehörigkeit). Die Kinder wurden in ein Kinder-heim geschickt. Sie verbüßte die Haftzeit im Tschernogorsker Sonderlager. Im August 1947 wurden ihre beiden Beine während der bewachten Rückkehr von der Arbeit verwundet. 1949 freigelassen.

GILDEBRANDT (oder HILDEBRANDT), August Gustavowitsch, geb. 1904 in Polen. Deutscher. Lebte in dem Dörfchen Rakitow Kljutsch, Idrinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stamme aus einer Bauern-Familie, konnte kaum lesen und schreiben, parteilos. Arbeitete in einer Kolchose namens Thälmann. Verhaftet am 15.12.1938. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 1, des Strafgesetzbuches der RSFSR. Wurde im Minusinsker Gefängnis gefangen gehalten. Das Verfahren wurde am 17.01.1939 aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-2342).

GILDEBRANDT (oder HILDEBRANDT), Gustav Gustavowitsch, geb. 20.08.1906 im Rischsker Landkreis, Gouvernement Wolhynien. Lebte in dem Dörfchen Rakitow Kljutsch, Idrinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauern-Familie, konnte kaum lesen und schreiben, parteilos. Arbeitete in einer Kolchose namens Thälmann. Verhaftet am 15.12.1938. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 1, des Strafgesetzbuches der RSFSR. Wurde im Minusinsker Gefängnis gefangen gehalten. Das Verfahren wurde am 17.01.1939 aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-2342).

HILDEBRANDT, Rudolf Wilhelmowitsch, geb. am 08.01.1835 in der Kolonie Neibrof (Neubrof?), Landkreis Brest-Litowsk, Gouvernement Grodno. Lebte bis 1916 in Polen. Diente von 1918-1920 als Fähnrich in der Koltschak-Armee. Lebte eine Zeit lang in Krasnojarsk. Stammte aus einer Beamtenfamilie. Schulbildung: 5 Jahre Dorfschule. Parteilos. Oberbuchhalter am Streckenabschnitt 485 der Krasnojarsker Eisenbahnlinie. Am 03.06.1938 verhaftet; unter das Strafverfahren fielen insgesamt 3 Personen. Angeklagt nach §§ 58-6, 58-7, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 22.11.1939 durch die NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk aus Gründen, die zu seiner Rehabilitierung führten, eingestellt. Am 23.11.1939 freigelassen. (P-7354).

GILDERMAN(N), Ella (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1948, als Verbannte in der Siedlung Polikarpowsk, Kreis Ust-Jenissej, Autonomes Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk.

GILDERMAN(N), Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1919, Deutscher aus der Ortschaft Straßburg im Kanton Pallassowka, Gebiet Saratow. Geigenspieler. Verhaftet am 06.11.1942 in der Arbeitsarmee. Am 20.02.1943 vom Militärgericht der Kujbyschewer Garnison verurteilt zu 10 Jahren und 5 Jahren Verlust aller Rechte; befand sich von 1943-1950 im IwdelLag bei der Holzfällerei, 2 Jahre im MinLag im Kohlebergwerk, bis 1952 in Inta, danach verbannt nach Suchobusimo. Lebt im Krasnojarsker Gebiet. Ehefrau: Frieda (Tochter von Adam) Klauser. 
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Frieda Adamowna Gildermann (Klauser).

GILDERMAN(N), Lydia (Tochter von Bogdan), geb. 1920, als Verbannte in der Siedlung Polikarpowsk, Kreis Ust-Jenissej, Autonomes Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk.

GILDERMAN(N), Lydia (Tochter von Gottfried), Ehefrau von I. (A.) Folmer, verbrachte die Verbannung im Keschemsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk.

GILDERMAN(N), Wladimir/Walter (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1950, als Verbannter in der Siedlung Polikarpowsk, Kreis Ust-Jenissej, Autonomes Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk.

GILDMAN(N), Viktor, geb. 1940, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. 1941 zusammen mit den Eltern nach Biriljussy deportiert. Starb im Oktober 1941.

GILL, Emma (Tochter von Alexander), geb. 1906, Ehefrau von W. (J.) Schmidt, war in Verbannung in der Siedlung Nju-Pojma, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, und stand dort unter der Sonderkommandantur des KrasLag. Lehrerin. Am 21.08.1950 wurde sie der Sonderkommandantur No. 67 bei der Nischne-Ingaschsker Kreisabteilung des Staatssicherheitsdienstes im Gebiet Krasnojarsk überstellt.

GILZ, Karl Iwanowitsch, geb. am 14.07.1882 in dem Dörfchen Petrowka, Nowosewlowsker Wolost, Jekaterinoslawsker Landkreis, Jekaterinoslawsker Gouvernement. Lebte an der Station Ilanskaja der Krasnojarsker Eisenbahn. Stammte aus einer Bauern-Familie, konnte lesen und schreiben, parteilos. Zugschmierer an der Bahnstation. Verhaftet am 16.06.1938. Angeklagt nach § 58-9, 10, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Das Verfahren wurde am 15.04.1939 aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-7086).

GINGEL, Iwan, geb. 1905 in der Ortschaft Lenngof (Dönhof), Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Lebte anschließend bis Dezember 1957 in der Stadt Krasnojarsk, später in Diwnogorsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a).

GINTER, Albert Iwanowitsch, geb. 1907 in dem Dorf Streckenau (oder Streckerau), ASSR der Wolgadeutschen. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert. Am 12.04.1945 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Propaganda, Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und antisowjetischer Agitation. Am 07.02.1947 von einem Sonderkollegium des MGB der UdSSR zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 10.03.1956 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-8700).

GINTER, Arthur Karlowitsch, geb. 1913 im Gouvernement Saratow. Als Verbannter in dem Dorf Saliw, Kasatschinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitete in einer Kolchose. Am 18.09.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 22.03.1943 vom krasnojarsker Regionsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 02.04.1997 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22380).

GINTER (Günter?), Irma, geb. 1926, aus der Ortschaft Straßburg, Pallasowsker Kanton, Gouvernement Saratow. Schwester von R. Ginter (Günter). Zusammen mit Bruder Robert in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a).

GINTER (Günter?), Robert, geb. 1927 in der Ortschaft Straßburg, Gouvernement Saratow. Bruder von I. Ginter (Günter?). Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a).

GINZ (Hinz?) (Wakker), Brigitte Genrichowna, geb. 1927 in der Ortschaft Gussenbach (Hussenbach), Gouvernement Saratow. Im September 1941 in den Bezirk Scharypowo, Region Krasnojarsk ausgesiedelt. Befand sich ab dem 24.06.1942 in der Verbannung in der Siedlung Ust-Chantajka, Bezirk Dudinka. Autonomes Tajmyrgebiet, Region Krasnojarsk. Ginz (Hinz?) Torwald, geb. 1925. Fischer in der Kolchose „Nordweg“. Zur Ausbildung fortgeschickt, wurde 1948 Tierarzthelferin. 1950 bis 1951 zur weiteren Ausbildung in die Pelztier-Sowchose nach Krasnojarsk geschickt. Arbeitete auf einer kleinen Tierfarm innerhalb der Sowchose. War die erste, der im Tajmyrgebiet die Zucht von silberweißen Füchsen gelang. Am 30.01.1956 aus der Verbannung freigelassen. Nahm 1956 in Moskau an der Ausstellung über die Errungenschaften der Volkswirtschaft teil. Bekam 1965 den Orden „Rotes Banner“ verliehen. Starb im Jahre 2002.
-L.A. Tschurilowa, Sonderumsiedler im Tajmyrgebiet, 1999
-Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen von N.A. Predtetschenskaja.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GINZ, siehe HINZ

GIPKE, Reinhold Gustavowitsch, geb. 1908 in dem Dörfchen Kolonia Lesnaja, Landkreis Schitomir, Gouvernement Wolhynien. Lebte in dem Dorf Rakitow Kljutsch, Idrinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitete in einer Kolchose. Am 27.05.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 14.04.1939 vom krasnojarsker Regionsgericht zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 29.03.1967 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-14453).

GIPKE, Selma (Tochter von Adolf), geb. 1919, Ukraine-Deutsche, lebte mit den Eltern in dem Dorf Grünwald, Basarsker Kreis, Gebiet Schitomir. Ab 1943 befand sich die Familie auf der Flucht nach Deutschland. Im Sommer 1946 wurde sie in Dessau verhaftet und zur Wald-parzelle Karatschurin, Wolschsker Waldwirtschaft, in der ASSR Mari, deportiert. Bis 1956 stand sie unter Kommandantur. 1990 lebte sie in Krasnojarsk.

GIRSCHFELD, Alexander Gottfriedowitsch (siehe HIRSCHFELD)

GIRSTEIN (oder HIRSTEIN), Iwan Filippowitsch, geb. 1904 im Gouvernement Saratow. Als Arbeitsarmist in der Zwangsarbeiterkolonie Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Kreis, Region Krasnojarsk. Am 30.10.1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter, trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Prüfungskommission für Strafakten der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).

GISBRECHT,(verheiratete Stuljewa), Margarita/Margarethe Jakowlewna, geb. 1928, wurde 1942 zusammen mit ihrer Schwiegermutter Agathe GISBRECHT, ca.1905- ca. 1980, den Schwestern Anna, geb. 1934, Hilda, geb. ca. 1936, Erna, ca. 1941-1944, sowie den Stiefgeschwistern Andrej, Elisabeth und Sophie Prukowski, aus der Ortschaft Wodjanoje, Kortiwsker Kreis, Gebiet Saporoschje, verschleppt. Man brachte sie nach Deutschland in ein Arbeitslager. Bei ihrer Rückkehr in die UdSSR wurde die gesamte Familie in die Siedlung Schum, Gebiet Irkutsk, verbannt, weil sie die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen. Am 06.01.1956 freigelassen. Lebt in der Region Krasnojarsk. 
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Margarita (Margarethe) Jakowlewna Stulewa.


GISS, Christian Christianowitsch
, geb.1925. Gebürtig und wohnhaft im Gouvernement Saratow. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. 1942 ins Tajmyr-Gebiet verschleppt. Im August 1942 arbeitete er in der Siedlung Ladygin Jar. 1955 war er der Erste, der mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurdå, 1956-1957 er hielt er jeweils eine Medaille für seine Teilnahme an der Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft. In den 1970er Jahren wurde Christian Christianowitsch zum stellvertretenden Vorsitzenden der Kolchose „Morgenröte des Tajmyr“ ernannt. Seine Ehefrau war Irina Ewaldowna Giss. In Dudinka leben und arbeiten ihre Söhne: Jurij Christianowitsch Giss und Raimond Christianowitsch Giss, die beide im Tajmyr-Gebiet geboren sind. Raimond Giss ist von Beruf Musiker.
Kerze der Erinnerung. Das Tajmyr-Gebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen

GLASER, Alexander Iwanowitsch, geb. 1908 in dem Dorf Terobani, Potetzker Amtsbezirk, Gouvernement St. Petersburg. 1930 entkulakisiert , Entzug der Wahlrechte, verschleppt in die Kommunarowsker Siedlungskommandantur des NKWD, Schirinsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien.. Hier arbeitete er bei der Holzbeschaffung für das Bergwerk. Am 22.10.1937 in Saschen A.A. Apelesowa verhaftet (unter diese Strafakte fielen insgesamt 11 Personen). Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 02.12.1937 von einer Trojka der NKWD-Behörde der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.08.1959 von Gebeitsgericht rehabilitiert (P-11277).

GLASSNER (Glasner), Klementij Josifowitsch, geb. 1904 im Jekaterinoslawsker Gouvernement. Als Arbeitsarmist in der Zwangsarbeiterkolonie Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Lageraußenstelle des KrasLag des NKWD. Mittlere Schulbildung. Am 06.01.1943 in Sachen A.J. Bachman verhaftet (unter diese Strafakte fielen insgesamt 39 Personen). Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 20.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 12.10.1957 vom krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-8050).

GLAUB, August Iwanowitsch, geb. 1903 in dem Dorf Tscheljabin, Gouvernement Orenburg. Lebte am Kilometer 423 der Krasnojarsker Eisenbahnlinie. Stammte aus einer Großbauern-Familie, 2 Klassen Dorfschul-Bildung, parteilos. Streckenarbeiter am 2. Streckenabschnitz der Krasnojarsker Bahnlinie. Am 08.06.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und antisowjetischer Agitation. Das Verfahren wurde am 19.03.1939 vom Militärtribunal der Krasnojarsker Eisenbahn aus Gründen der Rehabilitation eingestellt (P-468).

GLEIM, deutsche Familie. Wurde im September 1941 aus der Ortschaft Straub im Kanton Kukkus, ASSR der Wolgadeutschen, in das Dorf Sagajskoje, Kreis Karatus, Gebiet Krasnojarsk, deportiert.

GLEIM, Alexander Alexandrowitsch, geb. 1924. 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert, arbeitete ab 1942 in der Fischfabrik in der kleinen Siedlung Nasonowsk, Ust-Jenisejsker Bezirk, Region Krasnojarsk.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GLEIM, Anna (Tochter von August), geb. 1923, stammte aus dem Gebiet Saratow. Im September 1941 wurde sie in den Kreis Ujar, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt. Im Juni 1942 vom Ujarer Wehrkommando in die Arbeitsarmee mobilisiert und in die Siedlung Chantajka, Kreis Dudinka, Autonomes Gebiet Tajmyr, Gebiet Krasnojarsk, geschickt. Sie arbeitete bis Ende 1950 als Fischerin auf einer Kolchose, und ging nach einem Aufruf ihres Mannes von dort fort.

GLEK. Jewgenija Keonowna. Feldscherin. Beendete die Schule für Medizin in der Stadt Balzer, ASSR der Wolgadeutschen. Verbrachte die Verbanungszeit im Autonomen Tajmyrgebiet, Region Krasnojarsk. von 1941-1942.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GLEKLER, Bergarbeiter aus dem Donez-Gebiet, Zellengenosse von Plotkin im Wladi-mirsker Gefängnis in den Jahren 1938-1939.

GLEKLER, Albert Robertowitsch, geb. 1908 in Odessa. Lebte eine Zeit lang im Taschtypsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Mittlere Schulbildung. Am 09.07.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeiten. Das Verfahren wurde am 17.01.1939 von der NKWD-Verwaltung des Autonomen Gebietes Chakassien eingestellt – aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten.

GLOCK, Peter (Sohn von Alexander), geb. 1906, aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert nach Otschury, Altaj-Kreis, Chakassien. Starb am 20.03.1943 in der Arbeitsarmee im Gebiet Perm.

GOBERLEIN, Alexander (Sohn von Christian), geb. 1910, aus der ASSR der Wolgadeut-schen nach Melezk, Kreis Biriljussy, zur Tschschelewsker Abteilung der Poljewsker Sonder-kommandantur im Gebiet Krasnojarsk deportiert. Am 19.06.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GOCHGALTER, Filipp Filippowitsch (siehe HOCHHALTER)

GOF, Georg(ij) Jakowlewitsch (Jakob). Gebürtig und wohnhaft im Gouvernement Saratow.  1941 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Jekaterina (Katahrina) sowie den Kindern Georgij Georgijewitsch Gof (geb. 1913), Fjodor Georgijewitsch Gof (geb. 1914), Maria Georgiewna Gof (geb. 1918), Milja Georgijewna Gog (geb. 1930) und Lydia Georgijewna Gof (geb. 1932) in den Suchobusimakser Bezirk, Region Krasnojarsk, deportiert. 1942 zur Trudarmee mobilisert; dort kam er ums Leben.
W. Frank. Die Geschichte einer Familie. Gedanken vor dem Morgengrauen

GOFMAN(N), Filipp Genrichowitsch (siehe HOFMAN(N))

GOFMAN(N), Josif (siehe HOFMAN(N))

GOFNER, Alexander Friedrichowitsch (siehe HOFNER)

GOFMAN(N), Viktor Wilhelmowitsch (siehe HOFMAN(N))

GOGENBERG, Jakob Ilitsch (siehe HOHENBERG)

GOGENBERG, siehe HOHENBERG

GOINER, Iwan/Johann (Sohn von Michael), geb. 1926, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Melezk, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk deportiert. Am 22.11.1942 zur Armee beim Atschinsker Wehrkommando mobilisiert.

GOIS (oder HOIS), Adam Iwanowitsch, geb. 1889 in Deutschland. Lebte in Bogotol. Deutscher Staatsangehöriger. Ehemaliger Kriegsgefangener. Stammte aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Schulbildung. Bäcker im Krasnosawodsker Erholungsheim. Am 08.09.1937 verhaftet. Angeklagt wegen Spionage und konterrevolutionärer Agitation. Am 04.01.1938 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zur Ausweisung aus der UdSSR verurteilt. Am 06.09.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18731).

GOLDMANN, Dominik Josifowitsch, geb. 1899. Stammte aus der Stadt Kamyschina. Schriftsteller, Publizist, Literaturkritiker, Übersetzer. Arbeitete als Deutschlehrer. Politisch verfolgt. Ab 1956 Mitglied des Schriftstellerverbandes, Mitwirkung am Almanach „Jenisej“.
O.A. Karlowa, Jenisejsker enzyklopädisches Lexikon, 1998

GOLZFOCHT (Holzfocht?) (Djukowa), Viktoria. Deportiert ins Tajmyrgebiet, arbeitete in der kleinen Siedlung Potapowo, Bezirk Dudinka, Region Krasnojarsk. Lebte 2003 in Deutschland.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GOLIAN, Samuel (Sohn von Friedrich), geb. 1905, Deutscher, stammte aus dem Jenissejsker Gouvernement. Mitglied der Kolchose "Sieg" in der Siedlung Kamysch im Deutschen Rayon, Altaj-Gebiet. Verhaftet 1934. Vom Sonderkollegium des West-Sibirischen Kreisgerichts am 28.02.1935 nach §58-10,11 Strafgesetzbuch verurteilt zu 3 Jahren Arbeitsbesserungslager. Die Akte wurde am 23.07.1960 vom Obersten Sowjet der RSFSR aus Mangel an Beweisen geschlossen.

GOLM, Alexander Gottliebowitsch (siehe HOLM)

GOLM, Gottlieb Gottliebowitsch (siehe HOLM)

GOLM (HOLM?), Gottlieb Gottliebowitsch. Geb. Am 22.09.1935 in der Ortschaft Pronsk, Gebiet Rjasan. Der Vater wurde 1937 verhaftet und zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Er starb nach dem Krieg im Archangelsker Gefängnis. Die Familie traf im Oktober  1941 in der Ortschaft Ignatowo, Pirowsker Bezirk, Region Krasnojarsk, ein. Im Alter von 16 Jahren bestellten sie Gottlieb zur Sonderkommandantur und schickten ihn in eine  Betriebsfachschule in den Norden der Region, wo er den Floßbau erlernte. Er blieb dort insgesamt drei Jahre. 1953 wurde er in der Ortschaft Bolschaja Murta von der Meldepflicht befreit.
O. Nikolajewka, T. Medwedewa, Politische Repressionen im Pirowsker Bezirk.

GOLM, Gottlieb Petrowitsch (siehe HOLM)

GOLM, siehe HOLM

GOLMAN(N), M.M., geb. 1927. Deportiert ins Autonome Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 249, (b).

GOLMAN(N), siehe HOLMAN(N)

GOLTSCH, Genrich (Heinrich) Gustawowitsch, geb. 1882 im Kalischsker Gouvernement. Lebte in Krasnojarsk. Höhere Bildung. Förster im Kreis Mana, Krasnojarsker Region. Am 21.02.1921 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und antisowjetischer Agitation. Das Verfahren wurde am 17.04.1921 von der Gouvernements-Tscheka aufgrund von Umständen, die seine Rehabilitation bewirkten, eingestellt (P-20364).

GOLZ, Josef Augustowitsch, geb. 1881 in dem Dorf Pawlinowka, Gouvernement Wolhynien. Lebte in dem Dorf Alexandrowka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Arbeitete in einer Kolchose namens Rosa Luxemburg. Am 28.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären, nazionalistischen Organisation und konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 29.09.1956 von einer Sonder-Kommission des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-5624).

GOLZ, Rudolf Osipowitsch, geb. 1906 in dem Dorf Alexandrowka , Abakansker Amtsbezirk, Minusinsker Gouvernementskreis, Jenisejsker Gouvernement. Lebte an der Station Tschernogorka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Weichensteller. Am 20.01.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 12.04.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 05.05.1938 in Atschinsk erschossen. Am 03.10.1959 von einer Sonder-Kommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-11339).

GOLZER, siehe HOLZER

GOMAN(N), siehe HOMAN(N)

GOMER (Homer?), Genrich (Heinrich) Johannesowitsch, geb. 1925 in der Ortschaft Dönhof, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 25.09.1943 zur Trudarmee ins Tagillag mobilisiert.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GOMER (Homer?), Natalia Jakowlewna, geb. 1923 in der Ortschaft Dönhof, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 25.09.1943 in die Trudarmee mobilisiert, am 26.01.1945 zur Abfahrt ins Tagillag abgeschrieben.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 313, (b).

GONEKER (siehe HONEKER), Christian Christanowitsch

GONSTEIN, Genrich (Heinrich) Genrichowitsch (oder HONSTEIN), geb. 1916 in der Ortschaft Nowaja Norka, Elinbajewsker Kanton, Gouvernement Saratow. Lebte in Kansk. Grundschulbildung. Zur Arbeitsarmee in die Bauverwaltung UWSR-384 mobilisiert. Am 08.09.1943 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 26.02.1944 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 30.01.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-24923).

GONTSCH, Hermann (Sohn von Reinhold), geb. 1915, Ukraine-Deutscher. War 1943 mit seiner Familie aus dem Gebiet Schitomir nach Deutschland gelangt und wurde 1945 von dort, zusammen mit Kriegsgefangenen ins Donez-Becken verschickt. Verhaftet nach §58. Kam im SibLag an der Station Jaja ums Leben.

GONTSCHAR (Muss), Jekaterina (Katharina) Adamowna, geb. 1922 im Pargolowsker Bezirk, Gebiet Leningrad. Schulbildung: 4 Klassen. Parteilos. Auf Grundlage des Beschlusses N° 00714 „a“ der Leningrader Filiale des Obersten Gerichts vom 20.03.1942 in den Status einer Sondersiedlerin versetzt. Arbeitete beim Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte in Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk. Arbeitete dort in der Fischfabrik.  1956 aus dem Status einer Sondersiedlerin abgeschrieben.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GOOL, Karl (Sohn von Karl), geb. 1904, stammte aus dem Gouvernement Saratow. Stall-knecht auf der Kolchose "Steppen-Pflüger" in der Ortschaft Nowo-Pokrowka, Kreis Kuragino, Region Krasnojarsk.1937 verhaftet und zu 10 Jahren verurteilt. Die Haftzeit verbüßte er in Lagern rund um Perm. Verstarb am 21.03.1943 im Lager. 1996 vom Krasno-jarsker Gebietsgericht rehabilitiert.

GOOL, Maria Jakowlewna, geb. 1913 in der Ortschaft Bauer, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bogradsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 30.09.1943 in die Trudarmee ins Tagillag mobilisiert.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 314, (b).

GOPNER, siehe HÖPPNER

GOPPE (Hoppe?), Angelika Jakobowna, geb. 1898. Am 18.09.1941 aus der Ortschaft Grimm, Kanton Kamenka, ASSR der Wolgadeutschen über die Bahnstation Tinskaja ins Dorf Kutscherowka, Nischneingaschsker Bezirk, Region Krasnojarsk, deportiert – zusammen mit ihren Kindern: Viktoria Johannesowna Goppe (geb. 1924), Oskar Johannesowitsch Goppe (geb.  1926) und Tamara-Klara Johannesowna Goppe (geb. 1930). Im Frühjahr 1942 gemeinsam mit den Kindern in die Siedlung Nidymkan, Nationalgebiet der Ewenken, zum Fischfang geschickt. Ab Herbst 1942 in der Verbannung in Tura, ab 1955 – in Jenisejsk. Wurden am 10.02.1956 aus dem Verbanntenstatus entlassen. Tochter Gerta (Herta) Johannesowna Goppe (geb. 1919), Lehrerin in Palassowka, ASSR der Wolgadeutschen, wurde im September 1941 in die Altairegion deportiert. Sie fand mit ihrer Familie erst in den 1950er Jahren wieder zusammen. Viktoria heiratete Petr Aganesow. 1944 wurde Sohn Valerij Petrowitsch Aganesow geboren, 1952 Tochter Tatjana Petrowna Aganesowa. 1994 lebte Viktoria Johannesowna in Krasnojarsk.
-Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Viktoria Johannesowna Anjanowa
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GOPPE, Daniil Juliusowitsch (siehe HOPPE)

GOPPE, Friedrich Andrejewitsch (siehe HOPPE)

GOPPER, siehe HOPPER

GORA, Michail Martinowitsch. Geb. 1926. Lebte im Bezirk Kuragino, Region West-Sibirien. 1932 zusammen mit seiner Familie (Vater, Mutter, zwei Brüdern und einer Schwester) ins Gebiet Narym verschleppt. Vor der Verschickung in die Verbannung war die Familie enteignet worden. Man nahm ihnen alles fort: das Haus, das Vieh, den gesamten Besitz. Während der Verbannung blieben von den sechs Familienmitgliedern lediglich zwei am Leben: die Mutter und Michail Martinowitsch. Der Mutter gelang es, eine Erlaubnis zu erhalten in den Rybinsker Bezirk, Region Krasnojarsk, umziehen zu dürfen – zum Bagrinsker Glimmer-Bergwerk. Michail Martinowitsch arbeitete insgesamt 52 Jahre in der Saosjorner Glimmer-Fabrik. Seine Ehefrau heißt Vera Michailowna.
W.D. Tajschichina. Ins Nichts hinein? Momente der Geschichte. „Politische Repressionen in der UdSSR“ (1989-2009), Krasnojarsk, 2009, S. 148.

GORA, Vera Michailowna. Ehefrau von M.M. Gora. Ihre Familie lebte im Altai-Gebiet. Es ging ihnen gut, sie besaßen ihr eigenes Haus, Kühe, Pferde, Schafe und eine Bienenzucht. Die Familie wurde enteignet, und Vera Michailowna, zusammen mit ihrer Familie, in den Keschemsker Bezirk, Region Krasnojarsk, verschleppt.
W.D. Tajschichina. Ins Nichts hinein? Momente der Geschichte. „Politische Repressionen in der UdSSR“ (1989-2009), Krasnojarsk, 2009, S. 148.

GORDIENKO (Gempel, Hempel?), Maria Genrichowna, geb. 1919 in der Ortschaft Gukk, Krasnoarmejsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Ab 1942 arbeitete sie in der Fischindustrie im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte in der Siedlung Chos Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk. Arbeiterin. 1956 aus dem Status einer Sondersiedlerin entlassen.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GORDT, Jegor Pawlowitsch, geb. am 03.01.1884 in dem Dorf Nowyj Tarlyk, Gouvernement Saratow. Als Zwangsumsiedler in der Siedlung Bajkit, Bajkitsker Kreis, Nationalgebiet der Ewenken, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Arbeiterfamilie, Dorfschulbildung, parteilos. Pferdepfleger und Fuhrmann beim Kreis-Industriekombinat. Am 19.05.1944 verhaftet. Nach § 58-10, Abs. 2 des Strafgesetzes der RSFSR angeklagt. Am 29.11.1944 vom ewenkischen Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager und 5 Jahren Entzug der politischen Rechte mit Konfiszierung des persönlichen Besitzes. Am 27.10.1002 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-3998).

GORENTSCHUK (Bruch), Jelisaweta (Elisabeth), Filippowna, geb. am 22.02.1926. Deportiert in die Region Krasnojarsk. Lebte 2004 in der Stadt Dudinka.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GORJATSCHEWA (Gesler), Lydia Bogdanowna, geb. 1921 in Marxstadt, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk verschleppt. Arbeitete ab 1942 in der Fischindustrie im Taijmargebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte in der Siedlung Chos Aleksandrowsk, Sachalinsker Bezirk. Arbeitete dort als Traktoristin. 1956 aus dem Status einer Sondersiedlerin entlassen.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GORN (HORN?), Iwan Iwanowitsch. Verbüßte seine Verbannungszeit in dem Dorf Farkowo, Turuchansekr Bezirk, Region Krasnojarsk. Heiratete die Russin Galina Gawrilowna Gawrilenko. Nach der Hochzeit wurde Galina aus der Komsomolzen-Organisation ausgeschlossen. Er arbeitete in Farkowo als stellvertretender Kolchosvorsitzender. 1960 wurde das Büro des Bezirkskomitees der Partei nach Tschulkowo verlegt. Wahl zum Vorsitzenden der Kolchose namens 17. Parteitag. Für seine gewiisenhafte Arbeit bekam Iwan Iwanowitsch die Medaille des „Arbeitsveterans“ verliehen. Ferner erhielt er die Jubiläumsmedaille „50 Jahre Sieg im Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945“.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität  „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s)

GORN, Jakow Jakowlewitsch, siehe GORN)

GORN, Jakob (Jakow) Karlowitsch (siehe HORN)

GORN, Jakow Karlowitsch (siehe HORN)

GORN, siehe HORN

GORR, Alexander Andreasowitsch (1925-2008). Gebürtig aus der Ortschaft chweid (Schwedt), Kanton Krasnojar, Gouvernement Saratow. Im September  1941 wurde die Familie, bestehend aus 7 Erwachsenen und 2 Kindern in die Siedlung Nasarowo, Region Krasnojarsk, deportiert. Die Überlebenden wurden 1942 zum Fischfang auf die Halbinsel Tajmyr geschickt (nach Pschenitschnij Rutschej und Potapowo). 1948 zusammen mit seiner Schwester, Dorothea Andreasowna Gorr, nach Sachalin angeworben. 1950 heiratete er die Verbannte Rose Gorr. Lebte in der Siedlung Sewernaja Schirokaja Pad im  Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeitete als Fischer für die Fischfabrik. 1953 auf Anordnung des UWD in die Regeion Kemerowo geschickt.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GORR, Aleksander Davidowitsch, aus der Republik der Wolgadeutschen. Die Familie lebte in einer Sowchosen-Siedlung etwa 60 km von Saratow entfernt. 1937 wurde der Vater verhaftet; seine Haftstrafe verbüßte er an der Bahnstation Suchobeswodnaja, Gorkowsker Region. Wurde vorzeitig entlassen. 1941 zusammen mit den Eltern in die Region Krasnojarsk deportiert. Der Transport fand in Güterwaggons statt; in Kansk wurden sie ausgeladen. Die Eltern arbeiteten in einer Sowchose im Dorf Tschetscheul. Sie überwinterten in der Kansker Vogelzucht-Sowchose. Im April 1942 wurde der Vater zur Trudarmee ins Kusnezker Becken mobilisiert, wo er drei Jahre verbrachte. Aleksander und seine Mutter kamen mit einer Häftlingsetappe in die Siedlung Potapowo im Turuchansker Bezirk. Dort trafen sie am 12.09.1942 ein. Der Vater kam später nach. Alexsander lebte 10 Jahre in Potapowo; er beendete die 7-Klassen-Schule. Dort lernte er W.W. Semenow kennen und freundete sich mit ihm an. 1952 brachte ihn der Kommandant Oberst Torgaschin, der von Aleksanders Wunsch nach einer Ausbildung wußte, ihn höchstpersönlich nach Dudinka. Dort heiratete er. Seine Frau hieß Tamara (die Tochter von J.F. Kalinina). Sohn Wladimir wurde geboren. In Dudinka absolvierte er ein kostenpflichtiges Fernstudium beim Moskauer Finanzinstitut für die gehobene Buchhalterlaufbahn. Später wurde er zum Haupt-Buchhalter des Dudinker Kontors der Handelsverwaltung des Norilsker Kombinats ernannt. 1962 wurde er als Ober-Buchhalter der Handelsverwaltung des Kombinats nach Norilsk versetzt. Im Dezember 1973 ernannte man ihn zum Leiter der Handelsverwaltung des Norilsker Kombinats und zum stellvertretenden Kombinatsdirektor.
Über die Zeit, über Norilsk, über sich selbst, Buch 2, Moskau, 2002, S.434-436, 446, 447, Buch 3, Moskau, 2003, S. 432-435, 443, 452, 454, 458, 460, 462, 466, 473, 475.

GORR, Amalia Fedorowna, geb. 1901 in der Siedlung Pokrowskaja Sloboda, Gouvernement Saratow. Als Verbannte in der Siedlung Tura, Nationales Gebiet der Ewenken, Region Krasnojarsk. Grundschulbildung. Ungelernte Arbeiterin in der Ilimpijsker Kreis-Fisch-Konsumgenossenschaft. Am 31.01.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 17.02.1943 vom ewenkischen gebietsgericht zur Höchststrafe verurteilt. Der Tod durch Erschießen wurde am 10.05.1943 vom Obersten Gericht der RSFSR in 10 Jahre Besserungsarbeitslager abgeändert. Am 17.04.1997 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22431).

GORTE, Alexander, geb. 1939, und Wladimir/Walter, geb. 1940, Deutsche, Kinder von Maria Root; 1941 zusammen mit der Mutter aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Biriljussy im Gebiet Krasnojarsk deortiert. Beide starben während der Verbannung - einer am 09.10.1941, der andere am 13.10.1941.

GORTE, Erna (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1922. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Biriljussy im Gebiet Krasnojarsk deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GORTE, Iwan/Johann, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. 1941 deportiert in den Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk. Starb am 06.10.1941 in der Verbannung.

GOSMON, David (Sohn von Karl), 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Satschulymka, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 19.06.1942 zur Arbeits-armee nach Atschinsk mobilisiert.

GOSSEN, Genrich (Heinrich) Genrichowitsch, geb. 1904. Geboren und wohnhaft in der Ortschaft Molotschansk, Jekaterinoslawsker Gouvernement. Unvollendete Mittelschul-bildung, Absolvent von Zootechniker-Kursen. Am 24.02.1936 vom Dnjepropetrowsker Gebietsgericht nach § 54-2, 11 des Strafgesetzes der Ukrainischen SSR zu 4 Jahren Besserungsarbeitslager und 2 Jahren Entzug der politischen Rechte mit Konfiszierung des persönlichen Besitzes verurteilt. Verbüßte seine Haftstrafe im KrasLag in der Siedlung Nischnjaja Pojma, Nischneingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk. Am 23.12.1937 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 1 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 27.04.1939 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 7 Jahren Besserungsarbeitslager und 3 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Das Verfahren wurde am 18.10.1940 aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt P-192).

GOSSMANN (Gosmann), Alexander. 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert. Sondersiedler im Tajmyrgebiet. Arbeiter beim Industriekombinat in Dudinka.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GOSSMAN(N), David Genrichowitsch (Heinrichowitsch). Verbrachte die Verbannungsstrafe im Autonomen Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Ging 1965 in Rente, lebte in der Siedlung Schira, Schirinsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 256

GOSSMANN, Viktor. Sondersiedler im Tajmyrgebiet. Dudinsker Expedition des Staatlichen Projektierungsprogramms für das Flußtransportwesen.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GOTTSELICH, Kalatsis, Deutscher, Kommunist, Mitstreiter Ernst Thälmanns, war in Spanien in der internationalen Brigade; nach deren Niederlage kehrte er in die UdSSR zurück. Schlosser im Elektrowerk im NorilLag.

GOTWALD, Fedor Josifowitsch, geb. 1856 im Kasansker Gouvernement. Lebte in Atschinsk. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 19.11.1921 von der krasnojarsker Gouvernements-Tscheka verurteilt (P-5902).

GÖTZ, Adam (Sohn von Adam), geb. 05.01.1925, aus der deutschen Kolonie Jam, Ischorsker Dorfsowjet, Tosnjensker Kreis im Gebiet Leningrad. Am 26.03.1942 aus Leningrad abtransportiert und in die Region Krasnojarsk verbannt. Ende 1994 lebte er im Bogutschansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk.

GÖTZ, Karl (Sohn von Heinrich), geb. 1902, im Jahre 1937 in der ASSR der Wolgadeut-schen verhaftet . Spurlos verschwunden.

GRABENDER, Alexander Christianowitsch, geb. 1877 in dem Dörfchen Schawin, Gostinsker ujezd, Gouvernement Warschau. Möglicherweise Deutscher. Lebte in der Ortschaft Nowoselowo, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Handwerker-Familie, konnte lesen und schreiben. Ging keiner geregelten Beschäftigung nach. Am 22.12.1937 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 04.02. 1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 28.02.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 28.07.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18726).

GRABENDER, Georgij Aleksandrowitsch, geb. am 14.06.1914. Geboren und wohnhaft in Moskau. Stammte aus kleinbürgerlichen Verhältnissen. Unvollständige Mittelschulbildung, parteilos. Am 14.06.1935 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 3 Jahren Verbannung in die Region Krasnojarsk verurteilt. Lebte eine Zeit lang in der Siedlung Nowosjelowo. Ohne feste Beschäftigung. Am 07.02.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 1 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 22.03.1939 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 7 Jahren Besserungsarbeitslager und 5 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Am 31.05.1957 vom Obersten Gerichtshof der RSFSR rehabilitiert (P-7045).

GRAF, Bogdan Petrowitsch, geb. 1879 im Gouvernement Samara. Lebte in dem Dörfchen Mansja, Bogutschansker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauernfamilie, konnte nur schlecht lesen und schreiben. Schuster. Am 09.02.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 22.08.1938 in Kansk erschossen. Am 30.06.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18611).

GRAF, David (Sohn von David), geb. 1908, Deutscher aus der Ortschaft Straßburg im Kanton Pallassowka, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt nach Serbimolod, Kreis Bolsche-Murta, Region Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GRAF, Friedrich (Sohn von Friedrich), geb. 1884, stammte aus Alexanderhilf im Owidio-polsker Kreis, Gebiet Odessa. Kolchosarbeiter. Laut Akte No. 4697 verhaftet am 22.06.1941 nach §54-10 Strafgesetzbuch. Am 07.04.1941 durch Entscheid des Sonderkollegiums des NKWD der UdSSR zu 5 Jahren in die Region Krasnojarsk verbannt. Am 24.02.1993 von der Staatsanwaltschaft im Gebiet Odessa rehabilitiert.

GRAF, Kaspar (Iwan) Petrowitsch, geb. 1900in der Ortschaft Folmer, Kanton Kamenka, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 16.09.1943 in die Trudarmee mobilisiert, im April 1946 zur Abfahrt ins Tagillag abgeschrieben.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 314, (b).

GRAF, Wilhelm Christianowitsch, geb. 1893 im Gouvernement Cherson. Lebte in Krasnojarsk. Erdarbeiter am 11. Bauabschnitt der Station. Am 07.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 18.10.1960 von einer Sonder-Kommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-12457).

GRANSKIJ, Iwan/Johann (Sohn von Konstantin), geb. 1889, Bienenzüchter bei der "Kedroprom" in der Ortschaft Taschtyp. Verhaftet im März 1933. Am 27.04.1933 von einer Trojka der Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU der Region West-Sibirien zu 10 Jahren verurteilt. Am 08.09.1956 vom Gebietsgericht der Region Krasnojarsk rehabilitiert.

GRASLIK, Kondratij/Konrad (Sohn von Peter), geb. 1901, befand sich 1950 unter der Sonderkommandantur des KrasLag im 11. Lagerstützpunkt in Verbannung. Wurde am 22.08.1950 der Sonderkommandantur No. 65 im Kreis Nischne-Ingasch bei der Kreis-Abteilung des Staatssicherheitsdienstes im Gebiet Krasnojarsk übergeben.

GRASS, Christian Jakowlewitsch, geb. 1896 im Dorf Schulz, Kanton Krasnojar, Gouvernement Saratow. Grundschulbildung. Stammte aus einer Bauernfamilie. Arbeitete als Beschaffer in der Dorfkonsumgemeinschaft des Dorfes Belskoe, Pirowkser Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 24.01.1942 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-10, 193-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 10.04.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 22.02.1993 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20641).

GRAUBERGER, Alexander (Sohn von Karl), geb. 1912, stammte von dem Einzelgehöft Gorn (oder Horn) im Kanton Gmelinka, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt in die Ortschaft Staro-Iwanowka (Alt-Iwanowka), Kreis Bolsche-Murta, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.

GRAUBERGER, Iwan Fedorowitsch, geb. 1921 in der Ortschaft Gnatdau (Gnadentau), Gouvernement Saratow. Lebte in Kansk. Grundschulbildung. Zur Arbeitsarmee in die Bauverwaltung UWSR-384 mobilisiert. Am 13.08.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 26.02.1944 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 30.01.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-24293).

GRAULE, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1920, wurde im April 1935 zusammen mit seiner Mutter Margarita (Tochter von Andrej/Andreas), geb. 1899, dem Bruder Alexander, geb. 1919, sowie der Schwester Elisabeth, geb. 1918, aus der Nowosaratowsker Kolonie, Kreis Bsewolod im Gebiet Leningrad, in die Siedlung Slawjanka, Pachtaaralsker Kreis, Gebiet Süd-Kasachstan (heute Gebiet Tschimkent) deportiert. 1940 in die Armee mobilisiert, im Sommer 1941 nahm er an den Kämpfen bei Wjasma und Rschew teil. Im Oktober 1941 wurde er nach Moskau geschickt, anschließend nach Gorkij sowie nach Kamensk-Uralskij im Gebiet Swerdlowsk, zu einem Baubataillon. Im Sommer 1942 befand er sich in der Nähe von Swerdlowsk zum Bäumefällen. Im November 1942 schickte man ihn in die Arbeitsarmee-Zone zum Karpinsker Tagebau (Station Bogoslowsk). Am 13.07.1943 wurde er verhaftet. Im Dezember 1943 schickte man ihn mit einer Haftdauer von 10 Jahren laut § 58-10 (Beschluß des Sonderkollegiums vom 05.01.1944) ins IwdelLag. Er arbeitete als Brigadier beim Wegräumen von Holz aus den Waldlichtungen , danach als Arbeitsanweiser und Normsachbearbeiter. Ab Herbst 1945 stand er nicht mehr unter der Begleitung von Wachpersonal. Am 07.03.1953 wurde er freigelassen. Man schickte ihn nach Krasnojarsk, zum 1. Ziegelwerk, in die Verbannung. 1956 ließ man ihn frei. Am 21.01.1960 wurde er vom Obersten Sowjet der UdSSR rehabilitiert. Die Mutter starb 1936 während der Verbannung. Der Bruder floh aus der Verbannung. Der Vater, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann) Graule, geb. 1888, war Buchhalter auf der Kolchose "Roter Mechanisator" in der Nowosaratowsker Kolonie. Am 07.03.1933 wurde er verhaftet und von der Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU des Leningrader Wehrkreises zu 5 Jahren nach Chabarowsk verbannt. Er verbüßte die Zeit im BamLag in der Stadt Swobodnij. Am 05.02.1936 wurde er entlassen. Man verbannte ihn mit seiner Familie nach Kasachstan, wo er am 10.10.1941 erneut verhaftet und vom Gebietsgericht zu 10 Jahren verurteilt wurde. Am 22.07.1942 starb er in Dolinka (KarLag) an Ruhr. 1965 wurde er vom Leningrader Gebietsgericht (wegen der ersten Verurteilung) rehabilitiert, und 1992 auch von der Tschimkentsker Staatsanwaltschaft (aufgrund der zweiten Verurteilung). 
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Iwan Iwanowitsch Graule.

GRAULE (Boldyrewa), Valentina Petrowna. Geb. 20.06.1924 in der deutschen Kolonie Owzina, Bezirk Sludsk, Gebiet Leningrad. Im Oktober 1941 deportiert, lebte 1950 in der Verbannung in der Siedlung Angarskij, Bogutschansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 01.02.1956 in die Freiheit entlassen. 1991 rehabilitiert. Liegt in der Siedlung Angarskij begraben.
T.A. Friesen. Rückkehr der Namen, Siedlung Angarskij, Bogutschansker Bezirk, Region Krasnojarsk

GREB, Iwan Jakowlewitsch, geb. 1905. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a).

GREB, Jakob (Sohn von Jakob), geb. 1910, stammte aus Wiesenmiller im Kanton Seelmann, Gebiet Saratow. Zusammen mit seiner Ehefrau Amalie (Tochter von Karl), 1908-1986, Tochter Irma, geb. am 18.10.1939, und seinem Stiefsohn August (Sohn von Heinrich) Schneider (derselbe, der auch den Namen August (Andrej/Andreas) Greb trug), geb. am 06.12.1931, am 06.09.1941 mit dem Gefangenenzug No. 841 nach Krasnojarsk deportiert; der gesamte Besitz wurde konfisziert. Kam in der Arbeitsarmee bei der Holzfällerei ums Leben. Die Familie wurde aus der Sonder-zwangsansiedlung am 08.02.1956 entlassen; sie blieb in Krasnojarsk. Heinrich Schneider (Sohn von Heinrich) wurde in die Ortschaft Bolschije Syry, Kreis Balachta, Region Krasno-jarsk, verschleppt und 1948 nach Fedossowo, Kreis Balachta, Region Krasnojarsk, umgesiedelt.

GREB, Natalie (Tochter von David), geb. am 14.04.1915,; wurde im September 1941 aus dem Gebiet Saratow in den Kreis Berjosowka (heute Shcarypowo), Gebiet Krasnojarsk, ver-schleppt. Am 15.03.1956 aus der Sonderzwangsansiedlung entlassen.

GREINER, Konstantin Iwanowitsch, geb. am 20.05.1912 in der Siedlung Stekolnyj Sawod, Gouvernement Moskau. Militärperson in der Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Schulbildung, parteilos. Autotechniker-Praktikant im Truppenteil No. 1567. Am 09.02.1936 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 10.05.1936 von der Staatsanwaltschaft des Sibirischen Wehrkreises aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-3488).

GRIGEL, Michail Iwanowitsch, geb. 1909 in Moskau. Lebte in der Nähe eines Bergwerkes im Schirinsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 22.11.1942 verhaftet. Angeglagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 06.02.1943 vom chakassischen Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 11.08.1995 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21757).

GRIMBERG, Iwan Wladimirowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1909. Gebürtig aus dem Dörfchen Borisowka, Ujarsker Wolost, Kansker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Lebte auch dort. Stammte aus einer Großbauern-Familie, Grundschulbildung, parteilos. Schmied im Gromadsker Steinbruch. Verhaftet am 22.02.1938. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und antisowjetischer Agitation. Am 15.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchtstrafe verurteilt. Am 19.06.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 05.07.1957 vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-7728).

GRINBERG, Grigorij Alexandrowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1891 in der Siedlung Ust-Tunguska, Enisejsker Bezirk, Jenisejsker Gouvernement. Jude. Lebte eine Zeit lang in Krasnojarsk. Sohn eines Händlers, konnte lesen und schreiben. parteilos. Leiter des Verkaufsstandes „Altstoffe und Rohmaterial“. Verhaftet am 23.12.1941. Angeklagt nach § 58-2, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Das Verfahren wurde am 23.03.1943 aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-198).

GRISCHKO. Elsa Iwanowna, geb. am 07.12.1929. In die Region Krasnojarsk deportiert. Lebte 2004 in drer Stadt Dudinka.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GRISMAN(N), Fjodor/Friedrich (Sohn von Karl), Verbannter, in den 40-er und 50-er Jahren verbrachte er die Verbannung in der Siedlung Kellog, Kreis Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk. Am 15.11.1946 heiratete er G. (K.) Karlin.

GRITZ, Michail Petrowitsch, geb. 1897 in der Ortschaft Luplinka, Grodnensker Gouvernement. Möglicherweise Deutscher. Lebte an der Station Bugatsch (Krasnojarsker Eisenbahn). Konnte nur schlecht lesen und schreiben. Streckenwärter am 4. Schienen-abschnitt der Krasnojarsker Eisenbahnlinie. Am 31.12.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 10.02.1944 vom Militärtribunal der Krasnojarsker Eisenbahn zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 03.06.1997 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P- 22552).

GRITZ, Pawel (Paul?), Alexandrowitsch, möglicherweise Deutscher. Am 05.09.1933 verhaftet. Angeklagt nach § 58-11 des Strafgestzes der RSFSR. Das Verfahren wurde vom Tomsker operativen Sektor der OGPU aus Gründen, die ihn nach § 4, Pkt. 5 der Strafprozeßordnung der RSFSR rehabilitierten, eingestellt (P-16922).

GROBMAN(N), Wilhelm, deutscher Staatsbürger. Ingenieur, in die UdSSR abkommandiert. Verhaftet 1941, zur einer Lagerhaftstrafe verurteilt. Befand sich von 1949-1954 in Ussowo, Uderejsker Kreis, Region Krasnojarsk, in Verbannung. Arbeitete in der geophysikalischen Abteilung für geologische Erkundungen beim Jenissejstroj des Ministeriums für Innere Ange-legenheiten der UdSSR.

GROH, Iwan/Johann, geb. 1926, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Satschulymka, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GRONIKA (Groniko), Ernst (Ernest) Arturowitsch, geb. am 02.09.1883 in Riga. Ab Juli 1918 bis Hanuar 1920 Stabsrittmeister in der Koltschak-Armee. Wurde dreimal wegen konterrevolutionärer Aktivitäten verhaftet. Lebte in Krasnojarsk. Stammte aus kleinbürgerlichen Verhältnissen. Mittelschulbildung. Beendete das Technikum für Musik. Parteilos. Am 04.03.1931 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 Strafgesetz der RSFSR. Das Verfahren wurde am 26.06.1931 von der OGPU aufgrund von Umständen, die seine Rehabilitation bewirkten, eingestellt. Musiklehrer an der Musikschule Nr. 1 und im Haus des Lehrers. Am 04.10.1937 in Sachen P.R. Smolecho verhaftet (unter dieses Verfahren fielen insgesamt 59 Personen). Inhaftiert im Krasnojarsker Gefängnis. Am 02.12.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 03.12.1937 in Krasnojarsk erschossen. Am 20.09.1956 vom Gebietsgericht der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6752, P-1864).

GRONSKIJ, Iwan Konstantinowitsch, geb. 1889 in Wilno. Beendete die 3. Sommer-Handwerksschule in Brjansk. Der Vater war Meister in der Branntweinbrennerei beim Gutsbesitzer Miljawskij. Bis zur Revolution befaßte er sich mit Bienenzucht und dem Tischlerhandwerk. Im Juli 1920 wurde er in Wilno in die polnische Armee mobilisiert. Am 05.08.1920 geriet er in der Gegend von Tjaschewo in Gefangenschaft. Er kehrte nach Wilno zurück. 1927 traf er in Abasa, Chakassien, ein und arbeitete bis 1929 als Tischler im Kinderheim. 1930 fuhr er zur Goldgrube Ansas , arbeitete dort als Goldwäscher und begab sich anschließend nach Kurlugasch. Er kaufte eine Mühle, die man ihm jedoch aufgrund von Zahlungsrückständen wieder wegnahm. 1931 fuhr er in den Kreis Gorno-Schorskij, wo er 11 Bienenstöcke erwarb, sich mit Bienenzucht befaßte und später nach Kurlugasch zurückkehrte. Er trat in die Kolchose ein, verließ diese Kolchose nach 10 Monaten wieder, arbeitete als Bienenzüchter im „Kedroprom“ (Fabrik zur Verarbeitung von sibirischen Zirbelkiefern; Anm. d. Übers.). Am 11.03.1933 wurde er festgenommen. Am 27.04.1933 verurteilte ihn eine Trojka der Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU in der West-Sibirischen Region, Protokoll No. 384, in Sachen I.S. Budim (unter diese Akte fielen insgesamt 205 Personen), nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes zu 10 Jahren. Am 08.09.1956 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-19764).

GROO, Anna. Deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen. Traf am 24.06.1942 im Tajmyrgebiet in der kleinen Siedlung Ust-Chantajka ein. Arbeitete als Brigadefüherin einer Fischfangbrigade.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GROO, Christian Christianowitsch, geb. 1906 in dem Dörfchen Alexander-Gaj, Gouvernement Saratow. Als Arbeitsarmist in der Zwangsarbeiterkolonie Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Sonder-Lagerpunkt beim KrasLag des NKWD. Stammte aus einer Mittelbauernfamilie. Konnte lesen und schreiben. Im Februar 1943 in Sachen A.J. Bachman(n) verhaftet (unter diese Akte fielen insgesamt 39 Personen). Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 20.10.1943 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 12.10.1957 vom krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-8050).

GROO, Genrich (Heinrich). Verbüßte seine Verbannungszeit in Turuchansk, Region Krasnojarsk. Um nicht vor Hunger zu sterben, begann er im Alter von 12 Jahren im Winter bei der Brennholzbeschaffung für Turuchansker öffentliche Einrichtungen zu arbeiten.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität  „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s)

GROO, Jekaterina/Katharina (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1910, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Siedlung Nikiforowskij, Kreis Biriljussy, Region Krasno-jarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GROO, Minna (Maria ) Jakowlewna, geb. am 07.10.1932. Deportiert in die Region Krasnojarsk. Lebte 2004 in der Stadt Dudinka.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.
-L.A. Tschurilowa, Sonderumsiedler im Tajmyrgebiet, 1999
-Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen  B.G. Wakker (Hinz). Wir glaubten, dass wir in unsere kleine Heimat  zurückkehren würden...
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Museumsbote, Ausgabe 1, 2001, Dudinka

GROO, Sawelij Davidowitsch, geb. 1928 in der Ortschaft Klarus (Glarus), ASSR der Wolgadeutschen. Im September 1941 zusammen mit seiner Familie in den Nowoselowkser Bezirk, Region Krasnojarsk, deportiert: Mutter Emilia Samuilowna Groo, Bruder David Davidowitsch Groo. Befand sich ab 1942 als Sondersiedler in der Siedlung Lewinskije Peski, Bezirk Dudinke, Nationalgebiet Tajmyr. Fischer und Jäger.
-Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen. Arbeiten mußten wir unter der Begleitung von Wachsoldaten.

GROP, Irma (Tochter von Gottlieb), geb. 1923, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolga-deutschen in den Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GROSCH, Alexander Genrichowitsch (Heinrichowitsch), geb. 1895 in der Ortschaft Grimm, Kanton Kamenka, Gouvernement Saratow. Schulbildung: 4 Klassen. Stammte aus einer Bauernfamilie. Leiter einer Zehnerbrigade bei der Bezirksholzbeschaffungsstelle im Dorf Rynaja, Kosylsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 16.02.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 09.06.1942 in Abwesenheit auf einer Sitzung des Krasnojarsker Regionsgerichts zur Höchststrafe verurteilt – mit Konfiszierung des gesamten Besitzes. Das Oberste Gericht der RSFSR entschied am 19.07.1942, dass dieses Urteil rechtskräftig sei. Am 11.08.1942 in der Stadt Atschinsk erschossen. Am 22.06.1995 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21741).

GROSCH (Ljubimowa), Irma Augustowna, geb. am 10.05.1935. Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Grimm, Gouvernement Saratow. Am 19.09.1941 zusammen mit ihrer Familie ins Dorf Ilinka, Nischneingaschsker Bezirk, Region Krasnojarsk, verschleppt: Vater August GROSCH (1902-1941), Mutter Lisa GROSCH (geb. 1904), Bruder August Augustowitsch GROSCH (1927-03.07.1944, Invalide aufgrund seiner schlechten Sehkraft), die Schwestern Lisa Augustowna GROSCH (Zimmermann, geb. 1930) und Ida Augustowna GROSCH (1938 – 19.01.1943.). Am 21.08.1942 trafen sie in der kleinen Siedlung Ust-Chantajka. Bezirk Dudinka, Autonomes Tajmyrgebiet, Region Krasnojarsk, ein. Erhielt 1954 aufgrund der Kontaktaufnahme mit einem Verwandten die Erlaubnis, den Bezirk Dudinka zu verlassen und in den Bezirk Jemeljanowo, Region Krasnojarsk, zu fahren.
-L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet.

GROSS, Adolf (Sohn von Adolf), geb. 1924, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeut-schen nach Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GROSS, Adolf (Sohn von Adolf), geb. 1925, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeut-schen in die Ortschaft Meletzk, Schtschelewsker Abteilung der Poljewsker Sonderkomman-dantur im Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GROSS, Otto (Sohn von Adolf), geb. 1926, wurde 1941 aus der SSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Meletzk, Schtschelewsker Abteilung der PoljewskerSonderkommandantur im Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

GROSS, Wladimir/Walter (Sohn von Gottlieb), Mitarbeiter der Komintern, in den 30-er Jahren auf der Ostchinesischen Eisenbahnlinie verhaftet. Die Haft verbüßte er im KrasLag, im Lagerpunkt Prochladnij. Bis 1965-67 lebte er in Reschoty, Kreis Nischne-Ingasch, Gebiet Krasnojarsk. Arbeitete in der Planungsabteilung der Anstaltsverwaltung Y-235. 
Verbannungs- /Lagerhaftbericht von Anatolij Andrejewitsch Ptjuschkin.

GROTH, Karl-Johann (Sohn von Jakob), 1908-28.08.1964, Deutscher, Bewohner der Ortschaft Grimm im Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen. Wurde 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Lydia (Tochter von Peter), 1914.1994, sowie der Tochter Lydia, geb. 1939, zuerst in den Nischne-Ingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk, anschließend, 1942, nach Potapowo, Kreis Dudinka, Region Krasnojarsk, und 1957 nach Podtjossowo, deportiert. Am 04.03.1947 wurde in der Verbannung die Tochter Irma (Ehename Newerka) geboren, 1950 Maria, 1953 Hilde. 1996 wurden sie rehabilitiert. Irma (Tochter von Karl) lebt in Krasnojarsk.

GRUBER, August Karlowitsch, geb. am 08.08.1893 in Lising, Österreich. Deutscher. Lebte eine Zeit lang in der Siedlung Ilanskij, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Niedrigste Schulbildung, parteilos. Buchhalter bei der Kreisorganisation für den Transport und den Handel mit Nahrungsmitteln. Verhaftet am 07.06.1938. Angeklagt nach § 58-6, 9, 10, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Das Verfahren wurde am 15.04.1939 aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-7086).

GRUBER, August Karlowitsch, geb. 1893 in einem Vorort der Stadt Wien, Österreich. Lebte an der Station Kamala der Krasnojarsker Eisenbahnlinie. Stammte aus einer Arbeiterfamilie, konnte lesen und schreiben. Buchhalter im Schacht „Kamala“. Am 15.11.1948 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 11.02.1949 vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 03.08.1966 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert. Seine Haftstrafe verbüßte er an der Station Katscha. Am 20.12.1952 ware er Materialverantwortlicher im Lager (P-14404).

GRUMANDS, Iwan Iwanowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1885 im Disnensker Amtsbezirk, Wilensker Gouvernement. lebte eine Zeit lang in dem Dorf Michajlowka , Bolschemurtinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Familie von Mittelbauern, konnte lesen und schreiben. Arbeitete in der Kolchose „Neues Leben“. Am 24.06.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 25.08.1939 bei einem Lokaltermin des Krasnojarsker Gebietsgerichts zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 08.04.1993 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20676).

GRÜNSTEIN, Karl (Sohn von Iwan/Johann), geb. am 12.03.1886, der Vater war deutscher Kolonist, die Mutter Lettin. Er stammte aus dem Gouvernement Livland. Teilnehmer an der Revolutionsbewegung in Lettland, 1906 zu 4 Jahren Zwangsarbeit in den Bergwerken von Akatuja, Transbaikalien, verurteilt. Flüchtete nach Frankreich, wurde Mitglied der Pariser Sektion der Bolschewiken, an deren Spitze Lenin stand. In den Jahren 1919-1920 befreite er Krasnojarsk von den Truppen Koltschaks, war Mitglied des Revolutionskriegsrates, kämpfte gegen Wrangel und Machnow an der polnischen Front, gegen Ungern in Transbaikalien. Nach dem Bürgerkrieg in Moskau: Leiter für die Versorgung des Moskauer Wehrkreises, Kommissar der Hauptverwaltung für die Versorgung der RKKA (Roten Arbeiter- und Bauernarmee). Nach dem Skandal mit Trotzkij wurde er aus der RKKA ausgeschlossen, aber 1923 ernannte ihn das Zentralkomitee zum Leiter und Kommissar der 1. Militärfliegerschule in Sewastopol. 1927 war er Leiter des Obersten Kriegsrates der RKKA. 1927 wurde verbannt, weil er mit den Ansichten Sinowjews und Kamenjews sympatisierte. Nach der Verbannung lebte er in Saratow. Am 31.01.1936 wurde er verhaftet und am 04.10.1936 zum Tod durch Erschießen verurteilt. Das Urteil wurde am 05.10.1936 vollstreckt.

GRUSEMAN(N), Ludwig (Sohn von Michael), geb. 1905, stammte aus Berlin, Architekt, höhere Bildung. War der englischen, französischen und russischen Sprache mächtig, befand sich 1932 in der UdSSR. Hauptarchitekt in der Stadt Tschkalow, Gebiet Orenburg. Laut Aktenzeichen No. 4288 am 30.06.1937 nach §58-6 verhaftet. Am 30.06.1940 beschloß das Sonderkollegium des NKWD der UdSSR seine Ausweisung aus der UdSSR. Nach Überprüfung der Akte wurde er am 26.10.1940 vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren verurteilt. Am 20.01.1941 befand er sich auf einem Gefangenentransport nach Kansk, die Haftzeit verbüßte er in einem Bau-Lagerstützpunkt. Am 15.05.1942 verstarb er im Lager. Er wurde auf dem Friehof der Ust-Abakaner Holzfabrik begraben.

GUBER, Erna, Kind, Deutsche aus der ASSR der Wolgadeutschen. Befand sich 1941 im Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Starb im Oktober 1941.

GUBER, Fjodor/Friedrich (Sohn von Konrad), geb. 1900, Deutscher, und seine Tochter Tamara, geb. 1932; befand sich 1950 in der Verbannung unter Sonderkommandantur des KrasLag im 3. Lagerstützpunkt. Wurde am 22.08.1950 der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit im gebiet Krasnojarsk übergeben.

GUBER, Fjodor, geb, etwa 1908, stammte aus dem Donbass; verhaftet 1938, verurteilt zu 10 Jahren. Befand sich 1946 zur Verbüßung seiner Lagerhaftstrafe im 8. Sonderlagerpunkt des NorilLag in Saton. 1948 in die Freiheit entlassen. 
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Danil Iwanowitsch Galuzkij.

GUDRICH, Rudolf Josifowitsch, geb. 1896 in Tropol, Österreich. Deutscher. Lebte eine Zeit lang in Atschinsk. Mechaniker in der Brotfabrik. Am 07.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Aktivitäten. Am 23.05. 1938 von einer Kommission des NKWD der UdSSR und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 13.08.1938 in Atschinsk erschossen. Am 21.02.1958 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-8898).

GUFFA, David Davidowitsch, geb. 1913 in der Ortschaft Roschdestwenskoje, Turgajsker Gebiet. Lebte eine Zeit lang in Kansk. Konnte kaum lesen und schreiben. Als Arbeiter in die Bauverwaltung 384 mobilisiert. Am 08.09.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 26.02.1944 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 30.01.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-24293).

GUK (Guck?), Jakob Georgiewitsch, geb. 1925 (1926) in der Ortschaft Gukk, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Im September 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert.
Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a).

GULDENBALK, Wladimir Borisowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1926. Geboren und wohnhaft in Krasnojarsk. Student des Technikums für Flußschiffahrt. Am 25.04.1945 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 29.06.1945 vom Militärtribunal des Jenisejsker Bassins zu 6 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Verbüßte seine Haftstrafe im Sykowsker Sonderlagerpunkt (Krasnojarsk). 1953-1954 in der Verbannung in Jenisejsk. Lebt in Krasnojarsk. Am 30.12.1960 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-12694).

GUMBIN, Alexander Georgiewitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1894 in der Ortschaft Malyj Kungur, Kotelnitschesker Gouvernementskreis, Wjatsker Gouvernement. Lebte eine Zeit lang in Nischnij Amyl, Karatussker Kreis, Region Krasnojarsk. Konnte lesen und schreiben. Vorarbeiter im Sergejewsker Bergwerk. Am 01.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolurionären Organisation. Am 02.09.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.10.1938 in Minusinsk erschossen. Am 18.10.1957 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-8005).

GUMENSCHAIMER (Gummenscheimer), N., 1941 in den Kuraginsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Wurde eine bekannte Schweinewärterin.

GUNDRISER, Nikolaj Nikolajewitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1887 in Sankt-Petersburg. Oberleutnant in der Zarenarmee, diente von 1918-1920 in der Koltschak-Armee als Stabshauptmann. Verbannter in der Ortschaft Bogutschany, Region Krasnojarsk. Planer in der Holzwiertschaft. Am 17.09.1937 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 26.10.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 20.11.1937 in Jenisejsk erschossen. Am 26.12.1959 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-11807).

GÜNTER, Adolf Karlowitsch, geb. 1898 im Gouvernement Saratow. Lebte in der Siedlung Chatanga, Tajmyrsker Nationalgebiet, Region Krasnojarsk. Ober-Buchhalter im Baukontor. Am 04.05.1946 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 11.12.1946 vom Tajmyrsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 21.02.1962 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-13132).

GÜNT(H)ER, Alexander (Sohn von Konrad), geb. um 1900, Einwohner der Ortschaft Straßburg, Kanton Pallas, ASSR der Wolgadeutschen. Im September 1941 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Amalie (Tochter von Gottfried, Schwester von N. (G.) Klauser und K. (G.) Heinz), 1902-1982, sowie den Kindern Arthur, geb. 1928, Viktor, geb. 1921, Irma, geb. 1936, Pawel/Paul, geb. 1930, und Frieda, geb. 1926, nach Atamanowo, Kreis Suchobusimo, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Zur Arbeitsarmee mobilisiert, wo er umkam. 
Verbannungs-/Lagerhaftbericht von Frieda Adamowna Gildermann (Klauser).

GÜNTER (Günther), Andrej Genrichowitsch, enteignet und aus der Republik der Wolgadeutschen verschleppt. Verbüßte seine Verbannungsstrafe im Schirinsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Traktorist in der Kolchose „Tscharych chonych“.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 229, (b).

GÜNTER, Erna. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1956 als Sondersiedlerin im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitete beim gewerblichen Fischfang.
Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen. Irma Petrowna Ausinsch (Root). Wir waren alle Fischer.

GÜNT(H)ER, Friedrich (Sohn von Friedrich), 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt. Am 04.03.1942 zur Arbeitsarmee nach Uschur mobilisiert.

GÜNT(H)ER, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Emma sowie den Kindern Viktor, Wladimir, Hans, Lydia, Rudolf und Fjodor/Friedrich aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Irbej, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt. War in der Arbeitsarmee.

GÜNT(H)ER, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Emma sowie den Kindern Iwan/Johann und Irma nach Irbej verschleppt. War in der Arbeits-armee.

GÜNT(H)ER, Irma, geb. 1919, gemeinsam mit ihrem Sohn Fjodor/Friedrich (Sohn von David), geb. 1940, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Tschipuschowo, kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt. Der Sohn verstarb im Oktober 1941.

GÜNT(H)ER, Karl (Sohn von Iwan/Johann), 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Emma sowie den Kindern Maria, Olga, Fjodor/Friedrich, Erika, Erna und Jadwig aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Tumakowo im Kreis Irbej verschleppt. War in der Arbeitsarmee.

GUSCH, (Kuryschewa), Erika (Tochter von Alois), geb. 1940, wurde im September 1941 aus dem Gebiet Saratow in den Kreis Scharypowo, Region Krasnojarsk, verschleppt. Am 30.01.1956 aus der Sonderzwangsansiedlung freigelassen. Lebte 1991 in Scharypowo, Kreis Scharypowo, Region Krasnojarsk.

GUSEK, Ida Danilowna, geb. am 23.01.1918 in der Ortschaft Nikolajewka, Ufimsker Gouvernement. Lebte eine Zeit lang in der Ortschaft Usinskoe, Jermakowsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauernfamilie, konnte lesen und schreiben. Ungelernte Arbeiterin der Genossenschaftswirtschaft bei den Grenzschutztruppen. Am 05.09.1941 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 2 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 21.10.1941 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Bis 1942 in der Minusinsker Kolonie, danach im Tscharnogorsker Sonderlager. Am 29.08.1973 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-14882).

GUSEK, Wilhelm Wilhelmowitsch, geb. 1890 im Gouvernement Wolhynien. Lebte eine Zeit lang in dem Dorf Podsineje, Gebiet Chakassien, Gebiet West-Sibirien. Strammte aus einer Bauernfamilie. Betrieb eine bäuerliche Wirtschaft. Am 25.12.1929 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 08.03.1930 von der OGPU aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt. Wurde aus der Haft entlassen (P-14015).

GUSIK, August Friedrichowitsch, geb. 1904, geboren und wohnhaft in dem Dorf Alexandrowka, Abakansker Amtsbezirk, Minusinsker Gouvernementskreis, Jenisejsker Gouvernement. Stammte aus einer Familie von Mittelbauern, konnte schlecht lesen und schreiben. Arbeitete in einer Kolchose namens Rpsa Luxemburg. Am 28.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären nationalistischen Organisation sowie konterrevolutionärer Aktivitäten. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 29.09.1956 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-5624).

GUSIK, Emil Michailowitsch, geb. 1906 im Kiewsker Gouvernement. Lebte eine Zeit lang im Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Arbeitete in einer Kolchose. Am 03.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirschen Wehrkreises rehabilitiert (P-10556).

GUSIK, Jonat Augustowitsch, geb. 1914 im Gouvernement Wolhynien. Lebte eine Zeit lang in dem Dorf Alexandrowka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Familie von Mittelbauern, konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitete in einer Landwirtschaftsgenossenschaft namens Rosa Luxemburg. Am 28.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft ineiner konterrevolutionären nationalistischen Organisation und konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05. 1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 29.02.1956 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichtshofs der UdSSR rehabilitiert (P-5624).

GUSIK, Iwan/Johann (Sohn von August), geb. 1900, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Alexandrowka, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Mobilisiert zur Arbeitsarmee, verbüßte die Zeit im BogoslawLag. Verstarb am 11.02.1943 im Lager.

GUSIK, Pawel (Paul?) Filippowitsch, geb. 1893 in dem Dorf Jemeljewka, Gouvernement Wolhynien. Lebte eine Zeit lang in dem Dorf Alexandrowka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Familie von Mittelbauern, konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitete in der Butterfabrik. Am 28.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären nationalistischen Organisation und konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 29.09.1956 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichtshof der UdSSR rehabilitiert (P-5624).

GUSSAR (GUSAR)) Otto Jakowlewitsch. Lebte eine Zeit lang in der Ortschaft Nikolsk, Ujarsker Bezirk, Region Ost-Sibirien. 1930 enteignet und in den Jenisejsker Bezirk verschleppt - zusammenmit seiner Familie: Ehefrau Pawlina (Paulina) Karlowna Gussarî, sowie den Töchtern Walentina Ottowna Gussar (Posdnjakowa), Nina Ottowna Gussar und Erna Ottowna Gussar.

GUSSER, siehe HUSSER

GUTJAHR, Ella (Tochter von Karl), geb. 1930, wurde im September 1941 aus dem Gebiet Saratow in den Kreis Scharypowo, Region Krasnojarsk, verschleppt. Am 29.02.1956 aus der Sonderzwangsansiedlung freigelassen. 1991 lebte sie in der Ortschaft Beresch, Kreis Scharypowo, Gebiet Krasnojarsk.

GUTSCHKO, Wladislaw Pawlowitsch, geb. 1881 in Österreich, Österreicher. Lebte in der Ortschaft Saosernyj, Rybinsker Kreis, Krasnojarsker Region. Schuster ind er Produktionsgenossenschaft Sibirjak. Am 01.04.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowetischer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 17.07.1938 in Kansk erschossen. Am 19.07.1960 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert.

GUWA, Friedrich Alexandrowitsch, geb. 1908 im Gouvernement Saratow. Lebte eine Zeit lang im Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Mitglied der Kolchose. Am 03.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.05.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-10556).

GUWA, Philipp (Sohn von Philipp), geb. 1905, Deutscher aus dem Dorf Dönhof im Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 in die Ortschaft Saragasch, Kreis Bograd, Gebiet Krasnojarsk, verbannt. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.


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