
WAAG, Christian (Sohn von Christian), war in der Arbeitsarmee in der Turuchansker Abteilung des KrasLag. 1945 verhaftet.
WABNITZ, Daniel (Sohn von Daniel), Schweinehirte auf einer Kolchose in der Ortschaft Blumental, Stalinsker Gebiet. Verhaftet 1941, Ende 1941 saß er zu Haftverbüßung im IWDElLag. Verstarb im Winter 1942 am Ort seiner Zwangsverschickung.
WABNITZ, Otto (Sohn von Daniel), geb. 1905, Arbeiter in der Ortschaft Blumental, Stalinsker Gebiet. Verhaftet 1938 im Wolnowachsker Kreis, Donezgebiet.
WABNITZ, Reinhold (Sohn von Daniel), geb. 1923, und Emil (Sohn von Daniel), geb. 1924, Schüler der 10. und 8. Klasse in der Ortschaft Blumental, Stalinsker Gebiet. Verhaftet am 09.09.1941, verbrachte mehr als einen Monat im Gefängnis von Mariupol, zurückgeschickt ins IwdelLag, wo man ihm das Urteil des Sonderkollegiums des NKWD der UdSSR mitteilte – 8 Jahre wegen gesellschaftsgefährdender Aktivitäten. 1945 fielen sie unter die Amnestie und wurden ins Altai-Gebiet, in die Stadt Alijsk, verschleppt, wo sie bis 1956 bleiben mußten. Reinhold lebte in Krasnojarsk.
WABNITZ, Valentina (Tochter von Jakob), geb. 1926, Sonder-Zwangsansiedlerin im Gebiet Krasnojarsk, war in der Arbeitsarmee. Lebte in Krasnojarsk.
WACHTEL, Aleksander, geb. 1924.Deportiert in das Dorf Terentjewo,
Sowjetsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Befand sich in der zweiten Hälfte der
1940er Jahre in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach
121) an der Bahnstation Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Arbeitsarmisten in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre
in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der
Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk (a). Zusammengestellt von
Sirotinin.
WACHTEL, Raisa (Tochter von Karl), geb. 1931, stammte aus der Ortschaft Bettinger im Kreis Unterwalden, Gebiet Saratow. Verbannte, ab 1951 als Köchin und Wäscherin in der Siedlung Wereschagino, Kreis Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk.
WACHTEL, Semjon/Simon (Sohn von Andrej/Andreas), Verbannter in Minussinsk. Verhaftet.
WAGEL, Elisabeth (Tochter von Peter), geb. 1909, im Jahre 1941 deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Podkamenka im Kreis Biriljussy. Am 11.02.43 in die Arbeitsarmee nach Atschinsk einberufen.
WAGEL, Lydia (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1901, im Jahre 1941 deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Podkamenka im Kreis Biriljussy. Am 11.02.43 in die Arbeitsarmee nach Atschinsk einberufen.
WAGENLEITNER, FjodorFriedrich (Sohn von David), geb. 1911, im September 1941 verschleppt aus dem Gebiet Saratow in den Kreis Berjosowka (heute Scharypowsker Kreis). Im Januar 1942 zur Arbeitsarmee ins Kirowsker Gebiet einberufen. 1947 kehrte er zur Wiederzusammenführung mit der Familie in den Berjosowsker Kreis zurück. Wurde am 18.02.1956 aus der Sonderansiedlung freigelassen.
WAGENLEITNER, Lilia (Tochter von Alexander), geb. 1935, zusammen mit der Mutter verschleppt in den Dserschinsker Kreis.
WAGNER, Aleksander, geb. 1927 in Saratow. Deportiert. Befand sich in
der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker
Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk,
RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a)
WAGNER, Amalia (oder Amalie, Tochter von Nikolaus), befand sich 1946 wegen §58-10 in Chakassien in einem Ermittlungsverfahren.
WAGNER, Andreas (Sohn von Iwan/Johann), wurde 1941 ins Krasnojarsker Gebiet deportiert, lebte in Abakan. Möglicherweise war er auch im Lager.
WAGNER, Andrej Andrejewitsch, WAGNER, Karl Andrejewitsch. Zusammen mit
den Damilien aus dem Dorf Bauer, Kanton Kamenka, ASSR der Wolgadeutschen in den
Bezirk Kuragino, Region Krasnojarsk, deportiert. Wurden in Viehwaggons bis nach
Abakan gebracht. 8 Familien wurden an der Anlegestelle (Getreidebeschaffung“
abgeladen und in das Dorf Mokino, Bezirk Kuragino, Region Krasnojarsk,
geschickt. Dort wurden sie zusammen mit einer aus sechs personen bestehenden
Familie in einem großen Schuppen untergebracht. Im Oktober 1942 wurde Andrej zur
Trudarmee in die Stadt Tschkalowsk mobilisiert, wo er etwa 3,5 Jahre blieb;
kehrte danach in den Bezirk Kuragino zurück. Heiratete E.G. Schnitzer. 1956
erhielt er einen Paß und ein Arbeitsbuch. 2007 lebte er mit seiner Ehefrau in
der Ortschaft Bugurtak im Bezirk Kuragino. Karl reiste 2002 nach Deutschland
aus.
J.W. Mogilnikow, Schüler der 11. Klasse an der städtischen
Bildungseinrichtung der Roschtschinsker Schule N° 17, Kuraginsker Bezirk, Region
Krasnojarsk. N.M. Botschkarewa, Geschichtslehrerin. Zwei Schicksale aus meiner
Familienbiographie (A.A. Wagner, E.G. Wagner und andere). Wettbewerbsarbeit,
vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der
höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“,
(s).
WAGNER, Anton Michailowitsch, geb. 1912 im Jekaterinoslawsker Gouvernement. Entkulakisiert in dem Dorf Blumenfeldt, Gebiet Odessa. Vertrieben. Arbeiter beim Saralinsker Wasserkraftwerk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Verhaftet am 08.11. 1937. Fiel unter den Gemeinschaftsfall P.W. Klinkowskij (in dem insgesamt 14 Personen zur Verurteilung kamen), wurde im Minusinsker Gefängnis gefangen gehalten. Beschuldigt wegen der Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 27.11.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Arbeits-Besserungslager verurteilt. Rehabilitiert am 06.08.1947 durch das Chakassische Gebietsgericht. (P-7962).
WAGNER, Christian (Sohn von Christian), geb. 1903, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert ins Krasnojarsker Gebiet. Zur Arbeitsarmee einberufen, verbüßte die Zeit im BogoslowLag. Verstarb am 26.03.1943 im Lager.
WAGNER, Christina
(Tochter von Christian), geb. 1895, am 11.09.1941 als Person mit deutscher
Nationalität in den Pirowsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, umgesiedelt,
arbeitete auf der Ignatowsker Kolchose. Verhaftet am 20.11.1945 und am
03.12.1945 vom Volksgericht zu 2 Jahren verurteilt. Nach Verbüßung
der Haftzeit kehrte sie in den Ort Ignatowo zurück. Ab 24.11.55 versetzt in
der Ortschaft Pirowskoje, ab 20.12.1955 in Jenissejsk. Wurde am 02.02.1956 aus
der Sonderansiedlung freigelassen.
WAGNER, Edwin (Sohn von Viktor), verbannter Chirurg in Nasarowo, Gebiet Krasnojarsk.
WAGNER,
Georg(ij) Karlowitsch, geb. 1908 in der Stadt Spassk, Gouvernement Rjasan.
Gelehrtet, Autor von 20 Büchern und 200 Artikeln. Beendete 1930 die Rjasaner
Künstlerfachschule, leitete die künstlerische Abteilung des Rjasaner
Heimatkundemuseums. Am 21.01.1937 verhaftet (Protest gegen Kaganowitschs
Einschreiten beim Niederreißen der Roten Tore und des Sucharew-Turms sowie gegen
die Zerstörung von Kulturdenkmälern, mögliche Verwandtschaft mit dem deutschen
reaktionären Komponisten Richard Wagner). Von einer Sonderkommission des NKWD
der UdSSR zu 5 Jahren verurteilt. Verbüßte die Haftstrafe in den Nordöstlichen
Arbeits- und Erziehungslagern (Maldjak- und Wodopjanow-Mine). Lebte bei Frösten
von –40 und –50 Grad in Zelten). Im Mai 1938 an der Kolyma als Teilnehmer der
Verschwörung gegen die Sowjetmacht verhaftet. Strafversetzt nach Nischnij
Chattynach. Erkrankte an Skorbut, begann kurz daraud als freier Künstler zu
arbeiten, schrieb Losungen und malte Dekorationen für Laienspielgruppen. 1942
freigelassen. Abreise von der Kolyma vor Kriegsende. Erhielt 1945 auf der
All-Kolyma-Ausstellung für darstellende Kunst den dritten Preis für ein Porträt.
Kehrte nach dem Krieg nach Rjasan zurück. Unterrichtete von 1947-1949 zusammen
mit Ariadna Jefron an der Künstlerfachschule Rjasan, er – Kunstgeschichte, sie –
Grafik. 19.01.1949 erneute Verhaftung. Im Juni 1949 von einer Sonderkommission
des NKWD der UdSSR zu lebenslanger Verbannung verurteilt. Verbrachte die
Verbannungsgzeit in der Siedlung Belsk, Krasnoturansker Bezirk, Region
Krasnojarsk. Arbeitete als technischer Zeichner in einer geologischen
Erkundungsgruppe. 1954 freigelassen. Am 22.04.2004 durch die Staatsanwaltschaft
der Region Krasnojarsk rehabilitiert. Arbeitete als wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Institut für Archäologie der Akademie der Wissenschaften der
UdSSR. Doktor der Kunstwissenschaften (1968), Preisträger der Staatsprämie
(1983). 1995 in Moskau gestorben. Persönliche Verbanntenakte. Archiv-Nr.
CO-48842 beim Informationszentrum der Staatlichen Verwaltung für Innere
Angelegenheiten der Region Krasnojarsk.
-Schaffen und Alltag im GULAG. Katalog von Museumssammlungen der „Memorial“-Gesellschaft,
Moskau, 1998, S.32, (b).
-A. Kusnezow. Georgij Wagner, Der Wille, Journal der Gefangenen totalitärer
Systeme, N° 6-7, Moskau, 1997.
-L. Mesewezkij. Insel des Todesarchipels (G.K. Wagner). Krasnojarsker Arbeiter,
29.09.1990.
-G.K. Wagner. Wir vergehen vor geistigem Durst, Unser Erbe, N° 5, 1990, S. 1..
WAGNER, Iwan/Johann (Sohn von Jakob), geb. 1890, deportiert aus dem Gebiet Saratow, Getreidebauer. 1937 verhaftet in der Ortschaft Mokino, Gebiet Kuragino.
WAGNER, Jakob Jakowlewitsch, geb. 1901 im Gouvernement Saratow. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Lebte in der Ortschaft Schalobolino, Kuraginsker Kreis, Region Krasnojarsk. Meister in der Butterfabrik. Verhaftet am 02.12.1936. Beschuldigt der konterrevolutionären Agitation. Am 16.07.1937 vom Krasnojarsker Gebietsgericht verurteilt zu 10 Jahren Arbeits-Besserungslager. Rehabilitiert am 21.02.1962 vom Obersten Gericht der RSFSR. (P-13130).
WAGNER, Maria (Tochter von Johannes), 11.01.1906-13.06.1991, gebürtig aus der Ortschaft Bauer, Kanton Kamenka, Gebiet Saratow, wo sie auch lebte. Kolchosbäuerin. 1937 wurde ihr Ehemann Georg (Sohn von Konrad) Wagner, geb. 1904, verhaftet. Seine Archiv-Ermittlungsakte No. SO-6367 ist bei der Behörde für Inneres im Gebiet Saratow verwahrt. Laut Erlaß des Präsidiums des Obersten Sowjet vom 28.08.1941 wurde sie zusammen mit den Kindern Heinrich, geb. 1931, Emma, geb. 1933, Jakob, geb. 1937, und Maria, geb. 1935, in die Ortschaft Kuragino, Kreis Artemowsker (heute Kuraginsker) Kreis im Gebiet Krasnojarsk deportiert, wo sie verstarb. Tochter Maria lebt in Kuragino.
WAGNER, Michail Michailowitsch, geb. 1914 in m Gebiet Odessa. Verbannter. Holzeinkäufer am Saralinsker Bergwerk. Verhaftet am 05.02.1938. Angeklagt wegen konterrevolutionäre Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 31.08.1938 in Abakan erschossen. Rehabilitiert am 14.11.1959 om Obersten Gericht der RSFSR. (P-11447).
WAGNER, Ottilia (bzw. Ottilie, Tochter von Julius)), geb. 1888, stammte aus dem Stalin-grader Gebiet. Feldscher im Askisschen Kreis-Krankenhaus. Am 17.12.1945 verhaftet. Vom Gebietsgericht des Autonomen Gebietes Chakassien am 20.02.1946 verurteilt zu 8 Jahren und 3 Jahren Entzug aller Rechte. Am 17.12.1992 von der Staatsanwaltschaft des Gebietes Krasnojarsk rehabilitiert.
WAGNER, Rosa, geb. etwa 1931, stammte aus Deutschland. Befand sich als
Verbannte auf dem Gelände Tilitschet, Dolgomotowsker (heute Abansker) Kreis,
Region Krasnojarsk. Im Mai 1951 erhielt sie die Erlaubnis und reiste nach
Deutschland aus.
Verbannungs-/ Lagerhaftbericht
von Anton Josifowitsch Mironow.
WAGNER, Rudolf Franzewitsch, Deutscher, geb. 1890 in der Ortschaft Jaschniza, Polen. Stammte aus einer Adelsfamilie, konnte lesen und schreiben. Lebte an der Station Kosylka, Kosylsker Amtsbezirk, Krasnojarsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Verhaftet am 31.05.1920. Angeklagt, weil er in der Koltschak-Armee gedient hatte. Am 28.08.1920 von der Krasnojarsker Gouvernements-Tscheka verurteilt zu 3 Jahren Konzentrationslager. Rehabilitiert am 11.12.1998 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk. (P-23530).
WAGNER, Welipold Michailowitsch, geb. 1915 im Gebiet Odessa. Verbannter. Arbeiter am Saralinsker Wasserkraftwerk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Verhaftet am 26.07.1938. Angeklagt der konterrevolutionären Agitation. Am 27.03.1939 vom chakassischen Gebietsgericht verurteilt zu 7 Jahren Arbeits-Besserungslager. Rehabilitiert am 23.09.1959 vom Obersten Gericht der RSFSR. (P-11369).
WAHL, siehe WAL
WACHTEL, Semjon Andrejewitsch, geb. 1885 im Saratowsker Gouvernement. Verbannter. Lebte eine Zeit lang in der Ortschaft Nikulino, Idrinsker Kreis, Region Krasnojarsk. War lese- und rechtschreibkundig. Arbeitete in einer Kolchose. Verhaftet am 25.10.1941. Beschuldigt der konterrevolutionären Agitation. Am 07.03.1942 von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 08.04.1942 in Minusinsk erschossen. Rehabilitiert am 03.11. 1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk. (P-16563).
WAIGANT (Weigant), Alexander Alexandrowitsch, geb. 1920 in dem Dorf Jagodno-Poljana, Wjasowsker Kreis, Gebiet Saratow. Lebte in Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeiter in der Baukolonne 1623. Verhaftet am 10.11.1942. Angeklagt nach § 58-10, 14 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 27.02.1943 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Arbeits-Besserungslager verurteilt. Rehabilitiert am 31.03.1992 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk. (P-20112).
WAIGARD, verbannt aus der ASSR der Wolgadeutschen, 1942 zur Arbeitsarmee ins KrasLag einberufen. Leiter der Abteilung für Landwirtschaft im deutschen Gebietskomitee der Allrussischen Kommunistischen Partei der Bolschewiki der Arbeitsarmee im KrasLag, Leiter der Holzabfuhr in den Waldabschnitten No.1 und No. 3; 1942 verhaftet und vom Sonderkollegium verurteilt.
WAIGEL, Alexander (Sohn von Peter), 1941 deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Am 04.03.1942 vom Kreismilitärkomitee in die Arbeitsarmee geholt.
WAIGEL, Alexander (Sohn von Florian), Sohn verbannter Eltern im Kreis Biriljussy, verstarb während der Verbannung am 13.08.1938 im Alter von 8 Monaten.
WAIGEL (Weigel), Florian Nikolajewitsch, geb. 1902 in der Ortschaft Marienthal, Gebiet Unter-Wolga. Lebte in der Siedlung Polewaja, Biriljussker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Großbauernfamilie. Mittlere Schulbildung. Mitglied der Genossenschaft „Mirnyj Trud“. Verhaftet am 02.03.1938. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 13.08.1938 in Atschinsk erschossen. Rehabilitiert am 13.04.1961 von einer Sonderkommission des Obersten Sowjet der RSFSR. (P-12781).
WAIGEL, Herbert (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1911, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen, ab 1947 als Verbannter in der Siedlung Werchne-Imbatsk, Kreis Turuchansk. Böttcher im Fischereibetrieb. Freigelassen am 11.08.1955.
WAIGEL, Peter (Sohn von Alexander), geb. 1923, im Jahre 1941 deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Beriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk geholt.
WAIGEL, Pius (Sohn von Pius), 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert in den Ort Polewoje, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Am 19.04.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk geholt.
WAIMANN, Maxim Iwanowitsch, 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen
deportiert in die Ortschaft Pestschanka, Kreis Jemeljanowo, Region Krasnojarsk.
Lebte 1989 in Pestschanka.
Verbannungs- /
Lagerhaftbericht von Tamara Michailowna Maslowskaja.
WAINBERGER, Friedrich (Sohn von Gottfried), geb. 1915, zusammen mit den Töchtern Katharina, geb. 1949, Lydia, geb. 1947, sowie der Ehefrau J. (K.) Kembel, aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert, 1950 befanden sie sich in Verbannung und standen unter der Sonderkommandantur des KrasLag, Lagerstützpunkt 11; er arbeitete in einer Sowchose. Am 22.08.1950 wurden sie der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreisabteilung des Ministeriums für Staatssicherheit iom Gebiet Krasnojarsk überstellt.
WAIKERT, Eduard Aloisowitsch, geb. 1884 in Österreich. Deutscher. Lebte in Krasnojarsk. Stammte aus einer kleinbürgerlichen Familie. Mittlere Schulbildung. Dekorateur des sowjetischen Krankenhauses. Verhaftet am 17.05.1920. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Der Fall wurde am 27.07.1920 von der Krasnojarsker Gouvernements-Tscheka aufgrund seiner Rehabilitations eingestellt. Rehabilitiert am 30.12.1998 durch die Militär-Staatsanwaltschaft des Sibirischen Wehrkreises. (P-23569).
WAINERD, Eduard Alsowitsch (s. WAIKERT, Eduard Aloisowitsch)
WAIS, geb. 1920, diente in der Armee in Moskau. Im September 1941 zusammen mit anderen deutschen Kriegsdienstleistenden zur Bauabteilung nach Dschambul, Kasachische SSR, verschickt. 1942 verhaftet, inneres Gefängnis in Alma-Ata, verurteilt zu 10 Jahren. Im Februar-März 1943 übergangsweise in Taschkent in Verbannung, ab Frühjahr / Sommer im AktjubLag. Ab Oktober 1943 in Kansk, danach in der Tugatschinsker Abteilung des KrasLag, im Lagerpunkt Schiderba.
WAIS, Arnold (Sohn von Arkadij), Lehrer der deutschen Sprache an der pädagogischen Hochschule in Krasnojarsk. Verhaftet 1937.
WAIS, Fjodor/Friedrich (Sohn von August), verfolgt 1938 in der Ortschaft Nikolajewka (früher Gnadendorf) im Krasnoturinsker Kreis. Verstarb am 19.07.1939 im Minussinsker Gefängnis.
WAIS (Weis), Fjodor Augustowitsch, geb. 1904 in dem Dorf Iwanowka, Gouvernement Wolhynien. Lebte in der Ortschaft Sajansk, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeiter in der Fleisch-Sowchose. Verhaftet am 08.07.1938. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 09.04.1939 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 5 Jahren Arbeits-Besserungslager verurteilt. Starb am 19.07.1939 im Minusinsker Gefängnis. Rehabilitiert am 28.02.1961 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichtshofes der RSFSR (P-12665).
WAIS (Weis), Foma Germanowitsch, geb. am 17.06.1908 in dem kleinen Ort Raschkowo, Kamensker Kreis, Moldawien. Deutscher. Stammte aus einer Bauernfamilie. Konnte nur schlecht lesen und schreiben. Parteilos. 1930 von einer Sonderberatung der OGPU der UdSSR durch einen Verwaltungsakt in die Region Krasnojarsk verbannt. Maschinist an der Goldgrube Proletarskij des „Jenisej Gold“-Trustes im Nord-Jenisejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Am 22.05.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-6, 9, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Wurde im Jenisejsker Gefängnis festgehalten. Am 26.08.1939 wurde das Verfahren aufgrund seiner Rehabilitierung eingestellt. (P-7329).
WAIS, Gottlieb (Sohn von Friedrich), geb. 1902, Lutheraner, diente von 1922 bis 1924 in der sowjetischen Armee. Stand in der Ortschaft Makarow im Schirjajewsker Kreis, Gebiet Odessa, unter Okkupation, war 1944 in Deutschland, arbeitete bei einem privaten Arbeitgeber. Ab Oktober 1945 zusammen mit seiner Familie als Sonderumsiedler in Jenissejsk: Ehefrau Katharina (Tochter von Friedrich), Tochter Ella. geb. 1930, Sohn Gustav, geb. 1937, und seine Schwester Christina (Tochter von Friedrich) LANG. Arbeitete als Leiter der Tischlerwerkstatt auf der Schiffswerft. Am 12.02.1956 freigelassen.
WAISBROT, deutsche Familie, im September 1941 deportiert aus dem Ort Straub im Kanton Kukkus, ASSR der Wolgadeutschen, nach Sagajskoje im Kreis Karatus.
WAISSENBORN (oder WEISSENBORN), Erich. Verbüßte seine Haftstrafe im NorilLag.
WAKKER (oder WACKER), Fjodor/Friedrich (Sohn von Fjodor/Friedrich), geb, 1898, diente von 1919-1920 in der Koltschak-Armee. Leiter des Lagers im Warenkontor der Haupt-Verwaltung des Nordmeer-Schiffverkehrsweges in Krasnojarsk. Verhaftet gemäß Akte No. 20388, die unter dem Namen von I.L. Titow geführt wurde, am 07.05.1939. Die Militäran-waltschaft schloß die Akte. Freigelassen am 09.05.1939.
WAL (Wahl), Jakob Wilhelmowitsch, geb. 1886 im Landkreis Odessa, Gouvernement Cherson. Besuch der Dorfschule. Verbannter in der Siedlung Wojnja, Artemowsker Kreis, Region Krasnojarsk. Ungelernter Arbeiter im Holzbeschaffungskombinat „Minusasoloto“. Verhaftet am 27.02.1938. Angeklagt wegen konterrevolutionäre Tätigkeiten und antisowjetischer Agitation. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Rehabilitiert am 14.04.1959 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichtshofes der RSFSR. (P-10690).
WALD, Georg (Sohn von Balthasar), verhaftet 1937. Verbrachte 11 Jahre in Lagern, überlebte.
WALISER, Adolf (Sohn von Christian), geb. 1935, Verbannter auf der Kolchose „Pjatiletka“ in der Siedlung Iskup im Kreis Turuchansk.
WALISER (Walliser), Heinrich Genrichowitsch, 1896-1953, gebürtig
und wohnhaft in Nowosaratowka; arbeitete als Fahrer in der Thälmann-Kolchose.
Zusammen mit seinen Töchtern Dorothea-Jekaterina (Katharina), geb. 1922,
und Theresa, geb. 1924, zur Holzfällerei nach Kansk deportiert, anschließend
in das Dorf Poljany, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk. Im Mai 1942 zur
"Arbeitsarmee" ins Kusbass (Kusnezker Steinkohlebecken), nach Osinniki.
Arbeitete im Schacht. 1943 wurde er verschüttet, blieb als Invalide am
Leben. Man schrieb ihn aus der "Arbeitsarmee" ab und entließ ihn
nach Tjuchtet, Gebiet Krasnojarsk, zu seinen dorthin verbannten Schwestern.
Seine Töchter wurden 1943 aus dem Dorf Poljany nach Dschida in Burjatien
geschickt, in ein landwirtschaftliches Frauanlager; Dorothea arbeitete dort
hinter Stacheldraht in der Buchhaltung, Theresa bei allgemeinen Feldarbeiten.
1945 schickten sie Theresa in ein anderes Lager - nach Jenchor (ebenfalls im
Kreis Dschida, Burjatien). 1947 wurden sie entlassen und erhielten einen Paß.
Dorothea-Jekaterina ging mit dem Vater nach Tjuchtet. Er erlebte den Zeitpunkt
seiner Freilassung nicht mehr, sondern starb in Tjuchtet in der Verbannung. Sie
wurden von der Hauptverwaltung des Innern der Stadt St. Petersburg und des
Leningrader Gebietes am 11.11.1997 rehabilitiert.
Verbannungs- / Lagerhaftbericht
von Theresa Genrichowna Malyschewa.
WALITSCH, Karl Karlowitsch, geb. 1891 in Österreich. Deutscher. Lebte im Militärlager der Stadt Krasnojarsk. Kriegsgefangener. Konnte lesen und schreiben. War als Arbeiter in einer Fabrik für typographische Farebn tätig. Verhaftet am 23.07.1920. Angeklagt, weil er in der Koltschak-Armee gedient hatte. Der Fall wurde am 21.08.1920 von der Krasnojarsker Gouvernements-Tscheka aus Rehabilitierunsgründen sowie aufgrund der Anwendung der Oktober-Amnestie eingestellt. (P-23266).
WALL, Gustav Germanowitsch (Hermann), geb. 1911 inm Gebiet Saratow. War im KrasLag, zur Arbeitsarmee einberufen. Verhaftet am 24.04.1945. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation sowie antisowjetischer Agitation. Am 07.02.1947 von einer Sonderberatung des Ministeriums für Staatssicherheit der UdSSR zu 8 Jahren Besserungs-Arbeitslager verurteilt. Rehabilitiert am 10.03.1956 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichtshofes der UdSSR. (P-8700).
WALLISER, Christian (Sohn von Andrej/Andreas), geb. 1901, Deutscher aus Ingermanland, Kolchosbauer; am 18.03.1942 zusammen mit seiner Ehefrau Sophia (Tochter von Jakob), geb. 1905, und den Kindern Adolf, geb. 1935, sowie Jakob, geb. 1930, aus der Kolonie Nowosaratow im Prigorodner Kreis, Gebiet Leningrad, deportiert in das Dorf Nikolajewka, Kreis Kansk, Gebiet Krasnojarsk. Durch einen Zufall geriet er nicht in die Arbeitsarmee. Im Juli 1942 wurde er mit der Familie auf dem Dampfer "Ordschonikidse“ in die Siedlung Iskup im Kreis Turuchansk verschickt. Er arbeitete beim Fischfang. Am 04.02.1956 wurden sie aus der Sonderansiedlung befreit.
WALTER, Alexander Iwanowitsch, geb. 1913 im Gouvernement Saratow. Lebte in der Ortschaft Petrowskoje, Dserschinsker Kreis, Region Krasnojarsk. War lese- und rechtschreibkundig. Sonderzwangsumsiedler. Arbeitete in einer Kolchose. Verhaftet am 25.04.1942. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Der Fall wurde am 10.05.1943 von der NKWD-Verwaltung der Krasnojarsker Region aufgrund des Todes des Angeklagten eingestellt. Rehabilitiert am 24.07.2003 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk. (P-16608).
WALTER, Alexander Karlowitsch, geb. 1899 im Gouvernement Saratow. Verbannter. Lebte in der Ortschaft Tasejewo, Region Krasnojarsk. Tischler in der Genossenschaft. Verhaftet am 22.12.1950. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 20.02.1951 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungs-Arbeitslager verurteilt. Rehabilitiert am 16.06.1993 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk. (P-20823).
WALTER, Anton (Sohn von Jakob), geb. 1899, stammte aus einer Familie deutscher Kolonisten, Lehrer, arbeitete in Schulen auf der Krim. Trat 1930 ins Simferopoler Med-Institut ein. Im August 1935 in Simferopol verhaftet, es gelang ihm nicht, das Staatsexamen abzulegen. 3 Jahre Verbannungszeit, die auf dem Verwaltungswege über ihn verhängt worden waren, verbrachte im Krasnojarsker Gebiet. Arbeitete im Kreis-Krankenhaus. Verhaftet 1938, verurteilt zu 10 Jahren, die er in Kolyma absaß. Arbeitete als Arzt in den Krankenhäusern des „Tonkij“- Bergwerks, in der Westlichen Bergbau-Industrie-Verwaltung, im Kreis-Krankenhaus von Susuman, im Lagerpunkt des „Solotisty“-Bergwerks, im Lagerpunkt des Toskansker Lebensmittelkombinates, im städtischen Krankenhaus von Magadan. Ab Dezember 1947 bis zum Tage der Freilassung am 16.01.1951 im Krankenhaus der Transit-Abteilung des UswitLag. Zu dem Zeitpunkt als er J. (S.) Ginsburg kennenlernte, war er Häftling. Sie wurde seine Ehefrau. Während der Inhaftierung verlor auf einem Auge das Sehvermögen; die Grubenaufseher brachen ihm mehrere Rippen.
WALTER (Wachtel, laut Auskunft der Kreis-Kommandantur), Elisabeth (Tochter von Andrej (Andreas)), geb, 1905, verbannt nach Turuchansk.
WALTER, Ella (Tochter von Christian), geb. 1924, verbannt nach Scharypowo, Region Krasnojarsk. Heiratete 1949 F. (F.) Felde.
WALTER, Erna (Tochter von Nikilaj/Nikolaus), geb. 1932, verbannt nach Turuchansk.
WALTER, Friedrich (Sohn von Friedrich), geb. 1885, gebürtig aus Gnadentau, Kanton Seelmann, Gebiet Saratow. Im September 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Ewa (Tochter von Georg), geb. 1890, Sohn Alexander, geb. 02.01.1925, un der Mutter Maria (Tochter von Friedrich), geb. 1863, aus der Ortschaft Lisindergej (heute Lugowoje im Rowensker Kreis) im Kanton Seelmann, Gebiet Saratow, in den Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Alexander heiratete 1955 in der Verbannung die Deutsche Emilie (Tochter von Karl) Elfenbein, geb. 1929. Sie wurden am 18.02.1994 von der Behörde für inneres im Gebiet Saratow rehabilitiert.
WALTER, Hilda (Tochter von Christian), geb. 1931, im September 1941 os dem Gebiet Saratow verschleppt in den Kreis Scharypow. Am 13.01.1956 aus der Zwangsansiedlung freigelassen.
WALTER, Jakob Andrejewitsch, geb. 1880 in der Siedlung Ladoschskaja, Kuban-Gebiet. Lebte beiim Bergwerk Ajachta, Uderejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Großbauernfamilie. Konnte kaum lesen und schreiben. Wächter in einem Erzbergwerk des Bergbau-Nebenlagers. Verhaftet am 14.05.1938 in dem Gemeinschaftsfall des F.W. Gordow (unter diese Akte fielen insgesamt 25 Personen). Angeklagt wegen konterrevolutionäre Tätigkeiten. Am 10-06.1938 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 11.09.1938 in der Stadt Jenisejsk erschossen. Rehabilitiert am 12.07.1958 vom Krasnojarsker Gebeitsgericht. (P-9738).
WALTER, Milger Iwanowitsch, geb. 1917 in Gouvernement Saratow. Sonderzwangsumsiedler. Lebte in der Ortschaft Petrowskoje, Dserschinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Grundschulbildung. Traktorist bei der Kurajsker Motoren- und Traktoren-Station. Verhaftet am 25.04.1942. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 19.01.1944 von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Besserungs-Arbeitslager verurteilt. Rehabilitiert am 06.07. 1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk. (P-16608).
WALTER, Rudolf Wilhelmowitsch, geb. am 30.04.1889 in Ausin, Österreich. Deutscher. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Mittlere Schulbildung. Parteilos. Arbeiter der Lederfabrik in Kansk. Verhaftet am 02.07.1938. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RFSFR. Verurteilt durch das Militärgericht des Krasnojarsker Gebietsgerichts am 11.04.1939 zu 5 Jahren Arbeits-Besserungslager und 3 Jahren Entzug der politischen Rechte. Am 04.11.1939 wurde das Verfahren aufgrund seiner Rehabilitierung eingestellt. (P-7358).
WALZ, Hugo Adamowitsch, geb. am 12.08.1890 in dem Dorf Kijanzy, Fjodosijsker Kanton, Gouvernement Taurien. Deutscher. Besuchte 3 Jahre die Dorfschule. Parteilos. Stammte aus einer Kulaken-Bauernfamilie. Für eine 3-jährige Verbannungsdauer nach Jenisejsk verschickt. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Aktivitäten. Tischler in der Krasnojarsker Handelsorganisation in Jenisejsk. Am 06.02.1938 verhaftet. Erneut angeklagt wegen konterrevolutionärer Aktivitäten. Von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 23.05.1938 verurteilt zur Höchststrafe. Am 06.09.1938 in Jeniesejsk erschossen. Am 28.05.1957 durch das Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert. (P-7008).
WALZER, Salomon (Sohn von Salomon), geb. 1901, im Jahre 1941 verschleppt aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Belskoje, Pirowsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Mobilisiert in die Arbeitsarmee. KrasLag.
WARKENTIN, Eduard (Sohn von Jakob), geb. 1908, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen, 1941 verschleppt in das Dorf Michajlowka, Kreis Bolsche-Murta, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
WARKENTIN, Nikolaj (Nikolaus), Sohn von Peter, geb. 1909, wurde in den Jahren 1939 und 1940 verurteilt. Die Haftzeit verbüßte er im NorilLag. Am 10.3.1943 wurde er vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR in Sachen K. (K.) Godsenko (unter diese Akte fielen insgesamt 49 Personen) zum Tod durch Erschießen verurteilt.
WASEMILLER, Friedrich (Sohn von Gottfried), verfolgt im Jahre 1937 in dem Dorf Nikolajewka (früher Gnadendorf), Krasnoturansker Kreis.
WASEMILLER, Gottfried (Sohn von Gottfried), verfolgt im Jahre 1937 in dem Dorf Nikolajewka (früher Gnadendorf), Krasnoturansker Kreis.
WASENMILLER, Heinrich (Sohn von Gotthilf), geb. 1920, im Jahre 1941 deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Krasnoturansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. In die Arbeitsarmee einberufen, verbrachte die Zeit im BogoslowLag. Verstarb am 19.10.1944 im Lager.
WASENMÜLLER, Reinhold (Sohn von Konrad), geb. 1902, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen, Ehemann von J. (I.) Bär. 1937 verhaftet, verurteilt zu 10 Jahren, verbüßte die Haftzeit im KargopolLag, danach offenbar verbannt ins Gebiet Krasnojarsk. Lebte in Krasnojarsk.
WASINGER, Iwan Fedorowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1883. Gebürtig und wohnhaft in der Stadt Jenisejsk, Jenisejsker Gouvernement. Mittlere Schulbildung. Stammte aus einer Bauernfamilie. Prior der Iwersker Kirche. Am 11.06.1920 verhaftet. Angeklagt wegen Komplicenschaft mit Koltschak. Das verfahren wurde am 16.09.1920 von der Krasnojarsker Gouvernements-Tscheka aus Gründe, die zu seiner Rehabilitation führten, eingestellt (020563).
WASINGER, Peter Stepanowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1900, stammte aus dem Kanto Krasnojarsk, Jenisejsker Gouvernement, wo er auch lebte. Absolvent des geistlichen Seminars. Kult-Diener. Verhaftet am 27.03.1920. Angeklagt der antisowjetischen Agitation. Amnestiert am 04.07.1920 von der Krasnojarsker Gouvernements-Tscheka. Rehabilitiert am 30.04.2004 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk. (P-6268).
WASMILLER, Alexander (Sohn von Bogdan/Gottlieb), geb. 1914, im Jahre 1941 deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Nikolajewsk, Taschtypsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien. In die Arbeitsarmee einberufen, verbrachte die Zeit im BogoslowLag. Verstarb am 23.12.1942 im Lager.
WASMUT, Iwan Konstantinowitsch, geb. 1913 im Saratowsker Gouvernement. Mittlere Schulbildung. Arbeitsarmist in der Siedlung Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Lagerstützpunkt des dem NKWD unterstellten KrasLag. Arbeitete in einer Kolonne. Verhaftet am 06.01.1943. Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR am 20.10.1943 zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Rehabilitiert am 12.10.1957 durch das Krasnojarsker Regionsgericht. (P-8050).
WASMUT, Lew Gustawowitsch, geb. 1923 in der Ortschaft Paulskoe, Markowsker Kreis, Saratowsker Gouvernement. Arbeitsarmist in der Siedlung Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Lagerstützpunkt des dem NKWD unterstellten KrasLag. Arbeitete in einer Kolonne. Verhaftet am 16.10.1942. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Verurteilt von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR am 30.10.1943 zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager. Rehabilitiert am 07.03.1955 von der Krasnojarsker Regionskommission für die Überprüfung von Strafakten. (P-4624).
WEBER, Alexander (Sohn von Heinrich), geb. 1900, stammte aus der Ortschaft Straßburg, Pallasowker Kanton, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verschleppt nach Wysotino, Kreis Suchobusimsk. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins KrasLag.
WEBER, Alexander Christianowitsch, geb. 1900 in der Ortschaft Balzer, Saratowsker Gouvernement. Arbeitsarmist. Arbeiter in einer Zwangsarbeiter-Kolonne in Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Lagerstützpunkt, Region Krasnojarsk. Verhaftet am 16.10.1942. Beschuldigt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Verurteilt von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR am 30.10.1943 zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager. Rehabilitiert am 07.03.1955 von der Krasnojarsker Regionskommission für die Überprüfung von Strafakten. (P-4624).
WEBER, Aleksander Jakowlewitsch, geb. 1906 in der Ortschaft Staroje Priwolnoje, Kanton Seelmann, Gouvernement Saratow. Lebte in der Stadt Engels. Stammte aus einer Beamtenfamilie. Pädagoge, Volkskommissar für Bildung der ASSR der Wolga-Deutschen. Am 06.11.1936 verhaftet. Angeklagt nach § 58-8, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 08.09.1937 vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager und 5 Jahren Verlust der politischen Rechte verurteilt. Verbüßte seine Strafe auf den Solowkis (Kurzwort für die Inseln des Solowetzki-Archipels; Anm. d. Übers.). Im August 1939 traf er mit einem Solowetzki-Gefangenentransport im Norillag ein. Am 09.11.1946 freigelassen.
WEBER, Fjodor/Friedrich (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1927, verbannt aus dem Dorf Gnadenfeld, Gebiet Saratow. Ab 1946 in N.-Turuchansk, Kolchosarbeiter. Freigelassen im August 1955.
WEBER, Georg(ij) Petrowitsch, geb. 1893 im Asow-Tschernomorsker Gebiet. Lebte in der Siedlung Pit, Uderejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Großbauern-Familie. Beendete die Dorfschule. Parteilos. Verbannter. Arbeitete in verschiedenen Bereichen als Arbeiter. 1929 und 1930 Opfer von Repressionen. 1935 verbannt in die Region Krasnojarsk. Verhaftet am 16.05.1938. Angeklagt nach § 58-10, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Das Verfahren wurde am 18.01.1939 von der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk aufgrund seiner Rehabilitierung eingestellt und er aus dem Arrest entlassen. (P-7547).
WEBER, Gottfried (Sohn von Gottlieb), geb. 1890, Deutscher aus der ASSR der Wolga-deutschen. Im Jahre 1941 deportiert nach Arefjewo, Biriljusser Sonderkommandantur, Gebiet Krasnojarsk. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk geholt.
WEBER, Jakow (Jakob), geb. 1927 in der Ortschaft Grimm, Kanton Kamenka, Gouvernement Saratow. Deportiert. Befand sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Bahnstation Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk. A.F. Lorej. Liste der Arbeitsarmisten in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk (a). Zusammengestellt von Sirotinin.
WEBER, Johann Deis, Max, geb. 1893 in Österreich. Lebte in dem Dorf Birjusa, Daursker Kreis, Region Krasnojarsk. Grundschulbildung. Verkäufer im Dorfladen. Verhaftet am 16.09.1937. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeit. Am 22.02.1938 von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Rehabilitiert am 28.06.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk. (P-18720).
WEBER, Johannes (Sohn von Martin), Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. Arbeitsarmist in der Tungusker Abteilung des KrasLag. 1945 verhaftet.
WEBER, Irma (Tochter von Gottlieb), geb. 1926, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert nach Arefjewo, Biriljusser Sonderkommandantur, Gebiet Krasnojarsk. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
WEBER, Lidia Jakowlewna, geb. 1927 in der Ortschaft Straßburg, Kanton Pallasowka, ASSR der Wolgadeutschen. Deportiert. Befand sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Bahnstation Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk. A.F. Lorej. Liste der Arbeitsarmisten in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk (a). Zusammengestellt von Sirotinin.
WEBER, Maria (Tochter von Friedrich), geb. 1921, aus der Ortschaft Grimm im Kanton Kamenka, ASSR der Wolgadeutschen. Die Eltern fanden 1933 den Hungertod. Im September 1941 wurde sie nach Rossijka, Kreis Bolsche-Murta, Gebiet Krasnojarsk, deportiert.
WEBER, Samuel (Sohn von Heinrich), geb. 1906, verschleppt aus Straßburg, Kanton Pallasowka, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt in den Ort Worobinka, Kreis Suchobusimsk. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins KrasLag.
WEBER, Samuel (Sohn von David), geb. 1908, verschleppt aus Straßburg, Kanton Pallasowka, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt in die Ortschaft Wysotino im Kreis Suchobusimsk. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins KrasLag.
WEBER, Samuel (Sohn von Christian), geb. 1908, verschleppt aus der Ortschaft Margentau (oder Morgentau), ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt in den Kasatschinsker Kreis. Mobilisiert zur Arbeitsarmee in die Siedlung Nyrow, Tscherdinsker Kreis, Gebiet Perm. Arbeitsbesserungslager AM-244 (NyrobLag). Verstarb am 06.05.1944 im Lager an Lungentuberkulose.
WEBER, Viktor (Sohn von Adam), geb. 1931, stammte aus dem Gebiet Saratow. Ab 1952 als Verbannter in Turuchansk, arbeitete als Fahrer im Kreis-Sowjet der Kommunistischen Partei der UdSSR.
WEBER, Wladimir Jakowlewitsch, geb. 1919 in dem Dorf Alexander-Gai, Saratowsker Gouvernement. Angestellter, mittlere Schulbildung. Arbeitete in einer Zwangsarbeiterkolonne in Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Lagerstützpunkt des dem NKWD unterstellten KrasLag. Verhaftet im Januar 1943. Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzbuches der UdSSR. Am 20.10.1943 von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 12.10.1957 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert. (P-8050).
WECHTER, Peter (Sohn von Johann), stellvertretender Vorsitzender des Rates für Volkswirtschaft der ASSR der Wolgadeutschen. Deportiert ins Krasnojarsker Gebiet. 1942 zur Arbeitsarmee mobilisiert; verbrachte die Zeit in der Siedlung N.-Tungusska, KrasLag. War Sekretär im Parteikomitee der 1. Abteilung des KrasLag. Verhaftet 1945, verurteilt durch das Sonderkollegium.
WEDE, Friedrich Kondratowitsch, geb. 1898 in der Ortschaft Krasnij Jar, Saratowsker Gouvernement. Lebte in Bolschoj Savod, Bogotolsker Kreis, Region Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitete in einer Kolchose. Verhaftet am 27.03.1942. Angeklagt nach § 58-10, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 19.09.1942 von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 10.11.1942 in Krasnojarsk erschossen. Rehabilitiert durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am 22.09.1989. (P-19074).
WERNER, Anton, geb. 1926. Deportiert. Befand sich in der zweiten
Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks
(Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
WERNER, Irma. Verbrachte ihre Verbannungszeit im Turuchansker Bezirk,
Region Krasnojarsk.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk,
Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und
Jugend-Kreativität „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit,
vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der
höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“,
(s)
WERNER, Karl Jakowlewitsch. Republikanischer Staatsanwalt an der
Wolga. Verbüßte seine Verbannunszeit in der Siedlung Jakuty, Turuchansker
Bezirk, Region Krasnojarsk, wurde zum Vorsitzenden der Umsiedlerkolchose
gewählt.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk,
Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und
Jugend-Kreativität „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit,
vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der
höheren Klassenstufn „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“,
(s)
WIDEMANN, Frieda, geb. 1928 in der Ortschaft Deönhof, Kanton Balzer,
Gouvernement Saratow. Deportiert. Befand sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an
der Station Sorokino, Mansker Bezirk, RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre
in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station
Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
WIEDEMAN(N), Jegor Andrejewitsch, geb. 1904 im Krasnoturansker Kanton, Gouvernement Saratow. Trudarmist bei einer Arbeitskolonne in Werchnaja Tuguscha, Nischne-Ingaschsker Bezirk, Kraslag. Verhaftet in Sachen D.I. Gelhorn (unter diese Sammelakte fielen insgesamt 7 Personen). Am 16.06.1943 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 01.04.1974 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabiltitert.
WEIERMANN, Viktor (Sohn von Konstantin), geb. 1939, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. 1941 deportiert in die Ortschaft Tschepuschowo, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Verstarb im Oktober 1941.
WEIGANDT, Alexander (Sohn von Jakob), Arbeitsarmist in der Tungusker Abteilung des KrasLag. Verhaftet 1945.
WEIMER, August Georgjewitsch (möglicherweise Deutscher), geb. 1876 in der Ortschaft Marienthal, Spartakowsker Kreis, Gouvernement Odessa. Lebte in Teplaja Retschka, Saralinsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Bäcker beim Wasserkraftwerk. Verhaftet am 07.11.1937. Beschuldigt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 27.11.1937 von einer Trojka der UNKWD der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 08.12.1937 in Minusinsk erschossen. Am 06.08.1957 vom chakassischen Gebietsgericht rehabilitiert. (P-7962).
WEIMER, Eduard Augustowitsch (möglicherweise Deutscher), geb. 1909 in der Ortschaft Suworowo, Gouvernement Odessa. Lebte in der Siedlung des Saralinsker Wasserkraftwerkes. Arbeitete als Schmied. Verhaftet am 27.09.1937. Beschuldigt der konterrevolutionären Agitation. Von einer Trojka der UNKWD der Region Krasnojarsk am 02.12.1937 zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 25.11.1957 vom chakassischen Gebietsgericht verurteilt. (P-8291).
WEIS, befand sich Ende der 40-er, Anfang der 50-er Jahre in Podtjossowo, Kreis Jenissejsk, in Verbannung, arbeitete auf der Schiffswerft.
WEIS, David Karlowitsch, geb. 1924 im Kreis Marxstadt, Region Samara. Zwangsumsiedler. Lebte in Abakan. Arbeitete in der Holzabflößerei. Verhaftet am 14.12.1942. Beschuldigt der konterrevolutionären Agitation. Verurteilt durch das chakassische Gebietsgericht am 14.12.1942 zu 3 Jahren besserungsarbeitslager. Rehabilitiert von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am 20.07.1992. (P-20416).
WEISBORT, Alexander (Sohn von Heinrich), geb. 1912, stammte aus Straub im Kanton Kukkus, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt in die Ortschaft Swonochorka, Kreis Ujar. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins KrasLag.
WEISSENBORN, Erich (siehe WAISSENBORN)
WEITZEL (oder WEIZEL), Iwan/Johann, mit seiner Ehefrau Jekaterina (Katharina),
beide geb. 1900, deportiert aus der Ortschaft Balzer, ASSR der Wolgadeutschen,
in das Dorf Dworets, Kreis Keschma, Gebiet Krasnojarsk. 1956 in die Freiheit
entlassen.
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht
von Frieda Iwanowna Andreas.
WENDLAND, Elisabetha (Elisa) Karlowna, geb. 1896 in Mariupol. Lebte in der Siedlung Nischnij Ingasch, Nischneingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk. Grundschulbildung. Hausfrau. Verhaftet am 07.02.1937. Angeklagt wegen Spionage-Tätigkeit. Verurteilt von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR am 10.10.1937 zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager. Am 12.02.1960 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert. (P-11833).
WENDT, Julius Jakowlewitsch, geb. 1889 in dem Dorf Kamenka, Tschernjachowsker Amtskreis, Gouvernement Kiew. Lebte in Motygino, Motyginsker Kreis, Region Krasnojarsk. Grundschulbildung. Tischler beim Transportkontor. Verhaftet am 10.10.1937. Beschuldigt der konterrevolutionären Agitation. Am 27.11.1937 von einer Trojka der UNKWD der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 25.05.1994 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert. (P-21556).
WENZEL, siehe WENTZEL
WENZEL, Fjodor Maximowitsch, geb. 1902 in der Ortschaft Grünwald, Gouvernement Kiew. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeiter in den Isysker Kohlegruben des Ust-Abakansker Kreises, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Verhaftet am 26.08.1941. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 07.10.1941 vom chakassischen Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 03.06.1993 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert.
WENTZEL (oder WENZEL), Friedrich (Sohn von Johannes), geb. 1902, aus der Stadt Balzer, ASR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt in die Ortschaft Ignatjewka, Partisansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Zur rbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
WERFEL, Jegor/Georg (Sohn von Jegor/Georg), geb. 1898, stammte aus der Ortschaft Gnadendorf, Kreis Eckheim, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verschleppt in das Dorf Wilimowka, Kasatschinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins KrasLag.
WERNER, verhaftet ion der ASSR der Wolgadeutschen, verbüßte seine Haftzeitt in der Arbeitsarmee, lebte in der Siedlung Tumakowo im Irbejsker Kreis.
WERNER, Alexander (Sohn von Karl), Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. Arbeitsarmist in der Tungusker Abteilung des KrasLag. Verhaftet 1945.
WERNER, Andrej (Andreas) Andrejewitsch, geb. 1910. Stammte aus dem Dorf Nikolajewka, Abakansker Amtsbezirk, Minusinsker Amtskreis, Jenisejsker Gouvernement, wo er auch lebte. Brigadier in einer Kolchose. Verhaftet am 03.03.1938. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert. (P-10556).
WERNER, Arnold und Reinhold, waren im Gebiet Krasnojarsk in Verbannung.
Lebten 1989 in der Siedlung Kanifolny, Nischne-Ingaschsker Kreis, Gebiet
Krasnojarsk.
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Alexander Alexandrowitsch
Junker.
WERNER, Jakob Andrejewitsch, geb. 1907. Stammte aus dem Dorf Nikolajewka, Abakansker Amtsbezirk, Minusinsker Amtskreis, Jenisejsker Gouvernement, wo er auch lebte. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitete als ungelernter Arbeiter in einer Kolchose. Verhaftet am 08.07.1938. Beschuldigt der konterrevolutionären Agitation. Die Akte wurde aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, am 09.04.1939 vom Krasnojarsker Gebietsgericht geschlossen. Am 28.02.1961 von einer Sonderkommission des Obersten Sowjet der RSFSR rehabilitiert. (P-12665).
WERTMANN, Karl (Sohn von Karl), geb. 1917, stammte aus dem Ort Massarosch, Losotschansker Kreis, Gebiet Woroschilowgrad. 1941 verbannt nach Jugsejewka, Kreis Bolsche-Murta, Gebiet Krasnojarsk. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins KrasLag.
WESKE, verbüßte eine Lagerhaftstrafe im NorilLag. Arbeitete als Meister des Reinigungsreviers am Bergwerk 3-6. War am 04.03.1944 an Aufräumungsarbeiten nach einem Unfall im Stollen Nr. 6 des Bergwerks 3-6 beteiligt.
WESKE-MEIER,
EHRLICH, Anna (Tochter von Wladimir/Walter), geb. 1901, Friseuse aus
Tscheljabinsk. Verhaftet am 09.04.1938. Am 11.10.1938 von der Trojka der
NKWD-Verwaltung der Region Tscheljabinsk verurteilt zu 10 Jahren. Die Strafe
verbüßte sie in den Kargopoler Lagern, an der Station Jarzewo, Region
Archangelsk. Sie arbeitete als Friseuse. Nach der Lagerzeit schickte man sie zur
Zwangsansiedlung in die Verbannung nach Podtjossowo, Kreis Jenissejsk. 1948
arbeitete sie in der Lastkahn-Werkstatt, danach, 1953, als Sanitäterin im
Krankenhaus. Am 22.12.1954 wurde sie aus der Verbannung entlassen.
WETOWSKAJA, Klara (Tochter von Konrad), geb. 1911, stammte aus dem Rostower Gebiet. 1941 verbannt in den Perunowsker Dorf-Sowjet, Talmensker Kreis, Altaj-Gebiet. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins KrasLag.
WIDEMANN (oder WIEDEMANN), Jegor/Georg (Sohn von Andrej/Andreas), geb. 1904, stammte aus dem Kanton Krasnokut, ASSR der Wolgadeutschen. War in einer Arbeitskolonne im KrasLag, in B. Tuguscha, Nischne-Ingaschsker Kreis.Am 16.06.1943 von der Trojka der UNKWD des Gebietes Krasnojarsk verurteilt zu 10 Jahren laut Akte des D. (I.) Gelhorn (unter diese Akte fielen insgesamt 7 Personen).
WIDERGOLD (oder WIEDERGOLD/WIEDERHOLD), verhaftet in der ASSR der Wolgadeutschen, verbrachte seine Haftzeit in der Arbeitsarmee, lebte danach in Irbej.
WIDERGOLD (oder WIEDERGOLD/WIEDERHOLD), Peter (Sohn von Peter), geb. 1916, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert in den Krasnoturansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Mobilisiert in die Arbeitsarmee; diese Zeit verbüßte er im BogoslowLag. Verstarb am 25.12.1945 im Lager.
WIDERKER, Heinrich (Sohn von Heinrich), geb. 1918, stammte aus der Ortschaft Laub im Kanton Kukkus, ASSR der Wolgadeutschen. Verbannt 1941 nach Orlowka im Kreis Bolsche-Murta, mobilisiert zur Arbeitsarmee ins KrasLag.
WIDOWSKAJA-TSCHASSOWSKICH, Lydia (Tochter von Lorenz), geb. 1923, befand sich 1950 an der Station Prochladnaja. Kreis Nischne.Ingasch unter der Sonderkommandantur des KrasLag in der Lageraußenstelle 1, in Verbannung. Hauswirtschafterin.
WIEDEMANN, siehe WIDEMANN
WIEDERHOLD, siehe WIDERGOLD
WIESNER, siehe WISNER
WIGEL (oder WIEGEL), David (Sohn von Bogdan/Gottlieb), geb. 1890,
stammte aus Schwed im Kanton Krasnij Jar, ASSR der Wolgadeutschen. Bäcker
und Koch. Arbeitete in der Flugschule der Stadt Engels, ASSR der Wolgadeutschen.
Am 03.09.1941 zusammen mit seiner Ehefrau Amalia (Tochter von Andrej (Andreas),
1890-1987, und den Kindern Amalia, geb. 1926, David, geb. 1918, Richard, geb.
1935, Sophia, geb. 1928, und Frieda, geb. 1930, mit dem Gefangenentransport Nr.
823 zur Station Krutojar, Kreis Uschur, deportiert. Im Sommer 1942 mitsamt der
Familie zum Fischfang in die Siedlung Kontschatowo, Kreis Turuchansk, verschickt.
Verhaftet am 14.08.1942. Am 13.04.1943 vom Turuchansker Volksgericht verurteilt
zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager. Am 13.11.1943 kam er in der Kurejsker
Hilfswirtschaft des NorilLag ums Leben. Seine Ehefrau und die Kinder befanden
sich ab 1948 in Turuchansk in der Verbannung, ab 1949 in der Siedlung Borodino,
ab 1950 in Jenissejsk. Sie wurden 1956 freigelassen. Tochter Amlia wurde 1946 in
die Arbeitsarmee nach Krasnoturinsk, Gebiet Swerdlowsk, geschickt. Sie wurde
1956 freigelassen. Die älteste Tochter, Erna Davidowna Altergot, geb. 1912,
geriet 1941 zusammen mit ihrem Ehemann in den Tjuchtetsker Kreis, Region
Krasnojarsk, in die Verbannung. 1946 wurde sie zur Arbeitsarmee nach
Krasnoturinsk mobilisiert.
Verbannungs-/Lagerhaftbericht
von Richard Davidowitsch Wigel.
WIGEL (oder WIEGEL), David (Sohn von David), geb. 1926, im Jahre 1941 deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Arefjewo, Biriljusser Sonderkommandantur, Gebiet Krasnojarsk. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk geholt.
WIGEL (oder WIEGEL), Emilia (Tochter von Andrej/Andreas), geb. 1926, im Jahre 1941 deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Arefjewo, Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Am 11.02.1943 in die Arbeitsarmee nach Atschinsk geholt.
WIGEL (oder WIEGEL), Heinrich Gottliebowitsch. Wohnte im Gebiet Saratow. Am 17.09.1941 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Emma Gottliebowna, Tochter Dorothea, Schwiegersohn Andrej (Andreas), Enkelin Maria, insgesamt 13 Personen, deportiert in die Ortschaft Baschenowo, Kreis Kansk, Region Krasnojarsk. 1942 wurden der Schwiegersohn und drei weitere Familienmitglieder in die Arbeitsarmee mobilisiert. Die übrigen verlegte man in das Dorf Nowonikolsk,Kreis Bolsche-Uluj, Region Krasnojarsk.Dorothea Heinrichowna arbeitete zunächst als Viehhüterin, später versetzte man sie in einen Schaf-zuchtbetrieb. 1997 lebte sie dort noch zusammen mit ihrer Tochter. Ehemann Andrej (Andreas), der in der Arbeitsarmee in Baschkirien war, kehrte nicht zurück.
WIGEL (oder WIEGEL, Mädchenname Schefer oder Schäfer), Emma (Tochter von Alexander), geb. 1927, stammte aus derm Ort Kana, Gmelinsker Kreis, Gebiet Saratow. In den 50-er Jahren befand sie sich in der Siedlung Suchaja Tunguska, Kreis Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk, in Verbannung, arbeitete in der Kolchose „Wolna“ ("Welle"). Am 07.07.1952 heiratete sie Iwan (Johann, Sohn von Bogdan) Wigel (oder Wiegel), ebenfalls Verbannter. Danach lebten sie in N.-Turuchansk, anschließend in der Siedlung Kostino; im Juni 1956 wurden sie zusammen mit den Kindern Heinrich und Wladimir (Walter), beide Söhne von Iwan (Johann), sowie Irma (Tochter von Iwan (Johann)), geb. 06.06.1956, aus der Registratur gestrichen.
WIGEL (oder WIEGEL), Gottlieb (Sohn von Andrej/Andreas), geb. 1870, gemeinsam mit Tochter Ida deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Starb am 17.11.1941 in der Verbannung.
WIGUHL (oder WIGUL oder WIEGUHL), Anna (Tochter von Friedrich), geb. 1916, deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Am 11.02.1943 wurde sie zur Arbeitsarmee nach Atschinsk geholt.
WIGUL, siehe WIGUHL
WILDE, Artur Arturowitsch, geb. 1900 in der Stadt Tomsk. Lebte in der Ortschaft Kosylka, Kosylsker Kreis, Region Krasnojarsk. Telegraph im Fernmeldekontor. Am 13.11.1937 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 21.06.1938 von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 08.04.1961 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert. (P-12852).
WILDE, Klaudia Wasiljewna, geb. 1900. Geboren und wohnhaft in der Ortschaft Karatuskoe, Sagajsker Amtsbezirk, Minusinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Hausfrau. Am 26.02.1933 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und rechter trotzkistischer Agitation. Am 10.06.1933 von einer Sonder-Trojka des Bevollmächtigten der OGPU im West-Sibirischen Gebiet zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 15.11.1989 von der Staatsanwaltschaft der Krasnojarsker Region rehabilitiert. (P-15510).
WILDE, Woldemar (Sohn von Arthur), geb. 1902, gebürtig aus Krasnoturansk, Gebiet Krasnojarsk. Sohn eines Apothekenbesitzers. Leiter einer Apotheke in Minussinsk. Ab 27.10.1937 im Minussinsker Gefängnis gemäß Akte No. 11759. Vom Krasnojarsker Gebiets-gericht am 27.12.1937 laut §58-10, Absatz 1, des Strafgesetzbuches verurteilt. Verstarb am 29.07.1938.
WILHELM, Kaspar Kasparowitsch, geb. 1903 in der Ortschaft Krasnij Jar, Gouvernement Saratow. Lebte in Bogotol. Konnte lesen und schreiben. Traktorist an der Station „Sagotskot“ (wörtl. „Viehbeschaffung“; Anm. d. Übers.). Verhaftet am 27.03. 1942. Angeklagt nach § 58-10, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 19.09.1942 von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 10.11.1942 in Krasnojarsk erschossen. Am 22.09.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert. (P-19074).
WILHELM, P. (Tochter von K.), geb. 1922, deportiert aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Podkamenka im Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk geholt.
WILLE, Helmut (Sohn
von Robert), geb. 1904, stammte aus dem Grodnensker Gebiet, beendete das
Luftfahrt-Institut in Nowotscherkassk, Ingenieur für Metallverarbeitung.
Verhaftet am 22.07.1938 in Taganrog; bis Januar 1940 im Taganroger Gefängnis.
Am 11.01.1940 vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 5 Jahren Verbannung im
Gebiet Krasnojarsk verurteilt, zuerst im Abansker Kreis. Am 18.04.1941 zur
Wiedervereinigung mit seiner Familie nach Jenissejsk überführt,
arbeitete als Leiter der technischen Abteilung auf der Schiffswerft. Im
September 1944 freigelassen, lebte in Jenissejsk, im September 1944 als
Deutscher für immer zwangsangesiedelt. Am 18.01.1954 aus der
Zwangsansiedlung freige-lassen.
WILLEWALDT, Jakob (Sohn von Martin), 1900-1981, lebte in Leningrad und besaß ein eigenes Haus. Leiter der Produktionsabteilung in der Fabrik "Bolschewik". Am 19.03.1942 zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth (Tochter von Peter), 1901-1981, und der Tochter Valentina, geb. 1926, aus Leningrad deportiert; mobilisiert zur Arbeitsarmee. Bis 1946 in Kisel in der Landwirtschaftszone. Die Tochter wurde am 28.08.1942 als Deutsche zunüächst nach Buguruslan evakuiert, im Frühling in das Gebiet Tjumen, zur Station Bagaj, in die Landwirtschaftszone. Im September berief man sie in die Arbeitsarmee; dort arbeitete sie in der Industrie im Gebiet Kujbyschew, in Pochwistnewo, im "Kujbyschewer Erdölkombinat". Sie lebten in Erdhütten, aber ohne Wachpersonal, bis November 1948. Dann wurden sie bis Oktober 1952 zur Sonderzwangsumsiedlung in die Region Krasnojarsk geschickt. Ab Oktober 1952 lebten sie im Tukunsker Kreis, Gebiet Irkutsk. Am 03.02.1956 wurden sie auf Grundlage der Verordnung des Präsidiums des Obersten Sowjet vom 13.12.1955 aus der Sonderzwangsansiedlung freigelassen.
WILLEWALD, Jekaterina, geb. 1927 in Leningrad. Befand sich in der
zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker
Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk,
RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
WILLER, Jakob (Sohn von Jakob), 1900-19.03.1942, wohnte zusammen mit der Familie Jakob (M.) Willewaldt in einem Einzelhaus in Leningrad. Beide Familien wurden zum gleichen Zeitpunkt verschleppt. Seine Ehefrau Selma (Tochter von Peter), 1906-1944, Tochter Alma, geb. 1928 (Ehename Larina), 4 Söhne, darunter Alexander, geb. 1936. Er und seine Frau kamen in der Arbeitsarmee ums Leben, die Kinder blieben bei E. (P.) Willewaldt.
WINK, Richard (Sohn von Michael), geb. 1900, stammte aus dem Gebiet Schitomir. Schlosser in einer Bauabteilung in Krasnojarsk. Am 27.07.1938 in Krasnojarsk erschossen.
WINKLER, Olga (Tochter von Maxim), geb. 1924, gebürtig aus Berlin. Beendete 1941 das Medizinische Technikum in der Stadt Engels. 1941 deportiert in das Autonome Gebiet Taymyr, Region Krasnojarsk. Während des Krieges Leiterin des Sopkarginsker
WILMAN(N), Lidia Wladimirowna, geb. 1917 in der Stadt Astrachan. Gefangene des Tugatschinsker Lagerstützpunktes des KrasLag. Hatte den mittleren Bildungsweg nicht vollständig abgeschlossen. Angeklagt nach § 58-10, 14 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 08.02.1945 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zur Höchststrafe verurteilt. Das Urteil wurde am 04.04.1945 von einer Sonderkommission des Obersten Sowjet der UdSSR abgeändert in 10 Jahre Besserungsarbeitslager. Am 18.06.1997 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert. (P-22606).
WINK, Richard Michailowitsch, geb. 1900 in der Ortschaft Ljudwinowka, Pulinsker Amtsbezirk, Landkreis Schitomir, Gouvernement Kiew. Lebte als Zwangsumsiedler in Krasnojarsk. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Schlosser in der Bauabteilung der Verwaltungs- und Wirtschaftsstelle der UNKWD der Region Krasnojarsk. Am 20.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und rechter trotzkistischer Agitation. Am 21.06.1938 von einer Sonderberatung des NKWD der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.07.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 06.10.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert. (P-18610).
WINSCHU, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1908, verhaftet in der ASSR der Wolgadeutschen, deportiert in das Dorf Kamenka im Kreis Irbej. Starb 1943 in der Arbeitsarmee. Seine Familie wurde in das Dorf Tschuchlomino im Kreis Irbej deportiert: Ehefrau Minna, die Söhne Bernhardt und Eduard sowie Tochter Elvira.
WINTAS (SCHWIT), Paulina (oder Pauline), Tochter von Friedrich, geb. 1914, gebürtig aus Margenta, ASSR der Wolgadeutschen. Im September 1941 aus dem Gebiet Saratow verschleppt in den Kreis Berjosowka (heute Scharypowsker Kreis). Aus der Sonder-Zwangsansiedlung freigelassen am 08.02.1956. Lebte in dem Dorf Jerschowo im Scharypowsker Kreis.
WINTER, Alexander, im September 1941 deportiert aus der Ortschaft Straub im Kanton Kukkus, ASSR der Wolgadeutschen nach Ujar im Krasnojarsker Gebiet. Im Herbst 1941 verhaftet, kam im NorilLag ums Leben.
WINTER, Andrej Karlowitsch, geb. 1927. Deportiert. Befand sich in der
zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker
Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk,
RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
WINTER, Andrej (Andreas) Petrowitsch, geb. 1913. Geboren und wohnhaft in Nikolajewka, Abakansker Amtsbezirk, Minusinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. War nicht lese- und rechtschreibkundig. 1931 wurden ihm und seiner Familie die Wahlrechte entzogen, sie wurden enteignet und in die Verbannung geschickt, aus der er floh. Arbeitete in einer Kolchose. Am 07.07.1937 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 25.10.1937 von einer Trojka der UNKWD der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 06.07.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert. (P-16335).
WINTER, Daniel (Sohn von Alexander), Sohn von A. Winter, wurde im September 1941 aus der Ortschaft Straub im Kanton Kukkus, ASSR der Wolgadeutschen nach Karatus deportiert.
WINTER, Karl (Sohn von Peter), verbrachte die Verbannung in Bolschaja Murta.
WINTER, Manul (oder Manuel), Sohn von Peter, geb. 1918, gebürtig aus Nikolajewka im Kreis Krasnoturansk. War als ungelernter Arbeiter in der Ortschaft Bobrowka im Kreis Teguldjet, Gebiet Nowosibirsk, tätig. Verhaftet 1937, verurteilt zu 10 Jahren.
WINTER, Peter Friedrichowitsch, geb. 1873 in Scherbakowka, Gouvernemenet Saratow. Lebte in Nikolajewka, Krasnoturansker Kreis, Gebiet West-Sibirien. Nicht lese- und rechtschreibkundig. Arbeitete in einer Privatwirtschaft. Am 12.06.1931 im Gemeinschaftsfall A.I. Ross (unter dieses Verfahren fielen insgesamt 12 Personen) verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 22.07.1931 von einer Sonder-Trojka des Bevollmächtigten der OGPU im West-Sibirischen Gebiet zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Bekannte sich nicht schuldig. Die Familie wurde ins Tomsker Gebiet verschleppt. Dort wurde 1937 sein Sohn Emmanuel Opfer von Repressionen. Am 27.01.1962 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert. (P-13119).
WINTER, Philipp Petrowitsch, geb. 1919 in der Ortschaft Nikolajewka, Abakansker Amtsbezirk, Minusinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. 1929 entkulakisiert; zusammen mit seiner Familie verschleppt. Flüchtete aus der Verbannung. Lebte auf einer Sajansker Sowchose, im Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Konnte lesen und schreiben. Arbeiter. Am 08.07.1937 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 25.10.1937 von einer Trojka der UNKWD der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 21.06.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert. (P-15424).
WINTONJAK, Ilja Iwanowitsch, geb. 1899 in Österreich. Österreichische Staatsangehörigkeit. Lebte in Krasnojarsk. Dachdecker am Krasnojarsker Bahnhof. Am 28.12.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 05.08.1939 vom Militärtribunal der Krasnojarsker Eisenbahn zu 4 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 19.08.1959 vom Obersten Sowjet der UdSSR rehabilitiert. (P-11127).
WIRFEL, Amalia/Amalie), die Lagerhaft verbüßte sie bei der Arbeitsarmee an der Station Sorokino (Postfach Nr. 121) im Mansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk.
WIRSCHKE, Adolf (Sohn von Gottfried), geb. 1894, stammte aus Borowki, Gebiet Kiew. Tischler bei der Kustprom in der Siedlung Kinduschi, Karelo-Finnische ASSR. Er verstarb am 22.05.1942 in der Lageranstalt des Kalkwerkes in Krasnojarsk.
WISNER (oder WIESNER), Ertmann (Sohn von Theodor), geb. 1908, stammte aus dem Gebiet Kujbyschew. Auf dem Verwaltungswege verbannt in das Dorf Ermolajewo im Daurischen Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Am 23.05.1938 von der Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR verurteilt zum Tod durch Erschießen. Das Urteil wurde am 27.09.1938 in Krasnojarsk vollstreckt.
WITEKER, Termine (Hermine), Tochter von Karl, geb. 1912. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert zur Station Jelowka im Kreis Biriljussy. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
WITENBERG, Alexander Petrowitsch, geb. 1916. Gebürtig aus dem Orenburger Gouvernement, wo er auch lebte. Am 31.10.1937 von einer Trojka des NKWD der Region Orenburg zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Verbüßte die Haftstrafe im KrasLag. Lebte in der Nischnepojmensker Abteilung des KrasLag. Verhaftet am 26.10.1938. Angeklagt nach § 58-10, Absatz 1 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 30.12.1939 vom Krasnojarsker Gebietsgericht aufgrund von Umständen, die seine Rehabilitation bewirkten, eingestellt. Wurde nach Verbüßung seiner am 31.10.1937 verfügten Haftstrafe für unschuldig erklärt (P-3968).
WITENBERG, Jakob (Sohn von Jakob), geb. 1892. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert in den Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Vom Militärkomitee in Atschinskam 12.06.1942 zur Arbeitsarmee mobilisiert.
WITMAN (oder WITMANN), Alla (Tochter von Adam), geb. 1921, befand sich 1950 unter der Sonderkommandantur des KrasLag, im 11. Lagerstützpunkt, in Verbannung. Am 22.08.1950 wurde sie der Sonderkommandantur No. 65 im Nischne-Ingaschsker Kreis, Gebiet Krasno-jarsk, unterstellt.
WITMAN (oder WITMANN), Boris (Sohn von Wladimir/Walter), verbrachte die Haftzeit im NorilLag, in einem hafennahen Lagerpunkt in Dudinka. Von dort schickte man ihn zu einem 6 km von Dudinka entfernt liegenden Straflagerpunkt. 1947 wurde er zum 6. Lagerpunkt verlegt, arbeitete als Künstler in der Fabrikverwaltung; überführt zum OMZ, arbeitete etwa zwei Jahre als Konstruktionsingenieur, als Ingenieur erneut verlegt zum Bau- und Reparatur-Kontor bis zum Jahre 1951; dann zum 18. Lagerpunkt entsandt, wo er unter Tage arbeitete. Sein Selbstportrait hängt in Dudinka im Museum.
WITMAN (oder WITMANN), Heinrich (Sohn von Jakob), geb. 1895, Ehemann von L. (P.) Witman, 4 Kinder, Brigadier in die Tabakanbau-Gruppe des Dorfes Grimm im Kanton Kamenka, ASSR der Wolgadeutschen. Am 19.11.1937 verhaftet, zum Tod durch Erschießen verurteilt, erschossen in Saratow.
WITMAN (oder WITMANN), Jakob (Sohn von Friedrich), 1906-1980, stammte
aus der Ortschaft Kano im Kanton Gmelinka, Gebiet Wolgograd, wo er auch lebte.
Traktorist in einer Kolchose namens Tschapajewa. Am 06.09.1941 zusammen mit
seiner Ehefrau Margarita (Tochter von Jakob), geb. 1908, sowie den Kindern
Jekaterina (Katharina), geb. 1934, Reinhold, geb. 1940-1948, Friedrich, geb.
1936-1952, und Emilia, geb. 1931, mit dem Gefangenen-Transport No. 840 über
Krasnojarsk in das Dorf Moissejewka, Kreis Krasnoturansk, Gebiet Krasnojarsk,
deportiert. Anfang 1942 holten sie ihn in die Arbeitsarmee ins WjatLag, zum Bäumefällen.
1943 wurde er aufgrund von Invalidität entlassen. 1944 verschickten sie ihn
und seine Frau aus Moissejewka in ein Lager an der Station Sorokino bei
Krasnojarsk, in eine Nebenwirtschaft der Affinerie.1946 aus dem Lager
freigelassen und zusammen mit der Familie zu den Stationen Tajoschnij und
Sorokino in die Verbannung geschickt. Aus der Verbannung freigelassen am
23.01.1956. Während der Verbannungszeit wurden zwei Töchter geboren:
Olga 1948 und Erna 1945. Reinhold kam bei einem Brand ums Leben; 1952 starb
Friedrich an der gleichen Todesursache.
Verbannungs-/Lagerhaftbericht
von Jekaterina Jakowlewna Dubowa.
WITMAN (oder WITMANN), Luise (Tochter von Peter), geb. 1893, Ehefrau von G.J. Witman; am 18.09.1941 zusammen mit den Kindern Heinrich, geb. 1927, Kyldia, geb. 1930, Maria, geb. 1925, sowie Emma, geb. 1920, aus dem Dorf Grimm im Kanton Kamenka, ASSR der Wolgadeutschen, deportiert und über Nischne Ingasch in das Dorf Kassjanowo, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, gebracht. Im Frühjahr 1942 wurde sie zusammen mit den Kindern nach Nadymkan in Ewenkien verschickt, danach waren sie in Essej, ab 1946 – in Tura. Freigelassen am 18.01.1956.
WITOWSKAJA, Maria (Tochter von Konrad), geb. 1903, stammte aus dem Gebiet Rostow.1941 verschleppt in den Talmensker Kreis, Altaj-Gebiet, anschließend zur Arbeits-armee ins KrasLag mobilisiert.
WITT, Adolf Fjodorowitsch, geb. 1894 in der Ortschaft Meisgut, Deutschland. Lebte bei der Erzgrube Zentralnij, Uderejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauernfamilie. Minenarbeiter. Am 26.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 08.02.1938 von der UNKWD der Region Krasnojarsk festgenommen und verurteilt zur Inhaftierung im Jenisejsker Gefängnis. Die Akte wurde am 03.02.1939 vom NKWD aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, geschlossen. (P-4982).
WITTENBERG, Anna (Tochter von Jakob), geb. 1925, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert nach Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
WITTENBERG, Jakob (Sohn von Jakob), geb. 1919, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert nach Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Am 22.11.1942 zur Arbeits-armee nach Atschinsk mobilisiert.
WOGEL, Jakob (Sohn von Andrej/Andreas), 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Biriljussy deportiert. Am 04.03.1942 zur Arbeitsarmee ins Kreis-Militärkomitee nach Uschur mobilisiert.
WOLF, verhaftet in der ASSR der Wolgadeutschen; Lager Meschgranka (Reschotinsker Waldstelle des KrasLag). Lebt im Gebiet Krasnojarsk.
WOLF, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen, Ehemann von Amalie (oder Emilie) Wolf, 5 Kinder; nach der Deportation im Jahre 1941 zur Arbeitsarmee mobilisiert, wo er den Hungertod fand.
WOLF, Deutsche aus der ASSR der Wolgadeutschen, Tante von W.K. Schnaider, starb während des Gefangenentransports nach Krasnojarsk 1941 in einem Viehwaggon. In Krasno-jarsk wurde der Körper aus dem Waggon gezogen; sie hinterließ 4 Kinder.
WOLF, Aleksandra Aleksejewna. Lebte 1934 in der Stadt Jenisejsk.
Mitglied der Händlerfamilie M.A. Wolf; die politischen Rechte hatte man ihr
entzogen.
Namensliste der Personen, die in der Stadt Jenisejsk per 20.10.1934 keine
politischenRechte besaßen, Archiv des Krasnokjarsker „Memorial“. Erstellt von
Sirotinin.
WOLF, Amalie (oder Emilie), Deutsche aus der ASSR der Wolgadeutschen, Tante von W. Schnaider, Mutter von Karl Wolf, war in dem Dorf Marilowzewo, Kreis Jenissejsk, Gebiet Krasnojarsk, in der Verbannung. Starb in der Verbannung; ihr Ehemann verhungerte in der Arbeitsarmee; die 5 Kinder, von denen das älteste 9 Jahre alt war, wuchsen in einem Kinder-heim in Jenissejsk auf.
WOLF, Andrej Karlowitsch, geb. 1927 im Kanton Balzer, Gouvernement
Saratow. Deportierter. Befand sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der
Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station
Sorokino, Mansker Bezirk, RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
WOLF, Anna (Tochter von Friedrich), Deutsche aus der ASSR der Wolgadeutschen, ab 1946 verbannt nach Turuchansk, Hausfrau. Ehemann: Viktor (Sohn von Jakob) Wolf; Vater: Friedrich (Sohn von Friedrich) Franz; Mutter: Sophia (Tochter von Peter) Franz.
WOLF, Christian (Sohn von Peter), geb. 1911, war zusammen mit seiner Ehefrau Jekaterina (Katharina), Tochter von Philipp, geb. 1918, und den Kindern Wladimir (Walter), geb. 1939, Tamara, geb. 1946, und Ida, geb. 1949, in Verbannung und stand unter der Sonderkommandantur des KrasLag 10.Lagerstützpunkt. Am 22.08.1950 wurden sie an die Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit im Gebiet Krasnojarsk überstellt.
WOLF, G., Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. War von 1943-1946 in der Arbeitsarmee in einem Lager an der Station Sorokino, Mansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk (Fabrik, Postfach Nr. 121).
WOLF, Heinrich (Sohn von Heinrich), geb. 1900, aus der Ortschaft Grimm,
Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen. Im Jahre 1941 verbannt nach N.-Kaschul,
Sajan-Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins KrasLag.
WOLF, Heinrich (Sohn von Heinrich), geb. 1920, ab 1940 in der Armee,
Verhaftung im September 1942 in Dschambul; Lagerhaft im Taschkenter
Durchgangslager, AktjubLag, KrasLag (Tugatschinsker Abteilung), StepLag (Balkasch),
Verbannung in Krasnojarsk, lebt in Krasnojarsk.
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von G.G. Wolf und Potap Michailowitsch
Sywuk.
WOLF, Iwan Jakowlewitsch, geb. 1884 im Gouvernement Saratow. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Familie von Mittelbauern. Arbeitete in der Kolchose „Roter Viehzüchter“. Im März 1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert. (P-10556).
WOLF, Jakob Iwanowitsch (möglicherweise Deutscher), geb. 1910 im Jemeljanowsker Amtsbezirk, Landkreis Krasnojarsk, Jenisejsker Gouvernement. Lebte im Kreis Kansk, Region Krasnojarsk. Gewöhnlicher Soldat im 280. Schützenregiment. Am 19.08.1937 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 03.01.1938 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises zu 15 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 08.06.1960 von einer Sonderkommission des Obersten Sowjet der UdSSR rehabilitiert. (P-12571).
WOLF, Jakob Jakowlewitsch, geb. 1887 im Nord-Kaukasus. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, Krasnoturansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Stammte aus einer Familie von Mittelbauern. Arbeitete in der Kolchose „Roter Viehzüchter“. Am 03.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert. (P-10556).
WOLF, Jakob Jakowlewitsch, geb. 1884 im Kamyschinsker Landkreis, Gouvernement Saratow. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Familie von Mittelbauern. Konnte lesen und schreiben. Tierzüchter in der Kirow-Kolchose. Am 08.07.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Der Fall wurde am 09.04.1939 zu den Akten gelegt. Starb im Minusinsker Gefängnis während des Ermittlungsverfahrens. Am 06.10.1992 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert. (P-12665).
WOLF, Jakob Jakowlewitsch, geb. 1928. Lebte im Armejsker Kreis, Gebiet Saratow. 1941 zusammen mit den Eltern, der Großmutter und zwei Brüdern in die Ortschaft Ilinka, Kuraginsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Im Januar 1941 wurde der Vater zur Arbeitsarmee in die Region Swerdlowsk mobilisiert. Im Alter von 15 Jahren wurde Jakob zur Arbeitsarmee nach Nischnij Tagil geschickt. 1946 kam er eigenmächtig, um seinen Vater, der aus der Arbeitsarmee zurückgekehrt war, sowie seine Mutter und Brüder wiederzusehen. Er wurde der Meldepflicht be der örtlichen Kommandantur unterstellt, wo er sich bis 1956 in regelmäßigen Abständen registrieren lassen mußte. Lebte 1991 im Kreis Kuragino.
WOLF, Jakob Karlowitsch, geb. 1928 im Kanton Balzer, Gouvernement
Saratow. Bruder von A. Wolf. Deportiert. Befand sich in der zweiten Hälfte der
1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach
121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er
Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121),
Station Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
WOLF, Maria Fjodorowna, geb. 1898 in der Ortschaft Messer, Kreis Balzer, Gouvernement Saratow. Lebte als Verbannte in Kurejka, Kreis Igarka, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Fischerin in einer Kolchose namens Stalin. Am 12.06.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 13.11.1943 Vom Tajmyrsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 08.05.1997 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert. (P-22480)
WOLF, Michail Abramowitsch, lebte 1934 in der Stadt Jenisejsk; die politischen Rechte waren ihm entzogen worden. Namensliste der Personen, die in der Stadt Jenisejsk per 20.10.1934 keine politischenRechte besaßen, Archiv des Krasnokjarsker „Memorial“. Erstellt von Sirotinin.
WOLF, Reinhold (Roman) Karlowitsch,geb. 1926 in der Ortschaft Grimm,
Kamensker Kanton, Gouvernement Saratow. Deportiert. Verbüßte die
verbannungsstrafe in der Ortschaft Beresowka, Sowjetsker Bezirk, Region
Krasnojarsk. Befand sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der
Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station
Sorokino, Mansker Bezirk, RegionKrasnojarsk.
A.F. Lorej. Liste der Personen, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre
in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121), Station
Sorokino, Region Krasnojarsk, befanden, (a), erstellt von Sirotinin.
WOLF, Viktor (Sohn von Andrej/Andreas), war mit seiner Schwester Lydia und dem Bruder Fjodor (Friedrich), Deutsche aus der ASSR der Wolgadeutschen, im Krasnojarsker Gebiet in Verbannung. 1989 lebten sie in der Siedlung Kanifolny im Kreis Nischne-Ingasch, gebiet Krasnojarsk. Siehe Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Alexander Alexandrowitsch Junker.
WORMSBACHER (Ehemann von Olga Dotz), Verhaftung in der ASSR der Wolgadeutschen, Starb in der Arbeitsarmee.
WORMSBECHER, Ludmila (Lusja). Wolgadeutsche. Vater war Finanzminister.
Die gesamte Familie wurde ausgesiedelt. Ludmila verbüßte ihre Lagerstrafe im
Norillag, arbeitete als Technikerin in der Projektierungsabteilung. Heiratete
einen Litauer, aus der Verbindung gingen zwei Söhne hervor. Nach der Freilassung
fuhren sie nach Kaunas
Über die Zeit, über Norilsk, über mich selbst, Buch 5, Moskau, 2004, S. 491.
Zusammengestellt von Sirotinin.
WORTMAN(N), Pawel Petrowisch, geb. 1866 in Chemnitz, Deutschland. Lebte eine Zeit lang in Krasnojarsk. Stammte aus einer Kaufmannsfamilie, höhere Bildung. Revisor bei der Jenisejsker Fluß-Dampfschifffahrtsgesellschaft. Verhaftet am 02.07.1937. Angeklagt nach § 58-1a, 58-11 des Strafgesetzbuches der UdSSR. Am 04.02.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 04.03.1938 in Kansk erschossen. Rehabilitiert durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am 24.11.1989 (P-18728).
WORTMAN(N), Sofja Konstantinowna, möglicherweise Deutsche, geb. 1887 in Sankt-Petersburg. Lebte eine Zeit lang in Krasnojarsk. Stammte aus einer kleinbürgerlichen Familie. Mittlere Schulbildung ohne Abschluß. Schwester und Hauswirtschafterin im Geburtshaus No. 1. Verhaftet am 11.07.1941. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 06.08.1941 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zur Höchststrafe verurteilt. Aufgrund eines Telegramms des Obersten Gerichts der UdSSR wurde das Urteil in 10 Jahre Arbeitsbesserungslager abgeändert. Rehabilitiert durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am 23.07.1993 (P-21018).
WOTSCHEL, Maria (Tochter von Jakob), geb. 1914, befand sich im Jahre 1950 in Ver-bannung unter der Sonderkommandantur des KrasLag im 11. Lagerstützpunkt, arbeitete in der Sowchose. Am 22.08.1950 wurde sie der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit im Gebiet Krasnojarsk überstellt.
WUKKERT (Wukkerdt), Amalie (Tochter von Adam), geb. 1913, gebürtig aus dem Dorf Bejdek im Kanton Balzer, Gebiet Saratow. Die Eltern verhungerten 1932. Im September 1942 verschleppt in die Region Krasnojarsk aufgrund eines Erlasses des Obersten Sowjetprä-sidiums der UdSSR vom 28.08.1941. Auch Schwester Emilie wurde in die Region Krasnojarsk verschleppt, sie starb 1994. Amalie (Tochter von Adam) verbrachte die Verbannungszeit in Tubinsk, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk, danach ab 1942, in dem Dörfchen Iskup, Kreis Turuchansk, Region Krasnojarsk. 1990 lebte sie in Werchneim-batsk. Rehabilitiert von der Behörde für inneres der Region Krasnojarsk am 19.03.1996.
WUKKERT, Elisabeth (Tochter von Adam), geb. 1923, Deutsche aus Bajdek im Kanton Balzer, Gebiet Saratow. Ab Juli 1942 in Turuchansk in Verbannung, Bäckerin im Fisch-kombinat.
WULF, Maria Iwanowna, möglicherweise Deutsche, geb. 1912 in Minsk. Lebte eine Zeit lang in dem Dorf Podtesewo, Jenisejsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Konnte lesen und schreiben. Rechnungsführerin bei der Baugesellschaft in Podtesewo. Verhaftet am 28.06.1946. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Verurteilt am 09.07.1946 auf einer auswärtigen Sitzung des Krasnojarsker Gebietsgerichts zu 10 Jahren Arbeitsbesserungslager. Rehabilitiert durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am 24.06.1992 (P-20336).
WULPE, Jewgenia Nikolajewna, möglicherweise Deutsche, geb. 1901 im Gouvernement Bessarabien. Lebte eine Zeit lang in Nasarowo, Atschinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Stammte aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, konnte lesen und schreiben. Rechnungsführerin in der Behörde für Volksbildung. Verhaftet am 16.06.1920. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Das Verfahren wurde am 08.08.1920 von der Krasnojarsker Gouvernements-Tscheka aufgrund von Umständen, die seine Rehabilitatio rechtfertigten, eingestellt. Am 03.06.2003 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6420).
WUN (Wuhn oder Wunn), Anton Janowitsch, geb. am 14.02.1911 in dem Dorf Ostrowki, Schalinsker Amtsbezirk, Landkreis Krasnojarsk, Gouvernement Jenisejsk. Konnte schlecht lesen und schreiben. 1931 zusammen mit seinen Eltern entkulakisiert. Entziehung des Wahlrechtes. Gehilfe des Maschinisten an der „Sagotserno“ (Getreidebeschaffungsstation) in dem Dorf Nowaja Petschera, Rybinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Am 14.03.1938 verhaftet. Angeklagt er Beteiligung an einer konterrevolutionären Organisation sowie Schädlingstätigkeit. Von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 26.05.1938 zu 10 Jahren Arbeits-Besserungslager verurteilt. Verstarb am 19.11.1938 im Lagerkrankenhaus in der Siedlung Sabolotschennyj, Susumansker Kreis, Gebiet Magadan. Am 22.05.1957 vom Obersten Sowjet der UdSSR rehabilitiert. Seine Ehefrau war Anna Petrowna, geb. 1913. (P-7588).
WUNDER, Andrej/Andreas (Sohn von Grigorij/Gregor), geb. 1901, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert in den Idrinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. In die Arbeitsarmee mobilisiert; diese Zeit verbrachte er im BogoslowLag. Verstarb am 20.03.1943 im Lager.
WUNDER, Iwan Kristianowitsch, geb. 1892 in Omsk. Lebte eine Zeit lang im Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Arbeitete auf einer Kolchose. Verhaftet am 03.03.1938. Angeklagt wegen Mitwirkung an einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05. 1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Rehabilitiert am 20.03.1959 durch das Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises (P-10556).
WUNDER, Jekaterina (Katharina), Tochter von David, geb. am 14.09.1929, Deutsche aus Nowy (Neu) Moor im Kanton Balzer, Gebiet Saratow. Lebte ab 1942 zusammen mit ihrem Ehemann in Verbannung an der Station Markowo, Dorf-Sowjet Wereschagino, Kreis Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk. Arbeitete als Einsalzerin in der Fischfabrik. 1956 freige-lassen.
WUNSCH (Schmidt), Hanna (Konstina) Wassiljewna, geb. 05.08.1926, gebürtig aus der Ortschaft Blumenfeld, Kanton Pallas, Gebiet Saratow, wo sie auch lebte. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Ab Juli 1942 verbüßte sie ihre Verbannungsstrafe in der kleinen Siedlung Baicha, Kreis Turuchansk, Region Krasnojarsk. Am 05.12.1949 heiratete sie den verbannten Deutchen K.G. Schmidt. Bis September 1955 arbeitete sie in der Kolchose "Roter Fischer", 1956 als Hauswirtschafterin. 1956 wurde sie aus der Sonder-Zwangsansiedlung freigelassen.
WYD (Wid), Andrej Iwanowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1883 in dem Dörfchen Kreslawka, Abakansker Wolost, Minusinsker Bezirk, Jenisejsker Gouvernement. Er lebte eine Zeit lang in dem Dörfchen Michailowka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Großbauern-Familie. Holzfäller beim Holzbeschaffungsrevier. Verhaftet am 30.11.1937. Angeklagt wegen Mitwirkung in einer konterrevolutionären Organisation und antisowjetischer Tätigkeiten. Am 04.12.1937 von einer Trojka des UNKWD der Region Krasnojarsk zu 8 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Durch das Krasnojarsker Gebietsgericht am 10.01.1959 rehabilitiert (P-10395).