Opferliste - F

FACHT, befand sich 1943 in der Arbeitsarmee im KrasLag.


 
FALKENBERG, Hermann, 1890-1940, wurde 1930 in der deutschen Kolonie Mirnoje, Pulinsker (heute Tscherwonoarmejsker) Kreis, Gebiet Kiew (heute Schitomir), verhaftet. Man schickte ihn ins Alexandrowsker Zentralgefängnis in Irkutsk. Er floh aus dem Gefängnis. Seine Ehefrau Wilhelmine Augustowna, 1892-1965, wurde zusammen mit ihren Kindern Leo, 1925-1968, Rubin, 1923-1980, Ewald, 1921-1996, aus der Kolonie Mirnoje nach Jenissejsk verschleppt. Ab Juli 1932 kamen sie als Verbannte in die Siedlung Tamarowo im Kreis Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk. Der Ehemann kam zur Familie und wurde dort ebenfalls unter Kommandantur gestellt. Er kam in der Verbannung ums Leben. Rubin heiratete während der Verbannungszeit Amalie Bogdanowna, geb. 1925. Im Jahre 1946 wurde Sohn Viktor geboren. Man entließ die Familie Anfang 1956 aus der Verbannung. Der Bruder von Wilhelmine Augustowna, Valentin, geb. 1892, befand sich 1948 in Tamarowo in der Verbannung. 
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Alma Petrowna Falkenberg.

FAILER (Feiler?), Franz Ignatjewitsch, geb. 1897 in Österreich. Lebte in der Siedlung Ilanskij, Region Krasnojarsk. Instrukteur beim Bezirksexekutivkomitee. Amm 22.08.1937 verhaftet. Angeklagt wegen Spionage. Am 18.10.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 03.11.1937 in der Staft Krasnojarsk erschossen. Am 14.02.1958 durch das Militärgericht der Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9012).

FAISTEL (Feistel?), Josef Franzewitsch, geb. 1877 in der Siedlung Frauret (?), Deutschland. Staatsangehöriger der Tschechoslowakei. Uhrmachermeister in Krasnojarsk. Am 13.10.1937 verhaftet. Angeklagt nach § 58-6 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 04.01.1938 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zur Ausweisung aus der UdSSR verurteilt. Diese Anordnung wurde ihm jedoch nicht verkündet, so dass es seine Gültigkeit verlor. Am 26.11.1948 wurde seine Akte zur Nachermittlung geschickt. Am 15.11.1938 wurde er durch die NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk in die freiheit entlassen – mit der Maßgabe, den Ort nicht zu verlassen. Das Verfahren wurde am 30.12.1939 von der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk aus Gründen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (Art. 4, Pkt. 5 des Strafgesetzes der RSFSR). Am 17.05.1960 vom Militärgericht des Sibirischen Wehrkreises bezüglich der Ausweisung rehabilitiert (P-12116; P-4456).

FALAWER (FELAWER; FALIWER), Gustav Julisowitsch, geb. 1988 in der Ortschaft Andrejewo, Gouvernement Wolhynien. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Ungelernter Arbeit in der Holzfabrik der Stadet Kansk, Region Krasnojarsk. Am 24.09.1931 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 14.01.1932 von einer Sondertrojka der Bevollmächtigtenvertretung der OGPU der Region Sibirien zu 5 Kahren Konzentrationslager verurteilt. Am 02.09.2989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20041).

FALLER, Familie, aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Irbej, Region Krasnojarsk, verschleppt:

FALLER, Peter (Sohn von Peter), 1941 zusammen mit seiner Familie aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Tschuchlomino, Kreis Irbej, Gebiet Krasnojarsk deportiert: Ehefrau Elisabeth (Tochter von Andrej / Andreas), die Kinder Alexander, Viktor, Katharina, Maria und Jakob, sowie die Enkelkinder (Kinder von Jakob) Anna, Helene, Maria, Peter, Erika und Jakob. Jakob (Sohn von Peter) und Jakob (Sohn von Jakob) waren in der Arbeits-armee und kehrten zurück; Peter (Sohn von Peter) kam in der Arbeitsarmee ums Leben.

FAU, Ewald Afolfowitsch, geb. 1908 in der Ortschaft Pisarewka, Gouvernement Wolhynien. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Stammte aus einer Großbauern-Familie. Wärter in der Ust-Abakaner Bezirksabteilung für Nachrichtenwesen in der Stadt Abakan, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 13.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitastion. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in der Stadt Minusinsk erschossen. Am 15.05.1959 durch das Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-10887).

FAU, Lydia (Tochter von Adolf), geb. 1924. Befand sich 1950 in der Verbannung in einer Landwirtschaftskolonie im KrasLag.

FEFLE, Emil Iwanowitsch, geb. 1889 in derOrtschaft Pulin, Gouvernement Wolhynien. Konnte lesen und schreiben. Verbannter in der Siedlung Olchowka, Artemowsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Fahrer im Kombinat „Minusasolota“ (Minusinsker Goldkombinat; Anm. d. Übers.). Am 27.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und antisowjetischer Agitation. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in der Stadt Minusinsk erschossen. Am 14.04.1959 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-10690).

FEILER, Maria (Tochter von Karl), geb. 1917, stammte aus dem Wolgagebiet. Befand sich 1950 an der Station Berjosowka, Kreis Nischne-Ingasch, Gebiet Krasnojarsk, in der Verban-nung, Wärterin bei der TschOS (Allgemeinen Versorgungsstelle) unter der Sonderkomman-dantur des KrasLag. Am 21.08.1950 wurde sie der Sonderkommandantur No. 67 der Nischne-Ingascher Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit in der Region Krasnojarsk unterstellt.

FEILER, Sophia (Tochter von Jakob), geb. am 21.12.1904, geboren und wohnhaft in Betenger (Bettinger), Kreis Unterwalden, Gebiet Saratow. 1942 in dem Dorf Goroschicha, Kreis Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk, in der Verbannung. Arbeitete als Melkerin in einer Kolchose namens Molotow. 1956 in die Freiheit entlassen.

FEISER, Jossif (Josef), geb. 1895, seit seiner Kindheit Invalide, lebte in der Ukraine. Wurde zusammen mit seiner Familie nach Deutschland verschleppt. Im Sommer 1946 mit Ehefrau Jekaterina (Katharina) und den Kindern aus dem Durchgangslager in Frankfurt ins Waldrevier Karatschurin, Wolschsker Waldwirtschaft, ASSR Mari, verbannt. Er war dort bis 1956 in der Verbannung. Später lebte er mit der Familie in Krasnojarsk.

FEISER, Maria (Tochter von Peter), 1942 wegen ihrer deutschen Nationalität aus dem Wolgagebiet in die Ortschaft Pestschanka, Kreis Jemeljanowo, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt. 1990 lebte sie in Pestschanka.

FEISER, Rosa Jakowlewna, 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Pestschanka, Kreis Jemeljanowo, Region Krasnojarsk, deportiert. Lebte 1989 in Pestschanka. 
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Tamara Michailowna Maslowskaja.

FELDE D.A. FELDE F.F.FELDE, Friedrich (Sohn von Christian), geb. 1898, geboren und wohnhaft in dem Dorf Rosenheim, Kanton Krasnojar, Gebiet Saratow. Im September 1941 zusammen mit der Familie, Ehefrau Dorothea (Tochter von Adam), geb. 1903, Tochter Hilda (Hilde), geb. 1940, Sohn Friedrich, geb. am 24.03.1928, und Sohn Alexander, geb. am 07.07.1936, aus der Stadt Engels in den Kreis Scharypowo, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert. 1942 wurde Friedrich bis zum Jahr 1947 in den Norden verschickt. Freigelassen wurden sie aus der Sonderzwangsumsiedlung im Januar 1956. Die Personalakte No. 176, Archiv-Nr. 13086-13088 befindet sich im Informationszentrum der Verwaltung für Inneres der Region Krasnojarsk.

FELIKS (FELIX), Josef Michailowitsch, geb. 1927 in der Ortschaft Stepanowka, Rasdeljansker Amzsbezirk, Gebiet Odessa, Gouvernement Cherson. 6 Klassen Schulbildung. Stammte aus einer Bauernfamilie. Parteilos. Verbannter. Ladearbeiter in der Ziegelfabrik N° 3 in der Stadt Krasnojarsk. Am 27.06.1951 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-1“a“, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 23.08.1951 vom Militärtribunal deim Ministerium für Staatssicherheit der Region Krasnojarsk zu 25 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie 5 Jahren Entzug aller politischen Rechte und Konfiszierung des Privatbesitzes verurteilt. Das Strafmaß wurde am 24.05.1955 durch das Militärtribunal des Westsibirischen Wehrkreises der Grenz- und inneren Truppen des NKWD der Region Krasnojarsk auf 5 Jahre Arbeits- und Erziehungslager, unter Anwendung der Amnestie vom 27.03.1953 und nachfolgender Freilassung aus der Haft reduziert. Am 19.10.1993 durch die Staatsanwaltschaft der RSFSR rehabilitiert (P-21357).

FELKER, Adam (Sohn von Adam), geb. 07.02.1925 in der Ortschaft Jagodnaja Poljana, Basarno-Karbulatsker Kreis, Gebiet Saratow. Im Herbst 1941 in die Region Omsk verschleppt. 1942 zur Arbeitsarmee ins Gebiet Swerdlowsk verbannt. Danach arbeitete er in Reifen-, Panzer- und Flugzeugfabriken in Omsk. Motorist in einem elektrischen Förderturm.1944 verhaftet. Vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR in Sachen A.A. Bekker am 17.06.1944 zu 8 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt (unter diese Akte fielen insgesamt 6 Personen). War 4 Jahre in der Holzfällerei im KrasLag. 1948 wurde er nach Karaganda versetzt, zum Ausheben von Bergwerksschächten. Nach der Freilassung verbannt in den Kreis Tjuchtjet, Region Krasnojarsk, wo er am 14.01.1952 eintraf. Am 06.01.1993 vom Omsker Gebietsgericht rehabilitiert.

FELLER, Iwan / Johann (Sohn von Friedrich), geb. 1893. Wurde 1941 in die Ortschaft Nikiforowka, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 in die Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

FELLER, Karl Andrejewitsch, geb. 12.02.1921 in der Ortschaft Bettinger, Kanton Unterwalden, Gouvernement Saratow. Ausbildung: 3 Kurse am Technikum für Mechanik. Lebte eine Zeit lang an der Station Kamyschta, Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Erdarbeiter im Baubataillon an der Bahnlinie Abakan- Stalinsk. Am 09.09.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Absatz 2, des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 04.12.1942 vom Arbeits- und Verteidigungsrat des NKWD der Krasnojarsker Eisenbahnbetriebe aus Gründen, die ihn rehabilitierten (§ 204, Punkt b der Strafprozeßordnung der RSFSR) eingestellt (P-3882).

FELMER, Amalie oder Emilie (Tochter von David), geb. am 10.08.1911, geboren in der Ortschaft Blumenfeld, Kreis Gmelin, Gebiet Saratow. 1942 in die Region Krasnojarsk depor-tiert.Von Oktober 1955 bis 30.04.1956 arbeitete er in der Kolchose „Druschnij put“ („Gemeinsamer Weg“) beim Pawlowsker Dorfsowjet, Kreis Berjosowka, Region Krasno-jarsk. 1956 befand sie sich in der Verbannung in Turuchansk. Freigelassen 1956. Ihr Ehemann Karl (Sohn von Iwan / Johann) FELDSERGEN war ebenfalls Verbannter.

FELSINGERD, Polina / Pauline (Tochter von Iwan / Johann), geb. 1903, wurde 1941 in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

FELSENGERT, Iwan / Johann (Sohn von Andrej / Andreas), geb. 1939, wurde 1941 zusammen mit den Eltern in dien Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Starb 1941 in der Verbannung.

FENDEL, Andrej / Andreas (Sohn von Jegor / Georg), 1941 aus der ASSR der Wolga-deutschen in den Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 04.03.1942 vom Uschursker Militärkomitee in die Arbeitsarmee mobilisiert.

FENDEL, Wilhelm (Sohn von Michael), geb. 1896. Befand sich zusammen mit der Familie, Ehefrau Maria (Tochter von Wilhelm), geb. 1896, Tochter Maria, geb. 1925, dem Enkel Alexander (Sohn von Georg), geb. 1949, seiner Schwester A. (W.) Ligtenwald (oder Lichten-wald), im Jahre 1950 in der Verbannung, unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag, in der 11. Lageraußenstelle. Am 22.08.1950 wurde er mitsamt seiner Familie der Sonder-Kom-mandantur No. 65, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, unterstellt.

FENNER, Alexander (Sohn von Karl), geb. 1903, verbüßte seine Haftstrafe im KrasLag. Im Jahre 1950 befand er sich in der Siedlung Nischnjaja Pojma, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag in Verbannung. Wirt-schaftsfachmann in der Planungsabteilung. Wurde am 21.08.1950 der Sonder-Kommandantur No. 67, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk unterstellt. Starb in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre in Reschoty.

FERTICH, Kondrat/Konrad (Sohn von Kondrat/Konrad), geb. 1909, stammte aus dem Gebiet Saratow. Deportiert in die Region Krasnojarsk. 1942 zur Arbeitsarmee in die Region Perm mobilisiert, wo er am 25.05.1943 starb.

FERTIG, J., 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert in den Kuraginsker Kreis, Region Krasnojarsk. Wurde in dem Kreis Bestarbeiter als Mähdrescherführer und Mechanisator.

FIGNER, Alexander (Sohn von Jossif / Josef), geb. 1897, stammte aus Jugoslawien. Verbüpte seine Haftstrafe im NorilLag. 1937 oder 1938 im NorilLag erschossen.

FIKS oder FICKS, Jossif / Josef (Sohn von Jossif / Josef), 1913 – November 1982, geboren und wohnhaft im Gebiet Odessa. Repatriant; wurde 1945 zusammen mit seiner Ehefrau und der Tochter Emma, geb. 1943, zur Umsiedlung in die Ortschaft Katscha, Kreis Jemeljanowo, Region Krasnojarsk, verschleppt. Am 23.07.1948 wegen § 58-1a des Strafge-setzes zu 25 Jahren Arbeitsbesserungslager und 5 Jahren Verlust der politischen Rechte ver-urteilt. Die Strafe verbüßte er im NorilLag, arbeitete als Brigadeführer bei Bauarbeiten in Norilsk. Am 05.04.1955 erhielt er vom Militär-Tribunal des Westsibirischen Wehrkreises eine Strafermäßigung auf 7 Jahre Arbeitsbesserungslager und 2 Jahre Entzug der politischen Rechte. Am 21.04.1955 wurde er in die Freiheit entlassen und zur Ansiedlung nach Krasno-jarsk geschickt. Am 12.01. 1956 entließ man ihn aus der Unterstellung bei der Sonder-Kommandantur.

FILBERT, Alexander (Sohn von Alexander), geb. 1916, befand sich zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Silma oder Selma (Tochter von Alexander), geb. 1914, Tochter Lidia/Lydia, geb. 1941, Sohn Peter, geb. 1949, Sohn Alexander, geb. 1948, seiner Schwiegermutter Sophia oder Sophie (Tochter von Anton), geb. 1891und der Verwandten Maria (Tochter von Martin), geb. 1923, im Jahre 1950 in der Verbannung, unter der Sonderkommandantur des KrasLag, Lageraußenstelle 11, in einer Sowchose.

FILBERT, Fedor Aleksandrowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1896 in der Stadt Krasnojarsk. Lebte in der Stadt Tomsk in der Krasnoarmejsker Str. 79, Wohnung Nr. 1. Arbeitete als Haupt-Buchhalter bei der Hauptnahrungsmittelindustrie-Genossenschaft „Glawpischtscheprom“. 1937 verhaftet. Zur Höchststrafe verurteilt. Erschosssen.
„Des Menschen Schmerz. Zum Gedenken an die Tomsker, die in den 1930er, 1940er sowie zu Beginn der 1950er Jahre Opfer von Repressionen wurden“ – Band 3, Tomsk, 1992, S. 288.

FILBERT, Iwan Iwanowitsch, geb. 1904 im Gouvernement Saratow. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Trudarmist in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 16.10,1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 durch ein Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Kommission zur Überprüfung von Gerichtsverfahren der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).

FILBERT, Iwan Jakowlewitsch, geb. 1904 im Gouvernement Saratow. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Trudarmist in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 16.10,1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 durch ein Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Kommission zur Überprüfung von Gerichtsverfahren der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).

FILBERT, Jegor / Georg (Sohn von Kondrat / Konrad), geb. 1899, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Schilling, Kanton Balzer, Gebiet Saratow. Deportiert in die Region Krasnojarsk. Ab 1941 in der Ortschaft Askis Kämpfer beim Arbeiterbataillon. Am 30.03.1942 verhaftet. Am 30.07.1942 vom Militär-Tribunal des NKWD der Region Krasnojarsk zu 3 Jah-ren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Die Strafe verbüßte er in der Kansker Arbeitsbesse-rungskolonie des Jenissej-Lag. Am 26.09.1942 starb er im Lager. Tochter Elvira lebt in Kasachstan.

FILBERT, Jekaterina / Katharina (Tochter von Alexander), geb. 1925, befand sich zusammen mit ihrer Tochter Lidia/Lydia (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1940, und Sohn Wladimir/Walter, geb. 1940, im Jahre 1950 in der Verbannung, unter der Sonderkomman-dantur des KrasLag, Lageraußenstelle 11, in einer Sowchose.

FILBERT (Mädchenname Karle, Luisa/Luise (Tochter von David), geb. 1923, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Kind, Kanton Unterwalden, Gebiet Saratow. 1941 in die Ort-schaft Andropowo, Kreis Nasarowo, Region Krasnojarsk deportiert. 1942 brachte man sie von dort auf einem Lastkahn nach Ust-Port, Kreis Ust-Jenissej, Nationales Gebiet Tajmyr. Arbeitete als Abnahme-Beamtin für Fisch-Halbfabrikate in einer Fischkonservenfabrik. Zusammen mit ihr war dort auch ihre Familie registriert: Mutter Theresia (Tochter von Andrej/Andreas) Karle, geb. 1897, Bruder Alexander, geb. 1925, und Onkel Iwan/Johann (Sohn von Andrej/Andreas) Belger. 1949 heiratete sie den Verbannten Peter (Sohn von Theodor) Filbert, geb. 1926, der als Arzthelfer bei einem Tierarzt arbeitete. 1950 wurde Tochter Irma geboren. Am 01.02.1956 wurden sie aus der Sonder-Zwangsansiedlung freigelassen. Die Personenakte Nr. 248, Archiv Nr. 26010 befindet sich beim Informations-zentrum der Verwaltung für Inneres der Region Krasnojarsk.

FILBERT, Martin (Sohn von Alexander), geb. 1919, befand sich 1950 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Karolina/Karoline (Tochter von Peter), geb. 1910, Tochter Irma, geb. 1946, und Sohn Alexander, geb. 1947, in der Verbannung, unter der Sonderkommandantur des KrasLag, Lageraußenstelle 11, in einer Sowchose.

FILBERT, Peter (Sohn von Alexander), geb. 1922, befand sich 1950 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Amilia/Amalie oder Emilie (Tochter von Iwan/Johann) Miller, geb. 1924, Mutter Amilia/Amalie oder Emilie (Tochter von Peter), geb. 1898, Bruder Viktor, geb. 1936, Bruder Jakob, geb. 1929, Tochter Lidia/Lydia, geb. 1947 und Sohn Alexander, geb. 1949, in der Verbannung, unter der Sonderkommandantur des KrasLag, Lageraußenstelle 11, in einer Sowchose.

FILON, Karl Karlowitsch, geb. 1890 in der Stadt Königsberg, Ostpreußen. Konnte lesen und schreiben. Deutscher Staatsangehöriger (Paß-N° 399, ausgestellt vom deutschen Konsul in Nowosibirsk am 12.03.1932). Maurer und Stukkateur bei der Staatlichen Verwaltung des Nordmeer- Seeweges in der Stadt Krasnojarsk. Am 03.09.1937 verhaftet und ins Krasnojarsker Gefängnis gebracht. Angeklagt wegen Spionage und konterrevolutionärer Agitation. Am 22.02.1938 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR wegen des Verdachts der Spionage zur Ausweisung aus der UdSSR verurteilt. Das Verfahren wurde am 20.12.1939 von der NKWD-Behörde der Region Krasnojarsk aus Gründen, die zu seiner Rehabilitation führten, eingestellt (§ 204, Pkt. B der Strafprozeßordnung der RSFSR). Am 16.08.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-8261, P-18721).

FILZING, Maria (Tochter von Jakob), geb. 1926, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen zum Sosnowsker Dorfsoviet in die Region Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 wurde sie vom Atschinsker Militärkommando in die Arbeitsarmee einberufen.

FINK, Anna Adamowna, geb. 1923 im Gouvernement Saratow. Beendete nur 7 Schul-Klassen (aufgrund von Krankheit). Wuchs ohne Vater auf; mit ihr lebten zwei Schwestern und ein Bruder. Am 16.09.1941, um 7 Uhr, kam der Befehl, sämtliche Dorfbewohner nach Sibirien zu verschleppen. Man gab den Menschen keine Zeit, ein paar Sachen zusammenzupacken; alle wurden aus dem Dorf fortgebracht. Drei Tage mußten sie warten, bis ein Lastkahn kam. Am 03.10.1941 trafen sie in dem Dorf Kopewo, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk, ein. Dort wurden ihnen Wohnunge gestellt. Sie arbeitete als melkerin. Es war erlaubt, Briefe in die Heimat zu schreiben. 1958 brannte das Haus ab, und sie zogen in die Siedlung Krasnaja Sopka, Bezirk Nasarowo, Region Krasnojarsk, um. 1956 freigelassen, rehabilitiert. Lebt 2009 in der Siedlung Krasnaja Sopka.

FINK, Irma Jakowlewna, geb. 1924. Gebürtig und wihnhaft im Petrograder Gouvernement. Deportiert in die Siedlung Podtjosowo, Jenisejsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeiterin bei der ORS (Abteilung für die Versorgung von Arbeitern; Anm. d. Übers.) im Podtjosowsker Schiffsliegehafen der Jenisejsker Flußschiffahrtsverwaltung. Am 31.01.1944 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 2, des Strafgesetzes der RSFSR. Am 29.04.1944 vom Militärtribunal des Jenisejsker beckens zu 5 Jahren Arbeits- und Erzehungslager verurteilt. Am 27.01.1962 durch das Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-13116).

FINK, Nikolaj/Nikolaus (Sohn von Andrej/Andreas), 1906-1938, Deutscher aus Ingermanland. Leiter der Brandschutzwache bei der Nowo-Pargolowsker Handelsgesell-schaft, Pargolowsker (heute Wyborg) Kreis, Gebiet Leningrad. Am 20.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zum Tod durch Erschießen verurteilt. Das Urteil wurde am 11.06.1938 in Leningrad vollstreckt. Am 18.12.1957 wurde er vom Militär-Tribunal des Leningrader Wehrkreises rehabilitiert. Seine Ehefrau Tatjana Alexandrowna FINK, 1905-1976, wurde zusammen mit den Kindern Galina, geb. 1936, Sinaida, 1930-1978, und Nikolaj, geb. 1927, am 27.03.1942 nach Krasnojarsk deportiert. Sie und ihr Sohn arbeiteten in einer Mähdrescher-Fabrik. Anfang 1956 wurden sie in die Freiheit entlassen und blieben danach in Krasnojarsk. Am 17.10.1997 wurden sie von der GUWD (Hauptverwaltung für Inneres) St. Petersburg rehabilitiert. 
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Nikolaj Nikolajewitsch Fink

FINK, Peter (Sohn von Friedrich), geb. 1909, Deutscher aus Ingermanland. Schmied in der Kolchose der Nowo-Pargolowsker Handelsgesellschaft, Pargolowsker (heute Wyborg) Kreis, Gebiet Leningrad. Am 19.03.1942 wurde er zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Maria (Tochter von Alexander) FINK, 1910-1988, den Töchtern Maria, geb. 1930, und Jekaterina/Katharina, geb. 1937, zur Kansker Holzfabrik deportiert. Im Mai 1942 mobilisierte man ihn zur Arbeitsarmee ins Kusbass (Kusnezker Steinkohlebecken). 1944 kam er bei einem Unfall im Schacht ums Leben. Er wurde am 02.02.1998 von der GUWD (Hauptverwaltung für Inneres) St. Petersburg rehabilitiert.

FINK, Sebastian Sewastianowitsch, 1907-1938, Kolchosbauer. Wurde am 11.04.1938 an der Station Schuwalowo der Nowo-Pargolowsker Handelsgesellschaft, Pargolowsker (heute Wyborg) Kreis, Gebiet Leningrad, verhaftet. Am 20.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR verurteilt zum Tod durch Erschießen. Das Urteil wurde am 11.06. 1938 in Leningrad vollstreckt. Rehabilitiert am 18.12.1957 vom Militär-Tribunal des Leningrader Wehrkreises. Seine Ehefrau Maria Iwanowna FINK, 1902-1966, wurde zusammen mit den Kindern Valentina, geb. 1935, Jekaterina /Katharina, geb. 1930 (Ehename Sawwatejewa), und Maria, geb. 1932, am 27.03.1942 in das Dorf Schtschelewo, Melezker Dorfsowjet, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Ab 1943 in Biriljussy in der Verbannung. Anfang 1956 freigelassen; leben in Krasnojarsk. Am 05.12.1996 von der Verwaltung für Inneres der Region Krasnojarsk rehabilitiert. 
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Jekaterina (Katharina) Sewastjanowna Sawwatejewa.

FINK, Solomon/Salomon (Sohn von Kondrat/Konrad), geb. 1900, geboren und wohnhaft im Kanton Unterwalden, Gebiet Saratow. 1941 deportiert in die Ortschaft Taloje, Kreis Irbej, Region Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.

FISCHER, Aleksander Augustowitsch, geb. 1923. Möglicherweise Deutscher. Gebürtig und wohnhaft im Beresowsker Amtsbezirk, Atschinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Rotarmist bei der Aufklärungseinheit des 3. Verteidigungsbataillons 147. Am 18.08.1942 verhaftet. Angeklagt wegen terroristischer Tätigkeiten. Das Verfahren wurde am 31.08.1942 von der Sonderabteilung des NKWD der 34. Armee nach § 204, Punkt „b“ der Strafprozeßordnung der RSFSR eingestellt (P-11351).

FISCHER, Alexander Josifowitsch, geb. 1897 in Nowy Sad, Jugoslawien. Deutscher. nicht abgeschlossene Hochschulbildung. Oberleutnant in der österreichischen Armee. Lebte in der Stadt Kramatorsk. Von Beruf war er technischer Übersetzer. Am 01.09.1933 verhaftet. Angeklagt nach §§ 54-6, 54-9 des Strafgesetzes der Ukrainischen SSR. Am 25.02.1934 von einem Kollegium der Bevollmächtigtenvertretung der OGPU der Ukrainischen SSR zu 10 Jahren Arbeitserziehungslager verurteilt. Die Strafe verbüßte er im Siblag. Am 25.07.1936 traf er im Norillag ein. Im Lager angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der Ukrainischen SSR. Am 31.10.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 18.12.1937 in Norilsk erschossen. Am 28.07.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-17897).

FISCHER, Christian Jakubowitsch, geb. 1877 in der Stadt Schirardow, Gouvernement Warschau. Deutscher. Konnte lesen und schreiben. Arbeitete mit eigenen Pferden, beförderte Wasser in die Stadt Krasnojarsk. Am 03.09.1937 verhaftet. Angeklagt wegen Spionage. Am 30.12.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 10.01.1938 in der Stadt Krasnojark erschossen. Am 17.05.1960 vom Militärtribunal des Sibrischen Wehrkreises rehabilitiert (P-12116).

FISCHER, Erlich/Erich (Sohn von Alexander), geb. 1907, im Gebiet Saratow. 1941 in die Ortschaft Biriljussy, Region Krasnojarsk deportiert. Am 22.11.1942 vom Atschinsker Wehr-Kommando zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.

FISCHER, Friedrich (Sohn von Heinrich), geb. am 22.07.1930, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Krasnij Jar, Gebiet Saratow. Lebte als Verbannter mit seiner Familie, dem Vater Heinrich (Sohn von Friedrich), der Mutter Anna (Tochter von Iwan/Johann), und seiner Ehefrau Frieda (Tochter von Jakob) Miller, in Turuchansk. Ab dem 16.10.1954 arbeitete er im Kreis-Lebensmittelkombinat.

FISCHER, Gottlieb (Sohn von Ferdinand), geb. 1900, gebürtig aus der Ortschaft Reinwald, Gouvernement Samara. 1941 wurde er in die Ortschaft Belsk, Pirowsker Kreis, Region Krasnojarsk deportiert. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.

FISCHER, Maximilian Christianowitsch, geb. am 16.03.1903 in der Stadt Lodz, Polen. Deutscher. Schulbildung: 4 Klassen. Stammte aus dem Kleinbürgertum. Kalkulator bei der „Wodtorpita“ (Handel + Lebensmittelversorgung auf dem Wasser für Flußschiffer; Anm. d. Übers.) der Jenisejsker Binnenschiffahrtsgesellschaft in der Stadt Krasnojarsk. Am 12.04.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 15.10.1938 von einer Trojka der NKWD-Behörde der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Das Verfahren wurde am 21.02.1939 aus Mangel an Tatbeständen von einem Gericht der Binnenschaft im Jenisejsker Becken eingestellt; der Angeklagte wurde aus der Haft entlassen (P-1762)

FITBUCH, Reinhold Gustavowitsch, geb. 1911 im Dorf Dermanka, Landkreis Winniza, Gouvernement Kiew. Schulbildung: 7 Klassen. Stammte aus einer Bauernfamilie. Sondersiedler an der Pentschenta-Mine, Uderejsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Kassierer und Goldabnahme-Beamter im Minenkontor. Am 19.05.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 1, des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 04.09.1939 von der Sonderabteilung der Regionsstaatsanwaltschaft aus Gründen, die ihn rehabilitierten (§ 204, Punkt b der Strafprozeßordnung der RSFSR), eingestellt (P-7552).

FITINGOF (FITINGHOF? VITINGHOF?), Petr Aleksandrowitsch, geb. 1889. Möglicherweise Deutscher. Gebürtig und wohnhaft in der Stadt Odessa. Von August 1918 bis Februar 1920 diente er in der Koltschak-Armee im Rang eines Stabshauptmanns, anschließend als Oberstleutnant. Vorsitzender der Offiziersversammlung in Nikolsko-Ussurijsk. Wirtschafter im Chakassischen Gebietskontor „Promsojus“ in der Stadt Abakan. Am 06.11.1937 in Sachen P.I. Poleschajewa verhaftet (unter dieses Verfahren fielen insgesamt 15 Pers.); Unterbringung im Minusinsker Gefängnis. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Propaganda. Am 27.11.1937 von einer Trojka der NKWD-Behörden der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 08.12.1937 in der Stadt Minusinsk erschossen. Am 13.01.1955 durch eine Kommission der Region Krasnokjarsk zur Überprüfung von Gerichtsverfahren sowie am 29.09.1961 durch das Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert.

FIZ (FITZ?), Gustav Rudolfowitsch, geb. 1888 im Dorf Pekaschino, Gouvernement Wolhynien. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Sonderumsiedler in der Siedlung Samsonowka, Irbejsker Bezirk, Region Ost-Sibirien. Schmied. Am 11.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation und Schädlingstätigkeit. Am 23.05.1938 durch eine Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 31.10.1938 in der Stadt Kansk erschossen. Am 12.06.1981 durch das Oberste Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-14981).


FLEISCHMANN, Elisabeth (Tochter von Gustav)
, geb. 1903, Einwohnerin des Dorfes Kolpino, Tosninsker Kreis, Gebiet Leningrad. Im März 1942 wurde sie zusammen mit ihren Kindern, Sohn Robert (Sohn von Christian), geb. am 09.05.1927, Tochter Erna, geb. 1929, Sohn Jakob, geb. 1932 und Sohn Martin, geb. am 09.11.1924, in das Dorf Dworjez, Kreis Keschma, Region Krasnojarsk, verschleppt. Später wurde sie in die Siedlung Bolturino verlegt. Bei Martin (Sohn von Christian) wurden während der Verbannung Kinder geboren: Alexander, geb. am 14.02.1946, Nikolaj, geb. 1948, und Erna, geb. 1952. Am 23.01.1956 wurden sie in die Freiheit entlassen. Die Personenakte Nr. 290, Archiv-Aktenzeichen Nr. 10328, befindet sich beim Informationszentrum der Verwaltung des Innern der Region Krasnojarsk.

FOCH, geb. etwa 1900, Friseur, fuhr zur See (auf großer Fahrt). verhaftet in der Ukraine. Ab April 1938 verbüßte er seine Haftstrafe im Sonderlagerpunkt Agul des KrasLag. 
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Fjodor Danilowitsch Toroptschenko.

FOCHT (VOCHT?), Walentin Georgiewitsch, geb. 1892 in der Siedlung Sudak, Gouvernement Taurien. Konnte lesen und schreiben. Häftling im Kansker Sonderlagerpunkt des Kraslag beim NKWD in der Stadt Kansk, Region Krasnojarsk. Am 01.11.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 22.04.1940 durch das Krasnojarsker Regionsgericht zu 8 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 08.06.1992 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20236).

FOGEL (Vogel?), Robert, geb. 1927. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a)

FOGT, verbüßte die Lagerhaftstrafe im KrasLag. Verhaftet 1944 und angeklagt als einer der Rädelsführer (zusammen mit Dobler) der aus 22 Personen bestehenden konterrevolutionären Sabotage-Gruppe unter den gefangenen Deutschen, die 1944 liquidiert wurde. Die Gruppe hatte die Sprengung einer Glasfabrik vorbereitet, war bewaffnet und hatte das Vieh vergiftet.

FOLMER (Mädchenname Reichert), Emilia/Emilie (Tochter von Peter), geb. 1923, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Krasny Jar, Kanton Krasnojar, Gebiet Saratow; Tochter von P. (K.) Reichert. Am 03.09.1941 in die Region Krasnojarsk verschleppt. Befand sich ab 16.09.1941 in dem Dorf Lebedewka, Kreis Bogotul, Region Krasnojarsk. Ab 10.07.1949 beim Maksunicha-Werk – danach in Schamschino, Kreis Ust-Jenissejsk, National-Gebiet Tajmyr. Später in der Siedlung Polikarpowsk, arbeitete in der Kolchose „Roter Taijmyrer“. Am 01.02.1956 aus der Sonder-Zwangsansiedlung freigelassen. Die Personenakte No. 510, Archiv-Aktenzeichen Nr. 26102, befindet sich beim Informationszentrum der Verwaltung für Inneres in der Region Krasnojarsk.

FOLMER (VOLMER?), Genrich (Heinrich) Genrichowitsch, geb. 1877 in der Ortschaft Talowka, Gouvernement Saratow. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Lokomotiven-Maschinist, später Arbeitsveteran, Rentner in der Stadt Krasnojarsk. Am 17.01.1938 verhaftet. Angeklagt wegen fahrlässiger Schlamperei. Am 23.05.1938 durch eine Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.07.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 27.10.1956 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-5410).

FOLMER, Jakob (Sohn von Christian), geb. am 15.06.1927, geboren und wohnhaft auf dem Einzelgehöft Alexander-Tschejskij, Gebiet Saratow. Befand sich ab 1942 in Seliwanicha, Kreis Turuchansk, in der Kolchose Spandarjana in der Verbannung.

FOLMER, Sophia (Tochter von David), geb. 1894, Einwohnerin von Krasnij Jar, Kanton Krasnojar, Gebiet Saratow, Ehefrau von L. (G.) Gildermann. Wurde am 03.09.1941 zusammen mit ihrem Sohn Iwan/Johann (Sohn von Andrej/Andreas) Folmer, geb. 1925, in die Region Krasnojarsk verschleppt. Vom 06.09.1941 bis 06.06.1942 im Kreis Bogotol, Region Krasnojarsk. Danach in den Norden, zur Station Polikarposwsk, Kreis Ust-Jenissej, National-Gebiet Tajmyr, geschickt. Sie arbeiteten in der Kolchose „Roter Tajmyrer“. 1949 wurden sie in die Siedlung Scharschino verlegt, 1954 in die Siedlung Tolsty Nos und 1956 in die Sied-lung Sidorowka.

FOLZ, Anton Matwejewitsch, geb. 1913 im Gebiet Odessa, Gouvernement Cherson. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Schlosser in der Werkstatt des Holzbeschaffungskontors in der Siedlung Prediwinsk, Bolschemurtinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 30.01.1949 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 09.06.1949 von einem Gericht der Binnenschaft im Jenisejsker Becken zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie dem Entzug aller politischen Rechte für einen Zeitraum von 5 Jahren verurteilt. Am 27.05.1992 durch die Staatsanwaltschaft der Region krasnojarsk rehabilitiert (P-20172).

FOOS (VOOS?), Fedor Jakowlewitsch, geb. 1915 im Dorf Nowowodjanka, Kanton Gmelin, Gouvernement Saratow. Analphabet. Stammte aus einer verarmten Bauernfamilie.
Traktoristen-Lehrling an der Schule für landwirtschaftliche Mechansierung in der Ortschaft Krasnoturanskoje, Region Krasnojarsk. Am 20.01.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 02.07.1942 durch das Krasnojarsker Regionsgericht per Fernsitzung zu 10 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager sowie Entzug aller politischen Rechte auf 5 Jahre verurteilt. Am 11.02.1997 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22206).

FÖRINGER, Georg (Sohn von Emmanuel), geb. 1922, geboren und wohnhaft in der Stadt Luxemburg, Georgien. Verhaftet am 02.10.1941. Am 03.06.1942 von einem Sonder-Kolle-gium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Die Strafe verbüßte er im NorilLag, u.a. beim Arbeitseinsatz in Medweschij Rutschej. Am 20.10.1949 freigelassen. Er blieb in Norilsk.

FORNAL (FORNEL), Aleksander Stepanowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1904 im Igumensker Landkreis, Gouvernement Minsk. Analphabet. Stammte aus einer Bauernfamilie. Lebte später im Dorf Nikolajewka, Balachtinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeitete in der Kolchose „16. Oktober“. Am 22.02.1937 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 17.06.1937 durch ein Kollegium des Krasnojarsker Regionsgerichts aus Gründen, die ihn rehabilitierten, freigesprochen und aus der Haft entlassen (P-3404).

FOT, Arkadij (Sohn von Wassilij), geb. 1917; befand sich 1950 in der Verbannung in Reschoty, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag. Waggon-Prüfer.

FRAAS, Kondrat/Konrad (Sohn von Iwan/Johann), gebürtig aus der Ortschaft Remmer, Kanton Unterwalden, Gebiet Saratow. 1941 verbannt in die Ortschaft Blagodatka, Sajan-Kreis, Region Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.

FRAIMAN (FREIMANN?), Friedrich Jakowlewitsch, geb. 1909 im Gouvernement Saratow. Trudarmist in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 16.10.1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Kommission für Revisionsverfahren der Region Krasnojarsk regabilitiert (P4624).

FRANK, Jekaterina/Katharina (Tochter von Peter), geb. 1925, stammte aus dem Wolgagebiet. Starb am 18.04.1942 während des Gefangenen-Transports im Zug an völliger Entkräftung. Die Leiche wurde in Kasnojarsk aus dem Zug geladen.

FRANZ oder FRANS, Alexander (Sohn von Friedrich), geb. 1917, verbüßte 1950 seine Verbannungsstrafe unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag, Lageraußenstelle 4.

FRANZ, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1907, gebürtig aus dem Kanto Marxstadt, Gebiet Saratow. Verbüßte seine Strafe in der Arbeitsarmee, in einer Arbeitskolonie in der Siedlung Wjerchnjaja Tuguscha, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk. Am 16.06.1943 in Sachen D. (I.) Gelhorn zu 10 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Unter diese Strafakte fielen insgesamt 7 Personen). Am 01.04.1974 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert.

FRANZ, Lidia/Lydia (Tochter von Bogdan), geb. 1911, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 vom Atschinsker Militär-Kommando in die Arbeitsarmee mobilisiert.

FRANZ (Raisich), Maria (Tochter von Karl), wurde 1941 zusammen mit ihrer Familie in die Region Krasnojarsk deportiert. Im Sommer 1942 wurde die Mutter mit dem Sohn und den jüngeren Töchtern nach Tajmyr, zur Station Ananewskij, geschickt; sie selbst kam zur Holzfällerei nach Igarka. 1946 konnte sie mit Erlaubnis der Kommandantur zur Familie ziehen. 1948 beendete sie die Fachschule für Rentier-Aufzucht. Sie arbeitete als Rechnungs-führerin in einer Kolchose namens Kujbyschew, Kreis Dudinka. Ab 1960 Wirtschaftsfachfrau in der Sowchose „Poljarny“ in Dudinka.

FREIBERG, Oskar Iwanowitsch, geb. 1895 im Gouvernement Witebsk. Motorist auf einem Kutter der Hauptverwaltung des Nordmeer-Route in Krasnojarsk. Am 27.06.1937 verhaftet. Angeklagt wegen Spionage und Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Orgtanisation. Am 02.02.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 20.02.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 19.08.1958 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9911).

FREIMANN, Agnessa/Agnes (Tochter von Fjodor/Friedrich), geb. 1895, Einwohnerin von Marxstadt, Gebiet Saratow. Beendete die pädagogische Fakultät an der Saratower Univer-sität. 1941 in die Ortschaft Irbejskoe verbannt, Deutsch-Lehrerin an der Schule. Am 13.01.1956 in die Freiheit entlassen.

FRICHERT, Eduard Ludwigowitsch, geb. 1877 in der Ortschaft Osinowka, Waryschewsker Amtsbezirk, Gouvernement Wolhynien. Konnte nicht lesen und schreiben. Stammte aus einer Mittelbauernfamilie. Lebte später eine Zeit lang im Dorf Rakitow Kljutsch, Idrinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeitete in der Thälmann-Kolchose. Am 25.07.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 31.03.1939 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 5 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager sowie dem Entzug aller politischen Rechte für einen Zeitraum von 3 Jahren verurteilt. Am 16.11.1993 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21247).

FRIEDBERG, Peter Aleksandrowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1888. Gebürtig und wohnhaft in der Stadt Kansk, Jenisejsker Gouvernement. Konnte lesen und schreiben. Stammte aus einer Bauernfamilie. Am 22.05.1920 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 02.09.1920 vom Jenisjsker Gouvernementsrevisionsgericht freigesprochen (P-5777).

FRIEDRICH, Albert Iwanowitsch, geb. 1890 im Dorf Ploska, Trojansker Amtsbezirk, Landkreis Schitomir, Gouvernement Kiew. Stammte aus einer Großbauernfamilie. Wurde 1930 nach Kansk verschleppt. Als Trudarmist zwangsumgesiedelt, arbeite als Schmied in der Holzfabrik in Kansk. Am 09.09.1937 in Sachen P.A. Pruchowskij (unter dieses Verfahren fielen insgesamt 72 Personen) verhaftet und ins Kansker Gefängnis gebracht. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 03.11.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 09.11.1937 in der Stadt Kansk erschossen. Am 24.04. 1956 durch das Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-4417).

FRIEDRICH, Ewald (Sohn von Pawel/Paul), geb. 1921, stammte aus Berlin. Nach Verbüßung seiner Strafe in einem Arbeitsbesserungslager wurde er 1946 in die Stadt Kansk, Region Krasnojarsk, in die Verbannung geschickt. Nach § 162, Punkt „W“ des Strafgesetzes verurteilt; verbüßte die Strafe in einem Arbeitsbesserungslager in der Region Krasnojarsk. Freigelassen am 23.05.1948 und erneut nach Kansk geschickt. Am 20.12.1948 wurde er unter die Sonder-Kommandantur No. 47 gestellt. Am 16.10.1954 aus der Sonder-Zwangsansiedlung entlassen. Rehabilitiert von der Verwaltung für Inneres der Region Krasnojarsk am 01.06.1994; lebt in Kansk.

FRIEDRICH, Karl (Sohn von Anton), geb. 1876; verbüßte 1950 seine Verbannungsstrafe an der Station Beresowka, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag; Buchhalter bei der TschSS (Abteilung für Spezial-Belieferung).

FRIESEN, David Jakowlewitsch, geb. 1891 im Jekaterinoslawsker Gouvernement. Höhere Bildung. Stammte aus einer Großbauernfamilie. Häftling des Norillag beim NKWD. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 13.02.1938 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 04.03.1938 in der Stadt Norilsk erschossen. Am 02.08.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-17929).

FRIK oder FRICK, David (Sohn von David), geb. 1919, verbüßte 1950 seine Verban-nungsstrafe in der Siedlung Nischnjaja Pojma, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag. Oberschaffner.

FRIK oder FRICK, Georg (Sohn von Michail/Michael), geb. 1907, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Balzer, Gebiet Saratow. 1941 verbannt in den Kreis Bograd, Chakassien. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.

FRIK oder FRICK, Kondrat/Konrad (Sohn von Wassilij), geb. 1904, wurde 1941 in das Dorf Podkamenka, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk verbannt. Am 19.06.1942 wurde er zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.

FRIK oder FRICK, Maria-Jekaterina/-Katharina (Tochter von Philipp), geb. 1884, verbrachte 1950 die Verbannungsstrafe unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag, Lageraußenstelle 4.

FRISENGERm Margarita/Margarethe (Tochter von Christian), geb. am 25.09.1986, stammte aus der Ortschaft Grimm, Gebiet Saratow. Verbannte. Ab 1948 in Nowo-Turuchansk in der Verbannung. 1956 in die Freiheit entlassen.

FRISERT, befand sich 1943 in der Arbeitsarmee im KrasLag.

FRISIN, Peter (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1919, verbüßte 1950 seine Strafe unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag, Lageraußenstelle 10.

FRISKE, German (Hermann) Gotlewitsch/ Gottlieb (Gaiman Gaitijewitsch), geb. 1899 im Sarajsker Amtsbezirk, Landkreis Minusinsk, Jenisejsker Gouvernement. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Pferdepfleger an der Kyslasowsker Butterfabrik, Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 18.06.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Das Verfahren wurde am 27.01.1939 vom Gebietsgericht des Autonomen Gebietes Chakassien, Region Krasnojarsk, ohne Angabe von Gründen eingestellt. Am 23.03.1999 durch die Staatsanwaltschaft des Autonomen Gebietes Chakassien, Region Krasnojarsk, rehabilitiert (P-4210).

FRITZ, Dorothea (Tochter von Heinrich), bei der Adoption Galina (Tochter von Kusmin) Majorowa, geb. 1941, gebürtig aus dem Dorf Krasny Jar, Gebiet Saratow. Nach der Verhaftung der Eltern kam sie in ein Kinderheim in Turuchansk.

FRITZ, Friedrich Christianowitsch, geb. 1919 im Gebiet Odessa, Gouvernement Cherson. Arbeitsarmist in der Zwangsarbeiterkolonie Wjerchnij Ingasch, Ilansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Zimmermann. Am 16.10.1942 verhaftet. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Revisionskommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).

FRITZ (Arnold) Jelisaweta (Elisabeth). Verbrachte die Verbannung im Turuchansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität  „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s).

FRITZ (Kutscherenko), Jekaterina. Verbrachte die Verbannung im Turuchansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität  „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s).

FRITZ, Karl (Sohn von Karl), geb. am 05.08.1939, gebürtig aus Krasny Jar, Gebiet Saratow. Ab 1942 lebte er in der Siedlung Nowo-Turuchansk, Region Krasnojarsk, in der Verbannung.

FRITZ, Lew (Leo?) Lwowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. am 18.02.1915 in der Ortschaft Prais (Preuß), Kanton Seelmann, Gouvernement Saratow. 1933-1934 als politischer Häftling verurteilt. 1937 floh er, wurde jedoch aufgegriffen. Von 1937-1947 in Haft. Nach seiner Freilassung lebte er in der Ortschaft Ust-Kamyschta, Askisker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Starb 1965.
Information von Jelena Lwowna Ostermag.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 256, (b).

FRITZ, Maria Geinrichowna (Heinrichowna). Nach der Verhaftuing der Eltern kam sie mit ihrer Schwester ins Kinderheim in Turuchansk. Verbrachte die Verbannung im Turuchansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität  „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s).

FRITZ, Minna Lwowna, geb. 1917 in der Ortschaft Prais (Preuß), Kanton Seelmann, Gouvernement Saratow. Wurde deportiert. Verbrachte die Verbannungszeit im Askissker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 22.09.1943 in die Trudarmee mobilisiert und am 01.01.1946 ins Tagillag geschickt.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 317, (b).

FRITZ, Viktor. Möglicherweise Deutscher. Verbrachte die Verbannung im Turuchansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität  „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s).

FRITZLER, Fedor (Friedrich?) Andrejewitsch, geb. 1915in der Stadt Oranienbaum. Mittlere Schulbildung. Militärdienstleistender bei der Bauverwaltung 384 im Sibirischen Militärbezirk. Am 26.08.1942 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-8, 58-9, 59-10, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 28.12.1942 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises zu 10 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 24.06.2002 dirch die Militär-Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert (P-24184).

FRITZLER, Konstantin Karlowitsch, geb. 1890 in der Stadt Saratow. Koch bei der „Solotoprodsnaba“ (wörtl. Goldlebensmittelversorgung; Anm. d. Übers.) im Schirinsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 19.05.1942 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 31.01.1943 vom Krasnojarsker Regionsgericht in Abwesenheit zu 10 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 04.02.1992 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20429).

FRIZ oder FRITZ, David (Sohn von Andrej/Andreas), geb. am 27.12.1896, gebürtig aus Rosenheim, Kanton Marxstadt, Gebiet Saratow. Ab 1930 Zimmermann in der Stadt Engels, ASSR der Wolgadeutschen. Ab 1949 verbannt in die Region Krasnojarsk. Ab 1946 an der Station Suchaja Tunguska in der Verbannung. Arbeitete in einer Kolchose namens „Stalin“ als Vorarbeiter für Bauangelegenheiten. Seine Ehefrau war Elisabetha/Elisabeth (Tochter von Fjodor/Friedrich). 1956 aus der Sonder-Zwangsansiedlung entlassen.

FRIZLER, Christian, geboren und wohnhaft im Gebiet Saratow. 1941 verschleppt in den Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk. Er starb im Oktober 1941.

FRIZLER, Gottfried (Sohn von Adam), geb. 1916, befand sich 1950 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Anna (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1925, Mutter Anna (Tochter von Friedrich), geb. 1883, Sohn Artur, geb. 1948, Tochter Lidia/Lydia, geb. 1948, unter der Sonder-Kommandantur des KrasLag im Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, in der Verbannung.

FRIZLER, Iwan/Johann (Sohn von Georg), geb. 1909, geboren und wohnhaft in der Ort-schaft Straßburg, Kanton Palass, Gebiet Saratow. 1941 verschleppt in die Ortschaft Irkutsk, Suchobusimsker Kreis, Region Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.

FRIZLER, Jakob-Christian (Sohn von Jakob), geb. 1903, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Grimm, Geboet Saratow. Wurde 1941 verschleppt in die Ortschaft Uspenka, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.

FRIZLER, Otto, wurde zusammen mit seinen Töchtern Irma, Tamara, Nina und Julia aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Irbejskoje, Region Krasnojarsk, deportiert.

FROLOWA, Amalia (Amelia / Amelie) Christianowna, geb. 1902 in der Ortschaft Prijutino, Wsewoloschsker Amtsbezirk, Gouvernement Sankt-Petersburg. Verbannte in der Siedlung Podtesowo, Region Krasnojarsk. Ungelernte Arbeiterin in der Abteilung für die Versorgung von Arbeitern im Podtesowsker Liegehafen der Jenisejsker Flußschiffahrts-verwaltung. Am 21.01.1944 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 2 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 28.03.1944 vom Militärtribunal des Jenisejsker Beckens zu 10 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 27.01.1962 durch das Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-13113).

FROM(M), Kondrat (Konrad) Davidowitsch, geb. 1890 in der Ortschaft Kupzowo, Gouvernement Saratow. Verurteilt zu 5 Jahren wegen Nichterfüllung des Plansolls für die staatliche Getreideabgabe. Flüchtete. Zimmermann beim „Sowchostrans“ in der Stadt Minusinsk. Am 17.11.1937 in Sachen G.J. Rinas (unter dieses Verfahren fielen insgesamt 11 Personen) verhaftet und ins Minusinsker Gefängnis gesperrt. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Propaganda und rechter trotzkistischer Agitation. Am 27.11.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 06.12.1937 in der Stadt Minusinsk erschossen. Am 24.05.1958 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-9475).

FRONSTEIN, Aleksander Viktorowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1910 im Irkutsker Gouvernement. Höhere Bildung. Ober-Mechaniker an der Rundfunkstation der Jenisejsker Flußschiffahrtsverwaltung in der Siedlung Ust-Port, Jenisejsker Bezirk, Region Krasnojarsk.. Am 21.06.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 31.03.1943 vom Tajmyrsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Erziehungs. und Arbeitslager verurteilt. Am 21.04.1997 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22423).

FRÜSORGER, Jegor/Georg, stammte aus dem Wolgagebiet; lebte zusammen mit seiner Familie, Ehefrau, den Söhnen Siegfried, Konstantin, Roland und Tochter Irina in dem Dorf Sulemka, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, in der Verbannung.

FRÜSORGER, Karl Karlowitsch, 1884-1944, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Grimm, Gebiet Saratow. Im September 1941 wurde er zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Margarita/Margarethe Petrowna, 1896-1987, sowie den Kindern Alwina/Alwine, 1938-1956, Andrej/Andreas, geb. 1929, Konstantin, geb. 1926, Robert, geb. 1924, und Jakob, geb. 1921, in das Dorf Dodonowo, Sowjetsker (heute Beresowsker) Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Die beiden ältesten Söhne waren nicht bei ihnen. Karl Karlowitsch FRÜSORGER, 1916-1941? war Lehrer von Beruf. Er ist seit Beginn des Krieges in der Nähe von Leningrad verschollen. Sohn Alexander Karlowitsch FRÜSORGER, 1918-1961, wurde 1941 zur Armee mobilisiert und geriet im Sommer 1941 nahe Kiew in Gefangenschaft. 1945 wurde er ins BratskLag, Tajshet-Stroj (Bau-Kombinat), repatriiert. Am 02.08.1946 verurteilte man ihn zu 6 Jahren Verbannung und schickte ihn zum Lagerpunkt Duskanja, Tenkinsker Kreis, Gebiet Magadan. Er heiratete Valentina Petrowna Gurowa. Am 03.06.1952 wurde er in die Freiheit entlassen, mußte aber als Deutscher in der Verbannung bleiben. Am 14.03.1956 wurde er freigelassen und lebte dann noch einige Zeit in der Siedlung Transportnij, Tenkinsker Kreis, Gebiet Magadan, wo er starb. Nach seinem Tod begab sich seine Familie nach Beresowka. Er wurde rehabilitiert. Der Vater sowie die Söhne Robert und Jakob wurden 1941 zur Arbeitsarmee ins Gebiet Swerdlowsk geschickt, wo der Vater ums Leben kam. Konstantin verbüßte seine Strafe ab 1947 im WjatLag, wurde 1952 entlassen und kam erneut in die Verbannung. Jakob und Robert wurden nach der Arbeitsarmee in die Verbannung nach Dodonowo zurückgeschickt. Die Familie wurde 1956 freigelassen. 
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Konstantin Karlowitsch Früsorger.

FRÜSORGER, Margarita/Margarethe (Tochter von Christian), geb. am 08.09.1896, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Grimm, Gebiet Saratow. Ab 1948 lebte sie in der Verbannung in der Siedlung Nowo-Turuchansk, Region Krasnojarsk.

FUEK oder FUJEK, befand sich 1943 in der Arbeitsarmee im KrasLag, in der Siedlung Sosnowka.

FUKS (Fuchs). Möglicherweise Deutscher. Lebte Anfang 1919 in der Stadt Jenisejsk. Gewängnisdirektor. Vor dem Einmarsch roter Partisanen in die Stadt Jenisejsk, die das Ziel hatten, bewaffnete Konflikte abzuwenden, geriet er unter Hausarrest. Nach dem Einmarsch roter Partisaneneninheiten (Stabsleiter F.J. Babkin)  wurde er, entgegen aller Absprachen, die zwischen den Vertretern der Stadtduma, der selbständigen Stadtverwaltung und Babkin getroffen worden waren, verhaftet. Eine Woche wurde er im Gefängnis festgehalten. Anschließend wurde er von Partisanen, unter dder Führung Stepan Nakladows, Babkins Stellvertreter, auf dem Burmakinsker Hügel bei Maklakowo getötet.
Dmitrij Kardasch, Schüler der 11. Klasse an der Schule N° 1 in Jenisejsk. Ansichten aus der Vergangenheit für die Zukunft (einige Analysen von Manuskripten von M.P. Mindarowskij (Person des öffentlichen Lebens)). Leitung: M.W. Cholina, Jenisejsk, 2002, Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s)

FUKS (FUCHS), Iwan Michailowitsch, geb. 1911, as der ASSR der Wolgadeutschen. Im September 1941 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Elisabetha Filippowna, geb. 1909, und den Kindern Robert, geb. 1936, Andrej, geb. 1937, Emilie, geb. 1930, Emma, geb. 1931, und Irma, geb. 1939, in das Dorf Salese, Sokolowsker Dorfsowjet, Ilansker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. 1947 wurde Wladimir geboren. 
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Heinrich Davidowitsch Keil.

FUKS oder FUCHS, Viktor (Sohn von Heinrich), er stammte aus dem Geschlecht des Valentin Fuks/Fuchs aus Mecklenburg, der 1764 mit seiner Ehefrau und zwei Kindern (4 und 3 Jahre alt) an die Wolga gekommen war. 1921, während der Hungersnot, zog die Familie in den Nord-Kaukasus um. 1932 beendete er das Pädagogische Institut in der Stadt Engels, Gebiet Saratow. Militärflieger. Am 04.03.1937 wurde er direkt auf dem Flugplatz verhaftet. Man verurteilte ihn nach § 58 Strafgesetz wegen Spionage zu 6 Jahren. Seine Ehefrau wurde im Oktober 1936 verhaftet. Nach seiner Freilassung lebte er in Engels. Die Familie wurde nach Kasachstan verschleppt, wo die Eltern und zwei Brüder starben. Im September 1941 wurden er und seine schwangere Frau sowie zwei Kinder in einem Güterwaggon mit einem Gefangenentransport nach Kansk gebracht und von dort in das Dorf Kalinnikowo, Kreis Kansk, Region Krasnojarsk, geschickt. Am 25.01.1942 wurde er zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert. 1958 rehabilitierte ihn das Krasnojarsker Gebietsgericht. Im Jahre 2003 lebt er in Krasnojarsk. Aktivist der Bewegung der Wolgadeutschen zur Erlangung der Auto-nomie. Vorsitzender der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ in der Region Krasnojarsk. Sein Vater Heinrich (Sohn von Peter) verbüßte seine Verbannungsstrafe in der Region Krasnojarsk.

FUKS oder FUCHS, S. (G.), er/sie verbüßte die Verbannungsstrafe in der Region Krasnojarsk.

FUNDER, Michail/Michael (Sohn von Nikolaj/Nikolaus), Kandidat der technischen Wissenschaften, von den sowjetischen Truppen befreit. Verurteilt. Verbüßte seine Strafe in Krasnojarsk, arbeitete beim OTB-1 (Sonder-Technologie-Büro 1), leitete die Labors für physikalisch-instrumentelle Analyse-Methoden. 
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Boris Dmitriewitsch Gerassimenko.

FUNK, Ada, wurde zusammen mit ihrem Ehemann Johann aus der ASSR der Wolgadeut-schen in die Ortschaft Tschuchlomino, Kreis Irbej, Region Krasnojarsk, deportiert. Ihr Mann wurde in die Arbeitsarmee mobilisiert. Er arbeitete als Revier-Aufseher. Kehrte nach Tschuchlomino zurück.

FUNK, Heinrich (Sohn von Heinrich), Medizinstudent. Verbüßte von 1941-1945 eine Lagerhaftstrafe im WjatLag. 
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Ariadne Johannowna Bugajewa (Palu).

FUNK, Christian Kondratewitsch, geb. 1905 im Gouvernement Saratow. Arbeitsarmist in der Arbeitskolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeiter. Am 30.10.1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 07.03.1955 durch eine Revisionskommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).

FUNK, Jakob Georgiewitsch, geb. 1888 im Nowousensker Landkreis, Gouvernement Saratow. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Stammte aus einer Bauernfamilie. Meister in der Butterfabrik des Dorfes Nikolajewka, Krasnoturansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Am 17.01.1934 verhaftet. Angeklagt wegen Spionage und Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 10.03.1934 von einer Sondertrojka der Bevollmächtigtenvertretung der OGPU im Westsibirischen Gebiet zu 5 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 02.10.1962 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-13603).

FUNK, Julius Franzewitsch, geb. 1889 im Gouvernement Wolhynien. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Stammte aus einer Bauernfamilie. Lebte eine Zeit lang im Dorf Aleksandrowka, Krasnoturansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Tischler in der Rosa- Luxemburg-Kolchose. Am 24.07.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 23.03.1939 auf einer Fernsitzung des Krasnojarsker Regionsgerichts aufgrund des Todes des Angeklagten eingestellt (verstarb am 15.03.1939 im Minusinsker Gefängnis-Krankenhaus). Am 29.09.1995 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21785).

FUNK, L. (N.), Repressionsopfer. Er/sie lebte 1991 in Dudinka.

FUNK, Peter Jakowlewitsch, geb. 1903 in der Ortschaft Kurjanowo, Donezker Gebiet, Gouvernement Charkow. Geringe Schulbildung. Stammte aus einer Bauernfamilie. 1937 von der Budenowsker NKWD-Kreisabteilung der Ukrainischen SR verhaftet. Angeklagt nach §§ 54-2, 54-4, 54-11 des Strafgesetzes der Ukrainischen SSR. Am 09.02.1937 von einem Sonder-Kollegium im Donez-Gebiet zu 7 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Verbüßte seine Strafe im Norillag. Am 08.02.1946 erneut verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 17.05.1946 von einem speziellen Lagergericht zu 6 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager sowie 3 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Am 26.10.1956 vom Obersten gericht der RSFSR rehabilitiert (P-7664).

FUNKE, Adolf Karlowitsch, geb. 1902 in der Stadt Irkutsk. Als Trudarmist ins Kraslag mobilisiert. Am 24.04.1945 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären, aufständischen Organisation und antisowjetischer Agitation. Am 07.02.1947 von einem Sonderkollegium des Ministeriums für Staatssicherheit der UdSSR zu 8 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 10.03.1956 vom Obersten Gericht der UdSSR rehabilitiert (P-8700).


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